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Formel 2: Mick Schumacher wird Vierter in Spielberg

Schumacher verpasst Podest knapp

Der Renntag in Spielberg war geprägt von starken Regenfällen © Getty Images

Beim dritten Saisonrennen der Formel 2 erreicht Mick Schumacher nach einer starken Aufholjagd den vierten Rang. Sein Teamkollege gewinnt.

Mick Schumacher hat beim dritten Saisonrennen der Formel 2 das Podest nur denkbar knapp verpasst.

Der 21-Jährige vom Prema-Team holte am Samstagabend in Spielberg nach einer starken Schlussphase den vierten Rang und damit sein bislang bestes Saisonergebnis, 0,1 Sekunden fehlten am Ende auf Rang drei.

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Der Sieg ging an seinen Teamkollegen Robert Schwarzman aus Russland.

Der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher wird nun das Sprintrennen am Sonntag (11.10 Uhr) vom fünften Rang aufnehmen, dort gehen die ersten Acht des Hauptrennens in umgekehrter Reihenfolge an den Start.

Starkregen in Spielberg

Der Formel-2-Lauf bildete in Spielberg den Abschluss eines verregneten Samstags. Am Vormittag war das Rennen der Formel 3 abgebrochen worden, das dritte freie Training der Formel 1 fiel aus, das Qualifying startete später als geplant.

Managerin Kehm: Mick arbeitet hart für WM-Titel in der Formel 1

Auch zu Beginn des Formel-2-Rennens waren die Bedingungen noch schwierig. Die ersten Runden absolvierte das Feld hinter dem Safety Car, dann erst wurde das Rennen freigegeben.

Schumacher war im Qualifying nicht über Startplatz neun hinausgekommen und hielt diesen zunächst, kurz vor der Rennhälfte überholte er den Inder Jehan Daruvala (Carlin).

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Während der Boxenstopp-Phase wurde Schumacher um einen Rang nach vorn gespült, die Strecke trocknete zusehends ab und der Deutsche ging auch am Briten Jack Aitken (Campos) vorbei.

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In Baku eskaliert das WM-Duell zwischen Lewis Hamilton (l.) und Sebastian Vettel endgültig. Der Deutsche rammt den Mercedes-Piloten, bekommt dafür eine Zeitstrafe aufgebrummt, landet am Ende aber doch vor seinem großen Rivalen auf Platz vier © Getty Images
Danach droht Hamilton dem aufmüpfigen Ferrari-Piloten sogar Schläge an. Fortsetzung folgt mit Sicherheit - auf und neben der Strecke © Getty Images
Das Duell Hamilton vs. Vettel ist aber nicht die erste Auseinandersetzung, bei der in der Formel 1 die Fetzen fliegen. SPORT1 zeigt die erbittersten Rivalitäte´n © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images/ iStock
Die Erinnerungen an den erbarmungslosen WM-Fight zwischen Hamilton und seinem damaligen Teamkollegen Nico Rosberg (l.) in der Vorsaison sind noch ganz frisch. Rosberg entscheidet den Psychokrieg am Ende für sich und tritt danach zurück. Danach wird jede Menge schmutzige Wäsche gewaschen © Getty Images
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Wie sich die beiden ehemaligen Freunde auf allen möglichen Ebenen bekriegen, ist beinahe beispiellos. Fast täglich fliegen Giftpeile hin und her - und auch auf der Strecke schonen sich die Streithähne nicht. Die Rivalität geht tief. Schon 2014 knallt es zwischen den Ex-Teamkollegen wie hier in Belgien © Getty Images
Hamilton ist Experte in diesen emotionalen Auseinandersetzungen. Schon seit seinem ersten Formel-1-Jahr behakt sich der Brite leidenschaftlich. 2007 kommt Fernando Alonso als amtierender Weltmeister zu McLaren im Glauben, die Nummer eins zu sein. Doch Neuling Hamilton steckt zur Überraschung nicht zurück und treibt den Spanier zur Weißglut © Getty Images
Ihre Fehde eskaliert während des Qualifyings in Ungarn, als Alonso Hamilton böse blockiert, obwohl er hätte längst weiterfahren können. Die "spanische Blockade" bringt das Fass zum Überlaufen, Alonso geht zurück zu Renault © Getty Images
Fünf Jahre später können sich die beiden Streithähne immer noch nicht leiden - und in Belgien knallt es dann heftig. Das Rennen endet für beide mit Totalschaden im Kiesbett, am Ende ist Sebastian Vettel Nutznießer wird Zweiter in Spa und gewinnt seinen dritten WM-Titel © Getty Images
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Wie Hamilton kennt sich aber auch Vettel selbst mit teaminternen Grabenkämpfen aus. Mit Mark Webber ist sich der Deutsche während der fünf gemeinsamen Jahre bei Red Bull eigentlich nie grün © Getty Images
Negativer Höhepunkt der Dauerfehde zwischen den Red-Bull-Piloten ist der Große Preis von Malaysia 2015. Vettel ignoriert das Überholverbot seiner Vorgesetzten, überholt den in Führung liegenden Webber und gewinnt. Der Australier zeigt ihm noch auf der Strecke den Stinkefinger © Getty Images
In Sachen Streitlust hat Vettel hat einen äußerst bekannten Vorgänger: Michael Schumacher. Der treibt vor seinem ersten WM-Titel 1994 das Duell mit Damon Hill auf die Spitze, schießt den Rivalen beim Saisonfinale wohl absichtlich ab, um seinen Mini-Vorsprung über die Ziellinie zu retten © Getty Images
Danach ist das Tischtuch zwischen Schumacher und Hill für immer zerrissen. Ein Jahr später bekriegen sich die Kontrahenten zum Beispiel in Silverstone über die Grenze des Erlaubten hinaus © Getty Images
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Hills Williams landet nach einer Kollision mit Schumachers Renault im Kiesbett © Getty Images
Am Ende der Saison verteidigt die deutsche Motorsport-Legende seinen Titel. Schumacher bleibt für Hill für immer eine Reizfigur © Getty Images
Der Brite Hill ist aber nicht der einzige Fahrer, mit dem sich "Schumi" leidenschaftliche Fehden liefert. Auch zwischen ihm und dem Kanadier Jacques Villeneuve (Mitte) stimmt die Chemie nicht wirklich © Getty Images
In der Saison 1997 schießen sich die beiden WM-Konkurrenten mehrmals gegenseitig von der Strecke. In Brasilien endet der intensive Fight auf der Fahrbahnbegrenzung, später beim Saisonfinale will Schumacher den Williams-Piloten wie 1994 Hill aus dem Rennen rammen, scheidet aber selbst aus und verliert den WM-Kampf © Getty Images
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Von 2001 bis 2004 sind Michaels Bruder Ralf und der Kolumbianer Juan Pablo Montoya Teamkollegen bei Williams - eine explosive Kombi. Vor allem dem heißblütigen Südamerikaner brennen regelmäßig die Sicherungen durch, Kollisionen, ob teamintern oder nicht, sind an der Tagesordnung © Getty Images
In dieser Zeit baut Schumacher - ohne Montoyas Beteiligung - seinen heftigsten Unfall. Beim Start des Großen Preises von Australien fährt der Deutsche mit seinem BMW Williams aufs Heck seines Vordermannes auf... © Getty Images
...und hebt spektakulär ab. Wie durch ein Wunder übersteht Schumacher die Aktion größtenteils unverletzt © Getty Images
2005, als Schumacher und Montoya schon für unterschiedliche Teams unterwegs sind, knallt es wieder. Auf dem Nürburgring endet das Rennen für beide vorzeitig © Getty Images
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Montoyas Lieblingsopfer in den Jahren 2005 und 2006 ist wieder ein Teamkollege, nämlich Kimi Raikkonen. Doch auch der Finne ist kein Unschuldslamm. Beim Großen Preis der USA übertreibt es der Kolumbianer mit seiner Kampflinie. Weil er Raikkonen nicht vorbeilassen will, löst er einen Massencrash aus © Getty Images
Noch ein krasser Crash, in den Ralf Schumacher verwickelt ist: Bei seinem Heim-GP 2001 kollidiert Jacques Villeneuve mit dem Deutschen und schlägt mit Höchstgeschwindigkeit in eine Mauer ein © Getty Images
Danach kann der Kanadier tatsächlich eigenständig sein Autowrack verlassen, muss aber von Streckenposten gestützt werden © Getty Images
Die Mutter aller Teamduelle liefern sich Alain Prost und Ayrton Senna. Beide reden schon lange kein Wort mehr miteinander, als ihr Streit 1989 beim Großen Preis von Suzuka eskaliert © Getty Images
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Es geht um nicht weniger als die Vorentscheidung um die WM-Krone: Senna muss gewinnen, um seine Chancen zu wahren, und attackiert den in Führung liegenden Prost © Getty Images
Doch der macht die Lücke zu, es kommt zur Kollision. Prost steigt aus, Senna fährt weiter, gewinnt und wird hinterher disqualifiziert. Prost sichert sich seinen dritten Weltmeistertitel und flüchtet zu Ferrari © Getty Images
Doch auch dort macht er sich keine Freunde. Teamkollege Nigel Mansell rammt Prost 1990 in Portugal nach einem missglückten Manöver fast in die Boxenmauer, danach betreibt der Franzose geschickt Politik gegen den Briten. Mansell behauptet, Prost hätte das Team gegen ihn aufgebracht. Resultat: Absolute Funkstille zwischen den Rivalen © Getty Images
Auch der heute als TV-Experte bekannte Niki Lauda ist zu seinen Hochzeiten, in denen er drei WM-Titel holt, in jede Menge Fehden verwickelt: 1976, als Lauda schwer verunglückt, muss er die WM-Krone dem Briten James Hunt überlassen. Das epische Duell wird später verfilmt. 1984 liefert sich der Österreicher die knappste Entscheidung der Formel-1-Geschichte - dieses Mal zu seinen Gunsten © Getty Images

Der Ausritt eines weiteren Konkurrenten brachte Rang fünf, in der vorletzten Runde überholte er zudem den Briten Callum Ilott (Uni-Virtuosi Racing), wie Schumacher ein Ferrari-Junior. Auf den letzten Kilometern setzte der Deutsche auch Ilotts Teamkollegen Zhou Guanyu (China) unter Druck, doch es reichte nicht mehr ganz.

Auf der ersten Saisonstation am vergangenen Wochenende ebenfalls in Spielberg hatte Schumacher nur im Sprintrennen am Sonntag als Siebter zwei Meisterschaftspunkte geholt. Am Sonntag kann er sein Konto nun weiter aufstocken.