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NBA: Giannis Antetokounmpo fliegt nach Kopfstoß gegen Wagner - Sperre?

MVP droht Sperre nach Ausraster

Kopfstoß gegen Wagner: Hier rastet Giannis komplett aus

Außergewöhnliche Szene in der NBA. Nach einem Kopfstoß gegen Moritz Wagner fliegt Giannis Antetokounmpo vom Parkett. Dem MVP droht eine Sperre zum Playoff-Start.

Droht NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo eine Sperre zum Playoff-Auftakt?

Im Spiel zwischen den Milwaukee Bucks und den Washington Wizards wurde der aktuelle MVP des Parketts verwiesen. Grund dafür war ein Kopfstoß gegen den Deutschen Moritz Wagner. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

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Diese könnte dem "Greek Freak" nun teuer zu stehen kommen, denn Wizards-Coach Scott Brooks rechnet fest damit, dass der Grieche nach seiner Kopfnuss "ein paar Spiele" verpassen wird. "Für solch ein Verhalten gibt es keinen Platz. Leider war es Giannis, vor dem ich großen Respekt habe. Die Liga wird sich das sicherlich anschauen und eine Entscheidung treffen. Glücklicherweise für ihn war es noch kein Playoff-Spiel", so der Trainer weiter.

Die NBA-Saison 2019/20 soll mit 22 Teams in Disney World in Orlando/Florida fortgesetzt werden. Doch nicht alle Spieler können bzw. wollen am Restart teilnehmen - und das aus ganz unterschiedlichen Gründen © Imago
Angesichts der sich häufenden Corona-Fälle in Florida hat Commissioner ohnehin bereits angekündigt, dass der Restart bei Fällen gestoppt werden müsste. Die NBA-Saison steht also schon vor dem Neubgeinn auf wackeligen Füßen © Getty Images
Um mögliche Ausfälle zu kompensieren, dürfen die Teams ihren Kader für die finale Saisonphase noch einmal verstärken. Einige haben das bereits getan. SPORT1 zeigt die NBA-Stars, die nicht mehr auflaufen werden und wer sie ersetzen könnte © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
LAMARCUS ALDRIDGE (San Antonio Spurs): Der Leader der Spurs gehört zu den Spielern, die verletzungsbedingt fehlen. Nach seiner Schulter-OP wird der Big Man erst in der neuen Saison wieder zur Verfügung stehen. Ex-Milwaukee-Forward Tyler Zeller wurde geholt, um Teile von Aldridges Spielzeit zu übernehmen © Getty Images
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TREVOR ARIZA (Portland Trail Blazers): Da geht die Liebe zur Familie vor - Ariza streitet sich um das Sorgerecht für seinen zwölfjährigen Sohn mit dessen Mutter. Die einmonatige Besuchszeit fällt in die Zeit des NBA-Turniers © Getty Images
DAVIS BERTANS (Washington Wizards): Der lettische Forward wird nach der Saison Free Agent und bekommt voraussichtlich seinen ersten dicken Vertrag. Um das nicht durch Verletzungen zu gefährden, verzichtet der 27 Jahre alte Forward auf die Spiele in Disney World - auch angesichts zweier Kreuzbandrisse in der Vergangenheit. Jerian Grant wird ihn wohl ersetzen © Getty Images
BOJAN BOGDANOVIC (Utah Jazz): Der kroatische Small Forward wurde im Mai am Handgelenk operiert und wird "ESPN"-Informationen zufolge nicht einsatzfähig sein © Getty Images
AVERY BRADLEY (Los Angeles Lakers): Der 29-Jährige gehört zu den Spielern, die freiwillig auf die Teilnahme verzichten. Der sechsjährige Sohn des Shooting Guards hat eine Vorgeschichte mit Atemwegserkrankungen. Laut "ESPN" nehmen die Lakers J.R. Smith als Ersatz unter Vertrag © Getty Images
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JALEN BRUNSON (Dallas Mavericks): Bei den Mavs wird es angesichts des Ausfalls von Brunson, der im März an der Schulter operiert wurde und noch nicht fit ist, noch mehr auf Luka Doncic ankommen. Doch als Back-Up haben die Texander Spielmacher Trey Burke für den Rest der Saison unter Vertrag genommen © Getty Images
WILLIE CAULEY-STEIN (Dallas Mavericks): Der frühere Center der Golden State Warriors erwartet im Juli die Geburt seines ersten Kindes und sagte seine Teilnahme am Event in Orlando deshalb ab © Getty Images
WILSON CHANDLER (Brooklyn Nets): Weil er sich mehr um seine Großmutter kümmern und Zeit mit der Familie verbringen möchte, steht Chandler den Nets nicht zur Verfügung. Mit Ex-Maverick Justin Anderson haben die New Yorker bereits für Ersatz gesorgt © Getty Images
DE MARCUS COUSINS (Free Agent): Nach seiner Entlassung bei den Los Angeles Lakers sollen dem Big Man Gerüchten zufolge Angebote vorliegen. Doch nach schweren Verletzungen ist es dem 29-Jährigen wichtiger, sich auf einen neuen Anlauf mit voller Kraft in der Saison 2020/'21 zu konzentrieren © Getty Images
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KEVIN DURANT (Brookly Nets): Er ist der wohl prominenteste Ausfall. Der Ex-Warrior fühlt sich nach seinem Achillessehnenriss noch nicht wieder imstande, sich der vollen Belastung auszusetzen - zumal mit einem erhöhten Verletzungsrisiko gerechnet wird, da die Bedingungen für alle ungewohnt sind © Getty Images
KYRIE IRVING (Brooklyn Nets): Beim Point Guard kommen zwei Dinge zusammen - zum einen ist seine Schulterverletzung noch nicht komplett auskuriert, zum anderen ist er kein Fan das NBA-Konzepts für die Saisonfortsetzung - um es vorsichtig zu formulieren © Getty Images
DEANDRE JORDAN (Brooklyn Nets): Und damit nicht genug bei den Nets - auch DeAndre Jordan lässt Brooklyn personell am Stock gehen. Der 31-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet, schloss eine Teilnahme an der weiteren Saison aus © Getty Images
COURTNEY LEE (Dallas Mavericks): Der ehemaligen Franchise von Dirk Nowitzki fehlen mit drei Akteuren nach den Nets die meisten Spieler. Der Shooting Guard hat sich an der Wade verletzt und kann nicht mitwirken © Getty Images
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KELLY OUBRE (Phoenix Suns): Weil die Suns keine realistische Chance mehr auf die Playoffs haben, wird ihnen der Ausfall von Oubre nicht allzu sehr schmerzen. Der Forward wurde am Knie operiert © Getty Images
JOHN WALL (WASHINGTON WIZARDS): Der kraftvolle Point Guard war lange von einem Achillessehnenriss außer Gefecht gesetzt. Wall ist zwar wieder fit, will sich aber dennoch auf die nächste Saison konzentrieren © Getty Images
DENNIS SCHRÖDER (Oklahoma City Thunder): Der deutsche Nationalspieler steckt in der Zwickmühle. Seine Frau Ellen erwartet im August das zweite gemeinsam Kind. Bei der Geburt will Schröder dabei sein, bei der restlichen Saison mit OKC aber auch. Wie genau er das koordiniert, steht noch nicht fest © Getty Images

Kopfstoß gegen Wagner

Allzu lange dauert es bis zu den Playoffs aber nicht mehr. Die Bucks haben nur noch ein reguläres Saisonspiel, am Donnerstag gegen die Memphis Grizzlies. Danach geht es mit der Erstrundenserie der Playoffs gegen die Orlando Magic weiter. Sollte Antetokounmpo also für mehr als ein Spiel gesperrt werden, fällt er zum Playoff-Start aus.

Im zweiten Viertel waren in der Nacht erst drei Minuten gespielt, ehe es zu der verhängnisvollen Szene kam.

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Zunächst war es zwischen dem 25-Jährigen und Wagner mehrere Male zu direkten Duellen gekommen. Nach einem Rebound kam es dann zu einem Gerangel, ehe ein Offensivfoul gegen den Griechen gecallt wurde - womit weder er selbst, noch sein Team einverstanden waren. 

Noch während die dazugehörige Challenge lief, brannten beim Greek Freak dann die Sicherungen durch und er verpasste Moe Wagner einen Kopfstoß. Eine Aktion, die ihm ein Flagrant-2-Foul und damit gleichbedeutend den Ausschluss vom Spiel einbrachte.

Antetokounmpo entschuldigt sich

Nach der Partie entschuldigte sich der MVP jedoch umgehend beim Deutschen. (Spielplan der NBA)

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"Wenn ich die Uhr zurückdrehen und die Szene wiederholten könnte, würde ich es nicht mehr machen. Aber wir sind alle menschlich und machen Fehler. Ich denke, dass ich das ganze Jahr über einen guten Job gemacht habe, meine Nerven im Griff zu behalten und mich auf das Spiel zu fokussieren. Ich muss davon lernen, nach vorne schauen und weiter guten Basketball spielen", sagte Antetokoumpo.

"Ich glaube nicht, dass ich frustriert wegen Wagner war. Ich habe nichts gegen ihn. Ich habe nicht nachgedacht. Jetzt muss ich damit leben", so der 25-Jährige weiter.

Sein Trainer Mike Budenholzer nahm den Übeltäter sogleich in Schutz. "Giannis muss sich seit einer langen Zeit damit auseinandersetzen. Die Gegner testen seine Grenzen aus und heute hatte er einen Ausrutscher. Es könnte eine der besten Sachen sein, die passieren konnte und ein Lernmoment sein", hofft der Head Coach.

Wagner reagiert gelassen

Wagner reagierte indes gelassen auf den Vorfall: "Er ist ein wirklich guter Spieler. Ich will ihn natürlich aus dem Spiel haben. Ich versuche nicht absichtlich, ihm unter die Haut zu gehen. Ich versuche nur, hart zu spielen, mir den Arsch aufzureißen, ehrlich."

Doch obwohl der Grieche große Teile des Spiels fehlte, gefährdet war der 123:113-Sieg der Bucks dennoch nicht. Mit 24 Punkten durfte sich Brook Lopez beim Führenden der Eastern Conference Topscorer nennen, bei den Wizards erzielte Rui Hachimura mit 20 Punkten die meisten Zähler.

Wagner kam von der Bank aus auf sechs Punkte. Isaac Bonga, der in der Starting Five stand, brachte es auf zehn Zähler.

Suns feiern nächsten Sieg

Neben den Bucks haben auch die Phoenix Suns ihren nächsten Sieg gefeiert. Gegen die Philadelphia 76ers siegten die Suns mit 130:117 und sind mit sieben Siegen in sieben Spielen in der NBA-Bubble weiterhin ungeschlagen. Die Playoff-Hoffnungen in Phoenix bleiben damit auch weiterhin am Leben.

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Devin Booker schwang sich mit 35 Zählern zum Topscorer der Suns auf, bei den Sixers, die ohne die verletzten Joel Embiid und Ben Simmons auskommen müssen, war Alec Burks mit 23 Punkten bester Werfer. (Tabelle der NBA)

Die Suns liegen aktuell mit der gleichen Differenz wie die Memphis Grizzlies auf Rang neun der Western Conference, die zur Qualifikation am Play-In-Tournament berechtigt. Der Tiebreaker geht jedoch an die Grizzlies. Philly ist bereits für die Playoffs qualifiziert.