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NBA: Jonathan Isaac verzichtet auf Kniefall während Nationalhymne

Kniefall: NBA-Star erklärt Weigerung

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Jonathan Isaac von Orlando Magic geht als erster NBA-Spieler während der Nationalhymne nicht auf die Knie - und irritiert. Auch das "Black-Lives-Matter"-Motto lehnt er ab.

Aufregung in der NBA!

Als erster Spieler hat sich Jonathan Isaac von Orlando Magic beim Restart nicht am ligaweiten Protest für soziale Gerechtigkeit beteiligt.

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Vor dem Sieg gegen die Brooklyn Nets (128:118) am Freitagabend blieb der 22-Jährige während der US-Nationalhymne stehen, während alle anderen Spieler wie schon ihre Kollegen am Vortag auf die Knie gingen.

Die NBA-Saison 2019/20 soll mit 22 Teams in Disney World in Orlando/Florida fortgesetzt werden. Doch nicht alle Spieler können bzw. wollen am Restart teilnehmen - und das aus ganz unterschiedlichen Gründen © Imago
Angesichts der sich häufenden Corona-Fälle in Florida hat Commissioner ohnehin bereits angekündigt, dass der Restart bei Fällen gestoppt werden müsste. Die NBA-Saison steht also schon vor dem Neubgeinn auf wackeligen Füßen © Getty Images
Um mögliche Ausfälle zu kompensieren, dürfen die Teams ihren Kader für die finale Saisonphase noch einmal verstärken. Einige haben das bereits getan. SPORT1 zeigt die NBA-Stars, die nicht mehr auflaufen werden und wer sie ersetzen könnte © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
LAMARCUS ALDRIDGE (San Antonio Spurs): Der Leader der Spurs gehört zu den Spielern, die verletzungsbedingt fehlen. Nach seiner Schulter-OP wird der Big Man erst in der neuen Saison wieder zur Verfügung stehen. Ex-Milwaukee-Forward Tyler Zeller wurde geholt, um Teile von Aldridges Spielzeit zu übernehmen © Getty Images
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TREVOR ARIZA (Portland Trail Blazers): Da geht die Liebe zur Familie vor - Ariza streitet sich um das Sorgerecht für seinen zwölfjährigen Sohn mit dessen Mutter. Die einmonatige Besuchszeit fällt in die Zeit des NBA-Turniers © Getty Images
DAVIS BERTANS (Washington Wizards): Der lettische Forward wird nach der Saison Free Agent und bekommt voraussichtlich seinen ersten dicken Vertrag. Um das nicht durch Verletzungen zu gefährden, verzichtet der 27 Jahre alte Forward auf die Spiele in Disney World - auch angesichts zweier Kreuzbandrisse in der Vergangenheit. Jerian Grant wird ihn wohl ersetzen © Getty Images
BOJAN BOGDANOVIC (Utah Jazz): Der kroatische Small Forward wurde im Mai am Handgelenk operiert und wird "ESPN"-Informationen zufolge nicht einsatzfähig sein © Getty Images
AVERY BRADLEY (Los Angeles Lakers): Der 29-Jährige gehört zu den Spielern, die freiwillig auf die Teilnahme verzichten. Der sechsjährige Sohn des Shooting Guards hat eine Vorgeschichte mit Atemwegserkrankungen. Laut "ESPN" nehmen die Lakers J.R. Smith als Ersatz unter Vertrag © Getty Images
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JALEN BRUNSON (Dallas Mavericks): Bei den Mavs wird es angesichts des Ausfalls von Brunson, der im März an der Schulter operiert wurde und noch nicht fit ist, noch mehr auf Luka Doncic ankommen. Doch als Back-Up haben die Texander Spielmacher Trey Burke für den Rest der Saison unter Vertrag genommen © Getty Images
WILLIE CAULEY-STEIN (Dallas Mavericks): Der frühere Center der Golden State Warriors erwartet im Juli die Geburt seines ersten Kindes und sagte seine Teilnahme am Event in Orlando deshalb ab © Getty Images
WILSON CHANDLER (Brooklyn Nets): Weil er sich mehr um seine Großmutter kümmern und Zeit mit der Familie verbringen möchte, steht Chandler den Nets nicht zur Verfügung. Mit Ex-Maverick Justin Anderson haben die New Yorker bereits für Ersatz gesorgt © Getty Images
DE MARCUS COUSINS (Free Agent): Nach seiner Entlassung bei den Los Angeles Lakers sollen dem Big Man Gerüchten zufolge Angebote vorliegen. Doch nach schweren Verletzungen ist es dem 29-Jährigen wichtiger, sich auf einen neuen Anlauf mit voller Kraft in der Saison 2020/'21 zu konzentrieren © Getty Images
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KEVIN DURANT (Brookly Nets): Er ist der wohl prominenteste Ausfall. Der Ex-Warrior fühlt sich nach seinem Achillessehnenriss noch nicht wieder imstande, sich der vollen Belastung auszusetzen - zumal mit einem erhöhten Verletzungsrisiko gerechnet wird, da die Bedingungen für alle ungewohnt sind © Getty Images
KYRIE IRVING (Brooklyn Nets): Beim Point Guard kommen zwei Dinge zusammen - zum einen ist seine Schulterverletzung noch nicht komplett auskuriert, zum anderen ist er kein Fan das NBA-Konzepts für die Saisonfortsetzung - um es vorsichtig zu formulieren © Getty Images
DEANDRE JORDAN (Brooklyn Nets): Und damit nicht genug bei den Nets - auch DeAndre Jordan lässt Brooklyn personell am Stock gehen. Der 31-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet, schloss eine Teilnahme an der weiteren Saison aus © Getty Images
COURTNEY LEE (Dallas Mavericks): Der ehemaligen Franchise von Dirk Nowitzki fehlen mit drei Akteuren nach den Nets die meisten Spieler. Der Shooting Guard hat sich an der Wade verletzt und kann nicht mitwirken © Getty Images
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KELLY OUBRE (Phoenix Suns): Weil die Suns keine realistische Chance mehr auf die Playoffs haben, wird ihnen der Ausfall von Oubre nicht allzu sehr schmerzen. Der Forward wurde am Knie operiert © Getty Images
JOHN WALL (WASHINGTON WIZARDS): Der kraftvolle Point Guard war lange von einem Achillessehnenriss außer Gefecht gesetzt. Wall ist zwar wieder fit, will sich aber dennoch auf die nächste Saison konzentrieren © Getty Images
DENNIS SCHRÖDER (Oklahoma City Thunder): Der deutsche Nationalspieler steckt in der Zwickmühle. Seine Frau Ellen erwartet im August das zweite gemeinsam Kind. Bei der Geburt will Schröder dabei sein, bei der restlichen Saison mit OKC aber auch. Wie genau er das koordiniert, steht noch nicht fest © Getty Images

Vor den Auftaktspielen zwischen den Los Angeles Lakers und den L.A. Clippers sowie den New Orleans Pelicans und Utah Jazz hatten am Donnerstag in Orlando/Florida die Profis um LeBron James mit der Aktion begonnen. Zudem trugen sie T-Shirts mit dem Schriftzug der Bewegung Black Lives Matter (schwarze Leben zählen). 

Auch Popovich verzichtet auf Kniefall

Isaac allerdings, allein mit dem Magic-Trikot bekleidet, verzichtete tags darauf auch auf diese Geste. In der Nacht auf Samstag standen auch Headcoach Gregg Popovich und Assistent Becky Hammon von den San Antonio Spurs bei der Hymne, trugen aber das Shirt.

"Ich möchte die Gründe für mich behalten", erklärte Popovich nach dem 129:120-Sieg der Spurs gegen die Sacramento Kings. "Jeder muss für sich eine persönliche Entscheidung treffen. Ich habe so reagiert, wie ich wollte."

Gregg Popovich (2.v.r.) stand bei der Hymne

Im Netz reichten die ersten Reaktionen auf Isaac von Wut bis Irritation: "Ich bin sehr neugierig auf Jonathan Isaacs Erklärung hier - und werde Geduld haben", twitterte etwa Basketball-Schriftsteller Dane Moore. "Für die Hymne zu stehen, ist eine Sache... Aber es scheint Absicht zu sein, *nicht* ein Black Lives Matter Shirt zu tragen... Ich weiß nicht, Mann..."

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Kurz darauf erklärte sich Isaac religiös: "Ich glaube, Jesus ist die Antwort. Ich dachte nicht, dass das Tragen einer Botschaft auf dem Trikot die Antwort ist." Er fügte hinzu, er habe während der Hymne gebetet, "und es gab weder in der Hymne noch in der Flagge einen Pfahl."

Isaac gibt Erklärung ab

Später am Abend gab er eine längere Erklärung ab: "Ich glaube daran, dass schwarze Leben zählen. Vieles ist in meine Entscheidung eingeschlossen und ein Teil davon ist, dass in meinen Gedanken ein Kniefall mit einem Black-Lives-Matter-Shirt nicht Hand in Hand geht mit der Unterstützung des Lebens Schwarzer. Ich finde, das ist eine Entscheidung, die ich treffen musste und indem ich das T-Shirt nicht angezogen habe, habe ich mich entschieden, schwarze Leben zu unterstützen."

Er habe seine Teamkollegen bereits vor der Aktion informiert, dass er nicht auf die Knie gehe. "Wir hatten ein Teammeeting. Ich habe ihnen gesagt, dass sie wissen, wer ich bin als Mensch. Sie wissen, an was ich glaube und haben mich für die Entscheidung respektiert. Das ist keine Entscheidung von mir, mit der ich berühmt werden will oder mich als etwas anderes darstellen will als ein ehrlicher Diener für Jesus."

Teamkollege Evan Fournier meinte, dass Isaac nicht klar gesagt hatte, was er tun wolle, seine Teamkollegen ihn aber unterstützt haben. "Er musste das nicht tun, um ehrlich zu sein. Das ist seine Wahl. Wir haben entschieden, dass er sich hinkniet, aber seine Wahl war, nicht zu knieen. Es gab keinen Druck von irgendjemanden von uns, irgendwas zu tun. Und wir unterstützen das."

Keine Strafen für Kniefall

Magic-Coach Steve Clifford erklärte ebenfalls, dass das Stehenbleiben Isaacs persönliche Entscheidung sei.

Der gemeinsame Kniefall aller NBA-Profis hatte den Restart der nordamerikanischen Basketball-Profiliga überstrahlt.

Strafen soll es dafür nicht geben, stellte NBA-Boss Adam Silver klar.

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