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Sportstipendiat des Jahres: Beck, Breuer, Pieper, Thole, Rommelmann stehen zur Wahl

Wahl: Sport-Stipendiat des Jahres

Zu den Nominierten zählt auch Ruderer Jonathan Rommelmann (r.) © Detlev Seyb

Zum achten Mal vergeben die Deutsche Bank und die Deutsche Sporthilfe das Sport-Stipendiat des Jahres. Fünf Spitzensportler stehen zur Auswahl.

Spitzensport und Studium - ein oftmals schwieriger Spagat.

Mit der Auszeichnung zum Sport-Stipendiat des Jahres ehren Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank auch in diesem Jahr wieder einen Athleten, dem die Kombination aus Spitzensport und Studium in besonderer Art und Weise gelingt. Fünf Top-Sportlerinnen und -Sportler stehen bis zum 2. August 2020 online unter www.sportstipendiat.de zur Wahl:

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Unter allen Teilnehmern, die dort ihre Stimme für einen der Kandidaten abgeben, wird ein iPad verlost. Als Stimme für einen der Kandidaten zählen zusätzlich alle Social-Media-Posts mit dem Hashtag #Sportstipendiat2020Vorname.

Kriterien bei der Wahl zum Sport-Stipendiat des Jahres sind die sportliche Leistung sowie Erfolge und Fortschritte im Studium, die in der Zeit von Mai 2019 bis April 2020 erzielt wurden. Bewerben konnten sich alle studierenden Sporthilfe-Athleten, die das Deutsche Bank Sport-Stipendium erhalten. Eine Jury aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien hat aus zahlreichen Bewerbungen vorab die fünf Top-Athletinnen und -Athleten ausgewählt, die ab dem 6. Juni in der Online-Wahl gegeneinander antreten.

Leistung der Sportler soll stärker herausgestellt werden

Die Deutsche Bank, seit 2001 Partner der Deutschen Sporthilfe und seit 2008 Nationaler Förderer, verdoppelt dem Sieger das monatliche Stipendium für 18 Monate von 300 Euro auf 600 Euro. Die vier weiteren Finalisten erhalten für den gleichen Zeitraum eine Zusatzförderung von 50 Prozent des monatlichen Stipendiums.

Im Vorjahr wurde Ski-Freestylerin Kea Kühnel, Masterstudentin für "Accounting, Auditing and Taxation" in Innsbruck sowie Bachelorstudentin der Sinologie in München, als Sport-Stipendiat des Jahres ausgezeichnet, 2018 war Speerwerfer und Management-Student Thomas Röhler der Preisträger. 

Die Studenten unter den Spitzensportlern haben besondere Herausforderungen bei der Doppelbelastung von Sport und Studium zu bewältigen. Gemeinsam mit der Deutschen Bank, die über ihren Bereich Art, Culture & Sports bis zu 300 Studenten mit dem Deutsche Bank Sport-Stipendium finanziell unterstützt, ermutigt und bestärkt die Sporthilfe alle geförderten Athleten, ihre Duale Karriere weiter voranzutreiben. Dabei sollen auch die exzellenten Leistungen der studierenden Sporthilfe-Athleten in der Öffentlichkeit stärker herausgestellt werden.

Die Top 5-Sportler des Jahres 2020:

Leonie Beck:

Leonie gewann bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 in Südkorea Bronze über 5 km und sicherte sich über die olympische 10 km-Distanz das Ticket für die Spiele in Tokio. Im Sommer 2019 schloss die 23-Jährige ihren Bachelorstudiengang Medienkommunikation an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ab, wo sie nun im gleichnamigen Master studiert. "Trotz den bevorstehenden Olympischen Spielen und der großen Herausforderung, Sport und Uni unter einen Hut zu bringen, wollte ich mich weiterhin neben dem Sport weiterbilden. Das Olympia-Rennen über 10 km findet nun 364 Tage später statt. Das Ziel ist noch das gleiche, es wurde nur verschoben!"

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Annabel Breuer:

Annabel gewann mit der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft Bronze bei der EM 2019 und machte damit die Qualifikation für die Paralympics in Tokio perfekt. Dort strebt sie nach Gold 2012 und Silber 2016 ihre dritte Medaille an. Mit einer experimentellen Studie schloss die 27-Jährige, die seit einem Autounfall als Kleinkind querschnittsgelähmt ist, ihren Psychologie-Bachelor an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab und sicherte sich mit der Note 1,5 die Zulassung zum Masterstudium. "Eine Nicht-Zulassung hätte zu einem Umzug und zu einem Wechsel des Trainingsorts geführt. Als ich Ende Mai die Arbeit fristgerecht fertig hatte, war ich sehr erleichtert."

Cécile Pieper:

Mit der Hockeynationalmannschaft gewann Cécile Silber bei der EM 2019, wurde Dritte in der neugeschaffenen Pro League und schaffte die Olympia-Qualifikation. In ihrem Masterstudiengang "Psychologie: Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft" an der Universität Mannheim belegte die 25-Jährige so viele Kurse wie noch nie und absolvierte ihr Studium in drei anstatt vier Semestern – selbst nach einem Vereinswechsel, seitdem sie von Köln zur Uni nach Mannheim pendeln muss. Aufgrund der Olympia-Verschiebung zog Cécile nun spontan ihre Masterarbeit vor. "Nach mehreren Verletzungen und Rückschlägen war ich Ende 2019 körperlich und mental am Tiefpunkt angelangt. Meine Familie und auch meine Mitspieler haben mich aber so toll unterstützt, sodass ich nie aufgegeben habe."

Jonathan Rommelmann:

Jonathan gewann 2019 mit seinem Ruderpartner in der ersten gemeinsamen Saison EMGold und WM-Bronze im Leichtgewichts-Doppelzweier – gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele. In seinem Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bestand der 25-Jährige das zweite Staatsexamen und ist damit scheinfrei. Seine letzte Klausur schrieb er kurz vor der Abreise ins WM-Trainingslager und nur eine Woche nach dem letzten Worldcup. "Die Vorbereitung für das zweite Staatsexamen sieht einen 100-Tage-Lernplan vor, von denen etwa 60 Tage auf WM und WM-Vorbereitung fielen. Ich habe es dann sportlich gesehen, es doch noch geschafft meinen Rückstand aufzuholen und mein Examen bestanden." 

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Julius Thole:

Gemeinsam mit seinem Partner gewann Julius bei der Beachvolleyball-WM 2019 in Hamburg sensationell Silber und stieß damit in seiner Heimat in die Weltspitze vor. Zudem wurde das Duo Zweiter beim World Tour Final in Rom und sicherte sich so als erstes deutsches Beachvolleyball-Team das Ticket für Tokio. In seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg hat der 23-Jährige alle zentralen Kurse des Grund- und Hauptstudiums absolviert. "Neben den wegen Tokio nochmals erhöhten Wettkampf- und Trainingsbelastungen von bis zu fünfzehn Trainings-, Physio- und Psychologie-Einheiten pro Woche sowie sechs Trainingslagern im Ausland noch Zeit fürs Studium zu finden, ist eine besondere Herausforderung."