Anzeige

Formel 1: Kimi Räikkönen bei Alfa Romeo - der Absturz des Ex-Weltmeisters

Der Absturz eines Ex-Weltmeisters

Hülkenberg verpasst Podest - Vettel nicht in Top 10

Die einstigen Ferrari-Teamkollegen fahren in der Formel 1 nur hinterher. Noch schlimmer als bei Vettel ist die Lage für Kimi Räikkönen. Der Finne reagiert gereizt.

Nicht einmal zwei Jahre ist es her, als Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen im Ferrari um den Fahrer- und Konstrukteurstitel in der Formel 1 kämpften.

Am Ende scheiterten der viermalige Weltmeister und der Weltmeister von 2007 zwar wie immer an Lewis Hamilton - doch sechs GP-Siege sowie Platz zwei und drei in der Fahrerwertung konnten sich dennoch sehen lassen.

Anzeige

Davon können Vettel und Räikkönen aktuell nur träumen. Während beim Deutschen die Probleme mit Ferrari hinreichend bekannt sind, ist die Lage beim "Iceman" noch viel schlimmer. In jedem Rennen, in dem der Alfa-Romeo-Pilot ins Ziel kam, wurde er überrundet.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende immer sonntags im AvD Motorsport Magazin im TV und STREAM auf SPORT1

"Es ist enttäuschend, so weit hinten zu stehen, wenn man alles gegeben hat. Das ist aber gerade unsere Situation", haderte der Finne jüngst nach dem Qualifying in Silverstone, bei dem er wieder einmal den letzten Platz belegte.

Kimi Räikkönen ist zwar nicht mehr der schnellste Pilot. Dennoch gehört der Finne, der seit 16. Oktober 2019 40 Jahre alt ist und seit diesem Jahr für Alfa Romeo fährt, immer noch zu den interessantesten Figuren der Formel 1 © Getty Images
Der "Iceman" - hier mit seiner Frau Minttu beim Monaco-GP - gilt als großer Schweiger. Wenn er aber mal spricht, dann haben die Zuhörer meistens was zu lachen. Manche Sprüche sind so legendär, dass es sie inzwischen sogar auf T-Shirts gibt. SPORT1 hat Räikkönens beste Sprüche gesammelt © Getty Images
Kimis neuester Brüller kommt aus Österreich: Auf die Frage, warum er den Mittelfinger in Richtung von Lewis Hamilton gereckt habe, nachdem dieser ihn blockiert hatte, antwortete er: "Ich habe mir die Flugzeuge da oben angesehen und auf die Flugzeuge gezeigt." © Getty Images
Warum er sich für den Beruf des Motorsportlers entschieden habe, will jemand wissen. Die ehrliche Antwort des Finnen: "Weil ich da nicht so früh aufstehen muss" © Getty Images
Anzeige
Vor dem Großen Preis von Kanada fragt ein Reporter nach der Freizeitgestaltung des "Iceman". "Kimi, wie hast du die Tage vor dem Kanada GP in Montreal verbracht?" Die Antwort: "Ich kam am Dienstag hier an. Also war ich gestern hier" © Getty Images
Der "Iceman" soll erklären, wie die Zusammenarbeit im McLaren-Team so funktioniere. "Die haben es schwerer mit mir als andersherum. Ich bin manchmal ein bisschen faul", lautete seine entspannte Antwort © imago
Ein Reporter will wissen, ob Räikkönen eine besondere Beziehung zu seinem Helm hat, so wie zahlreiche andere Piloten. Was sagt der Finne? "Ich putze ihn, damit ich besser sehe" © Getty Images
Als ein finnisches TV-Team am Donnerstag vor Saisonbeginn dem "Iceman" Fragen stellen will, antwortet der: "Kommt morgen wieder, heute bin ich noch im Urlaub" © Getty Images
Anzeige
Über seinen Ruf als störrischer Schweiger sagt Räikkönen einmal: "Es interessiert mich nicht, was andere Leute über mich denken. Ich bin nicht Michael Schumacher" © Getty Images
Zu den Sponsoren hat Räikkönen seit jeher ein besonderes Verhältnis. Auf die Frage, was Uhrenhersteller "TAG Heuer" so besonders machen würde, entgegnet dieser: "Es ist ok" © Getty Images
Als ein Journalist ihn bittet "Kimi, kannst du uns ein bisschen was sagen", ist die Reaktion von Räikkönen: "Yeah, eins, zwei...drei." © Getty Images
2010 und 2011 nimmt Räikkönen an der Rallye-WM teil und sucht sich Kaj Lindström als Co-Piloten aus. Seine Begründung? "Ich wollte einen erfahrenen Beifahrer, damit wenigstens einer im Auto weiß, was er tut" © Getty Images
Anzeige
Auf die Frage, warum er in die Formel 1 zurückgekehrt ist, antwortet Räikkönen simpel: "Ich hatte gerade nichts anderes vor" © imago
Was denn das Beste daran sei, ein Formel-1-Fahrer zu sein, will ein Reporter von Räikkönen wissen: "Bestimmt nicht mit den Medien zu sprechen. Ich bin kein großer Fan beschissener Fragen" © imago
Nachdem ihn die aggressive Fahrweise von Sergio Perez einen Spitzenplatz gekostet hat, giftet er in Richtung des Mexikaners: "Der wollte mein Rennen ruinieren. Vielleicht muss man ihm mal aufs Maul hauen, damit er kapiert, wie er fahren muss" © imago
Sein wohl berühmtester Spruch: Als ihm Ingenieure in Abu Dhabi 2012 kurz vor dem Ziel immer wieder den Rennstand durchgeben, funkt Räikkönen: "Lasst mich in Ruhe, ich weiß, was ich tue" - dieser Spruch wird später sogar auf T-Shirts mit seiner Unterschrift gedruckt © Getty Images
Anzeige
Ein Reporter will von Räikkönen wissen, wie er die neue Strecke in Singapur beschreiben würde. Die legendäre Antwort des "Iceman": "Es ist an manchen Stellen eng, an anderen breit - das hängt davon ab, wo man ist" © Getty Images
Auch für seine Fahrer-Kollegen hat er gerne einen Spruch parat. Als Lewis Hamilton (l.) seinen ersten GP-Sieg gewohnt überschwänglich damit beschreibt, dass sich dieser besser als Sex anfühlt, meinte Räikkönen: "Vielleicht hatte er noch nie Sex" © Getty Images
Fernando Alonso (l.) ist bekannt für Psychospielchen - nur bei Teamkollege Räikkönen biss er damit auf Granit: "Es könnte mich nicht weniger interessieren, was dieser Mann denkt" © Getty Images
Vermutlich keiner empfing Formel-1-Neulinge so herzlich wie Räikkönen. So antwortete er auf die Frage, welchen Rat er den Neulingen Nico Rosberg und Scott Speed geben würde: "Ich hoffe, dass sie leicht zu überrunden sind" © Getty Images
Anzeige
Tanzen ist offenbar nicht so Räikkönens Sache. Über die Feier zum finnischen Unabhängigkeitstag im Schloss des Präsidenten sagt er: "Ich denke, ich werde den Teil mit dem Tanzen überspringen. Jemand anderes soll mit Jenni (seine damalige Ehefrau, Anm. d. Red.) tanzen, wenn sie will" © Getty Images
Dafür hat er offenbar andere Hobbys - oder will das zumindest dem Reporter weismachen, als dieser danach fragt. "Ich sammle Walnüsse", sagt Räikkönen kühl © Getty Images
Angesprochen auf seine Biographie spricht Räikkönen im Podcast "Beyond the Grid" über die Zeit, in der er 16 Tage am Stück betrunken war: "Solange du an mehr Tagen trinkst als du verkatert bist, ist alles fein. Und damals haben die Zahlen sicher gestimmt!" © Getty Images
Auf die Frage, ob es ihm manchmal im Auto langweilig ist: "Nur wenn ich meilenweit vorne bin, wie in Melbourne letztes Jahr. Dann denkt man über andere Dinge nach oder spielt mit den Knöpfen am Lenkrad. Dann habe ich den Bremspunkt verpasst" © Getty Images
Anzeige
Eine interessante Diskussion entsteht eines Tages rund um ein neues Tattoo, das er sich stechen hatte lassen. "Kimi, du hast ein heißes Tattoo auf dem Arm - was ist das?". Antwort: "Es ist ein Tattoo." Frage: "Und was bedeutet es?" Antwort: "Nichts, gar nichts." Frage: "Ist es permanent?" Antwort: "Das weiß ich nicht" © Getty Images
Als Räikkönen darauf angesprochen wird, dass er die Präsentation von Pelé gerade verpasst hat und ob er darüber hinwegkommen würde, konterte dieser: "Ja. Ich war kacken" © Getty Images
Ein Reporter will wissen, wie Räikkönen den fünften Platz in der Startaufstellung findet. Dessen Antwort: "Es ist der fünfte Platz in der Startaufstellung" © Getty Images
Räikkönens schonungslos ehrliche Antwort auf die Frage eines Scheichs, was für Voraussetzungen sein Sohn braucht, damit er Formel-1-Fahrer wird: "Ich hoffe, dass du viel Geld hast" © Getty Images
Anzeige
Am Rande des Bahrain-GP 2017 wird Räikkönen gefragt, warum der Kurs ihm denn so gut liegt. Seine trockene Antwort lautete: "Weiß ich doch nicht. Geh' und frag' den Kurs" © Getty Images
Große Feier zum 300. Rennen in seiner F1-Karriere? Räikkönen hat darauf wenig Lust: "Ich habe dem Team schon vor einer ganzen Weile gesagt, dass ich hier wirklich nichts anderes will als bei jedem anderen Rennen. Ich versuche, sie zu zwingen, alles abzusagen. Aber da hatte ich bisher keinen großen Erfolg" © Getty Images
Als die Presse erneut nach dem Jubiläum fragt, antwortet der Finne: "Zahlen interessieren mich nicht. Ob es 300 Grands Prix sind oder 20.000 Rennen, das ist mir doch egal. Ich war nie ein Bestmarkenjäger, das hat mich nie gekratzt. Ich mach, was mir gefällt" © Imago
Kein Spruch, aber der Ausdruck von Räikkönen über den neuen Alfa-Romeo-Partner "Little Mole" sagt wohl sowieso mehr als 1000 Worte © Imago

Räikkönen langsamer als Teamkollege

Während Alfa Romeo vor allem dank Räikkönen in der Vorsaison in mehr als der Hälfte der Rennen mit mindestens einem Fahrer in den Punkten landete und in Brasilien sogar beide Piloten zu den Top 5 zählten, steht das Team 2020 nach fünf Rennen nur bei mageren zwei Punkten.

Aber nicht nur das Auto, sondern auch der noch punktlose Räikkönen enttäuscht bisher auf ganzer Linie. Während er 2019 Teamkollege Antonio Giovinazzi in den Qualifying-Duellen noch mit 12:9 bezwang, hatte er in dieser Saison abgesehen von einer Ausnahme stets das Nachsehen.

Nach seinem bevorstehenden Aus bei Ferrari hat Sebastian Vettel für das kommende Jahr endlich ein neues Cockpit gefunden. Am Donnerstag gab Racing Point bekannt, dass Vettel der neue Fahrer im Team und Sergio Perez ablösen wird. Doch wohin verschlägt es nun den Mexikaner, und schafft Mick Schumacher schon im kommenden Jahr den Einstieg in die Königsklasse? SPORT1 zeigt das Fahrerkarussell 2021 © SPORT1-Grafik: Haira/Tirl/Imago/Getty Imges/iStock
MERCEDES: Bei den Silberpfeilen wird sich in der kommenden Saison nicht allzu viel ändern. Valtteri Bottas hat Anfang August seinen Vertrag um ein weiteres Jah verlängert © Getty Images
Bei Lewis Hamilton ist zwar noch nichts fix. Allenthalben geht man aber davon aus, dass die Verlängerung des Vertrags nur noch Formsache ist. Darauf ließen die jüngsten Aussagen von Motorsportchef Toto Wolff schließen © Getty Images
FERRARI: Ende des vergangenen Jahres hat die Scuderia Nägel mit Köpfen gemacht und Charles Leclerc bis 2024 an sich gebunden. Der Monegasse ist der Mann der Zukunft bei Ferrari - auch wenn bei der aktuellen Stärke des Autos der WM-Titel weit entfernt ist © Getty Images
Anzeige
Der neue Teamkollege von Leclerc bei Ferrari ab der Saison 2021 steht auch schon fest. McLaren-Pilot Carlos Sainz jr. erhält einen Zweijahresvertrag bei der Scuderia und ersetzt dort Vettel. Ob es mit dem Spanier bei der Scuderia wieder aufwärts geht? © Getty Images
RED BULL: Auch bei Red Bull ist die Sache so gut wie klar. Max Verstappen ist sowieso langfristig bis 2023 als Fahrer Nummer eins an den Rennstall gebunden © Getty Images
Und auch Alexander Albon sollte spätestens nach dem Vettel-Wechsel zu Racing Point beziehungsweise Aston Martin sicher im Sattel sitzen. Allerdings ließ Teamchef Christian Horner am Rande des Mugello-Qualifyings aufhorchen. Auf die Frage, ob Pérez eine Option für das Team sei, sagte er: "Alex ist natürlich unsere Priorität. Aber es gibt noch andere starke Fahrer, wie Nico Hülkenberg, der nach einem Cockpit sucht." © Getty Images
RACING POINT, ab 2021 ASTON MARTIN: Die rosa Flitzer bekommen in der nächsten Saison einen neuen Namen - und mit Vettel "007" auch einen neuen Fahrer © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Imago/iStock
Anzeige
Schon einen Tag zuvor hatte Racing Point das Aus von Sergio Pérez offiziell verkündet. Nach SPORT1-Informationen konnte das Team dem Mexikaner ohne Abfindung kündigen, wenn er nach dem Italien-GP in der WM hinter seinem Teamkollegen Lance Stroll liegt - was der Fall war. Dennoch werde er jetzt ganz entspannt abwarten, was sich ergebe, so Pérez am Rande des Toskana-GP © Imago
Lance Stroll muss sich aufgrund seines finanzsstarken Vaters Lawrence Stroll, der das Team finanziert, keine Sorgen um sein Cockpit machen und wird 2021 zusammen mit Vettel eine interessante Fahrerpaarung bilden © Getty Images
MCLAREN: Der Vertrag von Lando Norris wurde erst im vergangenen Jahr bis 2022 verlängert und auch das zweite Cockpit ist besetzt ©
Daniel Ricciardo wechselt zum Beginn der kommenden Saison von Renault zu McLaren ©
Anzeige
RENAULT, ab 2021 ALPINE: Es war das große Überraschungs-Comeback! Fernando Alonso kehrt in die Formel 1 zurück. In der Saison 2021 fährt er wieder für das französische Werksteam, das zukünftig unter der Bezeichnung "Alpine" firmiert © Getty Images
An seiner Seite fährt Esteban Ocon. Der Franzose kam vor der Saison 2020 als Ersatz für Nico Hülkenberg und ist bis einschließlich 2021 gebunden © Getty Images
ALPHA TAURI (ehemals Toro Rosso): Bei dem neu benannten Rennstall ist noch kein Fahrer für die nächste Saison offiziell bestätigt. Aktuell sitzen Daniil Kvyat... © Getty Images
... und der Franzose Pierre Gasly am Steuer der beiden Boliden. Ihre Verträge wurden aber noch nicht verlängert. Ob Pérez hier andocken kann, ist fraglich. Schließlich setzt das Junior-Team von Red Bull auf Nachwuchstalente © Getty Images
Anzeige
ALFA ROMEO: Bei Alfa Romeo verhält es sich ähnlich wie bei Alpha Tauri. Für die nächste Saison ist noch kein Fahrer offiziell bestätigt. Die aktuellen Fahrer Kimi Räikkönen... © Getty Images
... und Antonio Giovinazzi haben noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Ob der finnische Ex-Weltmeister und der Italiener bleiben, ist noch völlig unklar, zumal nicht nur Pérez auf ein Cockpit schielen dürfte © Getty Images
Auch Mick Schumacher zählt mittlerweile zu den gehandelten Fahrern. Denn Teamchef Frederic Vasseur kündigte zuletzt bei Sky vielsagend an: "Ich denke, er wird vor dem Saisonende die Möglichkeit haben, ein Formel-1-Auto zu testen." © Imago
Micks Onkel Ralf Schumacher bringt sogar eine rein deutsche Paarung bei den Italienern ins Spiel. "Ich glaube, dass sie nach zwei neuen Fahrern Ausschau halten, nach einem routinierten Mann und nach einem vielversprechenden jungen. Vielleicht laufen ja schon Verhandlungen mit Nico Hülkenberg", sagte er bei Sky. Hülkenberg kam in diesem Jahr bei zwei GPs für Pérez im Racing Point zum Einsatz © Imago
Anzeige
HAAS: Auch die US-Amerikaner stehen noch ohne feste Cockpits für 2021 da. Da könnte sich die Tür ebenfalls noch öffnen. Weder Romain Grosjean... © Getty Images
...noch Kevin Magnussen haben die Sicherheit, ob sie auch in der nächsten Saison noch für den Rennstall an den Start gehen werden © Getty Images
WILLIAMS: Klarheit gibt es dagegen bei Williams. Der Brite George Russell, der einen Vertrag bis Ende 2021 besitzt, wird ebenso beim Team aus Grove bleiben... © Getty Images
... wie der Kanadier Nicholas Latifi Während des Ungarn-Grand-Prix 2020 wurde die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit beiden Fahrern auch offiziell verkündet © Getty Images

Es stellt sich daher die Frage, ob der 40-Jährige aufgrund nachlassender Reflexe inzwischen langsamer geworden ist oder ihm angesichts der geringen Aussicht auf Punkte egal geworden ist, wie weit hinten er landet.

Anzeige

Seine Aussage nach dem Qualifying unterstützt die zweite These: "Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Runde bedeutet P16 oder P20. Das ändert also nicht viel." Er ergänzte: "Vielleicht geht da oder dort ein Platz mehr, aber das macht keinen verdammten Unterschied für uns."

Salo glaubt an Karriereende von Räikkönen

Da der Kult-Finne, dessen trockene Sprüche sogar auf T-Shirts verkauft werden, im Oktober bereits 41 Jahre alt wird und sein Vertrag bei Alfa Romeo ausläuft, ist ein Karriereende nach dieser Saison naheliegend.

"Die Situation von Alfa ist im Moment sehr schlecht. Das Auto ist langsam. Zusätzlich leiden sie durch die Änderungen am Ferrari-Motor", sagte Landsmann und Ex-Formel-1-Pilot Mika Salo bei Ilta Sanomat.

Es gab sogar Gerüchte um einen vorzeitigen Ausstieg, doch das hält Salo für unwahrscheinlich: "Wenn man ein Profi ist, dann steigt man nicht mitten in der Saison aus. Allerdings glaube ich, dass es nach dieser Saison für Kimi vorbei sein wird."

Räikkönen fühlte sich bisher immer fit, hatte aber auch betont: "Wenn man das Gefühl bekommt, dass die Dinge etwas zu schnell gehen, was natürlich irgendwann der Fall sein wird, dann kann man es nicht aufhalten."

Ralf Schumacher: "War teilweise dumm und arrogant"

Räikkönen zofft sich mit Alfa-Romeo-Box

Wie frustriert er mit der aktuellen Situation ist, zeigte sich bereits beim ersten Rennen in Silverstone. Nachdem der Kommandostand Räikkönen erst reinholen wollte und dann extrem kurzfristig die Meinung wieder änderte, platzte ihm der Kragen.

"Es ist jetzt verdammt noch mal zu spät! Verdammt nochmal", blaffte der Finne und legte kurze Zeit später noch einmal nach: "Ausgeschlossen, dass das eine gute verdammte Idee war, jetzt an die Box zu fahren."

Anzeige

Da die Fahrzeuge für das Jahr 2021 weitgehend unverändert bleiben, wird Räikkönen sich sehr gut überlegen, ob er sich das chancenlose Hinterherfahren noch ein weiteres Jahr antun wird.

Neben Vettel, dessen Zukunft weiter ungewiss ist, droht die Formel 1 damit einen weiteren großen Champion nach der Saison zu verlieren.