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Formel 1: Mick Schumacher, David Schumacher und Sophia Flörsch bald dabei?

F1: Deutsche Zukunftshoffnungen

Mick Schumacher exklusiv: "Formel 1 ist das große Ziel"

Die Formel 1 könnte ab der nächsten Saison ohne deutschen Fahrer stattfinden. Doch wie sieht es in Zukunft aus? Die Hoffnungen ruhen auf drei Youngstern.

RTL steigt Ende dieses Jahres aus, die Formel 1 ist dann nur noch im Pay-TV empfangbar. Sebastian Vettels Zukunft ist nach der Trennung von Ferrari ungewiss - schon befürchten Experten wie der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Danner die Folgen der fast nur beschränkten Empfängnis: "Die Formel 1 droht in Deutschland dadurch in der Versenkung zu verschwinden." Umso wichtiger sei es, Fahrer mit Schwarz-Rot-Gold auf dem Overall zu haben. 

Sebastian Vettel erlebt beim ersten Saisonrennen in Spielberg eine große Enttäuschung. Auf der ersten Station seiner Ferrari-Abschiedstour fährt er von Startplatz elf ins vordere Mittelfeld nach vorne... © Getty Images
... nach einem Dreher fällt Vettel dann zwischenzeitlich ans Ende des Feldes zurück, konnte das Rennen aber zumindest auf Platz zehn und damit in den Punkterängen beenden. © Imago
Nicht nur wegen der schwachen sportlichen Leistung bestimmt der vierfache Weltmeister das Wochenende in Österreich. Vor dem Rennwochenende erklärt Vettel, dass er von Ferrari kein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen hatte. Sein Arbeitgeber hatte die Situation anders dargestellt © Getty Images
Nach dem desolaten Rennen übt er Kritik an seinem Auto: "Es war ganz schwierig, das Auto zu fahren. Ich habe es nicht wieder erkannt." Für diese Aussage kassiert er prompt einen Rüffel von Ralf Schumacher. ©
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Nach dem erneuten Tiefpunkt in Monza stellt sich die Frage: Kommt Vettel bei Ferrari noch einmal aus der Krise? SPORT1 blickt zurück auf die Karriere und den schleichenden Niedergang von Sebastian Vettel © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock
Als Vettel am 17. Juni 2007 sein erstes Formel-1-Rennen in Indianapolis bestreitet, hält er seine Eindrücke mit einem Foto-Apparat fest. Zu seinem ersten Auftritt als Formel-1-Pilot kommt es, weil sich BMW- Sauber-Stammfahrer Robert Kubica beim Rennen zuvor in Montreal bei einem Unfall schwer verletzt © Getty Images
Da sich Kubica schnell erholt und ins Cockpit zurückkehrt, ist der US-Grand-Prix Vettels erster und einziger Einsatz für BMW. Nach drei Rennen Pause wird er vor dem Ungarn-GP von Toro Rosso verpflichtet - dem kleinen Schwester-Team von Red Bull. Vom österreichischen Rennstall wird Vettel schon seit 2004 unterstützt © Getty Images
In Monza 2008 erreicht er den ersten Meilenstein seiner Karriere. Nach der ersten Pole Position, die er mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz feiert,... © Getty Images
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..folgt im italienischen Motorsport-Mekka gleich der erste Sieg. Er ist zum damaligen Zeitpunkt der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten © Getty Images
2009 folgt der Schritt von Toro Rosso zu Red Bull - und in Schanghai der erste Triumph für die "Bullen" © Getty Images
Mit seinem Teamkollegen Mark Webber kommt es schon früh zum Zoff. Beim Türkei-Grand-Prix 2010 will Vettel den in Führung liegenden Australier überholen - und rauscht in dessen Auto hinein © Imago
Nach einer unglaublichen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte und dem Sieg im letzten Rennen in Abu Dhabi wird Vettel zum ersten Mal Weltmeister - mit 23 Jahren und 134 Tagen ist er der jüngste Champion der Geschichte © Getty Images
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Auch sein großes Vorbild Michael Schumacher gratuliert zum Titel © Getty Images
Seine Heimatstadt Heppenheim bereitet dem neuen Weltmeister einen grandiosen Empfang. Knapp 100.000 Leute kommen, um ihn zu feiern © Getty Images
Auch im Jahr 2011 darf sich der Deutsche als Champions feiern lassen. Er steht 17 Mal auf dem Podium und gewinnt dabei elf Rennen. Der dominierende Pilot des Jahres kann sich am Ende vollkommen verdient Weltmeister nennen © Getty Images
Auch 2012 krönt sich Vettel zum besten Fahrer der Formel 1. An Dramatik ist die Saison dabei kaum zu überbieten. Erst im letzten Rennen in Brasilien sichert sich der Red-Bull-Pilot nach einem Dreher zu Rennbeginn und einer Aufholjagd die nötigen sechs Punkte für seinen dritten Titel in Folge © Getty Images
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2013 geht die Erfolgsserie weiter - und das mit Rekordzahlen. 13 Saisonsiege bedeuten die Einstellung eines Rekordes von Michael Schumacher. Zudem sind seine insgesamt 397 Zähler ein neuer Punkterekord – damit hätte Vettel auch die Konstrukteurs-WM allein gewonnen © Getty Images
Nach seinen zuvor vier WM-Titeln läuft es 2014 nicht mehr rund. Mit Daniel Ricciardo als neuem Teamkollegen und seinem lahmenden Boliden kommt Vettel nicht zurecht und wird nur Fünfter in der WM-Wertung. ©
Ricciardo stiehlt dem viermaligen Weltmeister komplett die Show, gewinnt drei Rennen (der Deutsche keines) und wird WM-Dritter. Vettels beste Platzierung bleibt ein 2. Rang in Singapur, nur eines von drei Malen, dass er vor seinem Teamkolegen liegt. Nach einem enttäuschenden letzten Jahr verlässt Vettel Red Bull © Getty Images
Wenig später bestätigt Vettel, was schon länger die Runde macht: seinen Wechsel zu Ferrari. Mit seinem Kumpel Kimi Räikkönen (l.) bildet er das neue Gespann bei den Roten und soll sie zurück zu alten Erfolgen führen © Getty Images
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Und der Beginn ist vielversprechend. Gleich beim ersten Rennen im Ferrari fährt Vettel 2015 in Melbourne auf das Podest. Und es geht gut weiter. Beim zweiten Grand Prix in Malaysia setzt der Deutsche auf eine andere Strategie als die Silberpfeile und rast als Erster über die Ziellinie © Getty Images
Doch den starken Beginn kann Vettel nicht fortsetzen. Er gewinnt zwar noch zwei weitere Rennen, an den Speed der Mercedes kommt der Ferrari-Bolide allerdings nicht heran. Am Ende landet Vettel auf Rang drei der Fahrerwertung, sendet aber eine Kampfansage für das nächste Jahr © Getty Images
Halten kann er diese jedoch nicht. Gleich in den ersten beiden Rennen spielt ihm die Technik seines Ferraris einen Streich, auch Strategiefehler seines Kommandostands machen dem Deutschen das Leben schwer © Getty Images
In Malaysia schießt Vettel Mercedes-Pilot Nico Rosberg beim Überholversuch ab, für den Deutschen ist das Rennen wieder einmal nach nur wenigen Sekunden beendet. Die Entschuldigung folgt später per Telefon © Getty Images
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Auf dem Hockenheimring wähnt Vettel das Rennen bereits eine Runde zu früh als beendet, geht vom Gas und lässt austrudeln. Als zwei überrundete Autos im Renntempo vorbeigehen, merkt Vettel, dass der Lauf noch nicht zu Ende ist und beschleunigt - ein Fehler ohne Folgen. Mehr als Rang vier springt in der WM-Wertung jedoch nicht heraus © Getty Images
2017 ist die Scuderia dann endlich konkurrenzfähig. In der ersten Saisonhälfte führt Vettel die WM-Wertung durchgängig an. Fünf Siege reichen am Ende jedoch nicht zum Titel, auch weil ihn die Technik mehrfach im Stich lässt. Erneut steht Mercedes ganz oben. Doch auch Vettel bleibt nicht fehlerfrei © Getty Images
Der absolute Tiefpunkt der Saison ereignet sich in Baku. Während einer Safety-Car-Phase fährt der in Führung liegende Hamilton aufreizend langsam. Damit rechnet Vettel nicht, beschleunigt und kracht dem Mercedes-Fahrer ins Heck © twitter.com/F1
Danach setzt er sich an Hamiltons Seite und fährt ihm absichtlich in die linke Flanke. Hamiltons Auto nimmt Schaden, ein Boxenstopp für die Reparatur wirft ihn zurück. Vettel kassiert eine Zehn-Sekunden-Strafe. Am Ende wird es Rang vier knapp vor seinem Rivalen © Getty Images
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2018 geht es für Vettel in sein viertes Ferrari-Jahr. Endlich soll der heiß ersehnte Titel nach Maranello geholt werden. Mit zwei Siegen beginnt die Saison dabei auch mehr als nur vielversprechend, doch ausgerechnet beim Heim-GP in Hockenheim patzt Vettel folgenschwer © Getty Images
Bei einsetzendem Regen rutscht der Heppenheimer in Führung liegend wenige Runden vor Schluss ins Kiesbett, muss aussteigen und wirft die 25 Punkte für den Sieg weg. Ab diesem Moment geht es immer mehr bergab © Getty Images
Beim Ferrari-Heimspiel in Monza crasht Vettel in der zweiten Schikane in das Auto von Hamilton, der sogar noch den Führenden Räikkönen überholen kann. Vettel wird am Ende Vierter statt Erster, Hamilton holt sieben Zähler mehr als erwartet © Getty Images
In Singapur kommt es direkt nach dem Start zu einem Crash, in den Vettel, Verstappen und Räikkönen verwickelt sind. Für das Trio ist das Rennen beendet, Hamilton lacht sich als Sieger ins Fäustchen. Der Hauptschuldige ist Vettel, der seine Führungsposition zu vehement verteidigt. Ein Sieg war eigentlich eingeplant... © Getty Images
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Beim Rennen in Austin crasht Vettel in Ricciardo und fällt an das Ende des Feldes zurück. Er wird zwar noch Vierter, hätte mit seinem schnellen Auto aber durchaus gewinnen können. Insgesamt verschenken Vettel und Ferrari 2018 ganze 96 Punkte. Statt Vettel wird Hamilton Weltmeister © Getty Images
Zu Beginn der Saison 2019 bekommt der Deutsche mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen. Die Rangordnung scheint klar. Vierfach-Weltmeister Vettel ist die Nummer eins, der Monegasse muss sich dahinter einreihen. Doch das ändert sich © Getty Images
Nach nur wenigen Rennen ist Ferrari bereits unter Zugzwang. Während die Scuderia die Testfahrten vor der Saison dominiert, zeigt sich Mercedes in den Rennen deutlich stärker. Wieder patzt man am Kommandostand der Roten mehrfach, doch auch Vettel macht sich das Leben schwer © Getty Images
Im zweiten Rennen verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und verliert seinen Frontflügel, in Barcelona verbremst sich der Deutsche und handelt sich einen Bremsplatten ein. Auch die Boxenstopps dauern viel zu lange. Nach nur fünf Rennen ist Lewis Hamilton im Mercedes schon 48 Punkte voraus © Getty Images
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Beim Großen Preis von Kanada dann der nächste Aufreger. Eingangs einer Kurve verliert Vettel das Heck und schießt nach einem Fahrfehler geradewegs in die Wiese und verliert dort jeden Grip © Getty Images
Als er auf die Strecke zurückkommt, muss der direkt hinter ihm fahrende Hamilton blitzschnell reagieren, um eine Kollision zu verhindern. Die Stewards nehmen das Manöver unter die Lupe und belegen Vettel mit einer Fünf-Sekunden-Strafe © Sky
Der Deutsche kommt zwar als Erster im Ziel an, muss den Sieg nach Anwendung der Strafe aber Hamilton überlassen. Demonstrativ stellt der wütende Vettel die Platzierungsschilder um. Für Ex-Teamkollege Ricciardo ein Schlüsselerlebnis in der aktuelln Krise © Getty Images
"Ich will nicht für Sebastian reden, aber ich kann mir vorstellen, dass ihm der entgangene Sieg von Kanada schon zugesetzt hat", meint Ricciardo: "Ohne die Kontroverse von Montreal hätte er dort gewonnen, und alles sähe heute anders aus. Gewiss, wir werden es nie erfahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass alles ein wenig anders gelaufen wäre, hätte Sebastian den Montreal-Sieg behalten können" © Getty Images
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Die ultimative Demütigung erlebt Vettel in Monza. Fünf Jahre lang versucht der Deutsche vergeblich, das italienische Heimspiel zu gewinnen, Teamkollege Leclerc schafft es gleich im ersten Jahr, gewinnt nach Spa bereits sein zweites Rennen in Folge und löst kollektive Jubelstürme bei den Tifosi aus © Getty Images
Vettel begeht gleich zu Beginn des Rennens einen großen Fehler. Er verliert das Heck seines Wagens, dreht sich von der Strecke und übersieht beim Zurückfahren den heranrauschenden Lance Stroll, der sich nach einer Kollision ebenfalls dreht © Getty Images
Vettel fällt auf den letzten Platz zurück, wird bestraft und von Leclerc überrundet. Die internationale Presse ist sich sicher: Das war die Wachablösung bei Ferrari. Nicht mehr Vettel ist die Nummer eins, sondern Leclerc. Seit mehr als einem Jahr wartet der Deutsche auf einen Sieg, in der WM-Wertung steht er nur noch auf Rang fünf und hat 115 Punkte Rückstand auf Hamilton © Getty Images
Beim folgenden Rennen in Singapur betreibt Vettel mit seinem 53. Grand-Prix-Sieg Wiedergutmachung. Nach zwei zweiten Plätzen in Japan und Mexiko beendet er die Saison auf Gesamtplatz fünf - zu wenig, um die vielen Kritiker verstummen zu lassen © Imago
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2020 steht Vettel von Beginn an im Fokus. In seinem letzten Vertragsjahr bei der "Scuderia" muss er Werbung in puncto Vertragsverlängerung Werbung in eigener Sache betreiben © Getty Images
Die Testfahrten in Barcelona lassen jedoch wenig Positives erwarten. Die Leistung der Scuderia sorgt für reichlich Irritationen. Lange Zeit hinken die Italiener weit hinter Mercedes hinterher © Getty Images
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie muss der für den 15. März geplante Start in Melbourne auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mitten in der Phase der Ungewissheit verkündet Vettel dann im Mai seinen Abschied von Ferrari nach der Saison 2020. © Getty Images
Wo und ob überhaupt er in den kommenden Jahren in der in der Formel 1 fahren wird, steht noch nicht fest. Der mittlerweile 33 Jahre alte Vettel muss sich trotz aller Widrigkeiten bei Ferrari mit guten Leistungen für ein lukratives Cockpit empfehlen © Getty Images
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Zumindest privat darf der Eintracht-Frankfurt-Fan positiv in die Zukunft schauen. Mit seiner Ehefrau Hanna hat er drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn © Picture Alliance
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Immerhin: Es gibt drei Nachwuchsfahrer - davon eine Fahrerin -, die beim ersten Formel-1-Rennen der Saison am Sonntag auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg im Rahmen vom Großen Preis von Österreich in ihren Rennserien Vollgas geben müssen, um die Zukunft der Automobilnation Nummer Eins in der Königsklasse des Motorsports zu sichern. (Saisonauftakt der Formel 1 in Spielberg am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

Zwei davon tragen dabei ihren Nachnamen zugleich als Verpflichtung und Last: die Vettern Mick und David Schumacher. Sie werden unterstützt von Sophia Flörsch, die sich tapfer als Frau in einem Sport ihre Sporen verdienen will, der immer noch als Männerdomäne gilt. 

Schumacher startet in zweite Formel-2-Saison

Am weitesten ist Mick (21), der Sohn der Rennlegende Michael. Mick fährt fürs Top-Team Prema im zweiten Jahr der Formel 2, die als direktes Sprungbrett zur Formel 1 gilt. Sein Debütjahr in der obersten Nachwuchsklasse war nicht schlecht, entsprach aber nicht dem Raketenaufstieg, den sein Vater in den 90ern hinlegte. Schumacher jr. gewann zwar ein Sonntagsrennen, profitierte dabei aber von einer umgedrehten Aufstellung des Hauptrennens vom Samstag. Trotzdem ist er der Hoffnungsträger einer ganzen Nation.

Schafft er es in die Königsklasse, könnten die Schumi-Jünger seines Vaters wegen ihm einen neuen Vollgashype in Deutschland auslösen. Schafft er es nicht, ist das Gegenteil der Fall.

Experten wie Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko (77) haben fast schon Mitleid mit Schumi junior ob des Namens, den er wie einen Riesenrucksack voll mit Mühlsteinen mit sich trägt. "Der Druck muss unermesslich sein, den er mit sich trägt," sagt der Guru der Talenterkennung, der unter anderem Sebastian Vettel und Max Verstappen schon in frühen Jahren für tauglich zu Rennsiegen und WM-Titel befunden hat und sie dementsprechend gefördert hat, zu SPORT1: "Eigentlich hätte Mick von Anfang an mit anderem Namen antreten müssen. Aber dafür ist es jetzt zu spät."

Glock setzt auf Mick Schumacher

Entspannter sieht Micks Mutter Corinna die Situation: "Mick macht genau das, was ihm Spaß macht. Er will schauen, wie weit er kommen kann und darum geht es doch am Ende. Und anders bei vielen anderen Söhnen von so genannten Übervätern liebt er seinen Vater und respektiert seine Leistungen. Ich mache mir wegen ihm jedenfalls keine Sorgen." 

Trotzdem: Der Druck könnte größer nicht sein. "Alles hängt davon ab, wie seine Saison in diesem Jahr in der Formel 2 verläuft,“ sagt Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock, der ein glühender Verehrer von Micks Vater war. Glock glaubt bei SPORT1: "Macht Mick jetzt den nächsten Schritt, könnte ich mir gut vorstellen, dass er Ende dieses Jahres schon Freitageinsätze in der Formel 1 bekommt und im nächsten Jahr vielleicht ein Stammcockpit - bei Ferrari-Partner Alfa-Romeo beispielsweise. Für uns Deutsche wäre das natürlich sehr wichtig."

Es ist vollbracht! Mick Schumacher hat seinen ersten Sieg in der Formel 2 gefeiert. Der 20-Jährige gewann am 4. August den 16. Saisonlauf im Unterbau der Königsklasse nach einer souveränen Vorstellung von der Pole Position © Getty Images
Schumacher blieb fehlerlos und sicherte den Sieg letztlich mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Nobuharu Matsushita. Das zuvor beste Ergebnis war dem Sohn von Michael Schumacher Ende Juni in Österreich mit Platz vier nach einer Aufholjagd gelungen © Imago
Zuletzt hatte Schumacher für ein weiteres Highlight gesorgt. Im Weltmeister-Ferrari F2004 seines Vaters drehte Deutschlands Rennsport-Nachwuchshoffnung drei Runden am Hockenheimring. Dabei sorgte er für große Emotionen © Getty Images
"Es war unglaublich, cool. Ich war richtig nostalgisch, in diesem Auto zu sitzen", sagte der 20-Jährige nach der Showeinlage. "Ich hoffe, dass ich in der Formel 1 hier oder irgendwo anders in Deutschland noch fahren kann" © Getty Images
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In der vergangenen Saison fuhr der 20-Jährige in der Formel 3 diverse Siege ein und schnappte sich am Ende die Meisterschaft © SPORT1-Grafik: Heinemann/ Knigge/ Getty Images/ Picture Alliance
Im Anschluss verkündete sein Prema-Racing-Team, dass Schumacher 2019/20 in der Formel 2 startet. SPORT1 zeigt die Karriere des Senkrechtstarters in Bildern © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images/iStock
Bevor der Schumi-Spross im professionellen Motorsport seinen Platz findet, sorgt er auf der Kartbahn für Furore. Um Medien-Trubel zu vermeiden, tritt er aber nicht unter seinem echten Namen an, sondern fährt unter dem Pseudonym "Mick Betsch" - dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna © imago
2013 belegt er bei der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft den dritten Platz. Im Jahr darauf fährt er unter dem Namen "Mick Junior" bei internationalen Meisterschaften. Bei EM und WM wird er jeweils Zweiter © imago
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2015 erscheint der damals 16-Jährige erstmals auf der ganz großen Bildfläche. Mit dem Namenszug "M. Schumacher" auf dem Overall startet er für Van Amersfoort Racing in der ADAC Formel 4 © Getty Images
Bei seinem ersten Rennen in Oschersleben kommt er als Neunter ins Ziel und sammelt direkt die ersten Punkte. Nach dem Rennen wird er als Bester Rookie ausgezeichnet. Im dritten Rennen des Wochenendes gelingt Schumacher vom zweiten Platz startend direkt der erste Sieg © Getty Images
Anfang 2016 wechselt Mick Schumacher zum Prema Powerteam. In Misano gewinnt er die ersten beiden Saisonrennen in der italienischen Formel 4. Es folgen weitere Siege. Mit 16 Punkten Rückstand wird er in der Meisterschaft Zweiter hinter Marcos Siebert © Getty Images
In der deutschen Formel-4-Serie darf sich Schumacher über Siege freuen. Ganze fünf Mal steht er am Ende ganz oben. Auch in dieser Meisterschaft steht Rang zwei in der Gesamtwertung © Getty Images
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2016/17 sieht man Schumacher in einer weiteren Serie siegen. In der MRF Challenge Formel 2000 bestreitet er erstmalig die gesamte Saison. In Bahrain gewinnt er zwei von vier Rennen. Nach Rang drei in der Endabrechnung wechselt er innerhalb des Teams in die Formel 3 - im legendären Benetton seines Vaters macht er auch eine gute Figur © Getty Images
In seiner ersten Saison läuft es jedoch noch nicht wie gewünscht. Ein dritter Platz in Monza ist sein einziger Podestplatz der Saison. Anders als seine Teamkollegen, die dank Siegen am Ende auf den Plätzen drei und vier landen, muss sich Schumacher mit Platz zwölf begnügen. Helfen die Tipps von Kimi Räikkönen? © Getty Images
2018 läutet Schumacher seine zweite Saison in der Formel 3 ein. Mit Prema Theodore Racing gewinnt er in Spa sein erstes Rennen in dieser Serie. Nach weiteren Erfolgen gelingt es ihm, auf dem Nürburgring alle drei Umläufe für sich zu entscheiden. Sein Bekanntheitsgrad steigt - Dirk Nowitzki lädt ihn zu seinem Charity-Fußballspiel ein © Getty Images
Während er zwei Rennwochenenden vor Saisonende noch auf Rang zwei liegt, dreht er in Spielberg auf und übernimmt die Führung von Daniel Ticktum. Weil er diese bis zum Schluss nicht mehr hergibt, gewinnt er den ersten Meistertitel im professionellen Rennsport. Mama Corinna ist mächtig stolz © imago
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Nach dem letzten Rennen verkündet das Prema Powerteam, dass Schumacher in der kommenden Saison in der nächsthöheren Formel 2 an den Start gehen wird. Damit bleibt er seinem Team auch weiterhin erhalten © Getty Images
Neben seinem Engagement in der Formel 2 wird Schumacher in der "Ferrari Academy" als Simulatorpilot anheuern und zudem ausgewählte Testfahrten absolvieren. Der erste Schritt in die Königsklasse © Getty Images
Bei seinem Debüt in der Formel 2 sammelte er erste gute Erfahrungen. Schumacher fährt auf die Plätze acht und sechs, am Sonntag steht er in seinem zweiten Rennen sogar auf der Pole Position. Große Fehler leistet er sich nicht, die fehlende Erfahrung im 620-PS-starken Boliden macht sich aber bemerkbar © Getty Images
Am 02. April 2019 steigt Mick Schumacher erstmals in einen Ferrari. Um 9.10 Uhr Ortszeit dreht Schumacher in Bahrain seine erste offizielle Runde in einem Formel-1-Boliden © Getty Images
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Fokussierter Blick: Schumacher legt los - zwölf Jahre und vier Monate nach dem letzten Rennen seines Vaters Michael. Das Medieninteresse ist sehr groß. Schumacher gehört seit Mitte Januar zur Ferrari Driver Academy © Getty Images
Schumacher fährt im Cockpit des Ferrari SF90, dem Dienstwagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Eine Gratulation zum Debüt in der Königsklasse schickt Ferraris Rivale Mercedes. "Das ist ziemlich cool", schreibt das Weltmeisterteam bei Twitter: "Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen" © Getty Images
Schumacher absolviert bei seiner Premiere 56 Runden. In der Tageswertung landet er sogar auf den zweiten Platz. Der Auftritt bei den Testfahrten in Bahrain sei "ein Werbespot für die Zukunft" gewesen, schreibt die "Gazzetta dello Sport", der Deutsche sei als "Symbol und Hoffnungsträger" auf die Strecke gegangen © Getty Images
Einen Tag später sitzt er für Alfa Romeo am Steuer. Alfa Romeo, das frühere Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen. Schumacher verkauft sich erneut teuer und fährt die sechstschnellste Zeit © Getty Images
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Gemeinsam mit Dirk Nowitzki organisiert er erneut das Benefizspiel "Champions for Charity". Die Nowitzki All Stars unterliegen Schumacher & Friends in Leverkusen mit 5:7 (3:4), Schumacher trifft einmal © Getty Images
Am 27. Juli darf Schumacher dann erneut im Formel-1-Boliden sitzen. In Hockenheim fährt er im Ferrari seines Vaters Michael. Er genießt das kurze Erlebnis in vollen Zügen: "Den Motor zu spüren, die Vibration – da war so viel Energie" © Getty Images
Am 4. August folgt der Premierensieg in der Formel 2 am Hungaroring. In der Gesamtwertung klettert Schumacher mit nun 45 Zählern auf den elften Platz und bestätigt seine derzeit gute Form © Imago
Nach einer zuvor sieben Rennen währenden Durststrecke fährt der Prema-Rookie in vier der vergangenen fünf Rennen Punkte ein. Das Ziel ist klar: Die Formel 1. "Ob es schon nächstes Jahr klappt oder in zwei oder drei Jahren - wenn es soweit ist, will ich auf jeden Fall bereit sein." © Getty Images
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Mick Schumacher selbst ist sich durchaus bewusst, wie wichtig diese Saison im Premat-Team sein wird. Ruhig, ohne dass ihm der Stress und Druck anzusehen ist, konstatiert er: "Im zweiten Jahr in der F2 wird es für mich vor allem darum gehen, Fehler zu begrenzen, unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden und Risiken besser zu kalkulieren. Ich weiß, dass dieses Jahr ein bedeutendes Jahr für meine Entwicklung und meinen Fortschritt ist. Ich bin bereit und gut aufgestellt."

Ralf Schumacher will Sohn David schützen

Fest steht: Gewinnt er weitere Rennen und fährt um den Titel, wird ihm sein Name helfen, ein Cockpit zu bekommen. "Ist er gut, führt für ihn kein Weg an der Formel 1 vorbei," ist Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone überzeugt, "dann muss und wird Ferrari ihn zwei Jahre ins Partnerteam von Alfa stecken und dann in den Ferrari."

Etwas ruhiger aber ebenso ambitioniert geht Micks Cousin David Schumacher (19) seine Saison in der Formel 3 ein. "Die erste Saison ist zum Lernen da," sagt sein Vater Ralf und nimmt zugleich den Druck. Fakt ist: Schumi II tritt im Moment mehr auf die Bremse anstatt zu viel Vollgas zu geben. Denn: Ralf Schumacher weiß genau, was es heißt, ein Megatalent zu sein und nur ob der späteren Geburt ewig im Schatten eines sehr nahen Verwandten zu stehen.

Es ist nicht immer einfach, der „Sohn von“ zu sein. Es gibt viele Fälle, da stehen die Söhne ihre ganze Karriere lang im riesigen Schatten des Vaters und schaffen es nicht herauszutreten. Es gibt aber auch Fälle, da hat der Nachwuchs den Papa überholt © Getty Images
Die Schumachers läuten gerade eine neue Ära ein: Mick fährt im zweiten Jahr Formel 2, sein Cousin David will in der Formel 3 durchstarten. SPORT1 blickt auf einige Vater/Sohn-Auftritte in der Formel 1 © SPORT1-Montage: Getty Images
GRAHAM UND DAMON HILL: Fangen wir mit den Champions an. Nach dem Motto: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Denn es gab nur zwei Fälle, bei denen der Titel in der Familie blieb. Graham Hill holte sich die Titel 1962 und 1968. Er setzte aber auch andere Maßstäbe: Als bislang einziger Fahrer gewann er die Triple Crown aus Indy 500, GP von Monaco und den 24 Stunden von Le Mans © Getty Images
Damon feierte seinen Titel wiederum 1996. Wir erinnern uns da aber an einen gewissen Michael Schumacher, mit dem Hill eine bittere Rivalität verband. Für den Briten war mehr drin: 1994 und 1995 wurde er hinter Schumi jeweils Vizeweltmeister. 22 Siege fuhr Damon ein, Papa Graham "nur" 14 © Getty Images
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KEKE UND NICO ROSBERG: Keke Rosberg schaffte 1982 Ungewöhnliches: Ein einziger Sieg reichte ihm zum WM-Titel. Und das für den Rennstall, bei dem später auch die Formel-1-Karriere des Sohnes begann: Williams © Getty Images
Der Vater förderte die Karriere des Filius, zumindest anfangs. Später wurde es schwierig zwischen den beiden, Keke war nur noch selten an der Rennstrecke © Getty Images
Mit einer Ausnahme: Beim Abu-Dhabi-Rennen, dem letzten der Saison 2016, feierte Keke mit Nico dessen WM-Titel mit Mercedes. "Ich bewundere ihn für seine mentale Stärke und Hingabe", lobte Keke damals. Nico beendete nach dem größten Erfolg seiner Karriere trotzdem seine Laufbahn © Getty Images
GILLES UND JACQUES VILLENEUVE: Gilles Villeneuve wird in seiner Heimat Kanada und auch in Italien verehrt. Er gilt, auch wegen seiner spektakulären Fahrweise, als einer der berühmtesten Fahrer, die trotz ihrer Klasse nie Weltmeister wurden. Der langjährige Ferrari-Fahrer starb am 8. Mai 1982 nach einem Unfall im Training zum Großen Preis von Belgien © Imago
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Sohn Jacques schaffte das, was seinem Vater verwehrt blieb: Er gewann 1997 im Williams den WM-Titel. Villeneuve Junior fiel zwar durch extravagantes Aussehen wie durch diverse Haarfarben und ein loses Mundwerk auf, an den Heldenstatus seines Vaters reicht er aber nicht heran. In 163 Rennen feierte er elf Siege, sein Vater nur deren sechs © Getty Images
HANS UND HANS-JOACHIM STUCK: Hans Stuck ging vor allem als "Bergkönig" in die Motorsportgeschichte ein. In den letzten Zügen seiner Karriere, mit Anfang 50, nahm er in den Anfangsjahren der Formel 1 1952 und 1953 an drei Rennen teil. Platz 14 war dabei das beste Resultat © Imago
Sohn Hans-Joachim brachte es zwischen 1974 und 1979 für March, Brabham, Shadow und ATS auf 74 Rennen in der Königsklasse und zwei Podestränge. Seine größten Erfolge feierte er aber im Tourenwagen als DTM-Champion 1990 oder mit Gesamtsiegen bei den 24-Stunden-Klassikern von Le Mans und am Nürburgring © Getty Images
MANFRED UND MARKUS WINKELHOCK: Der Vater fuhr zwischen 1982 und 1985 insgesamt 47 Rennen in der Formel 1, hatte in einem ATS, Brabham oder RAM sportlich aber wenige Aussichten auf Erfolg. 1982 bescherte ihm ein fünfter Platz beim Rennen in Brasilien seine einzigen beiden WM-Punkte. Er kam 1985 bei einem Sportwagen-Rennen ums Leben, er war mit 230 km/h gegen eine Betonmauer gefahren und erlag seinen schweren Kopfverletzungen © Getty Images
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Sein Sohn Markus fuhr nur ein einziges Rennen, 2007 als Ersatz für den bei Spyker entlassenen Christijan Albers. Aber was für eines: Dank eines Reifenpokers übernahm er im Regen kurz nach dem Start die Führung und sammelte ein paar Runden lang Führungskilometer. Später wurde er aber durchgereicht und am Ende schied er mit technischen Problemen aus. Es blieb bei diesem einen Rennen © Getty Images
JACK SOWIE DAVID UND GARY BRABHAM: Der 2014 verstorbene Sir Jack Brabham prägte die Formel 1 immerhin 15 Jahre lang, fuhr von 1955 bis 1970 insgesamt 126 Rennen. Dabei feierte er 14 Siege und mit Cooper 1959 und 1960 zwei Titel sowie 1966 mit seinem eigenen Team und einem selbst konstruierten Boliden einen weiteren. "Black Jack" verstarb 2014 im Alter von 88 Jahren © Getty Images
Er schickte gleich zwei Söhne in die Formel 1, allerdings mit bescheidendem Erfolg. Gary versuchte 1990 zweimal vergeblich, sich für ein Rennen zu qualifizieren. Bruder David war im Sportwagen sehr erfolgreich, gewann 2009 in Le Mans. In der Formel 1 verlief es weniger spektakulär: 1990 und 1994 ging er insgesamt 24 Mal an den Start © Getty Images
MARIO UND MICHAEL ANDRETTI: Papa Mario gewann 1969 das legendäre Indy 500 und 1984 die Indy-Car-Serie. Auch in Europa war er schnell unterwegs: Zwischen 1968 und 1982 fuhr er 128 Rennen in der Formel 1, feierte dabei zwölf Siege und 1978 im Lotus den WM-Titel. © Getty Images
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Was auch zu Mario gehört: Der "Andretti-Fluch", denn seit 1969 hat nach Marios Erfolg kein Andretti mehr beim Indy gewonnen, auch wenn es seine beiden Söhne Michael und Jeff, sein Neffe John sowie sein Enkel Marco Andretti oft genug probiert haben © Getty Images
Michael schaffte es nach seinem Vater ebenfalls in die Formel 1, hatte dabei aber kein Glück. Diverse Umstände führten dazu, dass er sein Talent nicht zeigen konnte. 1993 hatte er bei McLaren den großen Ayrton Senna als Teamkollegen und keine Chance: Nach 13 Rennen und mageren sieben Punkten wurde er durch Mika Häkkinen ersetzt © Getty Images
NELSON UND NELSINHO PIQUET: Nelson war nicht der Liebling der Massen, als er zwischen 1978 und 1991 insgesamt 204 Rennen absolvierte. Dreimal wurde er Weltmeister (1981, 1983 und 1987), er war extrovertiert und provozierte gerne. © Getty Images
In Erinnerung bleiben deshalb vor allem die offen ausgetragenen Rivalitäten mit Nigel Mansell und Ayrton Senna sowie seine Abneigung gegen Stadtkurse. Seine Karriere beendete 1991 bei Benetton ein gewisser Michael Schumacher © Getty Images
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Nelsinhos Zeit in der Königsklasse war weniger rühmlich. Mit ihm wird man für immer den so genannten Singapur-Skandal in Verbindung bringen. 2008 war das, als der junge Piquet in eine Mauer fuhr, um eine Gelbphase zu provozieren, worauf Renault-Stallgefährte Fernando Alonso gewann. 2015 wurde er immerhin Formel-E-Champion © Getty Images
JOS UND MAX VERSTAPPEN: Hier haben wir ein Beispiel, dass der Sohn erfolgreicher sein kann. Papa Jos fuhr von 1994 bis 2003 in der Formel 1, kam immerhin auf 107 Rennen. Er feierte 1994 als Teamkollege von Michael Schumacher bei Benetton immerhin zwei Podestränge. Mehr war aber nicht drin. Doch vom WM-Titel darf er trotzdem träumen © Getty Images
Denn sein Sohn Max gilt als kommender Weltmeister, war 2015 im Alter von nur 17 Jahren der jüngste Fahrer in der Formel-1-Geschichte und arbeitete sich in Rekordzeit von Toro Rosso zu Red Bull hoch. Mit gerade einmal 22 Jahren hat er 102 und damit nur fünf Rennen weniger als sein Vater absolviert, feierte dafür bereits acht Rennsiege. Der Titel ist bei ihm aber tatsächlich nur eine Frage der Zeit © Getty Images
RALF UND DAVID SCHUMACHER: Als rund fünf Jahre jüngerer Bruder von Michael stand Ralf immer ein bisschen im Schatten des siebenmaligen Weltmeisters. © Getty Images
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Was nicht bedeutet, dass Ralf nicht erfolgreich gewesen ist: In 180 Rennen feierte er zwischen 1997 und 2007 sechs Siege und 27 Podestplätze, zwei vierte WM-Plätze waren seine besten Ergebnisse. Auch er hat sein Talent seinem Sohn offenbar in die Wiege gelegt © Getty Images
Denn Sohn David wird 2020 in die Formel 3 aufsteigen. Da die im Rahmenprogramm der Formel 1 fährt, kann der 18-Jährige im Dunstkreis der Königsklasse sein Können zeigen. Netter Nebeneffekt: Dort trifft er auch auf seinen Cousin Mick, der ebenfalls im Rahmenprogramm unterwegs ist. Davids Empfehlungen: 2018 wurde er Rookie-Champion in der Formel 4, 2019 Vierter in der Formula Regional European Championship © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Imago/iStock
MICHAEL UND MICK SCHUMACHER: Zum Vater muss man gar nicht viel sagen. Legende, Ikone, Vorbild, vor allem für den Sohn: Michael Schumacher ist mit sieben Titeln und 91 Siegen der erfolgreichste Formel-1-Fahrer der Geschichte. Auch wenn Lewis Hamilton ihn bald einholen könnte – für viele Fans bleibt Schumi der Größte. Für Mick sowieso © Getty Images
Für den 20-Jährigen war früh klar, dass er seinem Vater folgen will. Er ist auf dem besten Weg, wurde Formel-3-Champion, geht 2020 mit Prema in sein zweites Formel-2-Jahr und ist Ferrari-Junior. Mick muss nach einem durchwachsenen Debütjahr jetzt den nächsten Schritt machen, auch wenn der Druck und die Erwartungen steigen. Wenn jemand weiß, wie schwer es manchmal ist, der "Sohn von" zu sein, dann Mick. Das große Ziel bleibt trotzdem die Königsklasse © Getty Images

Diese Erfahrung wendet er jetzt bei seinem Sohn an. Soll heißen: In der Öffentlichkeit so wenig wie möglich auf die familiäre Herkunft hinweisen und vermeiden, mit Cousin oder Überonkel verglichen zu werden.

Christian Danner ist jedenfalls auch von den Fähigkeiten des zweiten Schumachers überzeugt: "David ist sehr talentiert und im Kopf extrem aufgeräumt. Zudem wird er sehr gut von seinem Vater geleitet. Es würde mich nicht wundern, wenn auch er in der Formel 1 landet."

Flörsch-Image von Unfall geprägt

Davon kann Sophia Flörsch (19) im Moment nur träumen. Sie fährt zwar in der gleichen Klasse wie David Schumacher, aber ihre Voraussetzungen sind ganz andere. Die Münchnerin muss gleich drei Hindernisse überwinden.

Flörsch kämpft sich konzentriert auf den dritten Platz

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Sie ist eine hübsche junge Frau, die sich immer wieder fragen lassen muss, warum sie sich das antut. Sie muss ihren YouTube-Superstar-Status überwinden, den sie bei einem Horrorunfall in Macao 2018 erworben hat, als sie einen freien Flug mit Aufprall in einem Kameraturm überlebte

Drittens: Sie fährt bei Campos in einem Team, mit dem laut Prognosen kein Blumentopf zu gewinnen ist. Sie trotzt aber tapfer all den Widerständen: "Ich muss versuchen, nicht unterzugehen und mich noch mehr zu beweisen."