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NFL: Netflix produziert Serie über High-School-Zeit von Colin Kaepernick

Kaepernick bekommt Netflix-Serie

Colin Kaepernick geriet in den vergangenen Jahren leider nicht durch sportliche Leistungen in die Schlagzeilen © Getty Images

Netflix wird sich in einer neuen Serie dem Football-Star Colin Kaerpernick widmen. Das kündigte das US-amerikanische Medienunternehmen am Montag an.

Colin Kaepernick bekommt seine eigene Netflix-Serie. Das gab das US-amerikanische Medienunternehmen am Montag bekannt.

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Demnach wird sich Produzentin Ava DuVernay in einer sechsteiligen Dokumentation vor allem der High-School-Zeit des Football-Stars widmen. Die Serie soll den Namen "Colin In Black & White" erhalten.

"Die Serie liefert introspektive Eindrücke aus Kaepernicks frühem Leben, wie er als schwarzes Kind in einer weißen Adoptivfamilie aufgewachsen ist und wie er seine Identität gefunden hat, indem er unter anderem ein großartiger Quarterback geworden ist", heißt es in der Synopsis.

In der Produktion soll auch thematisiert werden, wie er sich zu einem Aktivisten entwickelt hat.

Kaepernick lässt MLB-Chance für NFL liegen

Kaepernick ist Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters. Er besuchte die John H. Pitman High School in Turlock. Obwohl er 2009 im MLB-Draft gezogen worden war, konzentrierte er sich danach auf Football.

2011 wählten ihn die San Francisco 49ers in der 2. Runde des Drafts. Dort spielte er fünf Jahre als Spielmacher, ehe er 2016 keinen neuen Vertrag erhielt.

Mit Colin Kaepernick rückt mit der Black-Lives-Matter-Bewegung derjenige in den Vordergrund, der wohl als erster auf großer Bühne auf Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA aufmerksam machte © Getty Images
Inmitten der angespannten politischen Lage im Land überkam nun sogar US-Präsident Donald Trump ein überraschender Sinneswandel. Er plädiert für ein Comeback von Kaepernick in der NFL. "Wenn er es verdient, sollte er, falls er die Spielfähigkeit hat", sagte Trump in einem Gespräch mit einem Journalisten der Sinclair-Mediengruppe © Imago
Der 74-Jährige ist mitunter dafür verantwortlich, dass Kaepernick seit 2016 ohne Job ist, nachdem dieser bei der US-Hymne aus Protest für Gleichheit auf die Knie gegangen war. Trump hatte dies mehrfach scharf kritisiert und sich daran abgearbeitet, sodass Kaepernick bis heute kein Team gefunden hat, dass ihn anstellen wollte © Getty Images
Auch NFL-Commissioner Roger Goodell sprach sich für ein Comeback von Kaepernick aus. Er rief dazu auf, ihn unter Vertrag zu nehmen: "Ich begrüße das und unterstütze einen Klub, der diese Entscheidung trifft, und ermutige dazu, dies zu tun." © Getty Images
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Nachdem nun sowohl der Commissioner als auch der Präsident mehr oder weniger den Daumen gehoben haben - bekommt Kaep nun endlich eine neue Chance in der NFL? © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/iStock
Immer unter der Voraussetzung, dass Kaep zumindest ansatzweise sein altes Niveau erreichen kann, denn er hat seit dreieinhalb Jahren kein NFL-Spiel mehr bestritten: Wo ist Platz für ihn und wo würde er aktuell sportlich am besten hinpassen? SPORT1 analysiert seine möglichen Optionen © Imago
DETROIT LIONS: Könnte Kaepernik der neue Backup für den verletzungsanfälligen Matthew Stafford werden? Die neue Lions-Besitzerin Sheila Ford Hamp sagte in einer Reporterrunde, sie würde die Verpflichtung des ehemaligen 49ers "unterstützen", falls "die Trainer und der General Manager denken, es sei eine gute Idee" © Imago
Erst im März statteten die Lions jedoch Chase Daniel mit einem Drei-Jahres-Vertrag aus. Der 33-Jährige gilt als erster Stellvertreter von Stafford. Zuletzt war der 33-Jährige die Nummer 2 bei den Chicago Bears hinter Mitchell Trubisky © Imago
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BALTIMORE RAVENS: Die Ravens haben in Lamar Jackson den neuen Shooting Star der NFL, die Offense ist klar auf Laufspiel mit einem athletischen und mobilen Quarterback ausgelegt. Für die Ideen von Offensive Coordinator Greg Roman ist Kaepernick gewissermaßen der Prototyp © Getty Images
Roman coachte Kaepernick in dessen Blütezeit bei den San Francisco 49ers, als das Team in der Saison 2012 erstmals seit den 90er Jahren wieder den Super Bowl erreichte - und dort ausgerechnet gegen die Ravens verlor. Ob Kaepernick neben Robert Griffin III. als weiterer Backup für Jackson Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt © Getty Images
BUFFALO BILLS: Auch Josh Allen ist ein großer, durchaus mobiler Quarterback mit starkem Arm, aber noch mit Genauigkeitsschwächen. Als Backup passt Kaepernick, der bei den 49ers die Read-Option salonfähig machte, perfekt ins Bills-System, das viel auf Option-Spielzügen basiert © Getty Images
Das noch bessere Argument ist allerdings das Quarterback-Personal hinter Allen. Mit Matt Barkley steht ein Backup parat, der keine allzu große Hoffnung macht. Ähnliches gilt für Davis Webb und Rookie Jake Fromm. Mit Kaepernick hätten die Bills einen verlässlichen Mann hinter Allen © Getty Images
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ARIZONA CARDINALS: Das System von Headcoach Kliff Kingsbury könnte zu Kaepernick passen, der am College in Nevada einst eine "Air-Raid"-Variante spielte. Die Reads für den Spielmacher sind nicht zu kompliziert (immer eine Schwäche Kaepernicks) © Getty Images
Kyler Murray ist der Starter, "Kap" wäre aber nicht nur eine gute Absicherung, da er Murray vom Stil her ähnelt, sondern auch ein guter Mentor für den Youngster - beide haben eine Baseball-Vergangenheit © Getty Images
NEW ENGLAND PATRIOTS: Würde ausgerechnet Trump-Unterstützer Robert Kraft (r.) Kaepernick verpflichten? Vielleicht gerade deshalb! Gerade auch angesichts der Diskussion würde man den zahlreichen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen © Getty Images
Superstar Tom Brady ist weg, einen Quarterback haben die Patriots weder in der Free Agency noch im Draft geholt. Anstelle von "No Name" Jared Stidham, der in der NFL bislang nur als Rookie zu drei Mini-Einsätzen kam, oder zumindest als Alternative, wäre Kaepernick für die erfolgsverwöhnten Pats eine Variante © Getty Images
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CAROLINA PANTHERS: David Tepper ist wohl der modernste Eigner der NFL, er gab Kaepernicks Kumpel Eric Reid (l.) schon einen Job, als diesen ebenfalls niemand wollte. Ohnehin hat das Team den ganz großen Umbruch gestartet und mit Matt Rhule einen Rookie-Headcoach verpflichtet © Getty Images
Cam Newtons Zeit in Carolina ist seit März vorbei. Die neue Nummer 1 ist mit Sicherheit Neuzugang Teddy Bridgewater, doch hinter ihm ist mit den Backups Will Grier und P.J. Walker viel Raum zu sein für Verbesserungen. Insofern wäre Kaepernick mit seinen 32 Jahren eine sinnvolle Ergänzung © Getty Images
SEATTLE SEAHAWKS: Pete Carroll ist alles, aber kein gewöhnlicher Head Coach. Schon vor zwei Jahren war Seattle an Kaepernick interessiert. Meinungen oder nicht-sportliche Faktoren interessieren Carroll nicht. Wenn er meint, Kaepernick könnte helfen, würde er es machen © Getty Images
Zudem wäre er vom Stil ein guter Backup für MVP-Kandidat Russell Wilson. Mike Solari war einst O-Line-Coach in San Francisco und hält diesen Posten jetzt in Seattle - das Insiderwissen ist also vorhanden © Getty Images
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LOS ANGELES CHARGERS: Nach 15 Jahren verließ Philip Rivers die Chargers in Richtung Indianapolis. Ob Tyrod Taylor die Lücke schließen kann, steht in den Sternen. Als Taylors Backup steht Rookie Justin Herbert bereit. Da könnte Kaepernick ordentlich Stabilität reinbringen! © Getty Images
Zudem liefert Chargers-Headcoach Anthony Lynn höchstpersönlich den Hinweis auf eine mögliche Verpflichtung: "Er ist auf unserer Liste für Probetrainings", sagte er in einer Videokonferenz mit mehreren US-Medien, "er passt zu dem Typ Quarterback, den wir uns wünschen" © Getty Images

Grund dafür war sein Protest gegen Rassendiskriminierung in den USA, woraufhin Präsident Donald Trump dafür sorgte, dass Kaepernick bis heute kein neues Team gefunden hat.

Der 32-Jährige hält sich aber fit und arbeitet weiter auf ein Comeback in der NFL hin, was selbst Trump inzwischen begrüßen würde.