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Cam Newton nur Ersatz für Jarrett Stidham? Wie er den Patriots helfen kann

Kann Newton den Patriots helfen?

Cam Newton unterschreibt bei den New England Patriots © Getty Images

Cam Newton unterschreibt bei den New England Patriots. Der Einjahres-Deal ist für die Franchise kein allzu großes Risiko. Doch was bringt der MVP von 2015 sportlich mit?

Es schien so, als ob kein Team mehr an den MVP von 2015 glaubte. Doch in den New England Patriots findet Cam Newton mit 31 Jahren nun doch noch eine Mannschaft für die kommende Saison. Seit März befand sich der Quarterback auf der Suche nach einem neuen Team, nachdem sein Vertrag bei den Carolina Panthers ausgelaufen war.

Nun unterschreibt er einen Einjahresvertrag bei New England. Der Deal sorgt für einen Paukenschlag. Doch was kann der extrovertierte Showman den Patriots sportlich mitgeben?

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Bis zu 7,5 Millionen Gehalt kann der Nummer-eins-Pick von 2011 ESPN-Informationen zufolge kommende Spielzeit einstreichen. Das klingt nach viel Geld für jemanden, der seine große Zeit wohl hinter sich hat. Die Zahlungen sind jedoch leistungsbezogen. Sollte Newton also nicht spielen oder - wie so oft in den vergangenen Jahren - aufgrund von Verletzungen nicht topfit sein, wäre das für die "Pats" kein finanzielles Fiasko.

Newton nur Stidham-Ersatz?

Diese leistungsbezogene Einigung macht es umso fraglicher, ob Newton überhaupt als Nummer eins in die kommende Saison gehen wird. Zuletzt deutete alles darauf hin, dass Patriots-Coach Bill Belichick auf den jungen Jarrett Stidham setzen wird. Der 23-Jährige kommt mit großen Referenzen aus dem College.

Kurios: Genau wie sein neuer interner Konkurrent reifte er in der Talentschmiede der Auburn-University. Für Stidham reichte es vergangene Saison nur zu drei Einsätzen hinter Brady. Ihn als Nummer eins festzulegen, wäre ein Risiko.

Nach der Landung der Carolina Panthers in San Francisco gibt es nur ein Thema: Cam Newton´s Hose. Denn die Reise nach San Francisco tritt Newton in einer Versace-Hose mit Zebramuster an, prompt liefen die Social-Media-Kanäle heiß. SPORT1 zeigt noch mehr modische Highlights von Cam © AP
Ein Markenzeichen von Newton sind seine Kopfhörer. Zum Aufwärmen vor dem Spiel oder auf Reisen hat er immer ein speziel für ihn farblich abgestimmtes Modell auf dem Kopf © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton
Hier ein sehr schönes Model in Pink, das er im Vorfeld der NFL-Spiele gegen Brustkrebs trägt © AP
Ein weiteres Markenzeichen ist das Handtuch, das sich Newton während der Pausen über den Kopf zieht © Getty Images
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Diesen Style hat er inzwischen auch in sein privates Outfit übernommen © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton
Newton kann aber auch anders. Der Panther hat Modelmaße und sieht im maßgeschneiderten Anzug aus wie frisch vom Fotoshooting © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton
Sogar die Bibermütze nimmt man ihm nicht übel © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton
Jens und Sweatshirt sind aber auch o.k. Man beachte den Rolls Royce im Hintergrund © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton
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Aber ein Thema liegt Newton besonders am Herzen. Schuhe! Es gibt wohl kaum einen Spieler in der NFL, der so auffällige Schuhe trägt Hier nur mal eine kleine Auswahl © Getty Images
Und auf PK´s gehen die Linsen der Fotografen nach unten, um den neuesten Schuhtrend von Newton präsentiert zu bekommen © https://www.instagram.com/p/9CqRT5kTIs/?taken-by=cameron1newton

Dieses Risiko könnte die Verpflichtung von Newton verringern. Denn sollte Stidham mit der Starterrolle überfordert sein, könnte Newton als erfahrener NFL-Leader das Ruder übernehmen. 

Belichick muss seine Offense anpassen

Ob der Superstar jedoch für das Team aus Boston starten wird, hängt vermutlich auch davon ab, inwieweit Belichick bereit ist, sein Offensiv-System nach dem Weggang von Superstar Tom Brady zu erneuern. Denn sportlich gesehen verkörpert Newton einen ganz anderen Typ Quarterback als der dreimalige MVP, der bei den Tampa Bay Buccaneers anheuerte.

Er ist einer der besten Rushing-Quarterbacks der vergangenen Jahre. Sein Spiel: Risikoreich, dynamisch, athletisch. Seine Schwäche ist eindeutig der Wurf. Das altbewährte schnelle Passspiel aus der Pocket, womit Brady die Patriots zu sechs Meistertiteln führte, ist mit Newton nicht umsetzbar.

Superstar Gronkowski zu Brady nach Tampa, einige Steals im Draft und so manche Franchise sorgt nur für Kopfschütteln - wie stark sind die NFL-Team jetzt, da der Kader nach der Talentziehung schon fast fertig ist? SPORT1 macht das Powerranking © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
PLATZ 32 - JACKSONVILLE JAGUARS: Nick Foles, Calais Campbel, AJ Bouye, Marqise Lee - die Jaguars machten vor allem durch prominente Abgänge auf sich aufmerksam. Für 2021 beträgt der Cap Space 100 Mio. Dollar. Aktuell sieht es aber mau aus, auch wenn im Draft mit C.J. Henderson (Cornerback) und K'Lavon Chaisson (Pass Rush) zwei exzellente Verteidiger kamen © Getty Images
PLATZ 31 - NEW YORK GIANTS: Mit James Bradberry (Corner) und Blake Martinez (Linebacker) kamen zwei Verstärkungen, die sofort helfen dürften. Von diversen Löchern im Kader wurde im Draft gerade mit dem 4. Pick Andrew Thomas (Offensive Tackle) eines geschlossen, in Defense und Offense bleiben aber noch einige Fragezeichen © Getty Images
PLATZ 30 - NEW YORK JETS: Draft-Steal Mekhi Becton (11. Pick, Offensive Tackle) sollte helfen, das trotz Superstar Le'Veon Bell miese Laufspiel (Platz 31 letzte Saison) zu verbessern und endlich mal Quarterback Sam Darnold Bild) beschützen (51 Sacks). Statt eines Top-Receiver kam deshalb erst in der 2. Runde Speedster Denzel Mims - eher Projekt als Soforthilfe © Getty Images
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PLATZ 29 - MIAMI DOLPHINS: Tua Tagovailoa ist der neue Quarterback-Hoffnungsträger in Florida, aber wie fit ist er nach Hüft-OP? Mit Austin Jackson kam im Draft zudem ein Top-Tackle als sein Beschützer, Top-Running-Back Matt Breida per Trade von den 49ers. Auf dem Free-Agent-Markt schlug Miami clever zu. Cornerback Byron Jones dürfte der wackligen Defensive Stabilität verleihen, auch Kyle Van Noy und Shaq Lawson helfen weiter © Getty Images
PLATZ 28 - DETROIT LIONS: Mit Danny Shelton, Jamie Collins und Duron Harmon schlossen sich gleich drei ehemalige Patriots den Lions an, fünf Starter in der Defense könnten damit bereits in New England gespielt haben. Rookie Jeff Okudah (3. Pick, Cornerback) ist ein Top-Mann. Matthew Stafford sollte auch die Offense beflügeln, auch wenn es mit den Playoffs einmal mehr eng wird © Getty Images
PLATZ 27 - CINCINNATI BENGALS: Die Bengals waren in der Free Agency sehr aktiv, allein D.J. Raeder, Trae Waynes und A.J. Green verschlingen satte 112 Mio. Dollar. Im Draft sicherte sich das Team mit dem Nummer-1-Pick den kommenden Franchise Quarterback Joe Burrow (Foto). Auch Star-Receiver Green dürfte endlich wieder fit werden. Doch der Neuaufbau braucht viel Zeit © Getty Images
PLATZ 26 - CAROLINA PANTHERS: Der neue Headcoach Matt Rhule (Foto) setzt auf einen konsequenten Neuaufbau und entließ dafür sogar Superstar Cam Newton. Stattdessen kam Teddy Bridgewater, auch Robby Anderson ist ein starker Neuzugang. Die unter Ron Rivera so wacklige Defensive wurde stabilisiert - alle sieben Draft-Picks gingen in die Defense! Ein Team mit Zukunft © Getty Images
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PLATZ 25 - WASHINGTON REDSKINS: Im Draft holten die Redskins das nach, was sie in der ersten Offseason unter dem neuen Headcoach Ron Rivera noch vermissen haben lassen. Sie angelelten sich mit Chase Young an Position zwei den Defensive End, der die D-Line nun enorm verstärken wird. Dazu gelang ihnen mit Wide Receiver Antonio Gandy-Golden in der vierten Runde einer der Steals des Draft © Getty Images
PLATZ 24 - LAS VEGAS RAIDERS: Im ersten Jahr nach dem Umzug von Oakland nach Las Vegas dürfen sich die Fans im neuen Allegiant Stadium auf die Neuzugänge Marcus Mariota, Cory Littleton, Jason Witten und Nelson Agholor freuen. Mit Henry Ruggs III wurde im Draft zwar nicht der beste, aber der schnellste Receiver geholt. Zudem gibt es mit Dominik Eberle einen deutschen Kicker © Getty Images
PLATZ 23 - CHICAGO BEARS: Neuzugang Nick Foles fordert Mitch Trubisky (Foto) um den Posten als Starting-QB heraus. Beim Draft wurde mit Cole Kmet der insgesamt zehnte Tight End in den Kader geladen. Zuvor ließ das Team die Fans bereits mit der Verpflichtung von Jimmy Graham ratlos zurück. Nach der Entlassung von Taylor Gabriel wurde im Draft immerhin ein Receiver geholt © Getty Images
PLATZ 22 - DENVER BRONCOS: Zum ersten Mal seit fünf Jahren brauchen die Broncos keinen neuen Starting-QB. Stattdessen wurde die Defense mit Jurrell Cassey verstärkt, Justin Simmons (Foto) verlängerte. Mit Melvin Gordon kam ein starker Running Back. Durch die blitzschnellen Receiver Jerry Jeudy und KJ Hamler sowie Tight End Albert Okwuegbunam wurde im Draft die Offense weiter aufgemotzt © Getty Images
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PLATZ 21 - NEW ENGLAND PATRIOTS: Die Ära Tom Brady ist beendet, einen Nachfolger gibt es bislang nicht. In J'Mar Smith und Brian Lewerke holten sie sich auf der Spielmacher-Position lediglich zwei undrafted Rookies. Die gesamte Offensive beim Ex-Champion wirft Fragen auf. Dafür wurde die Defense nach einige Abgänge mit den Rookies Kyle Dugger, Josh Uche und Andernee Jennings top verstärkt © Getty Images
PLATZ 20 - ARIZONA CARDINALS: DeAndre Hopkins, Jordan Phillips, Devon Kennard und De'Vondre Campbell machen aus dem letztjährigen Verlierer-Team einen Playoff-Contender. Auch Quarterback Kyler Murray (Foto) dürfte sich in Jahr zwei verbessern. Zudem wurde mit Linebacker Isaiah Simmons einer der besten Spieler des Drafts verpflichtet. In der NFC West wird es heiß hergehen © Getty Images
PLATZ 19 - LOS ANGELES CHARGERS: Mit dem sechsten Pick in Runde eins sicherten sich die Chargers QB Justin Herbert (Foto). Die Nachfolge von Rivers wäre also geklärt. Zudem tradete das Team hoch, um einen dringend benötigten Linebacker abzugreifen. Mit dem Verbleib von Ekeler und Hunter Henry sowie der Unterschrift von Chris Harris Jr. wurde auch in der Free Agency gute Arbeit geleistet © Getty Images
PLATZ 18 - LOS ANGELES RAMS: Mit Todd Gurley, Brandin Cooks und Kicker Greg Zuerlein haben drei Stars die Rams verlassen. Darüber hinaus gibt es in der Defense mit Dante Fowler Jr. und Cory Littleton zwei schmerzvolle Abgänge. Im Draft konnte aber nicht jede Lücke geschlossen werden. Die Rams müssen dringend sparen, statt der Stars dürfte künftig die zweite Reihe auflaufen © Getty Images
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PLATZ 17 - HOUSTON TEXANS: Nächster Patzer von Bill O'Brien. Erst verärgerte er die Fans mit dem Abgang von DeAndre Hopkins, dann lief auch beim Draft alles schief. Auf TV-Bildern sah man den Coach und GM schreien und wild gestikulieren. Grund dafür: ein geplatzer Trade. Die Draft-Ausbeute war mau. Fuller, Stills Cooks und Cobb müssen versuchen, Hopkins zu ersetzen © Getty Images
PLATZ 16 - CLEVELAND BROWNS: Als Mentor für Spielmacher Baker Mayfield (Foto) wurde Case Keenum geholt, als Top-Anspielstation kam Tight End Austin Hooper. Auch der Deal mit Right Tackle Jack Conklin ergibt Sinn. Im Draft wurde zudem mit Jedrick Wills Jr. endlich ein Langzeit-Beschützer für QB Mayfield gefunden. Der Hype der letzten Saison ist aber erstmal verflogen © Getty Images
PLATZ 15 - PITTSBURGH STEELERS: Ben Roethlisberger (Foto) kehrt nach seiner schweren Schulterverletzung zurück, dadurch dürften sich die Quarterback-Probleme lösen. Im Draft wurde das Team mit großen Anspielstationen verstärkt - darunter Receiver Chase Claypool, der eher die Statur eines Tight Ends hat. Zudem kamen in der Free Agency Eric Ebron und Stefen Wisniewski © Getty Images
PLATZ 14 - MINNESOTA VIKINGS: Mit Griffen und Rhodes verloren die Vikings wichtige Defensivspieler, doch halb so schlimm. Beim Draft wurde die Defense kräftig aufgefüllt. Mit dem wohl besten Receiver im Draft, Justin Jefferson, kam ein Ersatz für Stefon Diggs, auch die Abgänge der Cornerbacks wurden kompensiert. Zudem gelang die Verlängerung mit QB Kirk Cousins (Foto) © Getty Images
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PLATZ 13 - INDIANAPOLIS COLTS: Mit Philip Rivers geben die Colts einem 38-Jährigen den Platz als Starting-QB, Jacoby Brissett (Foto) wird dies nicht mehr zugetraut. Mit Jacob Eason wurde zudem ein weiterer Spielmacher gedraftet. Der zuletzt eher instabilen Receiver-Roster wurden im Draft aufgefüllt, zudem kam Defensive Lineman DeForest Buckner von den 49ers © Getty Images
PLATZ 12 - PHILADELPHIA EAGLES:Nelson Agholor ist weg, Alshon Jeffery (Foto) fehlt weiter verletzt. Wenig überraschend sicherte sich das Team deshalb in der ersten Runde mit Jalen Reagor die Dienste eines Wide Receivers mit. Quarterback Carson Wentz bekam zudem Konkurrenz durch Jalen Hurts. Etwas fragwürdig, aber dass ein guter Ersatz-QB wichtig ist, weiß man in Philly spätestens seit Super-Bowl-MVP Nick Foles © Getty Images
PLATZ 11 - ATLANTA FALCONS: Devonta Freeman wurde mit Todd Gurley ersetzt, dessen Knie aber Anlass zur Sorge gibt. Im Draft wurde die Lücke auf der Cornerback-Position mit A.J. Terrell vorerst geschlossen, auch wenn dieser noch einiges lernen muss. Mit Brady in der Division wird es schwerer, das beste Receiver-Duo trägt mit Ridley und Jones aber das Trikot der Falcons © Getty Images
PLATZ 10 - GREEN BAY PACKERS: Seltsamer als die Packers hätte man wohl kaum draften können. Nicht ein dringend benötigter Receiver wurde gepickt, in einem der besten Jahrgänge aller Zeiten. Stattdessen setzte man Superstar Aaron Rodgers (Foto) mit Jordan Love seinen Nachfolger vor die Nase. Auch Running Back Aaron Jones bekam Konkurrenz. Doch wer fängt in Zukunft außer Davante Adams die Bälle? © Getty Images
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PLATZ 9 - DALLAS COWBOYS: Die Cowboys gehören zu den Gewinnern des Drafts. Receiver Ceede Lamb, Cornerback Trevon Diggs und Tackle Neville Gallimore hätten früher weggehen müssen und fielen Dallas in den Schoß. Dazu wurden die Verträge mit Quarterback Dak Prescott (Foto) und Star-Receiver Amari Cooper verlängert © Getty Images
PLATZ 8 - TENNESSEE TITANS: Ryan Tannehill (Foto) und Derrick Henry konnten gehalten werden und dürften erneut für eine schlagkräftige Offensive sorgen, zumal im Draft mit Darrynton Evans eine weitere RB-Waffe kam. Mit Tackle Isaiah Wilson wurde im Draft ein starker und aggressiver Ersatz für Jack Conklin verpflichtet. In der Defensive und in Sachen Speed ist aber noch Luft nach oben © Getty Images
PLATZ 7 - SEATTLE SEAHAWKS: Mit der Wahl von Linebacker Jordyn Brooks (Foto) überraschten die Seahawks im Draft alle. Die eher wacklige Defense dürfte damit auf sicheren Beinen stehen. Quarterback Russell Wilson bekam in der Free Agency mit Greg Olsen und Phillip Dorsett zwei neue Receiver. Die Saga um Free Agent Jadeveon Clowney ist aber immer noch nicht beendet © Getty Images
PLATZ 6 - TAMPA BAY BUCCANEERS: Die Unterschrift von Tom Brady hat die ganze Stadt in helle Aufregung versetzt. Dazu kommt Superstar Rob Gronkowski aus der Rente zurück - und könnte mit einem Jahr Erholung eine Monster-Verstärkung sein. Um Brady zu schützen, kam mit Tackle Tristan Wirfs ein starker O-Liner ohne echte Schwäche. Tampa muss man ernst nehmen, auch wenn die D ein Fragezeichen bleibt © Getty Images
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PLATZ 5 - BUFFALO BILLS: Mit Wide Receiver Stefon Diggs haben sich die Bills zum Favoriten auf den Sieg in der AFC East gemausert. Zweitrundenpick A.J. Epenesa sollte vor allem in der Verteidigung gegen den Lauf hilfreich sein. Durch den Pick von Georgia-Quarterback Jake Fromm hat Josh Allen unerwartet Konkurrenz bekommen. Pats, Jets und Dolphins müssen sich anstrengen © Getty Images
PLATZ 4 - SAN FRANCISCO 49ERS: Der Abschied von DeForest Buckner traf die 49ers schwer, mit Erstrundenpick Javon Kinlaw (Foto) hofft man aber, einen Ersatz gefunden zu haben. Running Back Matt Breida )Trade zu Dolphins) ist weg. Emmanuel Sanders zog es nach New Orleans, der gute Rookie Brandon Aiyuk soll ihn ersetzen. Zudem kam Trent Williams von den Skins. Die Titelträume leben © Getty Images
PLATZ 3 - BALTIMORE RAVENS: Mit Linebacker Patrick Queen haben die Ravens ihr größtes Problem gelöst, zudem bekam MVP Lamar Jackson mit J.K. Dobbins einen Running Back, der perfekt in das System passt. In der Free Agency wurden wichtige Spieler gehalten bzw. geholt (Calais Campbell), Baltimore dürfte erneut angsteinflößend sein © Getty Images
PLATZ 2 - NEW ORLEANS SAINTS: Vor dem Draft machte Coach Sean Payton die O-Line als verbesserungswürdig aus. Center Cesar Ruiz ist zwar kein aufregender Draft-Pick, aber ein nötiger. Drew Brees bleibt länger, mit Winston und Hill hat er doppelten Ersatz. Mit Emmanuel Sanders und Michael Thomas gelangen Top-Verpflichtungen. Die Saints sind im Titel-Modus © Getty Images
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PLATZ 1 - KANSAS CITY CHIEFS: Der aktuelle Champion war aufgrund des starken Kaders und Cap-Beschränkungen in der Free Agency zurückhaltend, Chris Jones und Sammy Watkins wurden aber gehalten. Die noch fehlende Tiefe auf der Running-Back-Position wurde im Draft mit Erstrundenpick Clyde Edward-Helaire perfekt gefüllt. Die Top-Offense ist jetzt noch besser © Getty Images
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Vor allem für Tiefe im Offensiv-Spiel kann der Super-Bowl-Finalist von 2015 kaum sorgen. Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Spielzeiten brachte Brady immer mehr als 40 Pässe über 20 Yards an den Mann. Newton baute in dieser Statistik seit seiner Rookiesaison stetig ab. 2018 schaffte er 32 lange Pässe, Brady 52. Will Belichick weiterhin auf eine passstarke Offensive setzen, wird er wohl auf Stidham zurückgreifen. Der 23-Jährige ist für seinen starken Wurfarm bekannt.

Gutes Duo Edelman/Newton?

Für Newton spricht seine Stärke im Laufspiel. Mit ihm könnten die Patriots am Boden in Kombination mit Sony Michel, einem der besten Runningbacks der Liga, noch einmal deutlich an Stärke gewinnen.

Passempfänger Julian Edelman ist als Slot-Receiver ein Mann für kürze Anspiele, die Newton recht zuverlässig an den Mann bringen kann. Auf der Tight-End-Position fehlt im Patriots-Roster jedoch ein Klasse-Mann wie Greg Olsen, der Newtons Lieblings-Station in Carolina war.

Ein großes Fragezeichen gibt es hinter der gesundheitlichen Verfassung von Cam Newton. Zwei Schulter-OPs musste der Superstar bereits über sich ergehen lassen. Seine Spielweise fördert den Heilungsprozess nicht gerade: Sein Laufspiel bringt ihm noch mehr Hits ein, als dies bei einem anderen Typ Quarterback der Fall wäre.

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Kaum Spielpraxis im letzten Panthers-Jahr

Nach einer Fraktur am Mittelfußknochen fiel er anfangs vergangener Saison aus. Bittere Konsequenz: Newton wurde durch Kyle Allen ersetzt, der zwölf der 16 Saisonspiele absolvierte, während der einstige MVP auf der "Injured Reserve List" landete und bis zu seiner Entlassung im März 2020 nicht mehr spielberechtigt war. Neben seiner Krankenakte sorgt also auch fehlende Spielpraxis für Stirnrunzeln. 

Klar ist auch, dass Newton seine intensive Spielweise wohl allein wegen seinem fortgeschrittenen Football-Alter nicht mehr allzu lange durchhalten kann. Um wieder eine langfristige Quarterback-Option für ein NFL-Team zu sein, muss er sein Spiel umstellen. Der neue Vertrag über nur ein Jahr deutet darauf hin, dass selbst die Patriots ihm diese Transformation derzeit nicht zutrauen.