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NFL: New England Patriots - Absagenflut wegen Corona nur vorgeschoben?

Patriots-Absagenflut vorgeschoben?

Ist die Absagenflut bei den New England Patriots nur vorgeschoben? © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images

Den New England Patriots gehen immer mehr Spieler von der Fahne, die wegen Corona auf die Saison verzichten. Schon wird gemutmaßt, dies sei nur vorgeschoben.

Unterstellungen und Verschwörungstheorien erscheinen in Pandemiezeiten ja noch weniger akzeptabel als ohnehin schon.

Emotionen und Befindlichkeiten sind höchst sensibel - und Erfahrungen, Entscheidungen sowie nicht zuletzt persönliche Einstellungen hinsichtlich des Umgangs mit Corona denn auch kaum infrage zu stellen.

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Dass in der NFL demnach immer mehr Spieler auf die anstehende Saison aus Sicherheitsgründen verzichten, ist nun einmal so - und auch bei den New England Patriots hinzunehmen, ganz ohne Hintergedanken.

Insbesondere wenn die Gesundheit von Spieler gefährdet werden könnte durch ein Virus, das bereits fast 150.000 Menschen in den USA das Leben gekostet hat.

Manch einer dürfte zu Wochenbeginn womöglich auch umso mehr an die Risiken erinnert worden sein infolge des drohenden Kollaps in der MLB, wo mittlerweile fast 20 Personen der Miami Marlins mit COVID-19 infiziert wurden.

Großer Freude bei Drew Brees! Der Quarterback der New Orleans Saints warf gegen die Indianapolis Colts vier Touchdowns und katapultierte sich damit an die Spitze des All-Time-Rankings © Getty Images
Erst am Vortag hatte Tom Brady Brees zwischenzeitlich überholt. "Deine Rekorde werden hart zu brechen sein. Aber den Versuch ist es wert", schrieb Brady auf Twitter mit einem Zwinkersmiley © Getty Images
Doch wer liegt zwischen den aktiven Legenden? Und wer kann noch nach vorne kommen? SPORT1 zeigt die 20 größten TD-Giganten im Ranking © SPORT1-Montage: Getty Images/iStock
PLATZ 20 - SONNY JURGENSEN (255): Sowohl bei den Philadelphia Eagles (1957 - 1963) als auch bei den Washington Redskins (1964 - 1974) trug sich Jurgensen in die Geschichtsbücher ein. Trotz zahlreicher Quarterback-Rekorde konnte der Viertrundenpick aber keines seiner beiden Teams zu großen mannschaftlichen Erfolgen führen © Imago
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PLATZ 19 - MATTHEW STAFFORD (256): Einer von aktuell acht aktiven Spielmachern unter den Top 20. In der laufenden Saison plagen den Star der Detroit Lions einige Verletzungsprobleme. Stafford ist aber seit Jahren ein ausgezeichneter Quarterback - auch wenn der große Playoff-Wurf noch fehlt © Getty Images
PLATZ 18 - DAVE KRIEG (261): Seinen Durchbruch in der NFL schaffte Krieg bei den Seattle Seahawks - und das als ungedrafteter Spieler. 1984 warf er 32 Touchdowns für die Franchise von der Westküste, insgesamt kommt er auf 261. Nach 19 Jahren und insgesamt sechs NFL-Stationen beendete Krieg 1998 seine Karriere bei den Tennessee Oilers © Getty Images
PLATZ 17 - JOE MONTANA (273): Die ultimative 49ers-Legende. In 13 Jahren führte Montana San Francisco zu vier Super-Bowl-Siegen, wurde dabei dreimal zum Super-Bowl-MVP gewählt und warf keine Interception. 240 Touchdownpässe brachte "Joe Cool" im 49ers-Trikot an seine Teamkollegen, zum Karriere-Ausklang legte er für die Chiefs nach © Getty Images
PLATZ 16 - VINNY TESTAVERDE (275): Testaverdes 275 Touchdownpässe reichen für Platz 16. Der Nummer-1-Pick des Jahres 1987 musste sich zu Beginn seiner Karriere viel Spott gefallen lassen, entwickelte sich dann aber zu einem der besten Quarterbacks der NFL. 1996 und 1998 wurde er für den Pro Bowl nominiert © Getty Images
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PLATZ 15 - JOHNNY UNITAS (290): Unitas (211 Spiele) revolutionierte das Passspiel der NFL. Bis zu Peyton Manning galt die legendäre Nummer 19 als Inbegriff der Colts, die damals noch in Baltimore spielen. "Johnny U" war auch für seinen unverwechselbaren Haarschnitt berühmt. Grandpa aus den "Simpsons" ist davon überzeugt, dass man nach diesem Haarschnitt "die Uhr stellen kann" © Getty Images
PLATZ 14 - WARREN MOON (291): Moon (208 Spiele) erlangte neben der sportlichen auch gesellschaftliche Bedeutung. Der frühere Houston-Oilers-Star war in den frühen 1980er-Jahren der erste afro-amerikanische Spielmacher der absoluten Spitzenklasse. Mit 291 erfolgreichen Pässen in die Endzone belegt Moon Rang 13 © Getty Images
PLATZ 13 - CARSON PALMER (294): Palmer verabschiedete sich 2017 in den Ruhestand. Der Nummer-1-Pick des Jahres 2003 startete seine Karriere bei den Cincinnati Bengals, trug danach auch noch die Trikots der Oakland Raiders und Arizona Cardinals. Beim Team aus Glendale erlebte Palmer noch einmal einen zweiten Frühling, spielte 2015 (35 TDs, 4671 Yards) die beste Saison seines Lebens © Getty Images
PLATZ 12 - JOHN ELWAY (300): Vor Palmer liegt Elway. Die Broncos-Legende legte nach 234 Saisonspielen den perfekten Abgang hin. Mit zwei Super Bowls und genau 300 Touchdowns verabschiedete sich Elway in den Ruhestand. Einige seiner besten Anspiele warf der bewegliche Regisseur sogar noch im Fallen © Getty Images
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PLATZ 11 - MATT RYAN (319): Der zweite noch aktive Spieler im Ranking. Bekannt ist "Matty Ice" für seine Nervenstärke. Der Franchise-Quarterback der Atlanta Falcons (seit 2008) dürfte noch einige Touchdowns folgen lassen: Erst im Sommer 2018 unterschrieb der 33-Jährige einen neuen Fünfjahresvertrag bei den Falcons über 150 Millionen Dollar © Getty Images
PLATZ 10 - FRAN TARKENTON (342): Platz zehn belegt der vielleicht aufregendste Spielmacher aller Zeiten. In einer Zeit, als Pässe die Ausnahme waren, warf Tarkenton 342 Touchdowns in 246 Partien. Im Trikot der Minnesota Vikings erlebte er zwischen 1961 und 1978 - abgesehen von einem Abstecher zu den Giants - seine Glanzzeit © Getty Images
PLATZ 9 - AARON RODGERS (362): Dann kommt ein noch aktiver Superstar der Neuzeit. Rodgers ist seit 2005 das Gesicht der Green Bay Packers und hat sich seitdem zum legitimen Nachfolger von Brett Favre entwickelt, der in diesem Ranking allerdings noch vor Rodgers liegt. Rodgers könnte 2019 sogar noch auf Rang sieben springen © Getty Images
PLATZ 8 - BEN ROETHLISBERGER (363): "Big Ben" begann seine beeindruckende NFL-Karriere ein Jahr vor Rodgers, wird seinen Platz aber noch in der aktuellen Saison räumen müssen. Dafür hat der Spielmacher der Steelers ihm einen Super Bowl voraus. Mit 23 ist er zudem der jüngste Super-Bowl-QB aller Zeiten © Getty Images
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PLATZ 7 - ELI MANNING (366): Zwar hat der jüngere Manning mit zwei Super-Bowl-Ringen einen mehr vorzuweisen als sein Bruder - in Sachen Touchdowns wird er dem vier Jahre älteren Peyton aber nicht mehr das Wasser reichen können. Immerhin rangiert der Giants-Quarterback aber weiter in den Top Ten, obwohl ihm Daniel Jones inzwischen den Rang abgelaufen hat © Getty Images
PLATZ 6 - PHILIP RIVERS (395): Der drittbeste aktive Spielermacher in dieser Kategorie. Weil Rivers nicht gerade ein Mann großer Töne ist, fliegt die Chargers-Legende oft unter dem Radar. Seine bislang 395 Touchdownpässe sprechen aber für sich - genauso wie acht Pro-Bowl-Nominierungen. Nur in den Playoffs wollte es mit den Chargers nie klappen © Getty Images
PLATZ 5 - DAN MARINO (420): Eine der beliebtesten aber auch tragischsten Figuren der Historie ist aktuell Fünfter. Marino warf insgesamt 420 Touchdowns und dominierte in seiner Glanzzeit für die Dolphins. Bereits 1984 gelangen ihm in einer Saison 5000 Yards - eine Marke, die erst 2008 wieder erreicht wurde. Trotzdem blieb "Dan The Man" ein Super-Bowl-Erfolg verwehrt © Getty Images
PLATZ 4 - BRETT FAVRE (508): Mit unglaublichen 508 Touchdown-Pässen war Favre lange vorn, doch kein Rekord ist für die Ewigkeit. Der "Gunslinger" erlebte in seinen 16 Jahren mit den Green Bay Packers seine beste Zeit und lief in insgesamt 302 NFL-Spielen auf. Der eher unwürdige Abgang bei den Minnesota Vikings tut seiner Karriere keinen Abbruch, schließlich gewann er mit den Packers 1997 den Super Bowl © Getty Images
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PLATZ 3 - TOM BRADY (538): Der Patriots-Star musste Brees wieder an sich vorbeiziehen lassen, kündigte ihm aber den Kampf an. Auch im Alter von 42 Jahren und nach fünf Super-Bowl-Siegen hat er noch lange nicht genug. Sein Vertrag bei den Patriots läuft allerdings aus. Wechselt er wirklich? Nächste Woche wird er erstmal seinen alten Rivalen verdrängen... © Getty Images
PLATZ 2 - PEYTON MANNING (539): Mit 539 Touchdownpässen thronte Peyton Manning lange an der Spitze. Seinen Rekord bei den Passing-Yards (71.940) musste er 2018 aber schon an Brees abtreten. Am Legendenstatus des Colts- und Broncos-Stars, der seine Karriere 2015 mit seinem zweiten Super-Bowl-Sieg beendete, ändert das freilich nichts © Getty Images
PLATZ 1 - DREW BREES (541): Das jüngste Mitglied im legendären 500er-Club. Seit 2006 lenkt Brees das Spiel der New Orleans Saints und führte sein Team 2009 zum Super-Bowl-Triumph. Auch mit 40 Jahren brillant. So viele Passing Yards wie Brees hat kein anderer Quarterback auf dem Konto - nun liegt er auch bei den Touchdowns ganz vorne © Getty Images

Auch Hightower will nicht spielen 

Und dennoch: Wenn bei einem Super-Team wie den Patriots mittlerweile bereits sechs Profis durch Saison-Absagen wegbrechen, indem sie von der im Zuge der Coronakrise eingeführten "Opt-out-Option" Gebrauch machen, zieht das zwangsläufig Zweifel an den jeweiligen Beweggründen nach sich.

Schließlich haben die Patriots unter Cheftrainer Bill Belichick nun einmal alles andere als eine weiße Weste. Die Skandale sind hinreichend dokumentiert. Belichick lotet die Grenzen des Erlaubten - und manchmal darüber hinaus - wie kein Zweiter aus.

Mit dem dreimaligen Super-Bowl-Champion und Pro-Bowler Dont'a Hightower, kürzlich erstmals Vater geworden und selbst Sohn einer an Diabetes erkrankten Mutter, hatte am Dienstag der bislang prominenteste Profi seinen Verzicht erklärt.

Der Star-Linebacker klang dabei glaubwürdig und überzeugend ("Meine Verlobte und ich machen uns mehr Gedanken über die Gesundheit unserer Familie als über Football"). Wie auch die Entscheidung von Starting Right Tackle Marcus Cannon, zu College-Football-Zeiten am Non-Hodgkin-Lymphom und damit potenzieller Hochrisiko-Patient, und Danny Vitale (ebenfalls frisch gebackener Vater) nachvollziehbar wirkten.

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Patriots: Abschenken für College-Star?

Gleichwohl vermuten mit Blick auf das zudem aussteigende Trio Offensiv-Lineman Najee Toran, Safety Patrick Chung und Running Back Brandon Bolden nicht bloß vereinzelte NFL-Fans dahinter Kalkül.

Mehr noch: Konkret wird unterstellt, die Pats schlügen aus der Corona-Situation Kapital, konzentrierten sich bereits auf den Draft 2021.

Die Gedankenspiele kreisen dabei darum, die Franchise würde nach diversen hochkarätigen Abgängen wie Tom Brady bewusst ein schwaches Jahr in Kauf nehmen, um sich dann im Draft College-Star Trevor Lawrence zu schnappen. Jenen 20 Jahre alten Quarterback der Clemson Tigers, der 2019 bei einer Passquote von 65,8 Prozent 3.665 Yards überbrückte und 36 Touchdowns warf - und dem eine große NFL-Karriere prophezeit wird.

Bradys letztes Spiel für die Patriots im Video

Newton im Fokus nach Umbruch

Doch wäre es ein realistischer Move? Das Timing könnte passen. Da die Patriots ohnehin Schwierigkeiten mit der Gehaltsobergrenze bekommen hätten, ließen sie einige teure Stars ziehen, zudem sinkt der Salary Cap 2021 wegen der Coronapandemie. Somit wäre ein Aufbau-Jahr mit Kostenreduzierung und dann entsprechend guten Draftpicks tatsächlich eine sinnvolle Strategie, um dann 2021 oder spätestens 2022 wieder richtig anzugreifen.

Kaum eine Sportliga hat einen so großen Durchlauf wie die NFL. Verschleiß und Konkurrenzkampf beenden Karrieren mitunter früh - und wer heute noch mit einer legendären Aktion oder einer starken Saison gefeiert wird, kann morgen schon komplett von der Bildfläche verschwunden sein © SPORT1-Grafik/Getty Images
Superstars wie David Johnson oder Kareem Hunt drohen von der Wucht der Gegenwart und Zukunft verschluckt zu werden, die eigene Vergangenheit ist plötzlich nichts mehr wert. SPORT1 blickt auf die größten One-Hit-Wonder der NFL-Geschichte © Getty Images
RANG 20 - JOE FLACCO (Baltimore Ravens): Im Jahr 2015 war der Quarterback im Super Bowl XLVII noch MVP gegen Gegenüber Colin Kaepernick und die San Francisco 49ers. Es folgte ein teurer Vertrag, an den seine Klasse aber nicht heran kam. Nie erreichte Flacco ein QB-Rating über 94, in seiner einzigen Saison über 4000 Yards warf er 15 Interceptions bei nur 20 Touchdowns © Getty Images
RANG 19 - ROB JOHNSON (Jacksonville Jaguars): Der Spielmacher glänzte in der Saison 1997 für die Jags, wurde anschließend jedoch verletzungsbedingt von Mark Brunell ersetzt. "RoboSack" - wie er später genannt wurde - ging ein Jahr später für einen Erstrundenpick zu den Buffalo Bills getradet. Kam in seiner NFL-Zeit aber nie über 12 TDs oder 2200 Yards in einer Saison © Getty Images
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RANG 18 - BARRY FOSTER (Pittsburgh Steelers): Der Running Back wurde 1992 zum Starter bei den Steelers und absolvierte eine grandiose Saison mit 1.690 Rushing Yards und elf Touchdowns. Zwölfmal kam er auf über 100 Yards im Spiel, damit stellte er den NFL-Rekord von Eric Dickerson ein. Versank danach schnell in der Bedeutungslosigkeit © Getty Images
RANG 17 - CHRIS MATTHEWS (Seattle Seahawks): Im Super Bowl XLIX (2015) verbuchte der Receiver seine ersten vier NFL-Catches (109 Yards) und zwei Touchdowns (mit den ersten beiden Pässen). Quarterback Russell Wilson hatte vorher die gesamte Saison nicht einmal in seine Richtung geworfen - tat er danach auch nicht mehr © Getty Images
RANG 16 - DON MAJKOWSKI (Green Bay Packers): Der Quarterback erhielt 1989 den Posten als Starter und glänzte sogleich mit 4300 Yards und 27 Touchdowns. "The Majik Man" erlitt dann 1992 einen Bänderriss am Knöchel und wurde von einem gewissen Brett Favre ersetzt, der bis 2007 in jedem Spiel der Packers als Starter fungierte © Getty Images
RANG 15 - CHRIS BORLAND (San Francisco 49ers): Der Linebacker beendete nach einer starken Rookie-Saison 2014 mit 108 Tackles, zwei Interceptions und einem eroberten Fumble samt Wahl ins All-Rookie-Team seine Karriere - aus Angst vor Hirnschäden. Bis heute ist er ein Kritiker der NFL-Politik in Sachen Gehirnerschütterungen © Getty Images
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RANG 14 - DESMOND HOWARD (Green Bay Packers): Wurde als Receiver von den Washington Redskins 1992 gedraftet, machte aber Karriere als Returner. Wurde beim Super Bowl XXXI (1996) als erster Special Teamer der Final-Geschichte zum MVP für die Packers. Als Passfänger trat Howard jedoch nie in Erscheinung © Getty Images
RANG 13 - LARRY BROWN (Dallas Cowboys): Wurde mit zwei Interceptions im Super Bowl XXX (1995) gegen die Pittsburgh Steelers zum MVP gewählt. Ging anschließend zu den Oakland Raiders und unterschrieb einen äußerst lukrativen Vertrag. Brown kam allerdings nur noch zu einem einzigen NFL-Start © Getty Images
RANG 12 - ROBERT EDWARDS (New England Patriots): Nach einer starken Rookie-Saison mit 1115 Yards und 12 Touchdowns zerstörte sich der Running Back beim Pro Bowl 1999 in einem Flag-Football-Spiel das Knie komplett © Getty Images
Mehrere Bänderrisse, Nervenschäden und Verletzungen der Arterien hätten fast zu einer teilweisen Bein-Amputation geführt. Er spielte sogar wieder Football (2002 bei den Dolphins, danach in der CFL), war aber nicht wiederzuerkennen © Getty Images
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RANG 11 - TIM TEBOW (Denver Broncos): "Gottes Quarterback" löste 2011 die Tebow-Mania aus, weil er in Denver als Rookie nach fünf Spielen den Starter-Job übernahm, sein Team in die Playoffs führte und in der Wild-Card-Round für 314 Yards warf, inklusive Walk-off-Touchdown über 80 Yards gegen die Steelers © Getty Images
Trotzdem holten die Broncos 2012 Peyton Manning, der religiöse Tebow startete nach einem Trade zu den New York Jets noch zwei Spiele - und spielte danach nie mehr in der NFL und versicht sich aktuell mehr schlecht als recht im Baseball © Getty Images
RANG 10 - JEROME HARRISON (Cleveland Browns): Der Running Back schaffte in seiner Karriere gerade einmal einen Schnitt von 150 Yards pro Saison, lief 2009 gegen die Chiefs aber plötzlich für 286 Yards (bis heute dritthöchster Rush-Wert der NFL-Geschichte), insgesamt gelangen ihm über drei Spiele damals 561 Yards © Getty Images
2012 entdeckten Ärzte einen Hirntumor bei Harrison, bei der folgenden OP bildete sich ein Blutgerinnsel in seinem Gehirn - kurzzeitig befürchteten Ärzte gar, er könnte gelähmt sein. In der NFL spielte er danach nie wieder © Getty Images
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RANG 9 - DREW BENNETT (Tennessee Titans): Der Receiver fing 2004 für die Titans 1247 Yards und elf Touchdowns. Mit acht Receptions in der Endzone in nur drei Spielen stellte er einen NFL-Rekord ein, der noch immer gilt. Unterschrieb kurz danach einen Millionen-Deal und schrieb nie mehr sportliche Schlagzeilen © Getty Images
RANG 8 - ICKEY WOODS (Cincinnati Bengals): Als Rookie führte der Running Back die Liga 1988 mit 1.066 Yards und 15 Touchdowns an und ging auch mit seinem Touchdown-Tanz, dem "Ickey Shuffle", in die Geschichte ein. Nach einem Kreuzbandriss im zweiten Saisonspiel 1989 und einer weiteren schweren Knieverletzung 1991 spielte er nie wieder © Getty Images
RANG 7 - GREG COOK (Cincinnati Bengals): Der legendäre Bill Walsh prognostizierte dem Quarterback eine grandiose Zukunft, seine erste Saison 1969 krönte er mit dem Rookie of the Year Award. Verletzte sich dabei allerdings an der Schulter und benötigte eine Operation. Dabei entdeckten die Ärzte auch einen Bizepsriss. Nach zahlreichen OPs beendete er seine Karriere, ein Comeback-Versuch 1973 endete früh © Getty Images
RANG 6 - ROBERT GRIFFIN III (Washington Redskins): Der Quarterback wurde 2012 nach einer Traumsaison vor Andrew Luck zum Neuling des Jahres gewählt. Verdrehte sich in den Playoffs des Knie, wurde dennoch angeschlagen eingesetzt und verheizt. Ließ sich dann an den Kreuzbändern operieren und war nie wieder derselbe © Getty Images
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RANG 5 - PEYTON HILLIS (Cleveland Browns): In sieben Jahren NFL wurde Hillis nur 2010 auffällig - aber wie! 1177 Yards und 11 Touchdowns machten den Running Back nicht nur im Fantasy Football zu einem Star. An Super-Bowl-MVP Aaron Rodgers und Quarterback-Sensation Michael Vick vorbei landete er sogar auf dem Madden-Cover - der gleichnamige Fluch ereilte ihn sogleich. Bis 2014 schaffe er insgesamt nur noch rund 1200 Yards © Getty Images
RANG 4 - TIMMY SMITH (Washington Redskins): Der Running Back brachte es in seiner Karriere gerade einmal auf 602 Rushing Yards und drei Touchdowns - 1988 im Super Bowl XXII (dem 1. Start seiner Karriere) wurde er mit 204 Yards und zwei Touchdowns zum Helden beim 42:10 über die Broncos. Tauchte nach Trainingsboykott in der nächsten Saison übergewichtig beim Team auf und wurde nie mehr relevant © Getty Images
RANG 3 - JONAS GRAY (New England Patriots): Vier Touchdowns und 201 Yards in seinem erst vierten NFL-Spiel - der Running Back wurde 2014 über Nacht zum Star. Weil er wenige Tage danach ein Team-Meeting verschlief, war seine Karriere danach aber auch schon wieder beendet © Getty Images
Der berüchtigte Pats-Coach Bill Belichick strafte Gray nach dem Regelverstoß brutal ab, gestatte ihm nur noch 20 Ballkontakte für den Rest der Saison. Beim Super-Bowl-Triumph in der gleichen Saison stand er nicht einmal im Kader und wurde im folgenden Sommer gefeuert © Getty Images
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RANG 2 - MALCOLM SMITH (Seattle Seahawks): Beim Seahawks-Sieg im Super Bowl XLVIII (2014) terrorisierte die "Legion of Boom" Quarterback-Legende Peyton Manning und die Broncos © Getty Images
Linebacker Smith wurde noch vor den Stars Richard Sherman, Kam Chancellor, Earl Thomas und Bobby Wagner MVP, nachdem er eine Interception über 69 Yards zum Touchdown trug und nach einem Fumble auch noch den Ball eroberte. Der Wandervogel spielte danach noch für vier Teams, geriet hinter den legendären Kollegen aber schnell in Vergessenheit © Getty Images
RANG 1 - DAVID TYREE (New York Giants): Sein Helm-Catch 2008 im Super Bowl XLII ist gemeinsam mit dem Scorpion-Touchdown von Odell Bechkam jr. wohl eine der bekanntesten NFL-Szenen aller Zeiten © Getty Images
Nachdem der Receiver der Giants (1,5 Catches pro Spiel in seiner Karriere) seinen Teil beitrug, Tom Brady und den Patriots die perfekte Saison zu vermasseln, fing er nie wieder einen Ball (Verletzung 2008 und fast nur Special Teams 2009) © Getty Images

Tatsache zumindest ist: Die Patriots befinden sich nach wie vor in einem großen Umbruch. Nicht nur wegen des Abgangs von Brady zu den Tampa Bay Buccaneers, dazu gingen noch die Schlüsselspieler Kyle Van Noy, Jamie Collins, Danny Shelton und Receiver Philip Dorsett.

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Duron Harmon wurde getradet, Kult-Kicker Stephen Gostkowski entlassen, ihren Rücktritt erklärten überdies James Develin und Offensive-Line-Coach Dante Scarnecchia.

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Was bleibt, ist eine Franchise, der auf den Super Bowl keine wirklichen Chancen eingeräumt werden - trotz Cam Newton, der beim sechsmaligen Champion einen stark leistungsbezogenen Einjahresvertrag unterschrieben hat.

Trotzdem: Es erscheint kaum vorstellbar, dass die um ihre einstige Dominanz gebrachten Patriots nur mit Blick auf den ersten Pick nun nach einer Saison im Niemandsland trachten. Gewisse Ambitionen mag man den Routiniers wie Julian Edelman und James White dann doch zuschreiben. Auch Newton will zeigen, dass er fit ist und sich für einen großen Vertrag - wo auch immer - empfehlen.

Schielt Belichick wirklich auf den 1. Pick? 

Vor allem aber ist da Belichick. Das Mastermind geht in seine 21. Spielzeit als Head Coach der Pats - und insgesamt 46. NFL-Saison.

Ist jemandem, der Verlieren so verabscheut, zuzutrauen, freiwillig abzuschenken - womöglich gar seinen Spielern einen Saison-Verzicht nahezulegen, alles unter einem offiziellen Argumentations-Deckmantel "Corona-Bedenken"?

Mancher Verschwörungstheoretiker im Netz unkt, Belichick mag gleichzeitig auch sein eigenes Vermächtnis schützen, sich somit eine Ausrede für eine glanzlose Saison im ersten Jahr ohne Brady konstruieren.

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