Anzeige

NBA: Michael Porter Jr. von Denver Nuggets vom Risiko-Draft zum Top-Scorer

Vom Risiko-Pick zur Scoring-Maschine

Holt LeBron den nächsten Titel? Der NBA-Favoriten-Check im Westen

Michael Porter wird 2018 von den Denver Nuggets als Risiko-Pick gedraftet. Verletzungen werfen ihn weiter zurück. Beim Restart der NBA zeigt er sein wahres Talent.

37 Punkte und zwölf Rebounds, dabei zwölf von 16 Würfen verwandelt - das sind Werte, mit denen in der NBA dieser Tage eigentlich nur die Topstars der Szene auf sich aufmerksam machen. Doch gerade eben diese Werte werden in den vergangenen Spielen von einem Rookie produziert. 

Einst als potentieller Nummer-1-Pick im Draft deklariert, später aber durch Verletzungspausen gerade so als riskante Wahl in die NBA aufgenommen, scheint der Knoten bei Michael Porter Jr. nach dem Restart der NBA endgültig geplatzt zu sein.

Anzeige

Der Power Forward von den Denver Nuggets weist seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Disney World knapp 24 Punkte im Schnitt pro Spiel vor. Wenn man bedenkt, dass er vorher in der Saison nur 14 Minuten im Schnitt gespielt hatte, ist das ein Raketenstart.

Nun sorgt der 22-Jährige zusammen mit Superstar Nikola Jokic für Furore und lässt die Denver Nuggets zu einem ernst zu nehmenden Kandidaten auf den NBA-Titel werden. (Tabellen der NBA)

Porter Jr. mehrfach von Verletzungen geplagt

Sein Aufstieg verlief allerdings bisweilen holprig. Noch im letzten High-School-Jahr 2017 glänzte Porter mit durchschnittlich 36,2 Punkten und 13,6 Rebounds pro Spiel. Er führte die Nathan State High School aus Seattle zur Staatsmeisterschaft und galt daraufhin als potentieller Nummer-1-Pick für die Zukunft.

Schließlich wechselte der heißbegehrte Youngster an die University of Missouri, wo sein Vater als Co-Trainer fungierte. Doch dann wurde sein kometenhafter Aufstieg jäh gestoppt. 

Bereits im ersten College-Spiel verletzte sich Porter schwer am Rücken. Eine Operation setzte ihn beinahe die komplette Saison außer Gefecht, lediglich zwei weitere Spiele konnte er bestreiten. Aus Porter, der in den USA beinahe schon Superstar-Status genoss, wurde plötzlich ein Risiko-Pick.

Trotz seiner langen Verletzungspause entschied sich Porter 2018 für die Teilnahme am NBA-Draft. Dort fiel das Mega-Talent aber bis auf Position 14, ehe ihn die Denver Nuggets auswählten. 

Kurz nach der Unterzeichnung seines ersten NBA-Vertrags musste sich Porter einer zweiten Rücken-Operation unterziehen. Die Rookie-Saison war damit futsch und sein Stern begann zu verblassen.

Alljährlich kürt das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" die wertvollsten Sportvereine der Welt. Mit dem FC Bayern München ist nur ein deutsches Team weiter vorne im Ranking zu finden © Getty Images
Neben den Münchnern sind noch weitere europäische Fußballklubs vertreten. Den Schwerpunkt bilden aber die US-Teams aus American Football, Basketball und Baseball. SPORT1 zeigt die 25 wertvollsten Sportvereine der Welt © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PLATZ 25: Denver Broncos (NFL) – Wert: 3,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 13 Prozent) © Getty Images
PLATZ 24: Bayern München (Bundesliga) – Wert: 3,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 23: Philadelphia Eagles (NFL) – Wert: 3,05 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: San Francisco Giants (MLB) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Houston Texans (NFL) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Rückgang um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Boston Celtics (NBA) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 17: Chicago Cubs (MLB) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: Chicago Bulls (NBA) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: New York Jets (NFL) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 12 Prozent) © Getty Images
PLATZ 16: Boston Red Sox (MLB) – Wert: 3,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 14: Los Angeles Dodgers (MLB) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 14: Washington Football Team (NFL) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 13: Chicago Bears (NFL) – Wert: 3,45 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 12: San Francisco 49ers (NFL) – Wert: 3,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 11: Los Angeles Rams (NFL) – Wert: 3,80 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 10: Manchester United (Premier League) – Wert: 3,81 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 9: New York Giants (NFL) – Wert: 3,90 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 18 Prozent) © Getty Images
PLATZ 8: FC Barcelona (La Liga) – Wert: 4,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 7: New England Patriots (NFL) – Wert: 4,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 8 Prozent) © Getty Images
PLATZ 6: Real Madrid (La Liga) – Wert: 4,24 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 5: Golden State Warriors (NBA) – Wert: 4,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 23 Prozent) © Getty Images
PLATZ 4: Los Angeles Lakers (NBA) – Wert: 4,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
Anzeige
PLATZ 3: New York Knicks (NBA) – Wert: 4,60 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
PLATZ 2: New York Yankees (MLB) – Wert: 5,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 9 Prozent) © Getty Images
PLATZ 1: Dallas Cowboys (NFL) – Wert: 5,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
Anzeige

Denn die Nuggets mischten nach einigen Jahren Aufbauarbeit auch ohne das Supertalent die Playoffs auf und erreichten die Conference Semifinals.

Zusammenspiel mit Jokic klappt auf Anhieb

Nach langer Verletzungsmisere gab das junge Talent erst an Halloween 2019 sein NBA-Debüt. Nach und nach bekam der Power Forward mehr Spielzeit und schaffte es, sich in die Rotation der Nuggets zu spielen.

"Er hebt das Spiel auf ein neues Level. Er hat noch so viel Potenzial, sich zu verbessern. Die ganze Nuggets-Familie brennt darauf, seine Entwicklung zu verfolgen. Michael Porter hat alles, um ein Star zu werden", schwärmte Chef-Coach Michael Malone nach seinen ersten Auftritten in der Liga.

DAZN gratis testen und die NBA live & auf Abruf erleben | ANZEIGE 

Und auch das Zusammenspiel mit Nikola Jokic, um den das Nuggets-Spiel aufgebaut ist, funktioniert seit Tag eins. "Er ist ein großer Zielspieler für mich. Ich spiele sehr gerne mit ihm. Er ist ein wirklich guter Schütze, er greift das Glas an, er ist ein talentierter Spieler", adelte der serbische Top-Star den jungen Power Forward.

Und nun nach dem Restart der Liga erfolgte der große Durchbruch für Porter. Durch Verletzungssorgen innerhalb der Mannschaft ist Porter zu einem der Topspieler der Franchise aufgestiegen.

Mit Juancho Hernangomez und Malik Beasley tradeten die Nuggets im Februar zwei Konkurrenten nach Minnesota, dazu fehlen in Gary Harris und Will Barton aktuell noch zwei wichtige Spieler, die sonst an seiner Stelle in der Starting Five aufliefen.

Wirbel auf und neben dem Platz wegen Corona

Im zweiten Spiel gegen OKC platzte dann der Knoten mit 37 Punkten - und auch die nächsten Spiele schoss Porter aus allen Kanonenrohren. In den nachfolgenden zwei Partien gelangen ihm 30 und 27 Punkte. Dazu krönte er seine noch junge Karriere mit einem persönlichen Rekord von 15 Rebounds. 

Anzeige

Porter ist erst der dritte Rookie seit 2000, dem zwei Double-Double mit über 30 Punkten nacheinander gelangen.

Die NBA-Saison 2019/20 soll mit 22 Teams in Disney World in Orlando/Florida fortgesetzt werden. Doch nicht alle Spieler können bzw. wollen am Restart teilnehmen - und das aus ganz unterschiedlichen Gründen © Imago
Angesichts der sich häufenden Corona-Fälle in Florida hat Commissioner ohnehin bereits angekündigt, dass der Restart bei Fällen gestoppt werden müsste. Die NBA-Saison steht also schon vor dem Neubgeinn auf wackeligen Füßen © Getty Images
Um mögliche Ausfälle zu kompensieren, dürfen die Teams ihren Kader für die finale Saisonphase noch einmal verstärken. Einige haben das bereits getan. SPORT1 zeigt die NBA-Stars, die nicht mehr auflaufen werden und wer sie ersetzen könnte © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
LAMARCUS ALDRIDGE (San Antonio Spurs): Der Leader der Spurs gehört zu den Spielern, die verletzungsbedingt fehlen. Nach seiner Schulter-OP wird der Big Man erst in der neuen Saison wieder zur Verfügung stehen. Ex-Milwaukee-Forward Tyler Zeller wurde geholt, um Teile von Aldridges Spielzeit zu übernehmen © Getty Images
Anzeige
TREVOR ARIZA (Portland Trail Blazers): Da geht die Liebe zur Familie vor - Ariza streitet sich um das Sorgerecht für seinen zwölfjährigen Sohn mit dessen Mutter. Die einmonatige Besuchszeit fällt in die Zeit des NBA-Turniers © Getty Images
DAVIS BERTANS (Washington Wizards): Der lettische Forward wird nach der Saison Free Agent und bekommt voraussichtlich seinen ersten dicken Vertrag. Um das nicht durch Verletzungen zu gefährden, verzichtet der 27 Jahre alte Forward auf die Spiele in Disney World - auch angesichts zweier Kreuzbandrisse in der Vergangenheit. Jerian Grant wird ihn wohl ersetzen © Getty Images
BOJAN BOGDANOVIC (Utah Jazz): Der kroatische Small Forward wurde im Mai am Handgelenk operiert und wird "ESPN"-Informationen zufolge nicht einsatzfähig sein © Getty Images
AVERY BRADLEY (Los Angeles Lakers): Der 29-Jährige gehört zu den Spielern, die freiwillig auf die Teilnahme verzichten. Der sechsjährige Sohn des Shooting Guards hat eine Vorgeschichte mit Atemwegserkrankungen. Laut "ESPN" nehmen die Lakers J.R. Smith als Ersatz unter Vertrag © Getty Images
Anzeige
JALEN BRUNSON (Dallas Mavericks): Bei den Mavs wird es angesichts des Ausfalls von Brunson, der im März an der Schulter operiert wurde und noch nicht fit ist, noch mehr auf Luka Doncic ankommen. Doch als Back-Up haben die Texander Spielmacher Trey Burke für den Rest der Saison unter Vertrag genommen © Getty Images
WILLIE CAULEY-STEIN (Dallas Mavericks): Der frühere Center der Golden State Warriors erwartet im Juli die Geburt seines ersten Kindes und sagte seine Teilnahme am Event in Orlando deshalb ab © Getty Images
WILSON CHANDLER (Brooklyn Nets): Weil er sich mehr um seine Großmutter kümmern und Zeit mit der Familie verbringen möchte, steht Chandler den Nets nicht zur Verfügung. Mit Ex-Maverick Justin Anderson haben die New Yorker bereits für Ersatz gesorgt © Getty Images
DE MARCUS COUSINS (Free Agent): Nach seiner Entlassung bei den Los Angeles Lakers sollen dem Big Man Gerüchten zufolge Angebote vorliegen. Doch nach schweren Verletzungen ist es dem 29-Jährigen wichtiger, sich auf einen neuen Anlauf mit voller Kraft in der Saison 2020/'21 zu konzentrieren © Getty Images
Anzeige
KEVIN DURANT (Brookly Nets): Er ist der wohl prominenteste Ausfall. Der Ex-Warrior fühlt sich nach seinem Achillessehnenriss noch nicht wieder imstande, sich der vollen Belastung auszusetzen - zumal mit einem erhöhten Verletzungsrisiko gerechnet wird, da die Bedingungen für alle ungewohnt sind © Getty Images
KYRIE IRVING (Brooklyn Nets): Beim Point Guard kommen zwei Dinge zusammen - zum einen ist seine Schulterverletzung noch nicht komplett auskuriert, zum anderen ist er kein Fan das NBA-Konzepts für die Saisonfortsetzung - um es vorsichtig zu formulieren © Getty Images
DEANDRE JORDAN (Brooklyn Nets): Und damit nicht genug bei den Nets - auch DeAndre Jordan lässt Brooklyn personell am Stock gehen. Der 31-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet, schloss eine Teilnahme an der weiteren Saison aus © Getty Images
COURTNEY LEE (Dallas Mavericks): Der ehemaligen Franchise von Dirk Nowitzki fehlen mit drei Akteuren nach den Nets die meisten Spieler. Der Shooting Guard hat sich an der Wade verletzt und kann nicht mitwirken © Getty Images
Anzeige
KELLY OUBRE (Phoenix Suns): Weil die Suns keine realistische Chance mehr auf die Playoffs haben, wird ihnen der Ausfall von Oubre nicht allzu sehr schmerzen. Der Forward wurde am Knie operiert © Getty Images
JOHN WALL (WASHINGTON WIZARDS): Der kraftvolle Point Guard war lange von einem Achillessehnenriss außer Gefecht gesetzt. Wall ist zwar wieder fit, will sich aber dennoch auf die nächste Saison konzentrieren © Getty Images
DENNIS SCHRÖDER (Oklahoma City Thunder): Der deutsche Nationalspieler steckt in der Zwickmühle. Seine Frau Ellen erwartet im August das zweite gemeinsam Kind. Bei der Geburt will Schröder dabei sein, bei der restlichen Saison mit OKC aber auch. Wie genau er das koordiniert, steht noch nicht fest © Getty Images

"Er ist unglaublich lang, kann scoren und hat ein weiches Händchen. Er spielt so effizient und kann ein überragender Rebounder sein. Das hat er heute gezeigt", lobte Coach Malone den Blitzstarter nach den vergangenen Spielen.

Doch während er auf dem Court für Furore sorgte, überraschte der Youngster neben dem Platz mit teilweise fragwürdigen Aussagen zur Corona-Pandemie. "Es wird benutzt, um die Massen zu kontrollieren", sagte der 22-Jährige in einer Snapchat-Fragerunde, die Maßnahmen seien augenscheinlich Teil einer "größeren Agenda".

"Du musst Masken tragen, und wer weiß, was passiert, wenn der Impfstoff kommt", erklärte Porter: "Vielleicht muss man sich impfen lassen, um fliegen zu dürfen. Das wäre verrückt. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht geimpft worden."

Nach diesen Aussagen wurde Porter prompt zum General Manager der Nuggets, Tim Connelly, bestellt. Während dieser Vorfall aber wohl vorerst geklärt ist, werden die nächsten Wochen richtungsweisend für den jungen NBA-Star.

Es gibt Rekorde, die bleiben unvergessen: Es ist der 5. April 1984, als Kareem Abdul-Jabbar seinen Karrierewert auf 31.420 Punkte schraubt. Gegen die Utah Jazz verdrängt der Star der Los Angeles Lakers Wilt Chamberlain (31.419) von Rang eins der ewigen NBA-Scorerliste - und das natürlich mit einem Skyhook © imago
Bereits am 20. März 1989 wurde NBA-Geschichte geschrieben: Vor 31 Jahren - und das damit bereits knapp einen Monat vor seinem letzten Spiel - hängten die Los Angeles Lakers das Trikot von Abdul-Jabbar mit der Nummer 33 an die Hallendecke und ehrten so ihren langjährigen Superstar © Getty Images
Der legendäre Center thront bis heute mit 38.387 Punkten an der Spitze der "All-Time-Scoring-List" und kreierte einen der bekanntesten Würfe der Basketball-Historie. SPORT1 blickt auf seine einzigartige Karriere zurück © SPORT1-Montage/Getty Images
Kareem wurde als Ferdinand Lewis Alcindor Jr. in New York City geboren. Schon früh stach der kleine Lew heraus, mit neun Jahren war er bereits 1,73m groß. An der Highschool verlor er in drei Jahren nur zwei von 81 Spielen und erzielte über 2000 Punkte (damals Rekord in New York) © Getty Images
Anzeige
Trotz dreier Meisterschaften hatte Alcindor schon damals mit Ungerechtigkeiten und Rassismus zu kämpfen. Jahre später sagte er, sein damaliger Coach habe ihn mit dem N-Wort beleidigt. Alle großen Basketball-Colleges rissen sich um das Supertalent © Getty Images
Er entschied sich für den legendären John Wooden und die UCLA Bruins. Weil Freshman damals nicht spielen durften, wurde er "nur" dreimal College-Meister, Spieler des Jahres und bester Spieler des Final Four. Von seinen 90 Spielen für UCLA verlor Alcindor ganze zwei © Getty Images
Alcindor wurde zu einem großen Namen im Sport: ähnlich wie der elfmalige NBA-Champion Bill Russell (l.) oder Box-Ikone Muhammad Ali (M.). Wie Ali konvertierte er zum Islam. Aber erst ab 1971 benutzte er seinen arabischen Namen Kareem Abdul-Jabbar. Olympia 1968 boykottierte er, um gegen die Ungleichbehandlung der Afro-Amerikaner zu protestieren © dpa Picture Alliance
Abdul-Jabbar hält immer noch diverse UCLA-Rekorde (z.B. meiste Punkte in einem Spiel: 61). Die Harlem Globetrotters boten ihm eine Million Dollar, aber Kareem wollte in die NBA und wurde 1969 von den Milwaukee Bucks an Position eins ausgewählt. Mit 28,8 Punkten im Schnitt in seiner ersten Saison wurde er Rookie des Jahres © Getty Images
Anzeige
Folgerichtig wurde er 1970 zum ersten seiner unglaublichen 19 All-Star Games eingeladen. Im Jahr darauf stieß Triple-Double-Maschine Oscar Robertson zum Team. Die Bucks gewannen 66 Spiele - darunter 20 in Folge. Abdul-Jabbar ergatterte den ersten seiner sechs MVP-Titel © Getty Images
In den Finals 1971 überrollte Milwaukee die Baltimore Bullets mit 4:0 und Abdul-Jabbar wurde Finals-MVP, einen Tag später nahm er seinen muslimischen Namen an, der übersetzt so viel heißt wie "der edle Diener des mächtigen Gottes". Sein typischer Hakenwurf gehörte schon damals zum Repertoire © Getty Images
Er wurde "Skyhook" getauft, weil Abdul-Jabbar seinen ganzen Körper in die Bewegung einbezieht und nicht nur den Arm. Somit erreichte er eine ganz andere Höhe und war praktisch unmöglich zu blocken © Getty Images
Trotz drei MVP-Trophäen in fünf Jahren verlangte Abdul-Jabbar 1974 einen Trade. Milwaukee und der Mittelwesten können seine "kulturellen Bedürfnisse" nicht befriedigen. Nach der Saison schlugen die L.A. Lakers im Sommer 1975 zu. Coach Bill Sharman (l.) und Besitzer Jack Kent Cooke (r.) ist die gute Laune bei der Vertragsunterzeichnung anzusehen © Getty Images
Anzeige
Der Hype war vergleichbar mit LeBron James' Wechsel zu den Miami Heat 2010. Bei den Lakers fing er auch an, seine charakteristischen "Goggles" permanent zu tragen. In der Preseason 1974 hatte er sich leicht am Auge verletzt, zudem trockneten seine Augen durch die harte Gangart an den NBA-Brettern und Blessuren schneller aus © Getty Images
In Hollywood kam er natürlich auch mit der Filmindustrie in Berührung. In der Komödie "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" spielte er den Co-Piloten und gleichzeitig sich selbst. Der Satz "Mein Vater sagt, sie spielen miese Defense" und seine Reaktion erreichten Kultstatus © dpa Picture Alliance
Jahre später drehte er mit seinem Co-Star Robert Hays einen Werbespot, der sich auf den Film bezog © dpa Picture Alliance
Trotz zwei weiterer MVP-Titel und dominanten Leistungen schafften die Lakers es aber zunächst nicht in die Finals. Besonders weh tat der Sweep in den West-Finals 1977 gegen Portland mit dem jungen Bill Walton. 1978 und '79 folgte das Aus gegen die Seattle Supersonics © Getty Images
Anzeige
Erst der Draft 1979 machte die Lakers zu Champions. Dort wählten sie einen jungen Point Guard von Michigan State aus: Magic Johnson. Gleich in dessen Rookie-Jahr klappte es mit dem Titel. In Spiel sechs gegen die Philadelphia 76ers fehlte Abdul-Jabbar verletzt, Coach Paul Westhead stellte Magic auf Center und die Lakers gewannen. Die Parade in L.A. war gigantisch © Getty Images
In jener Saison schnappte sich Kareem auch seinen sechsten und letzten MVP-Titel. Damit begann die goldene Ära der Lakers. Achtmal erreichten sie in den 80er Jahren die Finals und holten fünf Titel © Getty Images
Die Duelle mit den Boston Celtics wurden zu Klassikern. Abdul-Jabbar ging stramm auf die 40 zu, hielt gegen Robert Parrish (l.) und Co. aber immer noch mit © Getty Images
Am 5. April 1984 verdrängte Abdul-Jabbar Wilt Chamberlain mit dem 31.420. Punkt seiner Karriere von Platz eins der All-Time-Scorerliste der NBA © Picture Alliance
Anzeige
Mit 38 Jahren wurde er 1985 noch einmal Finals-MVP © Getty Images
Bereits 1976 hatte er als einer der ersten Sportler mit Yoga begonnen, um flexibler zu sein. Seine Fitness war legendär und erlaubte es ihm, viel länger auf hohem Niveau zu spielen © Getty Images
Am 20. März 1989 erhielt Abdul-Jabbar die Ehre, die er verdient hatte. Seine Trikotnummer 33 wurde in Los Angeles an die Decke gehoben und wird nie mehr vergeben © Getty Images
Auf seiner Abschiedstour bekam er in praktisch jeder Halle Standing Ovations - unter anderem wurde ihm eine Yacht mit dem Namen "Captain Skyhook" geschenkt © Getty Images
Anzeige
In seinen letzten drei NBA-Jahren erreichten die Lakers die Finals, Detroit verdarb ihm 1989 den Three-Peat zum Ausstand. Die Pistons um Dennis Rodman schlugen die Lakers mit 4:0. Als er aufhörte, hatte niemand mehr Spiele, Minuten, Punkte oder getroffene Würfe auf dem Konto als Abdul-Jabbar © Getty Images
Bereits als Spieler hatte er den Ruf, sehr introvertiert oder sogar arrogant zu sein. Er gab nur selten Interviews oder Autogramme und wollte Journalisten oftmals nicht einmal die Hand schütteln. Auch deshalb wurde es zunächst sehr ruhig um ihn © Getty Images
Neun Jahre nach seinem Rücktritt kehrte er noch einmal auf das Parkett zurück und bestritt mit einem Legenden-Team der NBA einige Spiele gegen Chinas Nationalteam. Der spätere Nowitzki-Mitspieler Wang Zhizhi hat seine Mühe mit Abdul-Jabbar © Getty Images
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Abdul-Jabbar dem Basketball treu. Nach Jobs als Co-Trainer bei den L.A. Clippers (Bild) und Seattle Sonics kehrte er 2005 zu den Lakers zurück. Als Assitent von Phil Jackson kümmerte er sich um die Big Men © Getty Images
Anzeige
In dieser Position holte er zwei weitere Meisterschaften. Die Lakers sind für den 19-maligen All-Star seine sportliche Familie - entsprechend ausgelassen feiert er die Erfolge wie die bis dato letzte Meisterschaft 2010 © Getty Images
2012 widmeten ihm die Lakers eine Statue vor dem Staples Center - natürlich mit seinem Skyhook © Getty Images
Vor allem in L.A. ist er immer noch allgegenwärtig und wird verehrt. Abdul-Jabbar war auch immer ein Kämpfer für Menschenrechte. Entsprechend trägt er bei der World Series 2017 das Trikot von Jackie Robinson - dem ersten afro-amerikanischen Spieler der MLB-Historie © Getty Images
Während der Obama-Präsidentschaft engagierte sich Abdul-Jabbar als kultureller Botschafter und kümmerte sich vor allem um Jugendliche © Getty Images
Anzeige
Obama verlieh ihm für sein Engagement 2016 auch die "Presidential Medal of Freedom" - die höchste Auszeichnung, die ein Zivilist in den USA erhalten kann © dpa Picture Alliance
Auch mit inzwischen 71 Jahren ist Abdul-Jabbar noch fit und ein gern gesehener Gast bei NBA-Events - wie hier beim All-Star Game 2019 mit Bill Russell (r.). Seine Marke von 38.387 Punkten überstrahlt nach wie vor die NBA © Getty Images

Jokic als entscheidender Faktor?

Die große Frage ist, ob er auch noch nach der Rückkehr der Konkurrenten seinen Platz in der Startformation der Nuggets halten kann - vor allem, wenn es in den Playoffs um alles geht.

Anzeige

Eminent wichtig wird hier wohl das Zusammenspiel mit Superstar Jokic sein. Malone jedenfalls macht dem 22-Jährigen in seiner derzeitigen Form große Hoffnung, auch in Zukunft viel Spielzeit zu bekommen, wenn die Chemie mit Jokic stimmt.

"Michael Porter ist ein großer Teil unserer Gegenwart und unserer Zukunft. Je früher diese beiden die Chemie auf dem Platz entwickeln, desto besser wird es uns gehen, nicht nur im Moment, sondern auch in der Zukunft."