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Deutsche Sporthilfe: Wahl Sport-Stipendiat 2020 - Julius Thole, Beachvolleyball

Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres 2020: Beachvolleyballer Julius Thole

Julius Thole wurde mit seinem Partner Clemens Wickler 2019 sensationell WM-Zweiter © FIVB

Beachvolleyballer Julius Thole steht zur Wahl zum "Sport-Stipendiat des Jahres 2020". Im Interview spricht er über das WM-Silber 2019 und seinen Trainingsalltag.

Ab sofort kann unter www.sportstipendiat.de der Sport-Stipendiat des Jahres 2020 gewählt werden.

Mit der Auszeichnung ehren die Deutsche Sporthilfe und die Deutsche Bank in Kooperation mit SPORT1 auch in diesem Jahr wieder einen Athleten, dem die Kombination aus Spitzensport und Studium in besonderer Art und Weise gelingt. Fünf Top-Sportlerinnen und -Sportler stehen bis zum 2. August 2020 zur Wahl:

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Im fünften Teil unserer Interview-Serie stellen wir Ihnen Julius Thole vor. Der Beachvolleyball-Shootingstar gewann vergangenes Jahr WM-Silber in seiner Heimatstadt Hamburg und muss seitdem auch auf dem Uni-Campus einige Fan-Selfies mehr schießen. Die Olympia-Verschiebung nutzt der 23-Jährige zur noch besseren Vorbereitung auf seine weiteren Ziele – auf dem Feld und im Jura-Studium.

Deutsche Sporthilfe: Julius, als amtierende WM-Zweite gehören Dein Partner Clemens Wickler und Du automatisch zu den besonders beachteten Teams bei den Olympischen Spielen. Wie traurig macht es Dich, auf diese spezielle Erfahrung noch ein Jahr länger warten zu müssen?

Thole: Als sich die Ereignisse rund um Corona mehr oder weniger überschlugen, der Lockdown kam und die Spiele verschoben wurden, da war ich schon ein, zwei Wochen ziemlich down. Ich habe dann mit dem Team beschlossen, mich erst einmal ein paar Tage rauszuziehen, nur zu machen, worauf ich Lust habe. Danach haben wir einen sehr guten Plan aufgestellt mit intensivem Athletiktraining und mittlerweile sehe ich das auch optimistisch – Clemens und ich sind ja noch jung und haben uns bislang jedes Jahr ganz gut weiterentwickelt.

Deutsche Sporthilfe: Den Qualifikationsstress habt Ihr nicht mehr, seid bereits für Olympia qualifiziert. Wie sieht Euer sportlicher Plan auf dem Weg nach Tokio aus?

Thole: Es wird eine sehr lang gezogene Olympia-Vorbereitung. Kurzfristiges Ziel ist die „Road to Timmendorfer Strand“, eine kleine Turnierserie mit dem Ziel der Deutschen Meisterschaften im September. Wir freuen uns sehr, wieder Wettkämpfe im Blick zu haben, denn all das Training hilft nicht, wenn wir es nicht aufs Feld bringen können.

Deutsche Sporthilfe: Als Außenseiter habt Ihr bei der WM in Hamburg im vergangenen Jahr die Silber-Medaille gewonnen und den Sprung in die Weltspitze geschafft. Welche Erinnerungen hast Du an die zwei Wochen im Sand von Hamburg?

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Thole: Eine WM zuhause in meiner Heimat Hamburg zu haben, war schon richtig cool. Dann aus sportlicher Perspektive, beim wichtigsten Event des Jahres mit den meisten Punkten für die Olympia-Quali Zweiter zu werden, war fantastisch – und auch, wie sich das Event entwickelt hat mit immer deutlich über 10.000 Zuschauern bei unseren Matches. Ein Teil der ganzen Euphorie gewesen zu sein, das war schon sehr besonders.

Deutsche Sporthilfe: Du studierst in Hamburg Rechtswissenschaften. Stößt Du an der Uni auf Verständnis für Deinen Leistungssport?

Thole: Die Uni kommt mir generell sehr entgegen. Anfangs war ich skeptisch, Rechtswissenschaft hat ja eher den Ruf, etwas konservativ und nicht unbedingt dem Sport zugewandt zu sein. Aber ich wurde extrem positiv überrascht. Ich darf etwa meine Arbeitsgemeinschaften bevorzugt wählen und kann sie so an mein Training anpassen.

Deutsche Sporthilfe: Als Beachvolleyballer bist Du sehr viel auf der ganzen Welt unterwegs und eigentlich ständig im Training. Wie wichtig ist Dir Dein Leben neben dem Profisport?

Thole: Das Studium ist für mich nicht zwingend Mehrbelastung, sondern ein notwendiger Ausgleich und eher der Leistung im Sport zuträglich. Es gibt einem, auch wenn es sportlich einmal nicht so gut läuft, das Gefühl von Unabhängigkeit und Sicherheit. Denn als Profisportler ist man stark von der Gesundheit und der sportlichen Weiterentwicklung abhängig.

Deutsche Sporthilfe: Was bedeutet es nun für Dich, unter den letzten Fünf bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres zu stehen?

Thole: Der Titel „Sport-Stipendiat des Jahres“ besitzt in Deutschland einen riesen Wert. Es geht eben nicht nur um die Wertschätzung der sportlichen Leistung, sondern um die Vereinbarkeit der Dualen Karriere. Ich versuche, Beachvolleyball und Rechtswissenschaften mit hoher Qualität zu bestreiten – bis jetzt funktioniert das glaube ich ganz gut. Beides macht mir viel Freude, verlangt mir aber auch viel ab. Die Deutsche Bank und die Sporthilfe, einer meiner allerersten Partner überhaupt, unterstützen mich schon lange, vor allem in der Verbindung der beiden Welten.

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