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Formel 1, Spielberg: Qualifying-Stimmen von Vettel, Hamilton und Verstappen

Ferrari: "Nicht konkurrenzfähig"

Diese Besonderheiten gibt es in der neuen Formel-1-Saison

Ferrari fährt im Qualifying in Spielberg hoffnungsvoll hinterher, Sebastian Vettel bereitet zumindest etwas Freude. Hamilton erlebt eine Schrecksekunde. Stimmen.

Einen so großen Vorsprung wie Lewis Hamilton beim Qualifying in Spielberg hatte zuletzt Nico Rosberg 2016, als er in Baku 1,2 Sekunden vor Daniel Ricciardo lag.

Der sechsmalige Weltmeister düpierte in seinem Mercedes die Konkurrenz. Hinterher verrät der Brite, dass ihm dennoch "das Herz kurz in die Hose gerutscht" war.  (Formel 1: Großer Preis der Steiermark am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

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Bei Ferrari lief es wieder einmal alles andere als rund, Sebastian Vettel haderte nach Startplatz zehn mit der Abstimmung, bei Charles Leclerc lief es noch schlechter.

Im vergangenen Jahr trägt Lewis Hamilton beim Rennen in Monaco einen Helm zu Ehren des wenige Tage zuvor verstorbenen Niki Lauda und nutzt dafür das einzige ihm in dieser Saison zur Verfügung stehende Spezialdesign © Getty Images
War früher ein unbegrenzter Wechsel zwischen den einzelnen Events erlaubt, führte die Formel 1 vor einigen Jahren ein Wechselverbot ein, um die Fahrer besser identifizieren können. Ab der neuen Saison dürfen die Fahrer ihre Designs nun aber wieder unbegrenzt wechseln © Getty Images
Bunt und schrill: SPORT1 zeigt die besten und außergewöhnlichsten Helmdesigns der Formel 1 © Getty Images
Max Verstappen (2016, GP von Belgien): Im Normalfall trägt der Niederländer einen Helm im klassischen Red-Bull-Design. Beim Rennen in Spa Francorchamps huldigt er 2016 aber seiner Heimat mit diesem speziellen Oranje-Design samt dem niederländischen Wappentier © Getty Images
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Fernando Alonso (2007, GP von Monaco): In der Saison 2007 ist McLaren dank eines Juwelier-Sponsors zeitweise mit Diamanten am Helm unterwegs. Fernando Alonso präsentiert stolz seine Sonderanfertigung für das Rennen im Fürstentum © Getty Images
Kimi Räikkönen: (2012, GP von Monaco): Immer wieder wählen die Piloten ihre Helmdesigns als Hommage an große Fahrer vergangener Tage. Kimi Räikkönen ist 2012 in Monaco beispielsweise mit einem Replikat von James Hunt unterwegs... © Getty Images
Lewis Hamilton: (2017, GP von Kandada): ...Lewis Hamilton huldigt fünf Jahre später in Kanada seinem großen Idol Ayrton Senna mit diesem Helm im Vintage-Look. Der Senna-Helm gilt bis heute als der vielleicht legendärste der Formel-1-Geschichte © Getty Images
Lewis Hamilton (2011, GP von Indien): Überhaupt ist der Brite bekannt für seine ausgefallenen und ständig wechselnden Designs und könnte damit schon beinahe eine eigene Diashow füllen. Zu seiner Zeit bei McLaren verewigt er 2011 beispielsweise Reggae-Legende Bob Marley auf seinem Kopf © Getty Images
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Lewis Hamilton (2013, GP der USA): Nach seinem Wechsel zu Mercedes ziert dann auch Michael Jackson den Helm des inzwischen 35-Jährigen © Getty Images
Lewis Hamilton (2012, GP von China): Und auch sich selbst trägt der sechsmalige Weltmeister bereits mehrfach auf dem Deckel, wie hier beim Rennen in Shanghai 2012, wo er als Comic-Figur ein kleines Boot steuert... © Getty Images
LEWIS HAMILTON (2013, GP von Monaco): ...oder ein Jahr später beim Rennen in Monte Carlo gemeinsam mit seiner damaligen Freundin Nicole Scherzinger und Hund Roscoe © Imago
Lewis Hamilton (2013, GP von Brasilien): Sein normales Helmdesign ist dem von Senna nachempfunden, oftmals finden sich auch die brasilianische Flagge sowie die monumentale Christusstatue "Cristo Redentor" in Rio de Janeiro in seinen Designs wieder © Getty Images
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Sebastian Vettel (2012, GP der USA): Wie Hamilton ist auch Sebastian Vettel für seine außergewöhnlichen Helmdesigns bekannt und gerät damit 2012 gleich zwei Mal ins Visier der FIA. Beim Rennen in den USA lackiert ihm Designer Jens Munser den Slogan "Gives your Wings" auf die Oberseite. Weil die Deckel aber werbefrei bleiben müssen, muss Vettel den Schriftzug abkleben © Getty Images
Sebastian Vettel (2012, GP von Singapur): Mehr Glück hat der Heppenheimer in Singapur. Sein LED-Helm, der bei Erschütterungen leuchtet, besteht den Test der FIA. Nach dem Nachtrennen entscheidet der Weltverband dann allerdings, dass aus Sicherheitsgründen künftig keine Leuchtelemente mehr eingesetzt werden dürfen © Getty Images
Sebastian Vettel (2013, GP von Monaco): Etwas fürs Auge bietet Vettels Design beim Grand Prix in Monaco im Jahr darauf. Dank eines Thermo-Lacks kann sich die Damen auf seinem Helm je nach Temperatur obenrum entkleiden © Getty Images
Sebastian Vettel (2014, GP von Monaco): 2014 lässt sich Lackierer Jens Munser im Fürstentum erneut etwas Besonderes einfallen. Mit seiner Airbrush-Pistole lässt er den Karbon-Helm wie aus einem Bronze-Guss erscheinen © Getty Images
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Sebastian Vettel (2014, GP von Deutschland): Bei seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring feiert der viermalige Weltmeister mit diesem Sonderdesign 2014 den WM-Titel der deutschen Fußballnationalmannschaft © Getty Images
Nico Rosberg (2014, GP von Deutschland): Mit der Idee steht er dabei nicht allein da. Auch Nico Rosberg outet sich als Fußballfan. Ursprünglich will er sich sogar den WM-Pokal auf den Helm lackieren lassen, dies scheitert letztendlich aber am Einspruch von WM-Sponsor Hyundai, der das geschützte Symbol nicht auf dem Helm eines Piloten der Konkurrenz sehen will © Getty Images
Jarno Trulli (2006, GP von Frankreich): Acht Jahre zuvor stört sich daran noch niemand. Damals feiert Jarno Trulli den WM-Titel Italiens beim Rennen in Magny Cours mit einem speziellen Azzurro-Helm - inklusive des WM-Pokals © Picture Alliance
Jarno Trulli (2006, GP von Malaysia): In der selben Saison lässt sich der damalige Toyota-Pilot extra für das Heimrennen seines Teams in Japan einen Manga-Samurai auf den Helm lackieren © Getty Images
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Michael Schumacher(2011, GP von Belgien): Der Rekordweltmeister mag es während seiner Karriere eher schlicht auf seinem Kopf und trägt vor allem zu Ferrari-Zeiten meist einen einfachen roten Helm. Anlässlich seines 20. Formel-1-Jubiläums greift er 2011 aber zumindest für ein Rennen auf eine spezielle goldene Sonderlackierung zurück © Getty Images
Heikki Kovalainen: (2012, GP von Australien): Der damalige Caterham-Pilot outet sich 2012 mit diesem extravaganten Design als Fan des zu dieser Zeit populären Handygames"Angry Birds" © Getty Images
Jenson Button (2006, GP von England): Der Engländer trägt während seiner Zeit in der Königsklasse des Motorsports normalerweise den Union Jack in weiß-blau-rot auf dem Helm. Anlässlich der Fußball-WM 2006 wechselt er das Design und drückt somit seine Unterstützung für die englische Nationalmannschaft aus. Viel bringt dies allerdings nicht: England scheitert beim Turnier in Deutschland im Viertelfinale an Portugal © Getty Images
Jenson Button (2013, GP von Japan): Sieben Jahre nach Jarno Trulli präsentiert auch der Weltmeister von 2009 in Japan ein Helm mit Landesbezug. Statt eines Manga-Samurai zieren bei Button jedoch zwei Sumoringer den Deckel © Getty Images
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Jenson Button (2014, GP von Großbritannien): In der Saison 2014 trägt Button regelmäßig diese Version zu Ehren seines verstorbenen Vaters. Papa Schlumpf war der Spitzname von John Button, die rosa Hemden sein Markenzeichen © Getty Images
Daniel Ricciardo (2013, GP von Brasilien): Im letzten Rennen 2013 nutzt Daniel Ricciardo sein Helmdesign, um sich auf diese Weise von seinem Team Toro Rosso zu verabschieden, welches er im Anschluss in Richtung Red Bull verlässt © Getty Images
Romain Grosjean (2013, GP der USA): Der Franzose trägt 2013 beim Rennen in Austin einen speziellen Helm im Steve-McQuenn-Design. Der 1980 verstorbene Schauspieler und Produzent des Films "Le Mans" war selbst begeisterter Motorsportler © Getty Images
Vitantonio Liuzzi (2011, GP von Italien): Der Italiener nimmt 2011 sein Heimrennen in Monza zum Anlass, um sich kurzerhand selbst auf den Deckel malen zu lassen © Getty Images
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Daniil Kvyat (2014, GP von Russland): Seit 2014 fährt der Russe mit kurzer Unterbrechung in der Formel 1. Gleich in seiner Debütsaison präsentiert er dieses ausgefallene Design anlässlich seines Heimrennens in Sotschi © Getty Images
Daniel Ricciardo (2014, GP der USA): "Alles ist größer in Texas" lautet die Botschaft, die der Australier 2014 beim Großen Preis der USA präsentiert © Getty Images
David Coulthard (2004, GP von Ungarn): Ein besonderes Design präsentiert auch David Coulthard 2004 beim Rennen auf dem Hungaroring. Auf der einen Seite ist die Flagge der schöttischen Könige mit dem steigenden roten Löwen (Lion Rampant) zu sehen, auf der anderen Seite schottisches Karo © Getty Images

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Spielberg von RTLSky, ORF aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1: "Was für ein schwieriger Tag! Das Wetter war sehr schwierig für uns alle. Als es losging, war die erste Session ok, danach wurde es schlimmer. Aber das ist Racing und ich bin froh, dass sie uns das nicht weggenommen haben. Ich hatte einen heiklen Moment in der vorletzten Runde, da ist mir das Herz kurz in der Hose gerutscht. Das Rennen wird schwierig. Meine Zeiten gestern im Trockenen waren weniger gut, aber ich glaube, heute wäre es besser gelaufen. Morgen soll es sonniger werden, aber ich bin für beide Bedingungen eingestellt."

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zu seiner Pole-Runde: "Es war eine fantastische Runde."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 2:

"Es war insgesamt ein gutes Qualifying. In Q3 hat es wesentlich mehr geregnet und es sah so aus, als hätten wir mit den nassen Bedingungen doch mehr Probleme. Es war nicht einfach, aber der zweite Platz ist ein gutes Ergebnis. Die Sichtbarkeit war grausam. Man sieht gar nicht, wenn man ein paar Sekunden hinten dran ist. Im Trockenen können wir die Mercedes schon angreifen, aber wir müssen mal sehen, wie alles läuft."

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zur Frage, ob Sebastian Vettel ihn vor seinem Dreher behindert hat: "Ich habe viel Grip in Q3 verloren. Ich vermute, Sebastian ist in die Box gefahren. Ich habe deshalb untersteuert und kam dann etwas etwas zu weit raus. Ich kam auf den Randstein und verlor das Auto - aber es hätte für Lewis sowieso nicht gereicht."

Es ist das sensationelle Comeback des  zweimaligen Formel-1-Weltmeisters:  Fernando Alonso ist zurück in der Königsklasse des Motorsports. Der Spanier fährt wieder für seinen früheren Rennstall Renault © Getty Images
Der inzwischen 38-Jährige soll ab 2021 der französischen Traditionsmarke zu altem Glanz und früheren Erfolgen verhelfen. Er erhält dem Vernehmen nach einen Kontrakt über zwei Jahre plus Option auf eine weitere Saison © Getty Images
Zur Erinnerung: Sein letztes Formel-1-Rennen hatte Alonso Ende November 2018 in Abu Dhabi bestritten. Der Routinier, der Anfang des Jahres sein Debüt bei der Rallye Dakar gegeben hatte, ist jedoch keineswegs der erste namhafte Pilot, … © Imago
… den es nach einer schöpferischen Pause, einem Abstecher auf anderes Terrain oder nach längerer Verletzungszeit ins Formel-1-Cockpit zurückkehrt. SPORT1 zeigt die bekanntesten Rückkehrer © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
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NIKI LAUDA: 1976 entgeht er nach einem schrecklichen Feuerunfall auf dem Nürburgring dem Tod nur knapp. Der Österreicher erleidet schwere Verbrennungen und bekommt von einem Pfarrer bereits die letzte Ölung. Unglaublich: Nur 42 Tage später landet Lauda beim Italien-GP mit Ferrari auf Rang vier © Imago
Nach zwei WM-Titeln (1975 und 1977) beendet Lauda seine Karriere dann 1979, schlägt den Weg als Unternehmer ein und gründet unter anderem eine Fluglinie. Doch nur zweieinhalb Jahre später kehrt er zurück - und triumphiert 1984 zum dritten Mal als Weltmeister © Getty Images
ALAIN PROST: Nach internem Zoff gehen der Franzose und Ferrari 1991 getrennte Wege. Ein Grund: Prost vermisst bei der Scuderia ein Auto mit Siegqualitäten. 1993 kehrt der damals 38-Jährige allerdings zurück in den Renn-Circuit © Getty Images
Und Prost glänzt noch einmal. Mit dem überlegenen Williams gewinnt er auf Anhieb abermals die WM. Sein vierter Titel ist vielleicht der süßeste - und obendrein eine gewaltige Ohrfeige für Ferrari © Imago
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NIGEL MANSELL: Nach seinem WM-Triumph 1992 zieht es den Engländer in die nordamerikanische ChampCar-Serie, in der er sogleich den Titel einfährt. Für den tödlich verunglückten Ayrton Senna kehrt er 1994 zu Williams zurück. Mansell gewinnt sogar das Saisonfinale in Australien © Imago
Doch der Engländer leistet sich auch eine höchst peinliche Comeback-Episode, als er 1995 mit inzwischen 41 Jahren bei McLaren anheuert. Nach nur zwei Grand-Prix-Einsätzen dankt er wieder ab - unter anderem deshalb, weil er für das recht enge Cockpit schlichtweg zu füllig geworden ist © Imago
MICHAEL SCHUMACHER: Am 22. Oktober 2006 nach seinem 250. Grand Prix legt der damalige Ferrari-Pilot nach dem Grand Prix von Brasilien das Lenkrad zunächst aus der Hand. Danach verneint der Rekord-Champion stets alle Gedankenspiele um ein Comeback – um 2010 dann doch zurückzukehren © Getty Images
Mit Mercedes gelingt aber nur einmal der Sprung aufs Podium. Nach drei Jahren macht der Kerpener dann für Lewis Hamilton Platz. Das lohnt sich: Seit 2014 sind die Silberpfeile das Maß aller Dinge. Schumacher lebt seit seinem schweren Ski-Unfall im Dezember 2013 abgeschirmt von der Öffentlichkeit © Getty Images
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KIMI RÄIKKÖNEN: Obwohl sein Vertrag noch ein Jahr läuft wäre, trennt sich der Finne 2009 von der Scuderia. Da Ferraris letzter Weltmeister bis heute danach kein neues Team findet, startet er 2010 und 2011 in der Rallye-Weltmeisterschaft und gründet sogar sein eigenes Team ICE 1 Racing. Mit mäßigem Erfolg. © Getty Images
2012 kehrt Räikkönen in die F1 zurück. Mit Lotus gewinnt er zwei Rennen, wirft wegen ausstehender Gehaltszahlungen aber wieder hin, um sich abermals Ferrari anzuschließen. Ein Sieg in seiner zweiten Ära in Rot glückt dem Iceman auch noch - beim Großen Preis der USA und mehr als 15 Jahre nach seinem ersten Triumph © Getty Images
ROBERT KUBICA: Experten handeln den Polen sogar schon als möglichen Weltmeister der Zukunft, da schlägt das Schicksal zu. Bei einem Start als Rallye-Fahrer in Italien am 6. Februar 2011 verunglückt Kubica schwer, droht bei Notoperationen sogar seinen rechten Arm zu verlieren © Imago
Als Stammfahrer im chancenlosen Williams gibt Kubica 2019 noch einmal ein einjähriges Gastspiel in der Formel 1. Inzwischen hat der 35-Jährige in die DTM umgesattelt, fährt für BMW und verdingt sich nebenbei als F1-Testfahrer bei Alfa Romeo © Getty Images
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JAN LAMMERS: Bis heute hält der Niederländer (l.) einen bemerkenswerten Rekord. 164 Rennen - oder mehr als zehn Jahre - musste Lammers nach seinem Ausstieg im britischen Team Shadow auf sein Formel-1-Comeback warten © Imago
Beim Grand Prix von Japan 1992 ist es dann so weit. Der simple Grund für die lange Zwangspause: Für den Sieger der 24 Stunden von Le Mans und den 24 Stunden von Daytona war einfach kein Cockpit in der Formel 1 frei © Imago

Carlos Sainz jr. (McLaren), Startplatz 3: "Ich stehe zum ersten Mal in meiner Karriere auf P3. Das fühlt sich super an. Ich habe im letzten Versuch eine super Runde hingelegt. Es gab so viel Aquaplaning. Unsere Rennpace war am Freitag besser als gedacht. Wir sind recht zuversichtlich. Die ersten Runden werden sicherlich hart, aber ich hoffe, dass ich meine eigene Pace finden kann. Ich bin stolz, dass mein bestes Qualifying unter diesen Bedingungen passierte. Ich liebe es, im Regen zu fahren."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 4: "Ich hatte heute einfach Probleme. Ich hatte kein Grid, habe nicht genug Temperatur in die Reifen gekriegt. Dazu hatte ich mit einer verglasten rechten Vorderradbremse zu kämpfen. Deshalb konnte ich beim Bremsen nicht alles aus dem Auto herausholen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 10: "Es hat eigentlich sehr viel Spaß gemacht, bei diesen Bedingungen zu fahren, es war richtig schwer. Aber es hat unglaublich lang gedauert. Insgesamt waren wir einfach nicht schnell genug. Am Ende hat es wieder stärker geregnet, was es sehr schwierig machte. Der Anspruch ist natürlich weiter vorne zu sehen. Wir versuchen alles herauszuholen. Man kann nicht von innerhalb einer Woche einen Quantensprung erwarten. Unabhängig vom Tag heute wollen wir morgen das Beste daraus machen. Wir sollten im Renntrimm schneller sein."

zur Abstimmung: "Unser Auto war nicht gut auf Regen abgestimmt. Wir haben uns unheimlich schwer getan mit dem vielen Wasser auf der Strecke, wir hatten viel Aquaplaning und ich habe das Auto ein paar Mal verloren."

Sebastian Vettel erlebt beim ersten Saisonrennen in Spielberg eine große Enttäuschung. Auf der ersten Station seiner Ferrari-Abschiedstour fährt er von Startplatz elf ins vordere Mittelfeld nach vorne... © Getty Images
... nach einem Dreher fällt Vettel dann zwischenzeitlich ans Ende des Feldes zurück, konnte das Rennen aber zumindest auf Platz zehn und damit in den Punkterängen beenden. © Imago
Nicht nur wegen der schwachen sportlichen Leistung bestimmt der vierfache Weltmeister das Wochenende in Österreich. Vor dem Rennwochenende erklärt Vettel, dass er von Ferrari kein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen hatte. Sein Arbeitgeber hatte die Situation anders dargestellt © Getty Images
Nach dem desolaten Rennen übt er Kritik an seinem Auto: "Es war ganz schwierig, das Auto zu fahren. Ich habe es nicht wieder erkannt." Für diese Aussage kassiert er prompt einen Rüffel von Ralf Schumacher. ©
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Nach dem erneuten Tiefpunkt in Monza stellt sich die Frage: Kommt Vettel bei Ferrari noch einmal aus der Krise? SPORT1 blickt zurück auf die Karriere und den schleichenden Niedergang von Sebastian Vettel © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock
Als Vettel am 17. Juni 2007 sein erstes Formel-1-Rennen in Indianapolis bestreitet, hält er seine Eindrücke mit einem Foto-Apparat fest. Zu seinem ersten Auftritt als Formel-1-Pilot kommt es, weil sich BMW- Sauber-Stammfahrer Robert Kubica beim Rennen zuvor in Montreal bei einem Unfall schwer verletzt © Getty Images
Da sich Kubica schnell erholt und ins Cockpit zurückkehrt, ist der US-Grand-Prix Vettels erster und einziger Einsatz für BMW. Nach drei Rennen Pause wird er vor dem Ungarn-GP von Toro Rosso verpflichtet - dem kleinen Schwester-Team von Red Bull. Vom österreichischen Rennstall wird Vettel schon seit 2004 unterstützt © Getty Images
In Monza 2008 erreicht er den ersten Meilenstein seiner Karriere. Nach der ersten Pole Position, die er mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz feiert,... © Getty Images
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..folgt im italienischen Motorsport-Mekka gleich der erste Sieg. Er ist zum damaligen Zeitpunkt der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten © Getty Images
2009 folgt der Schritt von Toro Rosso zu Red Bull - und in Schanghai der erste Triumph für die "Bullen" © Getty Images
Mit seinem Teamkollegen Mark Webber kommt es schon früh zum Zoff. Beim Türkei-Grand-Prix 2010 will Vettel den in Führung liegenden Australier überholen - und rauscht in dessen Auto hinein © Imago
Nach einer unglaublichen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte und dem Sieg im letzten Rennen in Abu Dhabi wird Vettel zum ersten Mal Weltmeister - mit 23 Jahren und 134 Tagen ist er der jüngste Champion der Geschichte © Getty Images
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Auch sein großes Vorbild Michael Schumacher gratuliert zum Titel © Getty Images
Seine Heimatstadt Heppenheim bereitet dem neuen Weltmeister einen grandiosen Empfang. Knapp 100.000 Leute kommen, um ihn zu feiern © Getty Images
Auch im Jahr 2011 darf sich der Deutsche als Champions feiern lassen. Er steht 17 Mal auf dem Podium und gewinnt dabei elf Rennen. Der dominierende Pilot des Jahres kann sich am Ende vollkommen verdient Weltmeister nennen © Getty Images
Auch 2012 krönt sich Vettel zum besten Fahrer der Formel 1. An Dramatik ist die Saison dabei kaum zu überbieten. Erst im letzten Rennen in Brasilien sichert sich der Red-Bull-Pilot nach einem Dreher zu Rennbeginn und einer Aufholjagd die nötigen sechs Punkte für seinen dritten Titel in Folge © Getty Images
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2013 geht die Erfolgsserie weiter - und das mit Rekordzahlen. 13 Saisonsiege bedeuten die Einstellung eines Rekordes von Michael Schumacher. Zudem sind seine insgesamt 397 Zähler ein neuer Punkterekord – damit hätte Vettel auch die Konstrukteurs-WM allein gewonnen © Getty Images
Nach seinen zuvor vier WM-Titeln läuft es 2014 nicht mehr rund. Mit Daniel Ricciardo als neuem Teamkollegen und seinem lahmenden Boliden kommt Vettel nicht zurecht und wird nur Fünfter in der WM-Wertung. ©
Ricciardo stiehlt dem viermaligen Weltmeister komplett die Show, gewinnt drei Rennen (der Deutsche keines) und wird WM-Dritter. Vettels beste Platzierung bleibt ein 2. Rang in Singapur, nur eines von drei Malen, dass er vor seinem Teamkolegen liegt. Nach einem enttäuschenden letzten Jahr verlässt Vettel Red Bull © Getty Images
Wenig später bestätigt Vettel, was schon länger die Runde macht: seinen Wechsel zu Ferrari. Mit seinem Kumpel Kimi Räikkönen (l.) bildet er das neue Gespann bei den Roten und soll sie zurück zu alten Erfolgen führen © Getty Images
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Und der Beginn ist vielversprechend. Gleich beim ersten Rennen im Ferrari fährt Vettel 2015 in Melbourne auf das Podest. Und es geht gut weiter. Beim zweiten Grand Prix in Malaysia setzt der Deutsche auf eine andere Strategie als die Silberpfeile und rast als Erster über die Ziellinie © Getty Images
Doch den starken Beginn kann Vettel nicht fortsetzen. Er gewinnt zwar noch zwei weitere Rennen, an den Speed der Mercedes kommt der Ferrari-Bolide allerdings nicht heran. Am Ende landet Vettel auf Rang drei der Fahrerwertung, sendet aber eine Kampfansage für das nächste Jahr © Getty Images
Halten kann er diese jedoch nicht. Gleich in den ersten beiden Rennen spielt ihm die Technik seines Ferraris einen Streich, auch Strategiefehler seines Kommandostands machen dem Deutschen das Leben schwer © Getty Images
In Malaysia schießt Vettel Mercedes-Pilot Nico Rosberg beim Überholversuch ab, für den Deutschen ist das Rennen wieder einmal nach nur wenigen Sekunden beendet. Die Entschuldigung folgt später per Telefon © Getty Images
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Auf dem Hockenheimring wähnt Vettel das Rennen bereits eine Runde zu früh als beendet, geht vom Gas und lässt austrudeln. Als zwei überrundete Autos im Renntempo vorbeigehen, merkt Vettel, dass der Lauf noch nicht zu Ende ist und beschleunigt - ein Fehler ohne Folgen. Mehr als Rang vier springt in der WM-Wertung jedoch nicht heraus © Getty Images
2017 ist die Scuderia dann endlich konkurrenzfähig. In der ersten Saisonhälfte führt Vettel die WM-Wertung durchgängig an. Fünf Siege reichen am Ende jedoch nicht zum Titel, auch weil ihn die Technik mehrfach im Stich lässt. Erneut steht Mercedes ganz oben. Doch auch Vettel bleibt nicht fehlerfrei © Getty Images
Der absolute Tiefpunkt der Saison ereignet sich in Baku. Während einer Safety-Car-Phase fährt der in Führung liegende Hamilton aufreizend langsam. Damit rechnet Vettel nicht, beschleunigt und kracht dem Mercedes-Fahrer ins Heck © twitter.com/F1
Danach setzt er sich an Hamiltons Seite und fährt ihm absichtlich in die linke Flanke. Hamiltons Auto nimmt Schaden, ein Boxenstopp für die Reparatur wirft ihn zurück. Vettel kassiert eine Zehn-Sekunden-Strafe. Am Ende wird es Rang vier knapp vor seinem Rivalen © Getty Images
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2018 geht es für Vettel in sein viertes Ferrari-Jahr. Endlich soll der heiß ersehnte Titel nach Maranello geholt werden. Mit zwei Siegen beginnt die Saison dabei auch mehr als nur vielversprechend, doch ausgerechnet beim Heim-GP in Hockenheim patzt Vettel folgenschwer © Getty Images
Bei einsetzendem Regen rutscht der Heppenheimer in Führung liegend wenige Runden vor Schluss ins Kiesbett, muss aussteigen und wirft die 25 Punkte für den Sieg weg. Ab diesem Moment geht es immer mehr bergab © Getty Images
Beim Ferrari-Heimspiel in Monza crasht Vettel in der zweiten Schikane in das Auto von Hamilton, der sogar noch den Führenden Räikkönen überholen kann. Vettel wird am Ende Vierter statt Erster, Hamilton holt sieben Zähler mehr als erwartet © Getty Images
In Singapur kommt es direkt nach dem Start zu einem Crash, in den Vettel, Verstappen und Räikkönen verwickelt sind. Für das Trio ist das Rennen beendet, Hamilton lacht sich als Sieger ins Fäustchen. Der Hauptschuldige ist Vettel, der seine Führungsposition zu vehement verteidigt. Ein Sieg war eigentlich eingeplant... © Getty Images
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Beim Rennen in Austin crasht Vettel in Ricciardo und fällt an das Ende des Feldes zurück. Er wird zwar noch Vierter, hätte mit seinem schnellen Auto aber durchaus gewinnen können. Insgesamt verschenken Vettel und Ferrari 2018 ganze 96 Punkte. Statt Vettel wird Hamilton Weltmeister © Getty Images
Zu Beginn der Saison 2019 bekommt der Deutsche mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen. Die Rangordnung scheint klar. Vierfach-Weltmeister Vettel ist die Nummer eins, der Monegasse muss sich dahinter einreihen. Doch das ändert sich © Getty Images
Nach nur wenigen Rennen ist Ferrari bereits unter Zugzwang. Während die Scuderia die Testfahrten vor der Saison dominiert, zeigt sich Mercedes in den Rennen deutlich stärker. Wieder patzt man am Kommandostand der Roten mehrfach, doch auch Vettel macht sich das Leben schwer © Getty Images
Im zweiten Rennen verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und verliert seinen Frontflügel, in Barcelona verbremst sich der Deutsche und handelt sich einen Bremsplatten ein. Auch die Boxenstopps dauern viel zu lange. Nach nur fünf Rennen ist Lewis Hamilton im Mercedes schon 48 Punkte voraus © Getty Images
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Beim Großen Preis von Kanada dann der nächste Aufreger. Eingangs einer Kurve verliert Vettel das Heck und schießt nach einem Fahrfehler geradewegs in die Wiese und verliert dort jeden Grip © Getty Images
Als er auf die Strecke zurückkommt, muss der direkt hinter ihm fahrende Hamilton blitzschnell reagieren, um eine Kollision zu verhindern. Die Stewards nehmen das Manöver unter die Lupe und belegen Vettel mit einer Fünf-Sekunden-Strafe © Sky
Der Deutsche kommt zwar als Erster im Ziel an, muss den Sieg nach Anwendung der Strafe aber Hamilton überlassen. Demonstrativ stellt der wütende Vettel die Platzierungsschilder um. Für Ex-Teamkollege Ricciardo ein Schlüsselerlebnis in der aktuelln Krise © Getty Images
"Ich will nicht für Sebastian reden, aber ich kann mir vorstellen, dass ihm der entgangene Sieg von Kanada schon zugesetzt hat", meint Ricciardo: "Ohne die Kontroverse von Montreal hätte er dort gewonnen, und alles sähe heute anders aus. Gewiss, wir werden es nie erfahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass alles ein wenig anders gelaufen wäre, hätte Sebastian den Montreal-Sieg behalten können" © Getty Images
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Die ultimative Demütigung erlebt Vettel in Monza. Fünf Jahre lang versucht der Deutsche vergeblich, das italienische Heimspiel zu gewinnen, Teamkollege Leclerc schafft es gleich im ersten Jahr, gewinnt nach Spa bereits sein zweites Rennen in Folge und löst kollektive Jubelstürme bei den Tifosi aus © Getty Images
Vettel begeht gleich zu Beginn des Rennens einen großen Fehler. Er verliert das Heck seines Wagens, dreht sich von der Strecke und übersieht beim Zurückfahren den heranrauschenden Lance Stroll, der sich nach einer Kollision ebenfalls dreht © Getty Images
Vettel fällt auf den letzten Platz zurück, wird bestraft und von Leclerc überrundet. Die internationale Presse ist sich sicher: Das war die Wachablösung bei Ferrari. Nicht mehr Vettel ist die Nummer eins, sondern Leclerc. Seit mehr als einem Jahr wartet der Deutsche auf einen Sieg, in der WM-Wertung steht er nur noch auf Rang fünf und hat 115 Punkte Rückstand auf Hamilton © Getty Images
Beim folgenden Rennen in Singapur betreibt Vettel mit seinem 53. Grand-Prix-Sieg Wiedergutmachung. Nach zwei zweiten Plätzen in Japan und Mexiko beendet er die Saison auf Gesamtplatz fünf - zu wenig, um die vielen Kritiker verstummen zu lassen © Imago
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2020 steht Vettel von Beginn an im Fokus. In seinem letzten Vertragsjahr bei der "Scuderia" muss er Werbung in puncto Vertragsverlängerung Werbung in eigener Sache betreiben © Getty Images
Die Testfahrten in Barcelona lassen jedoch wenig Positives erwarten. Die Leistung der Scuderia sorgt für reichlich Irritationen. Lange Zeit hinken die Italiener weit hinter Mercedes hinterher © Getty Images
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie muss der für den 15. März geplante Start in Melbourne auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mitten in der Phase der Ungewissheit verkündet Vettel dann im Mai seinen Abschied von Ferrari nach der Saison 2020. © Getty Images
Wo und ob überhaupt er in den kommenden Jahren in der in der Formel 1 fahren wird, steht noch nicht fest. Der mittlerweile 33 Jahre alte Vettel muss sich trotz aller Widrigkeiten bei Ferrari mit guten Leistungen für ein lukratives Cockpit empfehlen © Getty Images
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Zumindest privat darf der Eintracht-Frankfurt-Fan positiv in die Zukunft schauen. Mit seiner Ehefrau Hanna hat er drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn © Picture Alliance

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari): "Ein sehr enttäuschender Tag. Wir müssen akzeptieren, dass die Stoppuhr nicht lügt. Wir waren in zwei Qualifying-Sessions nicht konkurrenzfähig - nicht nur gegen die, die in den vergangenen Jahren unsere größten Rivalen waren, sondern auch gegen andere, die bisher allgemein hinter uns waren. Wir haben hart daran gearbeitet, früher als geplant Updates mitzubringen - aber sie haben auf der Strecke nicht ihren Wert gezeigt. Wir müssen herausfinden, warum das so ist und den Zustand, der einfach nicht genug für ein Team mit dem Namen Ferrari ist, ändern."

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Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 14: "Ich habe an der Vorderachse ein aggressiveres Set-up ausprobiert. Im Trockenen war es gut, aber schwieriger im Nassen. Vielleicht wird es damit vorhersehbarer im Rennen. Dann könnte es besser laufen. Ich glaube jedenfalls, wir haben die richtige Wahl getroffen. Das Hauptproblem war, dass wir einfach nicht schnell genug waren. Wir sind im Moment einfach zu langsam. Uns war klar, dass wir uns hier in einer schwierigen Situation wiederfinden würden. Es wäre jedoch wirklich zu viel, wenn jemand behauptet, das Auto sei unfahrbar. So weit würde ich nicht gehen."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Heute haben wir im Qualifying vieles richtig gemacht. Den Quali-Modus des Motors haben wir sehr gut hingekriegt im letzten Abschnitt. Da hat auch die Runde perfekt gepasst. Das Auto war sehr gut, aber der Fahrer hat den Ausschlag gegeben."

zur Pole-Runde von Hamilton: "Fahrer und Auto müssen verschmelzen und eins werden. Ein perfektes Auto, mit den Reifen im richtigen Temperaturfenster und eine perfekte Fahrbarkeit der Power-Unit mischen sich mit Können und Intelligenz des Rennfahrers. Nur dann sieht man solche Leistungen."

Ausblick auf das Rennen: "Morgen ist das schon ein ganz anderes Spiel, alleine schon vom Wetter her. Es wird trocken, aber nicht ganz so heiß wie gestern. Max steht in der ersten Startreihe, damit ist alles möglich. Er kann das Rennen gewinnen. Valtteri muss versuchen, an Sainz vorbeizukommen."