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Formel 1, Silverstone: Nico Hülkenberg gegen Lance Stroll unterlegen

Verstappen von Hülkenberg beeindruckt

Sebastian Vettel vor 3000. Karriere-Punkt

Bei seiner Rückkehr verpasst Nico Hülkenberg die Top 10 in Silverstone knapp. Sein Nacken bereitet ihm Probleme. Der Teamchef macht Hoffnung auf einen weiteren Einsatz.

Viel hat wahrlich nicht gefehlt und Rückkehrer Nico Hülkenberg hätte seinen Racing-Point-Teamkollegen Lance Stroll direkt bei seinem ersten Qualifying in dieser Saison aus den Top 10 geworfen.

"Schade. Eigentlich hat nur ein Zehntel oder etwas mehr gefehlt", sagte Hülkenberg selbst nach dem Qualifying - und stellte damit sein Licht noch unter den Scheffel. (Formel 1, Großer Preis von Großbritannien, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

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Tatsächlich waren es gerade einmal 0,065 Sekunden, die Hülkenberg - der in Silverstone an diesem Wochenende für den am Coronavirus erkrankten Sergio Perez einspringt - von einem Sprung in die dritte Qualifying-Session trennten.

Stroll hat großes Glück in Q2

So landete der Emmericher am Ende nur auf Rang 13, während sein Teamkollege riesiges Glück hatte und nur ins Q3 kam, weil er seine identische Zeit früher als Alpha-Tauri-Pilot Pierre Gasly gefahren hatte.

Im letzten Qualifying-Abschnitt verbesserte sich Stroll dann deutlich und fuhr auf den sechsten Rang, weshalb der Abstand zu Teamkollege Hülkenberg in der Startaufstellung am Sonntag deutlich sein wird. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

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Deshalb ärgerte sich Hülkenberg bei Sky auch ein wenig, denn "das Auto hat die Pace". Doch der 32-Jährige wusste das Abschneiden auch realistisch einzuschätzen: "Es wäre auch utopisch, zu erwarten, dass beim ersten Mal alles glattgeht."

Es ist das sensationelle Comeback des  zweimaligen Formel-1-Weltmeisters:  Fernando Alonso ist zurück in der Königsklasse des Motorsports. Der Spanier fährt wieder für seinen früheren Rennstall Renault © Getty Images
Der inzwischen 38-Jährige soll ab 2021 der französischen Traditionsmarke zu altem Glanz und früheren Erfolgen verhelfen. Er erhält dem Vernehmen nach einen Kontrakt über zwei Jahre plus Option auf eine weitere Saison © Getty Images
Zur Erinnerung: Sein letztes Formel-1-Rennen hatte Alonso Ende November 2018 in Abu Dhabi bestritten. Der Routinier, der Anfang des Jahres sein Debüt bei der Rallye Dakar gegeben hatte, ist jedoch keineswegs der erste namhafte Pilot, … © Imago
… den es nach einer schöpferischen Pause, einem Abstecher auf anderes Terrain oder nach längerer Verletzungszeit ins Formel-1-Cockpit zurückkehrt. SPORT1 zeigt die bekanntesten Rückkehrer © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
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NIKI LAUDA: 1976 entgeht er nach einem schrecklichen Feuerunfall auf dem Nürburgring dem Tod nur knapp. Der Österreicher erleidet schwere Verbrennungen und bekommt von einem Pfarrer bereits die letzte Ölung. Unglaublich: Nur 42 Tage später landet Lauda beim Italien-GP mit Ferrari auf Rang vier © Imago
Nach zwei WM-Titeln (1975 und 1977) beendet Lauda seine Karriere dann 1979, schlägt den Weg als Unternehmer ein und gründet unter anderem eine Fluglinie. Doch nur zweieinhalb Jahre später kehrt er zurück - und triumphiert 1984 zum dritten Mal als Weltmeister © Getty Images
ALAIN PROST: Nach internem Zoff gehen der Franzose und Ferrari 1991 getrennte Wege. Ein Grund: Prost vermisst bei der Scuderia ein Auto mit Siegqualitäten. 1993 kehrt der damals 38-Jährige allerdings zurück in den Renn-Circuit © Getty Images
Und Prost glänzt noch einmal. Mit dem überlegenen Williams gewinnt er auf Anhieb abermals die WM. Sein vierter Titel ist vielleicht der süßeste - und obendrein eine gewaltige Ohrfeige für Ferrari © Imago
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NIGEL MANSELL: Nach seinem WM-Triumph 1992 zieht es den Engländer in die nordamerikanische ChampCar-Serie, in der er sogleich den Titel einfährt. Für den tödlich verunglückten Ayrton Senna kehrt er 1994 zu Williams zurück. Mansell gewinnt sogar das Saisonfinale in Australien © Imago
Doch der Engländer leistet sich auch eine höchst peinliche Comeback-Episode, als er 1995 mit inzwischen 41 Jahren bei McLaren anheuert. Nach nur zwei Grand-Prix-Einsätzen dankt er wieder ab - unter anderem deshalb, weil er für das recht enge Cockpit schlichtweg zu füllig geworden ist © Imago
MICHAEL SCHUMACHER: Am 22. Oktober 2006 nach seinem 250. Grand Prix legt der damalige Ferrari-Pilot nach dem Grand Prix von Brasilien das Lenkrad zunächst aus der Hand. Danach verneint der Rekord-Champion stets alle Gedankenspiele um ein Comeback – um 2010 dann doch zurückzukehren © Getty Images
Mit Mercedes gelingt aber nur einmal der Sprung aufs Podium. Nach drei Jahren macht der Kerpener dann für Lewis Hamilton Platz. Das lohnt sich: Seit 2014 sind die Silberpfeile das Maß aller Dinge. Schumacher lebt seit seinem schweren Ski-Unfall im Dezember 2013 abgeschirmt von der Öffentlichkeit © Getty Images
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KIMI RÄIKKÖNEN: Obwohl sein Vertrag noch ein Jahr läuft wäre, trennt sich der Finne 2009 von der Scuderia. Da Ferraris letzter Weltmeister bis heute danach kein neues Team findet, startet er 2010 und 2011 in der Rallye-Weltmeisterschaft und gründet sogar sein eigenes Team ICE 1 Racing. Mit mäßigem Erfolg. © Getty Images
2012 kehrt Räikkönen in die F1 zurück. Mit Lotus gewinnt er zwei Rennen, wirft wegen ausstehender Gehaltszahlungen aber wieder hin, um sich abermals Ferrari anzuschließen. Ein Sieg in seiner zweiten Ära in Rot glückt dem Iceman auch noch - beim Großen Preis der USA und mehr als 15 Jahre nach seinem ersten Triumph © Getty Images
ROBERT KUBICA: Experten handeln den Polen sogar schon als möglichen Weltmeister der Zukunft, da schlägt das Schicksal zu. Bei einem Start als Rallye-Fahrer in Italien am 6. Februar 2011 verunglückt Kubica schwer, droht bei Notoperationen sogar seinen rechten Arm zu verlieren © Imago
Als Stammfahrer im chancenlosen Williams gibt Kubica 2019 noch einmal ein einjähriges Gastspiel in der Formel 1. Inzwischen hat der 35-Jährige in die DTM umgesattelt, fährt für BMW und verdingt sich nebenbei als F1-Testfahrer bei Alfa Romeo © Getty Images
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JAN LAMMERS: Bis heute hält der Niederländer (l.) einen bemerkenswerten Rekord. 164 Rennen - oder mehr als zehn Jahre - musste Lammers nach seinem Ausstieg im britischen Team Shadow auf sein Formel-1-Comeback warten © Imago
Beim Grand Prix von Japan 1992 ist es dann so weit. Der simple Grund für die lange Zwangspause: Für den Sieger der 24 Stunden von Le Mans und den 24 Stunden von Daytona war einfach kein Cockpit in der Formel 1 frei © Imago

Nacken bereitet Hülkenberg Probleme

Mühe bereitete ihm vor allem sein Nacken: "Der Nacken streckt im Moment die Zunge raus. Wenn man über acht Monate diese g-Kräfte nicht gewohnt ist, dann ist klar, dass das nicht ganz passen kann und sehr, sehr schwierig ist für mich im Auto." (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Das wird im Rennen für Hülkenberg wahrscheinlich noch schwieriger, wenn 52 Runden zu fahren sind. Doch mit "dem schnellsten Auto, dass ich je gefahren bin" sollten Punkte für Hülkenberg im Bereich des Möglichen sein.

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Verstappen und Albon loben

Womöglich erhält Hülkenberg sogar am nächsten Wochenende noch eine zweite Chance, denn Teamchef Otmar Szafnauer kündigte bei Motorsport.com an: "Falls Perez für beide Rennen ausfällt, wird Nico in beiden Rennen fahren."

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Bei den Fahrerkollegen sorgte das kurzfristige Comeback indes für Bewunderung. "Sehr beeindruckend", befand Red-Bull-Pilot Alex Albon.

Und auch Max Verstappen fand lobende Worte: "Er sollte sowieso hier sein, denn ich finde, dass er noch immer einen Platz in der Startaufstellung verdient hat."