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Thomas Berthold verteidigt Rede bei Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen

Berthold verteidigt umstrittene Rede

Thomas Berthold hat bei einer Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen eine Rede gehalten © imago

Weltmeister Thomas Berthold hält eine Rede bei einer Demonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen. Gegen Kritik an dieser Aktion setzt er sich zur Wehr.

Thomas Berthold, Fußball-Weltmeister von 1990, hat seinen Auftritt als Redner bei einer Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen in Stuttgart verteidigt und seine Ansichten bekräftigt.

"Ich bereue gar nichts, auf keinen Fall, dafür war die Resonanz viel zu positiv und das Thema viel zu wichtig", sagte Berthold dem SID am Sonntag und kündigte einen weiteren öffentlichen Auftritt an: "An der geplanten Demonstration am 29. August in Berlin werde auch ich teilnehmen."

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Berthold: "Brauchen mehr Leute mit Format"

Der frühere Nationalspieler hatte die Regierung in seiner Rede am Samstag für ihre aktuellen Corona-Maßnahmen scharf kritisiert. Sein Vertrauen in die politische Führung sei "unter null angekommen mittlerweile. Weil wir hier mit Spekulationen von ein, zwei Wissenschaftlern oder Vertretern des RKI besudelt werden und unser Leben eingeschränkt wird. Ich möchte, dass wir unser altes Leben zurückbekommen", hatte Berthold auf der Veranstaltung gesagt: "Jeder von euch kann selbst entscheiden, ob er eine Maske aufzieht oder die Maske zu Hause lässt."

An der Demonstration nahmen laut Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen teil, die Veranstalter sprachen von 5000.

Er habe sich bewusst für den Schritt in die Öffentlichkeit entschieden, sagte Berthold nun: "Es redet doch sonst kaum einer mehr mit offenem Visier. Alle verstecken sich hinter Pseudonymen, kaum einer mehr hat Mumm." Deutschland werde "zurzeit quasi von einer Einheitspartei regiert, die das Parlament außer Kraft gesetzt hat. Die anderen Parteien scheinen sich zu verstecken. Wir brauchen mehr Leute mit Format, die öffentlich ihre Meinung sagen."

Den Vorwurf, er mache sich mit Rechtspopulisten oder Verschwörungstheoretikern gemein, weist Berthold zurück. "Jeder ist gleich ein Rechtsradikaler, das finde ich inakzeptabel. Und davon distanziere ich mich völlig", sagte der 55-Jährige: "In einer Demokratie haben wir das Recht, selbstbestimmt zu leben. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er eine Maske tragen möchte, um sich zu schützen oder nicht. Das ist meine Überzeugung."