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NBA: Jimmy Butler führt Miami Heat in Eastern Conference Finals

Warum Butler zuhause rausflog

Jimmy Butler (r.) ist bei den Miami Heat angekommen © Getty Images

Jimmy Butler ist einer der Schlüsselspieler der Miami Heat, die im Eastern Conference Final der NBA stehen. Der Weg dorthin war für Butler kein einfacher.

Dass Jimmy Butler im September 2020 ein gefeierter Basketball-Star ist, war 31 Jahre zuvor definitiv nicht abzusehen.

Denn der heutige NBA-Star der Miami Heat erlebte eine schwierige Kindheit. Als er noch ein Baby war, verließ sein Vater die Familie. 13 Jahre später warf ihn dann auch noch seine Mutter raus.

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"Mir gefällt nicht, wie du aussiehst. Du musst gehen", sagte sie, wie Butler ESPN verriet.

Alljährlich kürt das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" die wertvollsten Sportvereine der Welt. Mit dem FC Bayern München ist nur ein deutsches Team weiter vorne im Ranking zu finden © Getty Images
Neben den Münchnern sind noch weitere europäische Fußballklubs vertreten. Den Schwerpunkt bilden aber die US-Teams aus American Football, Basketball und Baseball. SPORT1 zeigt die 25 wertvollsten Sportvereine der Welt © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PLATZ 25: Denver Broncos (NFL) – Wert: 3,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 13 Prozent) © Getty Images
PLATZ 24: Bayern München (Bundesliga) – Wert: 3,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 23: Philadelphia Eagles (NFL) – Wert: 3,05 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: San Francisco Giants (MLB) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Houston Texans (NFL) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Rückgang um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Boston Celtics (NBA) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 17: Chicago Cubs (MLB) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: Chicago Bulls (NBA) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: New York Jets (NFL) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 12 Prozent) © Getty Images
PLATZ 16: Boston Red Sox (MLB) – Wert: 3,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 14: Los Angeles Dodgers (MLB) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 14: Washington Football Team (NFL) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 13: Chicago Bears (NFL) – Wert: 3,45 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 12: San Francisco 49ers (NFL) – Wert: 3,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 11: Los Angeles Rams (NFL) – Wert: 3,80 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 10: Manchester United (Premier League) – Wert: 3,81 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 9: New York Giants (NFL) – Wert: 3,90 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 18 Prozent) © Getty Images
PLATZ 8: FC Barcelona (La Liga) – Wert: 4,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 7: New England Patriots (NFL) – Wert: 4,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 8 Prozent) © Getty Images
PLATZ 6: Real Madrid (La Liga) – Wert: 4,24 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 5: Golden State Warriors (NBA) – Wert: 4,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 23 Prozent) © Getty Images
PLATZ 4: Los Angeles Lakers (NBA) – Wert: 4,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 3: New York Knicks (NBA) – Wert: 4,60 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
PLATZ 2: New York Yankees (MLB) – Wert: 5,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 9 Prozent) © Getty Images
PLATZ 1: Dallas Cowboys (NFL) – Wert: 5,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images

In der folgenden Zeit kam er bei verschiedenen Freunden unter, ehe ihn die Familie eines High-School-Kumpels fest bei sich aufnahm. Dennoch hegt Butler keinen Groll gegen seine Eltern - im Gegenteil: "Wir lieben uns. Das wird sich niemals ändern", sagte Butler, der noch in Kontakt zu ihnen steht, im Chicago Magazin.

Inzwischen, daran besteht kein Zweifel, werden Mutter und Vater stolz auf ihren Filius sein.

Heat schalten Bucks aus

Denn Butler steht mit den Miami Heat in den Finals der Eastern Conference. Im Ost-Halbfinale schlugen sie die Favoriten aus Milwaukee um Superstar Giannis Antetokounmpo souverän mit 4:1 - vor allem in der Deutlichkeit eine echte Überraschung. 

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Denn die Bucks hatten in der Saison eine herausragende Siegquote von 76,7 Prozent und damit eine bessere als das Meisterteam der Heat im Jahr 2012.

Ein entscheidender Faktor, um die (vermeintliche) Übermannschaft zu schlagen, war jener Butler. Der 31-Jährige dominierte die Serie auf beiden Seiten des Feldes und sorgte in Spiel 1 mit 40 Punkten für eine Bestmarke.

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Bei den Bulls zum Star entwickelt

Der Sportler hat einige bewegte Stationen hinter sich, in denen er sportlich meistens überzeugen konnte, doch andere Probleme erschwerten ihm in der Vergangenheit den ganz großen Wurf.

Das gab es in diesem Jahrzehnt noch nie. Die Dallas Mavericks erspielen sich im 3. Viertel eine 30-Punkte-Führung gegen NBA-Champion Toronto Raptors. Was danach folgt, geht in die Geschichte ein. Angeführt von Kyle Lowry spielen sich die Raptors in einen Rausch, während den Mavs um Star-Spieler Kristaps Porzingis (Bild) nichts mehr gelingt © Getty Images
Die Raptors drehen die Partie am Ende tatsächlich noch und jubeln über einen verrückten Sieg. Der Einbruch der Mavs hat dagegen historische Ausmaße - seit 2009 hatte kein Team eine solch klare Führung verspielt. Das Peinlich-Podium verpassen die Mavs aber hauchdünn SPORT1 zeigt die größten Einbrüche der NBA-Historie © SPORT1-Montage/Getty Images/dpa Picture Alliance
RANG 9 - BOSTON CELTICS vs. LOS ANGELES CLIPPERS (28 PUNKTE, 9.2.2019): In der vergangenen Saison gab es gleich drei dicke Comebacks. Im Februar eroberte Ex-Coach Doc Rivers mit seinem neuen Team den TD Garden und schockte die Celtics, die auch noch Kyrie Irving (M.) wegen einer Knöchelverletzung verloren © Getty Images
RANG 9 - SACRAMENTO KINGS vs. BROOKLYN NETS (28 PUNKTE, 19.3.2019): Nur einen Monat später zogen die Nets eine ähnliche Show ab. D'Angelo Russell markierte unfassbare 27 seiner 44 Punkte im letzten Viertel und entriss den Kings noch den Sieg © Getty Images
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RANG 9 - PORTLAND TRAIL BLAZERS vs. SACRAMENTO KINGS (28 PUNKTE, 10.4.2019): Innerhalb eines Monats schaffen es die Kings gleich zweimal, einen 28-Punkte-Vorsprung noch zu vergeigen. Ex-King Skal Labissiere (r.) führt Portlands zweite Garnitur zum Mega-Comeback ©
RANG 6 - DALLAS MAVERICKS vs. MINNESOTA TIMBERWOLVES (29 PUNKTE, 30.12.2008): Auch Dirk Nowitzki hatte Comeback-Qualitäten. Während seiner Glanzzeit liegt er mit den Mavs im dritten Viertel mit 29 hinten, ehe der Deutsche (24 Punkte) und Jason Terry aufdrehen. Dallas gewinnt noch 107:100 © Imago
RANG 6 - ATLANTA HAWKS vs. MILWAUKEE BUCKS (29 PUNKTE, 25.11.1977): In Atlanta kommt es in den 70ern zum größten Comeback im Schlussviertel aller Zeiten. Die Hawks führen innerhalb der letzten zwölf Minuten mit 29 - auch dank John Drew (30 Zähler). Dann stellt aber Junior Bridgerman das Spiel für die Bucks völlig auf den Kopf © Getty Images
RANG 6 - LOS ANGELES LAKERS vs. SEATTLE SUPERSONICS (29 PUNKTE, 4.5.1989): Das bis zu den Warriors größte Playoff-Debakel erleben die Sonics. Sie führen gegen die späten Showtime-Lakers im zweiten Viertel mit 41:12. Magic Johnson bringt die Lakers aber zurück. Am Ende steht ein 97:95-Erfolg für L.A. © Getty Images
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RANG 4 - LOS ANGELES LAKERS vs. DALLAS MAVERICKS (30 PUNKTE, 6.12.2002): Eine der schmerzlichsten Pleiten kassiert Dirk Nowitzki in seiner frühen NBA-Phase von Kobe Bryant. Trotz Mega-Vorsprungs in der zweiten Hälfte setzt es ein 103:105. Kobe macht die entscheidenden Punkte © dpa Picture Alliance
RANG 4 - TORONTO RAPTORS VS. DALLAS MAVERICKS (30 PUNKTE, 22.12.2019): 17 Jahre später stellen die Mavs diesen Franchise-Rekord ein. Trotz eines 23- Punkte-Rückstand zu Beginn des 4. Viertels kämpft sich Toronto zurück - seit der Saison 2019/2010 ist die Bilanz aller Teams, die ein 4. Viertel mit mindestens 20 Punkten Rückstand beginnen bei 3:1667 - also 0,0018 Prozent ©
RANG 3 - GOLDEN STATE WARRIORS vs. LOS ANGELES CLIPPERS (31 PUNKTE, 15.4.2019): Der größte Playoff-Kollaps geht auf das Konto der Über-Warriors. Aus einem 63:94 im dritten Viertel machen Lou Williams und Co. einen schockierenden 135:131-Erfolg über den Titelverteidiger © Getty Images
RANG 2 - CHICAGO BULLS vs. SACRAMENTO KINGS (35 PUNKTE, 21.12.2009): Das United Center hat mit Michael Jordan und Derrick Rose legendäre Siege gesehen. An jenem Dezember-Abend brechen die Bulls aber böse ein. Tyreke Evans dreht in der zweiten Hälfte das Spiel zum 102:98 © Getty Images
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RANG 1 - UTAH JAZZ vs. DENVER NUGGETS (36 PUNKTE, 27.12.1996): Das größte Comeback der NBA-Geschichte legen die legendären Jazz um Karl Malone (r.) und John Stockton hin. Noch zur Pause steht es im Delta Center 36:70. Malone und Jeff Hornacek machen trotzdem noch ein 107:103 klar und sichern sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern - auch ohne NBA-Titel © Getty Images

Nach einem Jahr am Tyler Junior College und zwei in Marquette wählten die Chicago Bulls Butler im NBA-Draft 2011 mit dem 30. Pick aus. Hier entwickelte sich der Flügelspieler über die Jahre vom unbeschriebenen Blatt zum Star.

2015 wurde er als erster Spieler der Franchise-Geschichte zum Most Improved Player gewählt, erst in den Eastern Conference Finals war gegen die Cleveland Cavaliers Endstation.

Butler knackt bei Bulls Jordan-Rekord

In der Folge wurde er zum bestimmenden Spieler bei den Bulls. Er brach sogar einen alten Rekord des großen Michael Jordan, indem er Ende 2015 bei einem Sieg gegen die Toronto Raptors 40 Punkte in einer Halbzeit warf.

2017 ging es weiter zu den Minnesota Timberwolves. Doch die Zusammenarbeit mit Top-Talent Karl-Anthony Towns hob das Team nicht auf ein neues Level. Es kam zu atmosphärischen Spannungen und dem Erstrundenaus.

Bei den Sixers kam Butler mit Superstar Joel Embiid nicht zurecht

Nach nur einer Saison brach Butler seine Zelte wieder ab - und wurde Ende November 2018 nach Philadelphia geschickt. Auch dort fruchtete das Zusammenspiel mit Ben Simmons und Joel Embiid nicht wie gewünscht, wieder gab es zwischenmenschliche Schwierigkeiten.

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Butler und Miami - die perfekte Symbiose

Bisweilen wurde Butler als Sündenbock ausgemacht, doch der Erfolg in Miami zeigt, dass der Routinier als Anführer sehr wohl taugt. Denn der Wechsel nach Florida im Juli 2019 stellte sich als Volltreffer für beide Seiten heraus.

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Butler fühlt sich pudelwohl in Miami, die Franchise versprüht Gewinner-Mentalität, die Teamkollegen arbeiten nach dem Geschmack des Leaders.

Butler ragt nicht immer mit Punkte-Explosionen heraus. Was ihn besonders macht, ist seine Fähigkeit, das Spiel zu kontrollieren, den Rhythmus zu diktieren.

Qualitäten als Leader

Butler hat nicht den Star-Appeal anderer, doch er ist ein Leader, ein Gewinner. Jedes Team, in dem er in seiner Karriere gespielt hat, hatte mit ihm eine bessere Siegquote vorzuweisen als ohne ihn.

Er weiß, zu was die Heat im Stande sind. Nach der 3:0-Führung in der Serie gegen die Bucks betonte er, er sei "nicht überrascht. Ich habe das Gefühl, alle anderen sind es, aber wir nicht. Nicht, wenn du ein Heat Trikot trägst. […] Wenn du Teil dieser Franchise bist, hast du gesehen, was wir das ganze Jahr über gemacht haben."

Noch hat Butler lange nicht genug. Im Eastern Conference Finale gegen die Boston Celtics wird es wieder auf ihn ankommen. Doch "Jimmy Buckets" wird auch mit schwierigen Situationen klar kommen. Das hat er in seinem Leben bereits oft genug unter Beweis gestellt.