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NBA: Miami Heat besiegt Denver zum Restart, Schröder und Oklahoma besiegen Utah

Trikot-Eklat um Superstar der Heat

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Jimmy Butler sorgt beim Auftaktsieg der Miami Heat gegen Denver für Wirbel. Dennis Schröder und Oklahoma City feiern einen erfolgreichen Restart gegen Utah.

Jimmy Butler und die Miami Heat haben einen erfolgreichen Restart in der NBA hingelegt.

Der Small Forward zeigte sich in bester Spiellaune und steuerte als Topscorer 22 Punkte zum 125:105-Sieg gegen die Denver Nuggets bei. Dazu überzeugte er mit starken 54 Prozent Trefferquote aus dem Feld und sieben Assists.

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Unterstützt wurde der Superstar von Bam Adebayo, der sich ebenfalls mit 22 Punkten in die Scorerliste eintrug und mit neun Rebounds das Double-Double nur knapp verpasste.

Allerdings musste die Franchise aus Florida lange kämpfen, bis der am Ende verdiente Sieg feststand. Zur Halbzeit lag man noch knapp mit 56:57 zurück. Nach der Pause trat Miami dann ordentlich aufs Gas und entschied das dritte Viertel mit 38:22 für sich. Dazu agierten die Nuggets zunehmend nervös. Acht Turnover allein in diesem Viertel sind der beste Beweis dafür.

Am Ende konnten die Nuggets dieser Offensivgewalt der Heat nichts mehr entgegensetzen und mussten sich deutlich geschlagen geben.

Butler sorgt für Trikot-Eklat

Allerdings sorgte Heat-Superstar Butler nicht nur auf dem Feld für Furore. Bereits vor Spielbeginn waren alle Augen auf ihn gerichtet. Er hatte die NBA gebeten, mit einem Trikot ohne Namen auflaufen zu dürfen. So wollte er für soziale Gerechtigkeit demonstrieren. Dies wurde ihm von der Liga jedoch untersagt.

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Als der 30-Jährige vor dem Spiel dann doch ohne Namen auf seinem Trikot das Parkett betrat, schickte ihn der Schiedsrichter zurück in die Kabine. Erst nachdem er mit einem beschrifteten Trikot zurückkehrte, begann das Match.

Ebenfalls aus Protest gegen soziale Ungerechtigkeit knieten fast alle Spieler und Betreuer beider Teams. Lediglich Meyers Leonard von den Miami Heat stand während der Hymne. Dies wollte er aber nicht als Statement gegen die Black-Lives-Matter-Bewegung sehen. "Ich glaube absolut an Black Lives Matter", machte er klar und trug ein T-Shirt mit diesem Motto.

Die Corona-Pandemie hat in dieser NBA-Saison vieles verändert. Am 30. Juli folgt zwar der Restart im Disney World in Orlando - doch die Spiele dort werden bei der Vergabe der individuellen Awards nicht berücksichtigt. Wie die NBA mitteilte, wird die Wahl bereits vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs abgeschlossen sein © Getty Images
Doch wer wird wertvollster Spieler der Liga? Und wie stehen die Chancen von Nationalspieler Dennis Schröder auf einen Award? SPORT1 zeigt, welche Stars für welche Awards in Frage kommen - und gibt eine Prognose ab © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/iStock
COACH OF THE YEAR - PLATZ 3 - BILLY DONOVAN: Nach den Abgängen von Paul George und Russell Westbrook wurde OKC ein Umbruch nachgesagt, die Playofs schienen außer Reichweite. Doch Donovan und seine Schützlingen strafen allen Zweiflern Lügen. OKC ist ein Team, welches niemand gern in der ersten Playoff-Runde als Gegner hat © Getty Images
PLATZ 2 - MIKE BUDENHOLZER: Der Trainer des besten Teams hat immer ein Wörtchen mitzureden. Zumal die Milwaukee Bucks lange Zeit auf Kurs waren, die 70-Sieges-Marke zu knacken. Budenholzer hat die Bucks noch gefährlicher und defensiv stabiler gemacht. Viele Spiele wurden so deutlich gewonnen, dass die Stars sogar geschont werden konnte © Getty Images
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PLATZ 1 - NICK NURSE: Superstar Kawhi Leonard verließ den Titelverteidiger im Sommer. Mit Danny Green verlor Nurse sogar einen zweiten Spieler aus seiner Starting Five. Hinzu kam in dieser Saison auch noch massives Verletzungspech. Und dennoch läuft die Raptors-Maschine wie geschmiert, was Rang 2 im Osten zeigt. Das ist vor allem der Verdienst von Nurse © Getty Images
MOST IMPROVED PLAYER: PLATZ 3 - JAYSON TATUM: Der Forward zeigte vor der Saisonunterbrechung seinen besten Basketball (29,2 Punkte nach dem All-Star-Break). Seine Steigerung ist beeindruckend, kommt aber nicht völlig unerwartet. Gegen eine dominante Defensive - wie etwa die der Bucks - wird es aber wohl auch für Tatum schwer © Getty Images
PLATZ 2 - BAM ADEBAYO: Der 23-Jährige ist neben Jimmy Butler der wichtigste Mann bei den Miami Heat - und kann die Franchise gemeinsam mit dem Superstar zum ersten Mal seit 2016 wieder in die Playoffs führen. Nach dem Abgang von Hassan Whiteside hat er in dieser Saison zu seinem Spiel gefunden. Der Center legt durchschnittlich 16,2 Punkte, 10.5 Rebounds und 5,1 Assists pro Spiel auf © Getty Images
PLATZ 1 - BRANDON INGRAM: Der Forward der New Orleans Pelicans hat sich von 18,3 im letzten Jahr auf 24,3 Punkte verbessert, was auch auf seine bessere Dreierquote zurückzuführen ist. Ingram nimmt sich 2,4 Versuche von Downtown und verwandelt davon stolze 38,7 Prozent - Karriere-Bestwert! In der Defense hat er sich etwas verbessert, hier ist aber immer noch Luft nach oben © Getty Images
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DP (Defensive Player of the Year) - PLATZ 3: RUDY GOBERT): Der Gewinner dieser Kategorie in den vergangenen beiden Jahren darf in dieser Liste nicht fehlen. Der Jazz-Center hat trotz zweier Blocks pro Partie allerdings nicht seine stärkste Saison hinter sich. Daher könnte man auch Sixers-Star Ben Simmons nennen, der bei den Steals die Nase vorn hat und quasi jede Position verteidigen kann © Getty Images
PLATZ 2 - ANTHONY DAVIS: Die Lakers haben es vor allem ihrem Big Man zu verdanken, dass es ihre Defense aus dem Mittelfeld der Liga in die Top 3 geschafft hat. 2,4 Blocks pro Spiel sprechen eine eindeutige Sprache. Mit LeBron James bildet Davis das perfekte Duo und wird jetzt - da er wieder frei von Verletzungen ist - zum großen Faktor im Kampf um den 17. Titel der Lakers © Getty Images
PLATZ 1 - GIANNIS ANTETOKOUNMPO: Aufgrund seiner offensiven Power wird leicht vergessen, welchen enormen Einfluss der Grieche auch am anderen Ende des Spielfeldes hat. Lediglich 0,782 Punkte lässt der Forward der Bucks pro gegnerischem Ballbesitz zu - ein beeindruckender Wert. Er war der wichtigste Faktor bei dem Team mit der besten Defense bisher © Getty Images
ROOKIE OF THE YEAR - PLATZ 3 - KENDRICK NUNN: 15,6 Punkte in 62 Partien - Nunns Werte bei den Miami Heat lassen sich mehr als sehen. Der Shooting Guard selbst sieht sich als Gewinner der Neuling-Trophäe - da ist er jedoch vermutlich der Einzige. Zumindest für Platz zwei könnte es dennoch reichen, je nachdem wie sehr die geringe Anzahl von Spielen bei Williamson gewertet wird © Getty Images
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PLATZ 2 - ZION WILLIAMSON: Selten erobert ein Spieler die Liga in so kurzer Zeit im Sturm wie Williamson. In 19 Spielen erzielte er durchschnittlich 23,6 Punkte bei einer Quote von 59 Prozent aus dem Feld. Der einzige Rookie, dem 20 Punkte bei einer Quote von 55 Prozent gelangen, war Shaquille O'Neal in der Saison 1992/93. Zur ROTY-Auszeichnung kann es jedoch dennoch nicht reichen © Getty Images
PLATZ 1 - JA MORANT: Der Guard führt die Statistiken bei den Grizzlies sowohl bei Punkten (17,6) als auch Assists (6,9) an. Morant verfügt über eine beeindruckende Spielintelligenz und hat Memphis auf Playoff-Kurs geführt. Der 20-Jährig, der in der Corona-Pause 5,5 Kilo Muskelmasse zugelegt haben soll, ist zurecht der haushohe Favorit in dieser Kategorie © Getty Images
SIXTH MAN AWARD - PLATZ 3 - LOU WILLIAMS: Die Clippers haben in Orlando mit Kawhi Leonard und Paul George reichlich Star-Power - Williams wird dennoch eine entscheidende Rolle beim Kampf um den Titel spielen. Derzeit befindet er sich nach seinem Abstecher in einen Stripclub aber erst einmal zehn Tage in Quarantäne - und verpasst somit einige Testspiele sowie den Beginn des Restarts © Getty Images
PLATZ 2 - MONTREZL HARRELL: 18,6 Punkte und 7,1 Rebounds in knapp 28 Minuten sprechen für sich. Der Forward der Los Angeles Clippers ist ohne Frage einer der effektivsten Reservisten der Liga - und hat in dieser Saison dabei sogar seinen Teamkollegen Williams ausgestochen © Getty Images
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PLATZ 1 - DENNIS SCHRÖDER: Der 26-Jährige schafft es, von der Bank kommend für Power in der Offensive zu sorgen und läuft an der Seite von Chris Paul bei OKC richtig heiß. Schröder spielt seine beste NBA-Saison bislang und ist mit durchschnittlich 19 Punkten der beste Bank-Scorer der gesamten Liga. Auch defensiv zeigt er sich verbessert, weshalb er die Auszeichnung allemal verdient hätte © Getty Images
MVP - PLATZ 3 - LUKA DONCIC: Der Mavericks-Star macht die Texaner bereits in seinem zweiten Jahr zum Geheimfavoriten auf den Titel. "Er hat alles, was man bei einem Spieler sehen will", sagte Teamkollege Maxi Kleber bei SPORT1. 28,7 Punkte, 9,3 Rebounds und 8,7 Assists sind bärenstarke Werte und verdienen Rang 3 - zumal James Harden im Jahr 2020 bisher leicht schwächelte © Getty Images
PLATZ 2 - LEBRON JAMES: Auch mit 35 Jahren ist der Lakers-Star eine nicht zu stoppende Maschine. Seine 10,6 Assists sind Karrierebestwert - und das trotz der durchschnittlich wenigsten Minuten seiner Laufbahn. Die Lakers führen dank James die Western Conference an - doch ein Team und vor allem ein Mann waren in der Saison bisher noch einen Tick besser © Getty Images
PLATZ 1 - GIANNIS ANTETOKOUNMPO: Am Greek Freak führt erneut kein Weg vorbei. Im Vergleich zur Vorsaison, in der er bereits den Titel als MVP einheimste, hat er sich beim Punkte- und Reboundschnitt sowie der Dreierquote nochmal gesteigert - und das bei weniger Spielzeit. 29,9 Punkte, 13,7 Rebounds und 5,8 Assists stehen im Schnitt zu Buche. Vor allem defensiv macht er den Unterschied im Duell mit James © Getty Images
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Allerdings könne er während der Hymne nicht knien, da er seinen Bruder würdigen möchte, der als Soldat der US Marines bereits zweimal in Afghanistan im Einsatz war.

"Ich stehe hinter Black Lives Matter und ich will gleichzeitig das Militär, meinen Bruder und alle Menschen, die für unsere Rechte und unser Land gekämpft haben, ehren", verteidigte er sein Stehen.

Bereits am Vortag war Jonathan Isaac von den Orlando Magic während der Hymne nicht aufs Knie gegangen.

Schröder und OKC gewinnen

Auch die Oklahoma City Thunder kamen indes stark aus der Corona-Zwangspause zurück und feierten gegen die Utah Jazz einen zu keiner Zeit gefährdeten 110:94-Erfolg.

Dabei zeigte sich OKC von Beginn an hellwach und lag nach knapp acht Minuten bereits mit 20:9 in Führung. Am Ende des ersten Viertels stand es 29:15, und im weiteren Verlauf des Spiels änderte sich an den klaren Verhältnissen nichts mehr.

Dennis Schröders persönliches Match gestaltete sich jedoch konträr zu seinen Teamkollegen. Der deutsche Nationalspieler musste zu Beginn von der Bank zuschauen und durfte erst vier Minuten vor Ende des ersten Viertels ins Geschehen eingreifen.

Seine ersten Aktionen waren dann auch mehr als unglücklich. Erst verpasste er seinen ersten Wurfversuch, den er von jenseits der Dreierlinie abgab, dann unterlief ihm ein Offensivfoul.

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Nach einem weiteren persönlichen Foul konnte er sich 2,7 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels mit einem Layup zum ersten Mal auf dem Scoreboard eintragen.

Danach wurde es stetig besser und der Point Guard steuerte letztendlich in 22 Minuten dreizehn Punkte, zwei Assists und zwei Rebounds zum verdienten OKC-Erfolg bei.

Schröder und sein Team sind bereits für die Play-offs qualifiziert, für sie geht es nur noch um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Meisterrunde.