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Real Madrid: Kehrt Martin Odegaard vorzeitig von Real Sociedad zurück?

Wunderkind wichtigster Real-Transfer

Norwegens Wunderkind: Was macht eigentlich Martin Odegaard?

Martin Odegaard überzeugt bei seiner Leihe zu Real Sociedad so sehr, dass Real Madrid eine vorzeitige Rückkehr des Norwegers erwägt. Doch was will der Norweger?

Das Wunderkind ist erwachsen geworden.

Länger als von vielen erhofft hat es gedauert, doch mit 21 Jahren ist Martin Odegaard endlich angekommen im Dunstkreis des europäischen Spitzenfußballs.

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Wohl kaum ein Nachwuchsfußballer wurde in der Vergangenheit mit derartigen Vorschusslorbeeren bedacht wie der Norweger, der mit 15 Jahren bereits in der ersten norwegischen Spielklasse debütierte, im gleichen Alter sogar schon sein A-Länderspieldebüt gab.

Halb Europa war hinter dem hochtalentierten Teenager her, bevor ihn Real Madrid kurz nach seinem 16. Geburtstag Anfang 2015 verpflichtete.

Doch der Hype schien den offensiven Mittelfeldspieler zu hemmen. Er avancierte zwar zum jüngsten Ligaspieler in Reals Vereinshistorie, doch es blieb bei diesem einen Ligaspiel für die Profis, hinzu kam ein Einsatz im Pokal. Die restliche Zeit spielte er für die Zweitvertretung der Königlichen.

Weltklasse-Aktion: Hier zerlegt Odegaard eine ganze Abwehr

Odegaard startet in Arnheim durch

Zwei Jahre nach seiner Verpflichtung war das Kapitel Real für Odegaard dann vorerst wieder Geschichte, er sollte auf Leihbasis Spielpraxis in der niederländischen Eredivisie sammeln. Zunächst spielte er beim SC Heerenveen, in der Saison 2018/19 machte er dann bei Vitesse Arnheim mit acht Toren und elf Vorlagen auf sich aufmerksam.

In der abgelaufenen Spielzeit kehrte Odegaard in La Liga zurück, durfte sich bei Real Sociedad San Sebastián beweisen - und das mit Erfolg. Er führte die Basken auf Rang sechs und damit in die Europa League. In 36 Pflichtspielen traf der Norweger siebenmal, bereitete neun weitere Treffer vor, war Dreh- und Angelpunkt der Offensive.

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Ein echtes Highlight gelang ihm gegen Deportivo Alavés im September 2019. Er tunnelte einen Gegenspieler, um mit einem Pass über 25 Meter die komplette Abwehr des Gegners auszuhebeln und somit die Führung seiner Mannschaft einzuleiten.

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Sie waren Versprechen auf eine große Zukunft. Doch einige Wunderkinder des Fußballs schafften nie den erhofften Durchbruch. SPORT1 zeigt, was aus den großen Hoffnungsträgern wurde © SPORT1-Montage/Getty Images/Imago
SINAN KURT: Der inzwischen 23 Jahre alte Offensivakteur befindet sich mal wieder auf Vereinssuche. Nach nur einem halben Jahr in Österreich muss das einstige Bayern-Talent seine Zelte bei Bundesliga-Aufsteiger WSG Tirol (früher WSG Wattens) schon wieder abbrechen © Imago
Und das, obwohl er mit dem Team in die Bundesliga aufgestiegen ist - was ihn nun zum Verhängnis wird. "Aufgrund der Ausländerbeschränkung ist es schwierig beziehungsweise nicht möglich, dass wir ihn bei uns behalten", erklärte WSG-Manager Stefan Köck bei "LaOla1" © Getty Images
Kurt brachte in 13 WSG-Partien ein Tor per Elfmeter zustande. Doch er gibt nicht auf. "Man wartet schon auf den erlösenden Anruf und fragt öfter mal nach, ob sich Klubs gemeldet haben", erklärte er der "Bild" © Getty Images
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Für ihn gebe es nur Fußball. "Ich habe so viel investiert, meine halbe Jugend dafür geopfert. Ich denke nicht ans Ende!". Aktuell hält er sich in einer Krefelder Traininshalle fit © Getty Images
Angefangen hatte Kurts Karriere bei Borussia Mönchengladbach. 2014 wechselte der damals 18-Jährige zum FC Bayern München. Er gab 2015 sogar sein Bundesligadebüt, konnte sich aber nicht weiter durchsetzen, 2016 zog er zur Hertha weiter © Getty Images
Kurt durchlief auch alle deutschen Nationalmannschaften von der U15 bis zur U19, spielte dort unter anderem mit Jonathan Tah zusammen. An die Erwartungen, die er zu Gladbacher Jugendzeiten geweckt hatte, konnte er jedoch nie wieder anknüpfen © Getty Images
FREDDY ADU: Einst als der neue Pele und große Hoffnung des US-amerikanischen Fußballs gefeiert, hatte der Mittelfeldspieler als 29-Jähriger bereits bei Verein Nummer 13 unterschrieben. In der vergangenen Saison schnürte er für die Las Vegas Lights die Stiefel - seit Ende 2018 ist er vereinslos ©
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Aber Kopf in den Sand stecken ist nicht! "Ich bin immer noch jung", sagte Adu dem Sender "ESPN": "Ich bin nicht bereit, aufzugeben. Einige Dinge sind natürlich nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber ich liebe diesen Sport zu sehr, um zu sagen, ich gebe auf" © Getty Images
Wer mit 14 Jahren seinen ersten Profivertrag unterschreibt, aus dem muss einfach was werden, oder? Freddy Adu sollte der Spieler sein, der Soccer in den USA auf eine neue Ebene hebt. Ganz alleine. Ein offensiver, torgefährlicher Mittelfeldspieler, der Tricks draufhatte, die viele nicht einmal an der Playstation nachmachen können © Getty Images
Mit 14 Jahren Profidebüt bei Washington D.C. in der MLS, mit 16 Nationalspieler, mit 18 der Wechsel nach Europa zu Benfica Lissabon - und danach nur noch bergab © Getty Images
Nach Leihen nach Monaco, Belenenses, Saloniki, Rizespor und Probetrainings in Sion und Ingolstadt ging es für Adu 2011 zurück in die USA © Getty Images
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Bei Philadelphia Union machte er noch ein paar Spiele in der MLS, doch dann musste er wieder weg: Brasilien, Serbien, Finnland - zwischendurch veröffentlichte er Fotos von sich beim Staubsaugen auf den sozialen Netzwerken. Wo Adu wohl als nächstes landen wird? © iM Football
SAVIO NSEREKO (r.) ist zurück in München! Das einstige Wunderkind vom TSV 1860 München läuft seit Februar 2019 für den SC Armin auf. In der B-Klasse! Beim 4:3-Erfolg im Testspiel gegen den TSV Gerlinden gelang ihm zum Einstand ein Doppelpack für sein neues Team © Getty Images
400.000 Euro Ablöse überwies Brescia im Jahr 2005 für den 16 Jahre alten Rechtsaußen an die Jugendabteilung des TSV 1860 München © Getty Images
Welche Wendungen Nserekos Karriere nehmen sollten, war damals alles andere als vorbestimmt. Denn: Nsereko fühlte sich wohl in Norditalien, spielte viel und gut. So gut, dass ihn 2009 West Ham United verpflichtete - und zehn Millionen Pfund für den U19-Europameister bezahlte - je nach Wechselkurs zwischen 8,5 und elf Millionen Euro © Getty Images
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Nach zehn Spielen für West Ham und noch mehr Partys in London sowie einigen Skandälchen ging er zurück nach Italien. Der AC Florenz zahlte immerhin noch 6,2 Millionen Euro für ihn. Ein Spiel für die Fiorentina machte er - trotz eines Vertrags bis 2012 - aber nicht. Stattdessen folgte Leihe auf Leihe, Skandal auf Skandal © Getty Images
In Bologna kam er 2010 noch auf zwei Spiele, beim TSV 1860 auf drei, tauchte dann aber einfach nicht mehr beim Training auf. Gerüchte um Spielschulden machten die Runde, nach drei Wochen kündigten ihm die Löwen. Es folgten Kurz-Engagements in Bulgarien, Italien, Rumänien und wieder Deutschland © Getty Images
Nsereko heuerte im September 2012 in Unterhaching an, reiste wenig später nach Thailand, täuschte dort eine Entführung vor, und war im Oktober wieder ohne Job. Danach ging es nach Köln, zur Viktoria. Nsereko war in der vierten Liga angekommen © Getty Images
Nach sechs Spielen ohne Tor wurde er suspendiert. Ende der Karriere? Von wegen! Im Dezember 2013 landete Nsereko in Kasachstan, spielte beim FK Aytrau, danach ging es wieder nach Bulgarien, ehe er im März 2016 noch einen Länderpunkt sammelte und einen Vertrag beim litauischen Erstligisten FK Lietava Jonava unterschrieb © Getty Images
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Es folgte ein weiteres Kurz-Engagement beim FC Pipinsried. Kurz im Sinne von 20 Tagen. Nach nur zwei Testspielen beim Regionalligisten gingen Verein und Spieler getrennte Wege. "Unüberbrückbare Differenzen" wurden als Grund angegeben. Anschließend ging es nach Bulgarien, wo sein Vertrag aber inzwischen auch wieder ausgelaufen ist - nun also B-Klasse in München © Getty Images
KEVIN PANNEWITZ: Der Berliner begann seine Profikarriere beim FC Hansa Rostock. Nach sehr guten Leistungen in der 2. Liga standen die Bundesligisten Schlange. Pannewitz wechselte schließlich zum VfL Wolfsburg © Getty Images
Dort schaffte er allerdings nicht den Durchbruch und verließ die Wölfe nach nur einem Jahr wieder. Es folgten Stationen beim Goslarer SC, Altglienicke und Oranienburg. Begleitet wurde seine Karriere von Alkoholeskapaden und stetigen Gewichtsproblemen. Im August 2018 heuerte er beim FC Carl Zeiss Jena an © Getty Images
Doch nun ist auch bei den Thüringern Schluss. Wie der Verein mitteilte, wurde Pannewitz freigestellt. Grund sei die mangelnde professionelle Einstellung des Defensivallrounders gewesen, der mit deutlichem Übergewicht aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrte © Getty Images
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Eigentlich sollte Pannewitz bereits im Oktober 2018 aus dem Kader geworfen werden, als er betrunken zum Training erschien. Der Geduldsfaden der Jena-Verantwortlichen riss endgültig, Pannewitz wurde rausgeschmissen. Aktuell kickt er beim FC Amed, in der 9.(!) Liga © Getty Images
SAMED YESIL: Für Experten war der Stürmer einst das größte Talent Deutschlands. Als 11-Jähriger wechselte er zu Bayer Leverkusen, spielte schon mit 14 in der U17, wurde 2011 bei der U17-WM an der Seite von Emre Can Torschützenkönig und bekam in Anlehnung an Gerd Müller den Spitznamen "Gerd" verpasst © Getty Images
Nach seinem Debüt für Bayer wechselte er mit nur 18 Jahren für 1,3 Millionen Euro zum FC Liverpool. In ein, zwei Jahren wolle er in der ersten Mannschaft spielen, erklärt er. Yesil erreichte sein hoch gestecktes Ziel, doch zwei Kreuzbandrisse verhinderten den großen Durchbuch © Getty Images
Der Stürmer ließ sich in die Schweiz zum FC Luzern ausleihen, musste dort aber zeitweise in der zweiten Mannschaft in der vierten Liga ran. 2016 spielte er erfolglos bei Hansa Rostock vor, ehe er in Griechenland bei Panionios Athen landete © Imago
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Jetzt ist Yesil (r.) zurück in seiner Heimat Krefeld. 2018 schloss er sich dem KFC Uerdingen an, das Intermezzo dauerte allerdings nur zehn Monate. Seit Saisonbeginn ist Yesil vereinslos, hält sich wie Kurz in einer Krefelder Trainingshalle fit © Imago
ALEXANDER MERKEL: In Kasachstan geboren, im Westerwald aufgewachsen, mit elf Jahren zum VfB und als 16-Jähriger zum AC Milan gewechselt. Mit 18 debütierte Merkel in der Champions League und ein halbes Jahr später wurde er zusammen mit Zlatan Ibrahimovic, Andrea Pirlo und Ronaldinho italienischer Meister © Getty Images
Merkel galt damals als ein vielversprechendes Mittelfeldtalent, das bis zur U20 für den DFB spielte. Dann wurde er aber zum Wandervogel: Von Milan ging es nach Genua und wieder zurück, er kam nach Udinese und wurde über Nacht... © Getty Images
...zum FC Watford auf die Insel transferiert, der den gleichen Besitzer hat wie Udine - wohin Merkel bald auch wieder zurückgeschickt wurde. Zwischendurch landete er bei den Grashopper Zürich und in Pisa. Nirgends aber wurde mit Merkel langfristig geplant © Getty Images
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2016/17 schnappte sich dann der VfL Bochum das einstige Wunderkind, doch auch im Ruhrpott stockte seine Karriere. Nach nur 16 Spielen wechselte der Deutsch-Kasache im Vorjahr in die "österreichische Provinz" zu Admira Wacker Mödling, wo nach einem Jahr Schluss war. Jetzt spielt er bei Heracles Almelo in den Niederlanden © Getty Images
BOJAN KRKIC: Als er 2007 seine Karriere beim FC Barcelona begann, war die Rede von einem künftigen Weltstar, er galt als ähnlich talentiert wie Lionel Messi. Zwölf Jahre später ist von den Verheißungen nicht mehr viel übrig geblieben. © Imago
Seine bislang letzte Station in Europa war Stoke City. Von dor war der Kroate bis Sommer 2018 an den spanischen Erstligisten Deportivo Alaves ausgeliehen - und bekam auch dort kaum ein Bein auf dem Boden. Nach 15 Einsätzen mit nur einem Tor und einem Streit mit Sportdirektor Sergio Fernandez war in Vitoria schon wieder Schluss © Getty Images
Der Mittelfeldspieler war 2016/17 nach Mainz ausgeliehen und hatte auch dort die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Im Sommer 2019 wechselte er in die MLS zu Montral Impact © Getty Images
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BURAK KAPLAN: 2010 war der Deutsch-Türke eines der hoffnungsvollsten Talente im deutschen Fußball. Bei Bayer Leverkusen machte der Mittelfeldspieler seine ersten Tore in der Bundesliga und kam sogar vier Mal in der Europa League zum Einsatz © Getty Images
Leverkusens damaliger Trainer Jupp Heynckes hielt große Stücke auf ihn. Auch eine internationale Karriere im Trikot der Türkei schien ausgemacht - doch es kam anders © Getty Images
Nach einer kurzen Leihe bei Zweitligist Greuther Fürth wechselte der gebürtige Kölner zu Besiktas, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Anschließend ging es nur noch bergab - auch aufgrund einer schweren Knieverletzung © Getty Images
Also versuchte Kaplan einen Neustart in der Regionalliga, konnte sich aber auch in Uerdingen und Wattenscheid nicht durchsetzen. Weiter ging's zu Oberligist FC Kray, den er trotz seiner sechs Treffer nicht vor dem Abstieg retten konnte © Getty Images
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Seine letzte bekannte Station Mittlerweile war in der Kreisliga B beim SC Köln-Brück 07. Seit 2019 ist Kaplan ohne Verein © Getty Images
MAXIMILIAN BEISTER: Er kam 2004 als 14-Jähriger vom VfL Lüneburg zum Hamburger SV. Zur Saison 2009/10 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag und feierte im November 2009 sein Profidebüt. Auf dem blitzschnellen Rechtsaußen ruhten große Hoffnungen. Den Durchbruch schaffte er jedoch erst einmal nicht... © Getty Images
...und wurde zur Saison 2010/11 an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Beim damaligen Zweitligisten schlug er voll ein und hatte großen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga am Ende der Saison 2011/12 © Getty Images
Zur Saison 2012/13 kehrte Beister nach Hamburg zurück, war aber unter Trainer Thorsten Fink nur Einwechselspieler. Unter Finks Nachfolger Bert van Marwijk wurde er dann aber Stammspieler - bis ihn im Januar 2014 ein Kreuzbandriss zu einem Jahr Pause zwang © Getty Images
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In seiner langen Verletzungspause widmete sich Beister seiner Geschäftsidee: dem sogenannten Snaxcup, einer Mischung aus Teller und Becher. Beister eröffnete zudem eine Nachhilfeschule und gründete zusammen mit seinem Vater den SC Lüneburg, bei dem er 2. Vorsitzender ist © imago
Beister kam beim HSV nicht mehr richtig in Tritt. Sein Vertrag wurde aufgelöst und er heuerte beim FSV Mainz 05 an. Doch in Mainz lief es gar nicht. Nach nur einem Einsatz in der Hinrunde wechselte er auf Leihbasis zum Zweitligisten TSV 1860 München © Getty Images
Für die Löwen absolvierte Beister acht Spiele. Am Ende der Saison kehrte er nach Mainz zurück. Dort stand er im Kader der Reservemannschaft und suchte nach einem neuen Verein © Getty Images
Beister trainierte bei Darmstadt 98 unter seinem ehemaligen Düsseldorfer Trainer Norbert Meier mit und absolvierte auch ein Bundesligaspiel für die Lilien, doch im Herbst 2016 wurde er wegen angeblich mangelnder Einstellung bei 98 ausgemustert © imago
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Bis zum Ende der Saison 2016/17 wurde Beister an Melbourne Victory ausgeliehen. In der australischen A-League spielte er bis Anfang Februar 2017. Nach nur neun Spielen für Melbourne löste er seinen Vertrag aus persönlichen Gründen auf © Getty Images
Anfang 2018 versuchte Beister sein Glück beim KFC Uerdingen - zunächst mit großem Erfolg: Seine elf Treffer in 15 Partien trugen wesentlich zum Aufstieg der Krefelder in die Dritte Liga bei. Die erste Drittligasaison lief allerdings sowohl für Beister als auch für den KFC durchwachsen © KFC Uerdingen
Im Sommer 2019 wechselte der dann zum Zweitligabsteiger Ingolstadt. Dort zählt er zum Stammpersonal © Getty Images
BERKANT GÖKTAN: Der schnelle und trickreiche Göktan galt einst als größtes Talent des FC Bayern München seit Beckenbauer. Göktan war es seit seiner Kindheit gewohnt, seinen Gegenspielern Knoten in die Beine zu spielen - und als ihn Ottmar Hitzfeld zum ersten Mal bei den Profis trainieren ließ, machte er einfach so weiter © Getty Images
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Er tunnelte erst Lothar Matthäus, dann noch Stefan Effenberg, den Rest des Trainings lag er meist auf dem Boden, niedergestreckt von den Grätschen der Altmeister. Göktan, beleidigt, dass er nach seinen ersten Bundesligaspielen nicht sofort Stammspieler wurde, ließ sich ausleihen © Getty Images
Erst nach Mönchengladbach, dann nach Bielefeld zu seinem alten Förderer Hermann Gerland. Doch selbst dessen Geduld mit dem zwar sensiblen und großherzigen, aber auch zur Großkotzigkeit und zum ausschweifenden Leben neigenden Göktan war bald zu Ende © Getty Images
2001 wurde er als Kaderergänzungsspieler noch Champions-League-Sieger mit den Bayern, ehe er in die Türkei wechselte und sich nach einem starken Jahr bei Galatasaray wie der König von Istanbul fühlte. 2004 wurde er zu Besiktas verkauft, 2005 holte ihn Michael Henke nach Kaiserslautern - und dann war die Karriere des großen Göktan vorbei © Getty Images
Er kehrte zurück nach München, lebte vom wenigen Ersparten und kickte im Englischen Garten. Gerland vermittelte ihn schließlich zu den Löwen. Göktan trainierte mit der Regionalligamannschaft, am 1. September 2006 erhielt er einen Vertrag für die Amateurmannschaft. Dort hielt es ihn aber nicht lange © Getty Images
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Marco Kurz, sein Trainer in der Regionalliga, wurde befördert - und machte Göktan zum Stammspieler in der zweiten Liga. Göktan erlebte die glücklichste Zeit seiner Karriere, schoss zehn Tore in zwölf Rückrundenspielen © Getty Images
In der folgenden Saison traf er trotz eines Bandscheibenvorfalls immerhin noch zehnmal. Die Löwen holten danach Benny Lauth, der 1860 zusammen mit Göktan in die Bundesliga schießen sollte © Getty Images
Stattdessen begann Göktans tiefer Fall. Er trainierte schlecht, stieg in eine Glasscherbe, dann tauchte er ab in die Münchner Partyszene. Im Oktober 2008 der Schock: Ein von 1860 veranlasster Drogentest war positiv, Göktan hatte Kokain geschnupft, löste seinen Vertrag auf und floh nach Thailand. © Getty Images
"Ich wollte erstmal ganz weit weg und war in diesen Tagen frei, denn mich kannte dort keiner. Ich musste alles erst mal verarbeiten", erklärt Göktan 2019 im SPORT1-Interview. Im März 2013 folgte noch einmal ein kurzes Gastspiel in der Regionalliga bei Heimstetten © Getty Images
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Doch nach einem Spiel war schon wieder Schluss. Göktan ist mittlerweile 38, Fußballer ist er nicht mehr - er hat seine Karriere beendet. "Ich würde gerne Trainer werden. Ich habe mein ganzes Leben nur Fußball gespielt, ich wollte nie etwas anderes machen", schildert Göktan seine Zukuftspläne © Getty Images
RICHARD SUKUTA-PASU: 2008, nach der EM in Österreich und der Schweiz, diskutierte Fußball-Deutschland über ein vermeintliches Problem. Deutschland, die Nation von Gerd Müller, Horst Hrubesch und Co, fehlten die Mittelstürmer, hieß es damals © Getty Images
Wenn die Rede auf die wenigen Hoffnungsträger kam, fiel immer der Name Richard Sukuta-Pasu. Der junge Leverkusener hatte 17 Tore in 22 Spielen in der A-Junioren-Bundesliga geschossen und war außerdem U19-Europameister geworden © Getty Images
Weil die Konkurrenz in Leverkusen groß war, wurde Sukuta-Pasu nach St. Pauli ausgeliehen. Dann kaufte ihn Kaiserslautern, wo er immerhin zwölf Tore in 31 Spielen machte, aber trotzdem weiter ausgeliehen wurde. Sturm Graz und Bochum hießen die nächsten Stationen © Getty Images
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Dann: Cercle Brügge und Cottbus. Als Fußball-Deutschland nach der EM in Frankreich mal wieder über ein Stürmerproblem diskutierte, wechselte Richard-Sukuta Pasu nach Sandhausen, wo er Stammspieler wurde. 2018 wechselte er nach Duisburg, ein halbes Jahr später ging es weiter nach China zu den Guandong Southern Tigers © Getty Images
PENIEL MLAPA: Er galt nach Sukuta-Pasu als weiterer Hoffnungsträger für den deutschen Sturm. Bei 1860 ausgebildet, traf er schon bald nach seinem Debüt in der zweiten Liga regelmäßig © Getty Images
2010, Mlapa war 19, kaufte ihn Hoffenheim. Dort spielte er regelmäßig, traf aber nicht mehr wirklich © Getty Images
Trotzdem holte ihn 2012 Mönchengladbach, von dort ging es nach Nürnberg und 2015 nach Bochum. Im Sommer 2017 zog er nach Dresden weiter, kam dort regelmäßig zum Einsatz. Nach einer Leihe in Venlo wechselte er zu Saisonbeginn in die Arabischen Emirate zu Al Itthihad © Getty Images
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MARCO REICH: Als der 1. FC Kaiserslautern 1998 sensationell als Aufsteiger Meister wurde, wirbelten zwei junge, außergewöhnlich begabte Spieler die Gegner durcheinander. Im zentralen Mittelfeld Michael Ballack, etwas weiter vorne ein gewisser Marco Reich © Getty Images
Der war, obwohl ein Jahr jünger als Ballack, bereits seit fast zwei Jahren Stammspieler in der Pfalz. 1999 gab er sein Debüt in der Nationalmannschaft © Getty Images
2001 gab der 1. FC Köln drei Millionen Euro, damals eine ungeheuerliche Summe, für Reich aus. An seine Leistungen anknüpfen konnte Reich aber nicht mehr. "Dann bin ich eben der Drei-Millionen-Flop", lautet ein Zitat des Spielers aus jener Zeit © Getty Images
Der Flop ging nach Bremen, dann nach England. Bei Derby County und Crystal Palace wurde er zwar wieder glücklich, spielte aber nur noch in der zweiten Liga. © Getty Images
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Nach weiteren Stationen in Offenbach, England, Polen und Österreich, mal in der zweiten, mal in der dritten, mal in der vierten oder fünften Liga, ist der 41-Jährige mittlerweile in seiner pfälzischen Heimat Spielertrainer der SG Schmittweiler © Getty Images

Szenen wie diese wollen die Madrilenen von ihrem Wunderkind natürlich gerne bald im eigenen Dress sehen. Laut spanischen Medien sind die Verantwortlichen angetan von der Entwicklung des technisch beschlagenen Offensivspielers. Laut as überlegte der spanische Meister zuletzt sogar, den Norweger früher als geplant nach Madrid zurückzuholen.

Was will Odegaard?

Denn eigentlich soll Odegaard noch ein weiteres Jahr bei den Basken bleiben. Vertraglich fixiert ist das noch nicht, allerdings soll es eine mündliche Vereinbarung geben. "Es hängt nicht von uns ab, sondern von ihm und Real Madrid, aber wir sind hoffnungsvoll, dass er ein weiteres Jahr bei uns bleiben kann", erklärte Sociedad-Präsident Jokin Aperribay im Gespräch mit Onda Cero.

Für Real könnte eine Rückkehr Odegaards einer der wichtigsten "Transfers" für die kommende Spielzeit sein. Der 21-Jährige könnte ein Gesicht des Umbruchs im Real-Mittelfeld werden. Und er kostet nichts. In der Coronakrise müssen auch die Königlichen den Gürtel enger schnallen, vor allem, wenn Altlasten wie James Rodríguez und Gareth Bale, die beide keine Rolle unter Zinédine Zidane spielen, den Etat belasten.

Doch was will Odegaard? Dass er sich langfristig in königlichem Weiß sieht, ist kein Geheimnis. Vor wenigen Wochen äußerte er das Ziel, mit Sociedad in der kommenden Saison in der Champions League spielen zu wollen. Doch mit nur zwei Siegen in elf Ligaspielen nach dem Restart verspielten die Basken dieses Ziel.

In Madrid könnte Ödegaard sich auf internationalem Top-Level beweisen. Allerdings hat er aktuell mit Luka Modric, Toni Kroos, Casemiro, Isco und Federico Valverde gleich fünf Konkurrenten um einen Platz im Dreiermittelfeld. Bei Real Sociedad wäre er hingegen gesetzt.

Laut Diario Vasco ist die Entscheidung schon gefallen. Demnach bleibt Odegaard ein weiteres Jahr im Baskenland. Dort soll er der jungen baskischen Mannschaft um die Ex-Dortmunder Mikel Merino und Alexander Isak weiter seinen Stempel aufdrücken. Und vom Wunderkind zum internationalen Top-Fußballer weiter reifen.