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Formel 1: Max Verstappen will gleiche Bedingungen wie Lewis Hamilton

Verstappen braucht Hamiltons Waffen

Hamilton triumphiert beim Crash-Wahnsinn von Mugello

Max Verstappen kann in seinem Red Bull nicht mit Lewis Hamilton mithalten. Der Niederländer wünscht sich gleiche Voraussetzungen, um zu beweisen, wer besser ist.

Verliert Red-Bull-Pilot Max Verstappen bald die Geduld mit seinem Team?

Nach seinem erneuten Ausfall beim Grand Prix der Toskana könnte man das vermuten. Wütend warf er das Lenkrad aus dem Auto und stapfte wie ein wilder Stier mit Helm zurück in seine Box.

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Der Frust kommt von seinem Selbstbewusstsein, das ihm einredet: Mit gleichen Waffen kann er jeden schlagen, auch Lewis Hamilton! "Egal, wen sie auch neben mich setzen", davon ist der jüngste GP-Sieger aller Zeiten überzeugt, "ich werde sie alle schlagen." Verstappens Image in der Königsklasse ist mittlerweile so gut, dass kaum jemand dieser Aussage widerspricht.

Nach seinem bevorstehenden Aus bei Ferrari hat Sebastian Vettel für das kommende Jahr endlich ein neues Cockpit gefunden. Am Donnerstag gab Racing Point bekannt, dass Vettel der neue Fahrer im Team und Sergio Perez ablösen wird. Doch wohin verschlägt es nun den Mexikaner, und schafft Mick Schumacher schon im kommenden Jahr den Einstieg in die Königsklasse? SPORT1 zeigt das Fahrerkarussell 2021 © SPORT1-Grafik: Haira/Tirl/Imago/Getty Imges/iStock
MERCEDES: Bei den Silberpfeilen wird sich in der kommenden Saison nicht allzu viel ändern. Valtteri Bottas hat Anfang August seinen Vertrag um ein weiteres Jah verlängert © Getty Images
Bei Lewis Hamilton ist zwar noch nichts fix. Allenthalben geht man aber davon aus, dass die Verlängerung des Vertrags nur noch Formsache ist. Darauf ließen die jüngsten Aussagen von Motorsportchef Toto Wolff schließen © Getty Images
FERRARI: Ende des vergangenen Jahres hat die Scuderia Nägel mit Köpfen gemacht und Charles Leclerc bis 2024 an sich gebunden. Der Monegasse ist der Mann der Zukunft bei Ferrari - auch wenn bei der aktuellen Stärke des Autos der WM-Titel weit entfernt ist © Getty Images
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Der neue Teamkollege von Leclerc bei Ferrari ab der Saison 2021 steht auch schon fest. McLaren-Pilot Carlos Sainz jr. erhält einen Zweijahresvertrag bei der Scuderia und ersetzt dort Vettel. Ob es mit dem Spanier bei der Scuderia wieder aufwärts geht? © Getty Images
RED BULL: Auch bei Red Bull ist die Sache so gut wie klar. Max Verstappen ist sowieso langfristig bis 2023 als Fahrer Nummer eins an den Rennstall gebunden © Getty Images
Und auch Alexander Albon sollte spätestens nach dem Vettel-Wechsel zu Racing Point beziehungsweise Aston Martin sicher im Sattel sitzen. Allerdings ließ Teamchef Christian Horner am Rande des Mugello-Qualifyings aufhorchen. Auf die Frage, ob Pérez eine Option für das Team sei, sagte er: "Alex ist natürlich unsere Priorität. Aber es gibt noch andere starke Fahrer, wie Nico Hülkenberg, der nach einem Cockpit sucht." © Getty Images
RACING POINT, ab 2021 ASTON MARTIN: Die rosa Flitzer bekommen in der nächsten Saison einen neuen Namen - und mit Vettel "007" auch einen neuen Fahrer © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Imago/iStock
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Schon einen Tag zuvor hatte Racing Point das Aus von Sergio Pérez offiziell verkündet. Nach SPORT1-Informationen konnte das Team dem Mexikaner ohne Abfindung kündigen, wenn er nach dem Italien-GP in der WM hinter seinem Teamkollegen Lance Stroll liegt - was der Fall war. Dennoch werde er jetzt ganz entspannt abwarten, was sich ergebe, so Pérez am Rande des Toskana-GP © Imago
Lance Stroll muss sich aufgrund seines finanzsstarken Vaters Lawrence Stroll, der das Team finanziert, keine Sorgen um sein Cockpit machen und wird 2021 zusammen mit Vettel eine interessante Fahrerpaarung bilden © Getty Images
MCLAREN: Der Vertrag von Lando Norris wurde erst im vergangenen Jahr bis 2022 verlängert und auch das zweite Cockpit ist besetzt ©
Daniel Ricciardo wechselt zum Beginn der kommenden Saison von Renault zu McLaren ©
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RENAULT, ab 2021 ALPINE: Es war das große Überraschungs-Comeback! Fernando Alonso kehrt in die Formel 1 zurück. In der Saison 2021 fährt er wieder für das französische Werksteam, das zukünftig unter der Bezeichnung "Alpine" firmiert © Getty Images
An seiner Seite fährt Esteban Ocon. Der Franzose kam vor der Saison 2020 als Ersatz für Nico Hülkenberg und ist bis einschließlich 2021 gebunden © Getty Images
ALPHA TAURI (ehemals Toro Rosso): Bei dem neu benannten Rennstall ist noch kein Fahrer für die nächste Saison offiziell bestätigt. Aktuell sitzen Daniil Kvyat... © Getty Images
... und der Franzose Pierre Gasly am Steuer der beiden Boliden. Ihre Verträge wurden aber noch nicht verlängert. Ob Pérez hier andocken kann, ist fraglich. Schließlich setzt das Junior-Team von Red Bull auf Nachwuchstalente © Getty Images
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ALFA ROMEO: Bei Alfa Romeo verhält es sich ähnlich wie bei Alpha Tauri. Für die nächste Saison ist noch kein Fahrer offiziell bestätigt. Die aktuellen Fahrer Kimi Räikkönen... © Getty Images
... und Antonio Giovinazzi haben noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Ob der finnische Ex-Weltmeister und der Italiener bleiben, ist noch völlig unklar, zumal nicht nur Pérez auf ein Cockpit schielen dürfte © Getty Images
Auch Mick Schumacher zählt mittlerweile zu den gehandelten Fahrern. Denn Teamchef Frederic Vasseur kündigte zuletzt bei Sky vielsagend an: "Ich denke, er wird vor dem Saisonende die Möglichkeit haben, ein Formel-1-Auto zu testen." © Imago
Micks Onkel Ralf Schumacher bringt sogar eine rein deutsche Paarung bei den Italienern ins Spiel. "Ich glaube, dass sie nach zwei neuen Fahrern Ausschau halten, nach einem routinierten Mann und nach einem vielversprechenden jungen. Vielleicht laufen ja schon Verhandlungen mit Nico Hülkenberg", sagte er bei Sky. Hülkenberg kam in diesem Jahr bei zwei GPs für Pérez im Racing Point zum Einsatz © Imago
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HAAS: Auch die US-Amerikaner stehen noch ohne feste Cockpits für 2021 da. Da könnte sich die Tür ebenfalls noch öffnen. Weder Romain Grosjean... © Getty Images
...noch Kevin Magnussen haben die Sicherheit, ob sie auch in der nächsten Saison noch für den Rennstall an den Start gehen werden © Getty Images
WILLIAMS: Klarheit gibt es dagegen bei Williams. Der Brite George Russell, der einen Vertrag bis Ende 2021 besitzt, wird ebenso beim Team aus Grove bleiben... © Getty Images
... wie der Kanadier Nicholas Latifi Während des Ungarn-Grand-Prix 2020 wurde die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit beiden Fahrern auch offiziell verkündet © Getty Images

Kommt Hamilton zu Red Bull?

Allein: Red Bull kann auch in dieser Saison nicht mit Mercedes mithalten. Im Red Bull liegt die Hürde Hamilton für Verstappen zu hoch. Deshalb, so erfuhr SPORT1, würde der Holländer lieber heute als morgen mit dem britischen Seriensieger in einem Team fahren. Er will unbedingt beweisen, dass er schon der Beste ist.

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Theoretisch ist das sogar noch möglich. Hamilton hat seinen Vertrag mit Mercedes, der Ende dieses Jahres ausläuft, immer noch nicht verlängert. Verstappen hätte nichts dagegen, sollte Red Bull ihn für 2021 verpflichten. So könnte er ihn mit gleichen Waffen schlagen und 2021 Weltmeister werden. Wenn nicht, wird es schwer.

"Durch Corona sind die Entwicklungsmöglichkeiten für nächstes Jahr eingefroren", so der Niederländer, "vielleicht gelingt es uns, näher ranzukommen. Aber schlagen können wir sie kaum."

Frust pur bei Sebastian Vettel. Der Heppenheimer und das Ferrari-Team sind in dieser Saison in Sachen WM-Titel nicht konkurrenzfähig. Mit gerade einmal 61 Punkten nach sechs Rennen ist es eine der schwächsten Saisons überhaupt der Italiener. Aber es geht noch viel schlimmer ... © Getty Images
Ausfälle und Überrundungen, von der Konkurrenz gefühlt meilenweit abgehängt, die Fahrer machtlos: SPORT1 zeigt die schlechtesten Formel-1-Autos seit 2000 in chronologischer Reihenfolge © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PROST - AP03 (2000): Das wohl unzuverlässigste Auto der vergangenen zwei Jahrzehnte war der AP03 des Teams um Ex-Weltmeister Alain Prost © Getty Images
Nur zehn Mal schafften es Jean Alesi und Nick Heidfeld zusammen, ihr Fahrzeug überhaupt ins Ziel zu steuern. 24 Ausfälle mussten die Franzosen verzeichnen. Die Bilanz ist folgerichtig wie bitter: 0 Punkte und der letzte Platz in der Konstrukteurswertung © Getty Images
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TOYOTA - TF102 (2002): Mit großen Hoffnungen startete das Motorsport-Team des Auto-Riesen in die Königsklasse. Bis zum Ausstieg 2009 stattete der Konzern das Team stets mit einem der größten Budgets aus – ohne nennenswerten Erfolg © Getty Images
Besonders enttäuschend war die Einstiegssaison 2002. Ambitioniert ging der neue Rennstall an den Start. Doch beim ersten Saisonrennen landete man sogar hinter dem Dauer-Schlusslicht Minardi © Getty Images
ARROWS - A23 (2002): Der Minardi-Vorgänger bewegte sich ähnlich schlecht durch das Fahrerfeld wie sein Nachfolger. Das Auto wurde erst spät fertig und verlor insofern auch wichtige Test-Zeit © Getty Images
Zudem drückten Arrows bereits während der Saison finanzielle Probleme. Den großen Preis von Frankreich setzten die Fahrer freiwillig aus – um Teile zu sparen. Technische Probleme waren beim A23 an der Tagesordnung © Getty Images
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MINARDI - PS04B (2004): Von 2002 bis 2005 fuhr Minardi stehts Formel-1-Feld mit allerhand Rückstand hinterher. Das Auto ging aus dem Arrow 2002 hervor. Immerhin: 2006 entwickelte sich daraus der Rennstall Torro Rosso, der deutlich erfolgreicher in der Königsklasse unterwegs war © Getty Images
2004 holt Minardi dank Zsolt Baumgartner sogar einen Punkt. Beim Grand Prix in Indianapolis wurde der Ungar Achter – weil sonst alle anderen Fahrer nicht ins Ziel kamen, bedeutete das jedoch trotzdem den letzten Platz. Unverhofft kommt eben oft... © Getty Images
MIDLAND - MF16 (2006): Als Nachfolger des einstigen Formel-1-Teams Jordan orientierte sich der MF16 stark an dessen Vorgängermodell. Am Ende des Feldes lieferte sich das russische Team ein Schneckenrennen mit Super Aguri, das Midland immerhin deutlich für sich entscheiden konnte © Imago
Hinter den Kulissen gab es immer wieder Streitereien. Medial erhielt der Rennstall sowieso keinen guten Ruf. Nach 18 Rennen war es mit der Königsklasse auch schon wieder vorbei. In der Saison darauf trat das Team mit neuem Besitzer unter dem Namen Spyker an © Imago
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SUPER AGURI - SA05 (2006): Der dritte Arrows-Nachfolger – und wieder nix! Das Super-Aguri-Team musste den Honda aus dem Vorjahr ersetzen. Stattdessen trat der Rennstall mit höchst veraltetem Getriebe an © Getty Images
Das Japan-Duo Takuma Sato und Yuji Ide blieb mit dem veralteten Bolliden ohne jede Chance. Immerhin: Im Grand Prix von Deutschland schickten die Japaner endlich ein erneuertes Modell ins Rennen. In die Punkte schafften sie es dennoch die komplette Saison lang nicht © Getty Images
SPYKER - F8-VII (2007): Der niederländische Fahrzeug-Hersteller Spyker-Cars kaufte Midland auf. Erfolgreicher wurde das Team dadurch aber nicht. Immer noch hingen die Fahrer am Ende des Feldes, dem Toyota-Motor fehlte schlichtweg Kraft © Getty Images
Im letzten Saisondrittel wollte der Rennstall verbesserte Autos einsetzen, mit denen schnellere Zeiten möglich gewesen wären. Aber die Fahrzeuge überstanden den Crashtest nicht - und wurden am Ende nicht zugelassen. Dumm gelaufen © Getty Images
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FORCE INDIA - VJM01 (2008): Der Wagen entspricht technisch fast eins zu eins dem Spyker aus dem Vorjahr, aus dem der indische Rennstall hervorging. Dementsprechend erfolglos kurvte auch dieses Auto über den Asphalt. Punkte gab es in der Saison 2008 keine für das Rennteam mit den neuen Farben © Getty Images
Im Gegenteil: Die Leistungen aus dem Vorjahr wurden sogar noch unterboten. 2009 stellte das Renn-Team auf Mercedes-Motoren um - was den lang ersehnten Erfolg brachte. Giancarlo Fisichella holte sogar den ersten Podestplatz für den Rennstall © Getty Images
VIRGIN - VR01 (2010): "Ich bin froh, dass ich heil rausgekommen bin", sagte Timo Glock später einmal über das vollständig am Computer entwickelte Auto. In der Tat stellte das Fahrzeug für die Sportler fast schon eine Gefahr dar. Unter anderem versagte die Servolenkung. Auch brachen die Frontflügel © Imago
Besonders peinlich: Im ersten Saisonrennen blieben die Fahrer aufgrund eines zu kleinen Tanks stehen. Der Virgin-Racer war der erste von weiteren vergeblichen Versuchen des britischen Rennstalls Manor-Racing, in der Formel 1 Fuß zu fassen © Imago
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HRT - F112 (2012): Drei Jahre versuchte sich der spanische Rennstall in der Königsklasse zu etablieren. Im letzten Jahr kamen zum Misserfolg auch einige Sicherheitsmängel an den Fahrzeugen hinzu © Getty Images
Gleich mehrfach mussten Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan aus Sicherheitsgründen freiwillig aufgeben. Besonders gefährlich: Die Bremsen funktionierten oftmals nicht adäquat © Getty Images
SAUBER - C32 (2013): Der Schweizer Rennstall erlebte 2013 ein wahres Debakel. Zum ersten Mal schaffte es das eigentlich durchschnittliche Team nicht, sich auch nur einen Punkt zu sichern © Getty Images
Besonder bitter dabei: Der Deutsche Adrian Sutil folgte auf Nico Hülkenberg im Sauber-Cockpit. Der ehemalige Force-India-Pilot blieb indes ohne Chance und fand anschließend kein Rennteam mehr in der Formel 1 © Getty Images
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MARUSSIA - MR03B (2015): Manor-Racing schickte 2015 den nächsten Schnecken-Boliden an den Start. Das Team konnte die Insolvenz immerhin abwenden. Doch es fehlte das Geld und die Zeit, ein neues Auto im Vergleich zum Vorjahr zu konstruieren © Getty Images
Neue Vorgaben mussten am alten Modell erfüllt werden, um die Fahrerlaubnis zu bekommen. Getestet wurden die Fahrzeuge vor der Saison gar nicht erst. Die Fahrer: unerfahren. Für Roberto Merhi und Will Stevens blieb es ein kurzes Gastspiel in der Königsklasse © Getty Images
WILLIAMS - FW42 (2019): Williams war eigentlich ein etablierter Rennstall. 2019 enttäuschte der FW42 jedoch komplett. Das Auto wurde nicht rechtzeitig zu Beginn der Testfahrten fertig – wie sich herausstellen sollte, hatte dieser Rückstand Folgen ©
George Russell und Robert Kubica konnten nicht annähernd die Pace fahren, um in die Nähe der Punkte zu kommen. Besonders der ehemalige Grand-Prix-Sieger Kubica zeigte sich über sein Fahrzeug frustriert und beendete sein Formel-1-Comeback nach nur einer Saison wieder ©
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WILLIAMS - FW43 (2020): Auch ein Jahr später gibt es wenig Positives vom englischen Traditionsteam zu berichten. Als einziges Team hat Williams in den ersten fünf Rennen der von Corona geprägten Saison noch keinen Zähler eingefahren © Getty Images
Einzige Hoffnung für Williams ist George Russell, der bislang im Qualifying schon aufhorchen ließ, aber im Rennnen noch keine Zähler einheimsen konnte © Getty Images

Verstappen sauer auf Honda

Der Frust sitzt so tief, dass Red Bulls Motorpartner Honda auch schon sein Fett abbekommt. Zweimal hintereinander habe Verstappen die gleichen Motorprobleme gehabt, flucht er öffentlich. "Das ist nicht zu akzeptieren." Klar ist: Die Flitterwochen mit Honda sind beendet, der Ton wird rauer.

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Nur Red Bull-Motorsportchefberater Helmut Marko bleibt (noch) ruhig. "Honda hat Fortschritte gemacht, doch Mercedes ist gerade im Bereich der Batterien noch überlegen. Da müssen wir jetzt ansetzen." Die zwei Motorprobleme erklärt Marko bei SPORT1 so: "Honda hat Ingenieure ausgetauscht. Vielleicht gab es deshalb die unerwarteten Schwierigkeiten."

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Fest steht: Marko hat es nicht einfach im Moment. Er muss Honda zufrieden stellen und seinen besten Fahrer bei der Stange halten. Dazu kommt: Bisher hat sich Honda nur bis 2021 zur Formel 1 bekannt. Einige Insider wie Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gehen davon aus, dass die Japaner ihr F1-Engagement Ende 2021 beenden könnten. "Die Entscheidung soll Anfang Oktober fallen", ist sich Marko sicher.

Red Bull braucht starken Motor

Verstappen ist das egal. Er will endlich gleiche Waffen haben, um Hamilton herauszufordern. Je früher desto besser. Das weiß auch Marko. "Eigentlich hat Max einen festen Vertrag für 2021. Aber es ist uns durchaus bewusst, dass wir ihm auch einen konkurrenzfähigen Motor zur Verfügung stellen müssen", so der Österreicher.

Konkurrenzfähigkeit ist in Zahlen so definiert: Mehr als drei Zehntelsekunden pro Runde darf der Motor auf die Konkurrenz nicht verlieren. Auf Strecken mit langen Geraden verliert Honda derzeit mehr auf Mercedes. So wie beim nächsten Rennen in Sotchi am Sonntag in einer Woche.

Die Japaner müssen muss jetzt unbedingt bessere Leistungen zeigen. Auch wegen Verstappen.