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Radsport; Maximilian Schachmann übt Kritik an Sicherheitsvorkehrungen

Schachmann kritisiert Weltverband

Maximilian Schachmann hat den Weltverband UCI kritisiert © Imago

Der deutsche Radstar Maximilian Schachmann übt heftige Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen bei der Tour de France. Am System müsse sich generell etwas ändern.

Maximilian Schachmann hat in der Sicherheitsdebatte im Radsport den Weltverband UCI nach dem Abschluss der Tour de France erneut harsch kritisiert. "Wenn es um unsere Sicherheit geht, wird nichts gemacht", sagte der 26 Jahre alte Berliner dem Sportbuzzer: "Die UCI wälzt die Verantwortung auf die Veranstalter ab. Das ist unglücklich, weil der Rennveranstalter Geld verdienen möchte und möglichst viele Zuschauer unterhalten will."

Deshalb müsse sich generell am System etwas ändern, so der Profi vom deutschen Team Bora-hansgrohe weiter: "Die UCI müsste mehr Verantwortung übernehmen. Ein Organ, das mehr im Sinne der Fahrer handelt, wäre nötig." Bereits vor der Tour de France war in Folge zahlreicher schwerer Stürze eine Sicherheitsdebatte entflammt, dennoch habe es gerade auf der ersten Etappe der Frankreich-Rundfahrt erhebliche Mängel gegeben.

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"3000 Meter vor dem Ziel muss es einen Öl-Film auf der Straße gegeben haben. Da hat es immer gekracht – auch wenn wir Fahrer nur geradeaus gefahren sind. Eine kleine Gewichtsverlagerung hat gereicht für einen Sturz. Es war wirklich gefährlich", erklärte Schachmann. 

Trotz Einigkeit im Feld hätten die Veranstalter aber nicht reagiert. "Wir Fahrer hatten die Veranstalter gebeten, frühzeitig die Zeit für die Etappe zu nehmen und nur noch die Sprinter um den Etappensieg fahren zu lassen. Das wurde abgelehnt, obwohl das gesamte Feld das gefordert hat."