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Formel 1: Lewis Hamilton fordert Comeback von Afrika-GP

Hamilton fordert Afrika-Grand-Prix

Lewis Hamilton kämpft auch in seiner Funktion als Formel-1-Fahrer stets gegen Rassismus und Diskriminierung © Getty Images

Lewis Hamilton kritisiert die Formel 1 wegen ihres Umgangs mit Rassismus. Nun stößt der Mercedes-Pilot eine weitere Diskussion an, fordert das Comeback eines Afrika-GP.

Es wäre für ihn eine echte Herzensangelegenheit: Lewis Hamilton macht sich für eine Rückkehr der Formel 1 nach Afrika stark.

Darüber hat der Mercedes-Pilot nun in einem Fan Q&A auf dem YouTube-Kanal von PETRONAS Motorsports gesprochen. 

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Auf die Frage, wo er am liebsten ein neues Formel 1-Rennen etablieren würde, antwortete der sechsmalige Weltmeister in Diensten von Mercedes: "Ganz klar: Afrika. Es ist ein so wichtiger Ort, zurückzukehren." 

Rassismus-Diskussion in Formel 1

Erst vor kurzem hatte Hamilton mit Äußerungen gegen Rassismus auf sich aufmerksam gemacht. Der 35-Jährige warf dabei der von hellhäutigen Fahrern dominierten Formel 1 vor, sich zu wenig gegen Hass und Diskriminierung von Minderheiten positionieren.

Naht da die Zusammenführung? Daniel Ricciardo schließt eine Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber Red Bull nicht aus. Im Formel-1-Vodcast des britischen Pay-TV-Senders '“Sky“ erklärte der 30-Jährige auf eine Zuschauerfrage: "Ich schätze, die Antwort lautet nein. Ich habe im Leben gelernt, niemals nie zu sagen und nie etwas komplett auszuschließen." © Getty Images
Ricciardo steht noch bis Ende 2020 bei Renault unter Vertrag, blieb 2019 mit einem vierten Platz als bestes Ergebnis aber deutlich unter seinen Erwartungen, nachdem er zuvor in fünf Jahren bei Red Bull immerhin sieben Grand-Prix-Siege einfuhr. Zur Erinnerung: Im Sommer 2018 war sich der Australier mit dem Brausehersteller-Rennstall schon fast über eine Vertragsverlängerung einig, ging dann aber wegen eines extrem lukrativen Angebots doch zu Renault. Bei Red Bull fährt derzeit Alexander Albon im zweiten Auto neben Superstar Max Verstappen © Getty Images
SPORT1 zeigt den Stand der Fahrerpaarungen für die beginnende Saison Team für Team © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Picture Alliance/iStock
Wie geht es weiter mit Sebastian Vettel bei Ferrari? Sein Vertrag läuft am Ende des Jahres aus. Mit guten Ergebnissen will er Ferrari von einer Vertragsverlängerung überzeugen © Getty Images
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Unter speziellem Druck steht er deswegen aber nicht. "Ich mache mir deshalb keinen extra Stress", sagte er im Motorsport-Sonderheft der "Sport-Bild" © Getty Images
Auch wenn die Marke Ferrari für ihn weiter "etwas Besonderes ist", kann er sich durchaus einen Wechsel zu einem anderen Team vorstellen. "Kann man schon machen. Es gibt genug Beispiele, die das belegen", sagte er. Teamchef Mattia Binotto will dies augenscheinlich verhindern © Ferrari
Nach Gerüchten um einen baldigen Abschied ließ Binotto kürzlich mit neuen Aussagen aufhorchen. "Es wird eine Zeit geben, in der wir mit ernsthaften Gesprächen anfangen", erklärte der Scuderia-Boss bei den Barcelona-Test - deutete dann aber auch eine baldige Einigung mit dem Deutschen an © Getty Images
Nachdem mit Charles Leclerc erst bis 2024 verlängert wurde, wollen die Italiener offenbar auch Vettel halten - obwohl dieser vergangene Saison vom jungen Teamkollegen schon ein ums andere Mal in Bedrängnis gebracht wurde © Getty Images
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FERRARI - CHARLES LECLERC (Vertrag bis 2024): Der Monegasse hat seinen Platz bei Ferrari sicher und wird im kommenden Jahr um den Nummer-Eins-Status kämpfen - wenn er diesen nicht schon inne hat. Die langfristige Verlängerung zeigt, dass Ferrari auf ihn setzt © Getty Images
MERCEDES - VALTTERI BOTTAS (Vertrag bis 2020): In der Sommerpause verlängerte Mercedes mit dem Finnen um ein weiteres Jahr. Kann Bottas im kommenden Jahr mehr Akzente setzen? © Getty Images
LEWIS HAMILTON (Vertrag bis 2020): Der fünfmalige Weltmeister steht kurz vor seinem sechsten Titel Nummer und könnte im kommenden Jahr den Rekord von Michael Schumacher brechen. Auch danach wird es aller Voraussicht nach bei Mercedes weitergehen - trotz Gerüchten um einen Wechsel zu Ferrari © Getty Images
RED BULL - MAX VERSTAPPEN (Vertrag bis 2020): Der Niederländer wird auch im kommenden Jahr den Overall der Roten Bullen tragen. Nachdem der Niederländer als Dritter der WM-Wertung in die Sommerpause ging, ist eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hinfällig geworden © Getty Images
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Verstappen hat sich bei Red Bull zu einem Siegfahrer entwickelt, sein Vertrag läuft noch bis Ende 2020. Was danach passiert, lässt der Niederländer auf sich zukommen. "Ich bin nicht allzu besorgt. Ich will mir jetzt erstmal alles genau anschauen, was versprochen wurde, und was tatsächlich ankommt", sagte er bei "Auto Motor und Sport" © Getty Images
"Wir wollen nächstes Jahr Rennen gewinnen und die Meisterschaft. Deshalb bin ich hier. Red Bull und ich arbeiten auf dieses Ziel hin. Aber es gibt so viele Fragezeichen nach 2020: Was passiert generell mit der Formel 1? Deshalb nehme ich mir Zeit. Ich bin nicht in Eile." Der 22-Jährige wäre für die Topteams sicherlich eine reizvolle Neuerwerbung © Getty Images
Um den Platz neben Verstappen für die kommende Saison wurde lange gepokert, doch Red Bull setzt erneut auf Alexander Albon (l. im Bild), der aktuell bereits an der Seite Verstappens fährt © Getty Images
MCLAREN - LANDO NORRIS (Vertrag bis 2020): Der 19-Jährige fährt eine starke Premierensaison im McLaren und durfte sich bereits im Juli über ein neues Arbeitspapier für die kommende Saison freuen © Getty Images
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CARLOS SAINZ JR. (Vertrag bis 2020): Auch der Spanier liefert Topleistungen in seiner ersten Saison und bekam gleichzeitig mit Norris eine Vertragsverlängerung © Getty Images
TORO ROSSO (ab 2020 ALPHA TAURI) - PIERRE GASLY: Die Fahrerpaarung des Red-Bull-Junior-Teams war komplett offen. Doch Pierre Gasly, der seinen Platz mit Alexander Albon tauschen musste, darf sich erneut für höhere Aufgaben empfehlen. Mit seinem Podestplatz in Brasilien ließ er zuletzt aufhorchen © Getty Images
DANIIL KVYAT: Das andere Cockpit erhält, wie in diesem Jahr, Daniil Kvyat. Das Duo kann zwar nicht restlos überzeugen, doch aus dem Red-Bull-Nachwuchs drängt sich aktuell kein Pilot auf © Getty Images
RACING POINT - LANCE STROLL (Vertrag bis 2020): "Überraschend" bekam Stroll, dessen Vater als Teamchef fungiert, einen neuen Einjahresvertrag beim Team © Getty Images
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SERGIO PÉREZ (Vertrag bis 2022): Der Mexikaner ist für die nächsten drei Jahre ans Team gebunden © Getty Images
HAAS GP - KEVIN MAGNUSSEN (Vertrag bis 2020): Trotz einer enttäuschenden Saison (bisher nur 20 Punkte) darf der Däne auch im kommenden Jahr bei Haas-GP seine Runden drehen © Getty Images
ROMAIN GROSJEAN (Vertrag bis 2020): Noch enttäuschender ist das Jahr für Grosjean. Gerade einmal acht Punkte stehen auf seinem Konto. Dennoch stach er unter anderem Nico Hülkenberg aus © Getty Images
ALFA ROMEO - KIMI RÄIKKÖNEN (Vertrag bis 2021): Der finnische Routinier besitzt einen Zweijahresvertrag, das ehemalige Sauber-Team hat angesichts der guten Leistungen des Finnen auch keine Nöte, etwas auf der Fahrerposition zu verändern © Getty Images
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ANTONIO GIOVINAZZI: Das zweite Cockpit neben Räikkönen ist vergeben. Der Italiener Antonio Giovinazzi darf seinen Platz behalten. Laut Teamchef Vasseur hat er sich "wirklich gut geschlagen" © Getty Images
WILLIAMS - GEORGE RUSSELL (Vertrag bis 2020): Der Mercedes-Nachwuchsfahrer ist beim Hinterbänkler-Team gesetzt und darf weiter Erfahrungen sammeln. Vielleicht sammelt er 2020 sogar Punkte... © Getty Images
NICHOLAS LATIFI: Nach dem Abschied von Robert Kubica war das zweite Cockpit des Traditionsteams bis zuletzt offen. Doch der Traditionsrennstall gibt wie erwartet dem bisherigen Formel-2-Piloten Nicholas Latifi eine Chance. Der Kanadier war zuletzt bereits als Ersatz- und Testfahrer für Williams im Einsatz und bestritt in dieser Saison auch sechs freie Trainings in der Formel 1 © Getty Images

Zudem will der Formel-1-Superstar eine Kommission gründen, die Dunkelhäutigen den Einstieg in die Formel 1 erleichtern soll. 

Der langjährige Formel 1-Boss Bernie Ecclestone wehrte sich gegen die Kritik und sorgte seinerseits mit Aussagen für Wirbel: "Ich bin nicht gegen Schwarze. Das Gegenteil ist der Fall. Ich war immer für sie. Lewis' Vater wollte sogar mal mit mir eine Firma gründen. Wenn ich anti-schwarz wäre, hätte ich das nie in Betracht gezogen. Ich habe schon viele Weiße getroffen, die ich nicht mochte, aber noch nie einen Schwarzen", sagte Ecclestone der Mail on Sunday.

Hamilton hofft, mit seinen Statements eine Diskussion anzustoßen, die bereits mehrfach im Raum stand. "Die Formel 1 muss ein Sport sein, der an Orte gehen muss, um dortigen Communities zu helfen. Sie würde die Aufmerksamkeit nach Afrika lenken und die Schönheit dieses Kontinents beleuchten", sagte er.

Die Formel 1 zog bereits durch viele Orte. Die Serie experimentierte mit Stadtkursen, Motorsport-Entwicklungsländern und teuren Renn-Arenen. Zuletzt aber fielen einige Traditionsrennen finanziellen Problemen der Streckenbetreiber zum Opfer. SPORT1 zeigt, was aus ehemaligen Formel1-Rennstrecken geworden ist © Getty Images
DETROIT STREET CIRCUIT: Zwischen 1982 und 1988 versucht die Formel 1, ein Rennen in den Straßen von Detroit zu etablieren. Mangelnde Straßenqualität führte zu vielen Pannen, auch zeigten sich organisatorische Schwächen © dpa
Dies zwang die Rennserie letztlich dazu, das Projekt zu einzustampfen. Bis 1991 fand als Ersatz die US-Champ-Car Serie auf dem Kurs statt. Seitdem ist das Abenteuer Motorsport für die Autostadt endgültig vorbei © Imago
TANAKA INTERNATIONAL CIRCUIT AIDA: 1994 und 1995 fanden in Japan zwei Formel1-Rennen statt. Der Circuit in Tanaka wurde Schauplatz des bislang einzigen "Grand Prix des Pazifiks" in der Formel 1-Geschichte. Die Königsklasse ließ Tanaka nach zwei Gastspielen hinter sich © Imago
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Die Renn-Arena wurde 2003 verkauft und heißt seitdem "Okayama International Circuit". Dort werden die Super GT-Meisterschaft und die Japanische Formel 3 ausgetragen. Ins große Rampenlicht rückte der Ort letztmals zwischen 2008 und 2010 als Ausrichter der Tourenwagen-WM © dpa
ADELAIDE STREET CIRCUIT: Bis 1995 war Adelaide der Schauplatz des Australien-GP, ehe der Rennzirkus nach Melbourne umzog. 1986 und 1994 wurde hier sogar die WM entschieden - Michael Schumacher feierte in Adelaide seinen ersten WM-Triumph © Getty Images
Auch ohne die Formel 1 wird der Stadtkurs auch heute noch jedes Jahr einmal zur Rennstrecke umfunktioniert: Hier messen sich die Fahrer der australischen Tourenwagen-Meisterschaft © Imago
VALENCIA STREET CIRCUIT: Im Frachthafen von Valencia fanden zwischen 2008 und 2012 insgesamt fünf Ausgaben des Großen Preis von Europa statt. Die Stadt ließ das Hafengebiet extra umbauen, um Platz für Tribünen bereitzustellen © Getty Images
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Jedes Jahr kamen immer weniger Zuschauer zum Grand Prix - 2012 verkündete die Stadt, das Projekt aus Kostengründen wieder einzustampfen. Nun herrscht im Hafen von Valencia wieder Normalbetrieb ©
AUTODROMO ENZO E DINO FERRARI IN IMOLA: 1980 bis 2006 stieg in Imola der Große Preis von San Marino. Seitdem ist Schluss. Imola flog aus dem Rennkalender, um die Strecke nach dem letzten Auftreten der Königsklasse zu modernisieren © Getty Images
Doch bis heute kehrte die Formel 1 nicht mehr auf den traditionsreichen Kurs zurück. Über ein Comeback wird aber immer wieder gesprochen. Auch andere große Serien, bis auf die Superbike-WM, können die Betreiber jedoch momentan nicht in das "Autodromo" locken © Imago
CIRCUITO DE JEREZ: Die spanische Rennstrecke ist fester Bestandteil der Moto GP und der Formel2. Ursprünglich war der Kurs 1986 aber gebaut worden, um den Großen Preis von Spanien der Formel 1 auszurichten. Vier Auflagen der Königsklasse stiegen dort bis 1990, doch dann wurde der Grand Prix nach Barcelona verlegt © Getty Images
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1994 bis 1997 gab es in Jerez ein Formel 1-Comeback - es stieg der Große Preis von Europa. Das war's jedoch bis heute mit Formel-1-Rennen. 2011 fanden dort jedoch Testfahrten vor der Saison statt © Imago
NÜRBURGING: Der legendäre Nürburgring kann sich die Formel 1 seit 2013 nicht mehr leisten. Für das Land Rheinland-Pfalz entwickelte sich die Renn-Arena zum Finanzloch: 2009 startete ein Großprojekt - geplant war ein moderner Motorsport-und Freizeitpark auf dem Gelände. Daraus wurde nichts - es entstand lediglich ein "Renn-Racer", der bis heute niemals fuhr und 10 Millionen Euro Baukosten verschlang © Getty Images
Auch ohne Formel 1 findet auf den Strecken Motorsport statt. Auf der Nordschleife steigt jährlich das berühmte 24-Stunden-Rennen, auch die Langstrecken-WM ist dort regelmäßig Gast. Die DTM macht auf der Grand-Prix-Strecke halt. Die Streckenbetreiber hoffen noch auf eine Rückkehr in die Formel 1 © Imago
SEPANG INTERNATIONAL CIRCUIT: Der Große Preis von Malaysia war das erste Resultat einer weltweiten Expandierungs-Welle der Rennserie, die sich seit den 2000ern bis heute gnadenlos vollzieht. Der Grand Prix hielt sich lange im Kalender - anders als viele andere Formel 1-Experimente © Getty Images
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2018 flog die Strecke bei Kuala Lumpur letztlich doch aus dem Rennkalender. Der Regierung Malaysias wurde der Grand Prix zu teuer. Sie setzt nun vollkommen auf die Moto GP, deren jährliches Gastspiel auf dem Circuit um einiges billiger ist © Imago
AUTODROMO OSCAR ALFREDO GALVEZ IN BUENOS AIRES: 1998 siegte Michael Schumacher in Buenos Aires - seitdem kehrte die Königsklasse aus finanziellen Gründen nie mehr nach Argentinien zurück. Das Autodromo Oscar Alfredo Galvez hat eine ewige Tradition, denn bereits in den 50ern rasten dort bereits die Formel-1-Rennwägen über den Asphalt © Getty Images
Die Strecke ist heute noch erhalten. Sogar Motorsport wird im Autodromo noch betrieben. Auch Buenos Aires sprach mehrfach über eine mögliche Formel 1-Rückkehr. Jedoch machen die großen Rennserien mittlerweile im deutlich neueren Autodromo Termas de Rio Hondo Halt © Imago
CIRCUITO DO ESTORIL: Wieder Portugal! In Estoril stieg zwischen 1984 und 1996 der Große Preis von Portugal. Weil sich die Betreiber gegen teure Sanierungsmaßnahmen wehrten, flog der Ort 1997 aus dem Rennkalender - bis heute. Motorsport findet dort trotzdem noch statt - etwa die FIA GT-Meisterschaft © Getty Images
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CIRCUIT PARK ZANDVOORT: Der herrliche Dünen-Kurs im Norden der Niederlande ist heutzutage eher als fester Standort der DTM bis 2018 bekannt, ehe TT Circuit Assen dieses Event übernahm. Fast in Vergessenheit geraten dabei 30 Formel-1-Rennen zwischen 1952 und 1985 © Getty Images
Nach 35 Jahren Pause wurde bekannt, dass die Formel 1 2020 an die Nordsee zurückkehren wird. Der Vertrag läuft bis 2023 - die Strecke musste entsprechend den Regularien der Königsklasse in Sachen Kursführung und Infrastruktur angepasst werden © Imago
KYALAMI GRAND PRIX CIRCUIT: Auf dem Kurs in Südafrika fanden die bislang einzigen Rennen auf dem afrikanischen Kontinent statt. Der Grand Prix fiel ab 1986 der Apartheid-Politik zum Opfer und wurde bis 1992 ausgesetzt. Nach zwei Rennen zog die Formel 1 1994 weiter. Bis heute kämpft der Circuit um ein Comeback, das jedoch aus finanziellen Gründen bislang nicht gestemmt werden konnte © Getty Images
Zudem machen den Betreibern strenge Lärm-Auflagen zu schaffen - um den Kurs entstand im Lauf der Jahre ein Wohngebiet. Somit zog auch die bis 2015 gastierende Superbike-WM weiter. Das Areal mitsamt Besucherzentrum wird aber auch für sonstige Veranstaltungen und Konzerte benutzt ©
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AUTODROMO INTERNACIONAL NELSON PIQUET: 1978 und von 1981 bis 1989 fährt die Formel 1 in Rio de Janeiro. Benannt ist die Strecke nach dem dreimaligen Weltmeister aus Brasilien Nelson Piquet. Der Große Preis von Brasilien ist heute standardmäßig in Sao Paulo © Getty Images
Die Strecke existiert heute nicht einmal mehr. 2012 ließ die Stadt den Kurs mitsamt Boxgebäude abreißen, um Platz für die Olympischen Spiele 2016 zu schaffen ©
PHOENIX STREET CIRCUIT: Wieder ein Straßenkurs. Das Rennen in Phoenix steht von 1989 bis 1991 im Formel-1-Kalender. Besonders spektakulär blieb der Kurs nicht im Gedächtnis © Getty Images
Auch bei Fans war das Rennen um die Wolkenkratzer der US-Amerikanischen Metropole nicht besonders beliebt - die Zuschauerzahl ließ zu wünschen übrig. Nach drei Auflagen war Schluss. Das Boxengebäude ist mittlerweile abgerissen - und der reguläre Straßenverkehr hat die Straßen nun dauerhaft wieder © Imago
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BRANDS HATCH: Auf der Traditionsstrecke südlich von London brausen seit 1926 Renn-Boliden durch das Areal. Zwischen 1864 und 1985 fand hier zweimal der Große Preis von Europa und zwölf Mal der Große Preis von Großbritannien statt. Die Formel 1 macht seit 35 Jahren zwar einen Bogen um Brands Hatch © Getty Images
Dafür messen sich heute etwa Fahrer der Formel 3, der Superbike-WM, der Tourenwagen-WM an diesem geschichtsträchtigen Ort. 2012 wurde das Areal Schauplatz für Handbike-Wettkämpfe bei den Paralympics ©
KOREA INTERNATIONAL CIRCUIT: Noch so ein Ecclestone-Experiment: Viermal schlägt die Formel 1 zum Großen Preis von Südkorea in Yeang auf. Doch Motorsport und Südkorea - das passt nicht so recht. Nach vier Auflagen auf dem Korea International Circuit wird das Areal heute nur noch für Testfahrten, Showevents und kleinere Motorsport-Wettbewerbe genutzt © Getty Images
FUJI SPEEDWAY: Fuji verdrängt nach Umbaukosten von 120 Millionen Euro zweimal Suzuka als Ausrichter des GP von Japan. Bereits in den 70ern steigen dort zwei Rennen - wie 2007, 2008. Die Konkurrenz zwischen den Strecken Fuji und Suzuka ist auch eine Konkurrenz zweier Autobauer © Getty Images
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Toyota gehört der Fuji-Speedway, Honda besitzt den Rennkurs in Suzuka. Dennoch zog Toyota 2008 nach nur zwei Auflagen die Reißleine - die Königsklasse ist zu teuer. Heute steigen dort ein 6-Stunden-Rennen und mehrere japanische Rennserien © Imago
DONINGTON PARK CIRCUIT: Unweit der englischen Stadt Birmingham kam es 1993 zu einem kurzen Formel-1-Gastspiel: ein spektakuläres Regenrennen, das Ayrton Senna gewann. Jedoch standen die Betreiber kurz vor einem Deal, sich ab 2010 sich den Großen Preis von Großbritannien aus Silverstone zu schnappen. Das Vorhaben platzte - es scheiterte wie so oft am Geld © Getty Images
INDIANAPOLIS MOTOR SPEEDWAY: Zwischen 2000 und 2007 ist die Königsklasse in Indianapolis zum Grand Prix der USA zugange. 2008 ließ die Rennserie die USA in ihrem Kalender außen vor, bis der Große Preis der USA 2012 zurückkehrte - allerdings nach Austin © Getty Images
Cash-Cows des Speedways ist sowieso die in den USA alles überragende NASCAR-Rennserie. Außerdem macht die IndyCar Serie die Arena voll. Seit 2016 findet dort außerdem ein Lauf des Red-Bull-Air-Race statt © Imago
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ISTANBUL PARK CIRCUIT: Zwischen 2005 und 2011 fand der Große Preis der Türkei am Bosporus statt. Wie so vielen Leidgenossen wurde dem Circuit die Königsklasse irgendwann zu teuer. Mit anderen großen Serien wie Motorrad-WM oder die Tourenwagen-WM war bereits Ende 2007 Schluss © Getty Images
Der Kurs liegt einige Kilometer vom Stadtzentrum in Istanbul entfernt, wodurch die Arena auch aufgrund mangelnder Verkehrsanbindung bei den Fans nicht unbedingt beliebt war. 2017 gab es letzmals Gespräche über ein Comeback in der Formel 1, was jedoch nicht realisiert wurde. Auf dem Gelände befindet sich heute ein Gebrauchtwagen-Zentrum © Imago
MAGNY-COURT: Zwischen 1991 und 2008 war der Große Preis von Frankreich ein fester Bestandteil im Rennkalender. Der Kurs in der französischen Provinz fiel besondern den Expandierungsgedanken des damaligen Formel- 1-Chefs Bernie Ecclestone zum Opfer © Getty Images
Bei den Fans war das Rennen beliebt, es gerieten etwa sämtliche offene Briefe in den Umlauf, das Rennen zu erhalten. Nach Modernisierungsmaßnahmen feierte Magny-Court 2018 sein F1-Comeback - dabei blieb es aber. Auf dem Kurs gastiert stattdessen die Tourenwagen-WM und die Superbike-WM © Getty Images
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BUDDH INTERNATIONAL CIRCUIT: Ein Musterbeispiel für eines von inzwischen einigen gescheiterten Formel 1-Experimenten ist der Grand Prix von Indien. 2011 bis 2013 gastierte die Königsklasse auf dem für 290 Millionen Euro teuren hochmodernen Kurs © Getty Images
Das erste Rennen schlug mit 95.000 Besuchern sogar recht gut ein - jedoch ließ sich die Motorsport-Begeisterung der Inder nicht dauerhaft entfachen. Ab 2014 war der Große Preis von Indien Geschichte. Die Formel 1 ließ das Millionengrab verwaist zurück. Bis heute finden dort keine Rennen mehr statt ©

Afrika-Grand Prix fiel Apartheit-Politik zum Opfer

Zur Erinnerung: Auf dem Kylami Grand Prix Circuit in Südafrika hatten bislang die einzigen Rennen der Königsklasse auf afrikanischem Boden stattgefunden.

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Der Grand Prix fiel ab 1986 der Apartheid-Politik zum Opfer und wurde bis 1992 ausgesetzt. Nach zwei Rennen zog die Formel 1 deshalb dann 1994 weiter.

Zudem machen den Betreibern strenge Lärm-Auflagen zu schaffen - um den Kurs entstand im Lauf der Jahre ein Wohngebiet. Dadurch wanderten auch andere internationale Motorsportserien ab, etwa die bis 2015 gastierende Superbike-WM. 

Bis heute kämpft der Circuit um ein Comeback auf dem afrikanischen Kontinent, das vor allem aus finanziellen Gründen bislang nicht gestemmt werden konnte.

Zahlen sollten aber nicht alleiniger Grund für die Rennserie sein, gewisse Orte zu meiden, so Hamilton. Er appellierte an die gesellschaftliche Verantwortung der Formel 1: "Da sollte es nicht um Geld, sondern die Leute gehen. Das ist leider nicht immer der Fall."