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Mike Tyson: Warum er Evander Holyfield ins Ohr biss

Tyson - Holyfield: Die Geschichte hinter dem Ohr-Biss

Tyson on fire! "Iron-Mike" mit nächstem irrem Boxvideo

Der 28. Juni 1997 geht als einer der skandalösesten Tage in die Geschichte des Boxkampfs ein. Mike Tyson verliert gegen Evander Holyfield die Nerven.

Mike Tyson ist wütend, er schäumt geradezu. Es läuft die dritte Runde in diesem mit Spannung erwarteten Fight, und der in die Jahre gekommene Ex-Weltmeister findet einfach kein Mittel gegen Evander Holyfield.

Heute vor 33 Jahren, am 22. November 1986, schreibt Box-Legende Mike Tyson Geschichte. Mit 20 Jahren und 144 Tagen schlägt "Iron Mike" seinen Gegner Trevor Berbick K.o. und krönt sich zum jüngsten Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten © Getty Images
Doch nicht nur Tyson hat für besondere Momente gesorgt. Wladimir Klitschko, Evander Holyfield, Anthony Joshua und Co. - die Liste von Boxern, die legendäre Duelle bestritten, ist lang. SPORT1 zeigt die größten Fights der Geschichte © SPORT1-Grafik: Davina Knigge/ Getty Images/ iStock
SCHMELING VS. LOUIS: Am 19. Juni 1936 trifft der deutsche Schwergewichtler Max Schmeling im New Yorker Yankee-Stadion auf den als unschlagbar geltenden Joe Louis. Schmeling hat eine Schwäche beim "Braunen Bomber" ausgemacht. Der US-Amerikaner lässt seine Linke nach einem Schlag immer hängen. Schmeling nutzt das aus und kommt mehrere Male durch. In der 12. Runde geht Louis K.o. © Getty Images
CLAY VS. LISTON I: Am 25. Februar 1964 erschüttert der erst 22 Jahre alte Cassius Clay die Welt, als er den Weltmeister im Schwergewicht, Sonny Liston, besiegt. Vor dem Kampf hatte Clay den klaren Favoriten Liston als "hässlichen Bär" und "Loser" verspottet. Der Kampf war mit 180 Millionen am TV der bis dahin meistgesehene Boxkampf © Getty Images
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ALI VS. LISTON II: Ein Jahr später kommt es zum Rückkampf. Weltmeister Cassius Clay, der mittlerweile zum Islam konvertiert ist und sich Muhammad Ali nennt, streckt Liston mit einem Schlag nieder, der als "Phanton Punch" in die Geschichte eingeht. Dieses Bild geht danach um die Welt © imago
ALI VS. FRAZIER I: Das erste Aufeinandertreffen zwischen Ali und Joe Frazier am 8. März 1971 geht als "Kampf des Jahrhunderts" in die Annalen ein. Frazier gewann das Duell der beiden bis dahin ungeschlagenen Boxer einstimmig nach Punkten. Es war der Auftakt einer langjährigen Rivalität, in deren Verlauf sich die beiden Kontrahenten zwei weitere Male im Ring gegenüberstehen © Getty Images
ALI VS. FOREMAN: Wegen steuerlicher Vorteile verlegt Muhammad Alis legendärer Manager Don King den WM-Kampf im Schwergewicht ins damalige Zaire (heute Demokratische Republik Kongo). Gegner George Foreman hat seine letzten acht Gegner alle in den ersten zwei Runden K.o. geschlagen und prügelt auch im "Rumble in the Jungle" am 30. Oktober 1974 auf Ali ein © Getty Images
In der achten Runde geht "Big George" die Luft aus. Ali setzt zwei schnelle Links-Rechts-Kombinationen und lässt neun Kopftreffer folgen. Foreman wankt zu Boden und kommt nicht mehr rechtzeitig hoch © Getty Images
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ALI VS. FRAZIER III: Der dritte und letzte Kampf zwischen Ali und Joe Frazier am 1. Oktober 1975 geht als "Thrilla von Manila" in die Box-Geschichte ein. Erneut weicht Don King den strengen US-Auflagen aus. In der Hauptstadt der Philippinen schlagen Frazier und Ali 14 Runden wie wild aufeinander ein, ehe Fraziers Betreuer Eddie Futch den Kampf abbricht. Er fürchtet um das Leben seines Schützlings. Auch Ali ist am Ende seiner Kräfte, bricht nach dem Kampf zusammen. Beide Boxer müssen ins Krankenhaus © Imago
TYSON VS. BERBICK: Am 22. November 1986 wird Mike Tyson im Alter von 20 Jahren und 144 Tagen mit einem K.o.-Sieg in der zweiten Runde über WBC-Weltmeister Trevor Berbick der jüngste Schwergewichtsweltmeister der Geschichte. Nur drei Monate nach dem Gewinn seines ersten WM-Gürtels kann Tyson auch den Titel der WBA erringen © Getty Images
TYSON VS. HOLYFIELD: Am 9. November 1996 verliert "Iron Mike" seinen WBA-Titel in der MGM Grand Arena überraschend gegen Landsmann Evander Holyfield. Ein halbes Jahr später kommt es wieder in Las Vegas zur Revanche. In der dritten Runde beißt Tyson seinem Gegner plötzlich ein Stück aus dem rechten Ohr ab © Getty Images
Dieses Schauspiel gibt es selbst in dem an Skandalen reichen Boxsport zum ersten Mal. Holyfield wird noch im Ring behandelt, Tyson disqualifiziert und für ein Jahr gesperrt. Weltmeister wird er danach nie wieder © Getty Images
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FOREMAN vs. SCHULZ: Legende George Foreman, in den Neunzigern überraschend noch einmal Weltmeister geworden, gibt 1995 Axel Schulz eine Chance - offensichtlich deshalb, weil er den unerprobten Deutschen als leichten Gegner sieht © Getty Images
Da hat er die Rechnung ohne Schulz gemacht. Der "Schmeling-Enkel", wie er in den USA vermarktet wird, tritt dem Oldie beherzt entgegen, weicht seinen Schlägen aus, punktet aus der Halbdistanz, ist sogar dicht am K.o. © Getty Images
Die Punktrichter sehen Foreman trotzdem knapp vorn - ein Witz-Urteil, das sogar vom US-Publikum in Las Vegas ausgebuht wird. Foreman tritt danach zurück, Schulz verliert einen weiteren WM-Kampf gegen Francois Botha - ebenfalls umstritten © Getty Images
LEWIS VS. TYSON: Mike Tyson und Champion Lennox Lewis liefern sich vor ihrem Kampf 2002 schon auf der Pressekonferenz einen Prügelei mitsamt ihrer Entourage. Tyson gibt später zu, Lewis dabei ins Bein gebissen zu haben. WBC-Präsident Jose Sulaiman verklagt Tyson zudem auf 56 Millionen Dollar. Sulaiman sieht sich ebenfalls von Tyson angegriffen © Getty Images
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Im Kampf selbst liefern sich beide Boxer zuerst einen Schlagabtausch auf Augen- und Fausthöhe. Tyson allerdings geht Runde für Runde mehr die Kraft aus. Als Lewis ihn in der achten Runde zum zweiten Mal niederschlägt, steht er nicht mehr auf © Getty Images
KLITSCHKO VS. LEWIS: Witali Klitschko (rechts) will am 21. Juni 2003 den damals dominierenden Schwergewichtler Lennox Lewis ablösen. Der Ukrainer boxt stark, hat aber so viele Platzwunden im Gesicht, dass der Kampf auf Empfehlung des Ringarztes nach der sechsten Runde abgebrochen wird und Lewis Weltmeister bleibt © Getty Images
Besonders bitter: Der heutige Bürgermeister von Kiew liegt bis dahin bei allen Punktrichtern vorne. Es ist eine von nur zwei Niederlagen Klitschkos in 47 Profikämpfen © Getty Images
KLITSCKO VS: HAYE: Bruder Wladimir Klitschko bekommt 2011 mit David Haye im Gegensatz zu manch anderer Kampfansetzung einen durchaus würdigen Herausforderer in den Weg gestellt - nach jahrelangem Geplänkel © Getty Images
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Aber letztendlich hat auch Haye kaum eine Chance gegen "Dr. Steelhammer" und verliert klar nach Punkten. Haye macht nach dem Kampf eine Zehenverletzung dafür verantwortlich, nie wirklich attackiert haben zu können © Getty Images
KLITSCHKO VS. FURY: Wladimir Klitschko ist der dominierende Schwergewichtler der vergangenen Jahre und tritt als klarer Favorit am 28. November 2015 in Düsseldorf gegen Tyson Fury an. Der britische Skandal-Boxer, bekannt durch seine harten Schläge, Clownereien und fragwürdigen Aussagen, schafft das Unglaubliche: Er besiegt Klitschko eindeutig nach Punkten und nimmt dem Ukrainer die Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF ab © Getty Images
MAYWEATHER VS. PACQUIAO: Der US-Amerikaner Floyd Mayweather und der Philippiner Manny Pacquiao, die beiden wohl besten Boxer der jüngeren Vergangenheit, messen sich am 2. Mai 2015 in einem großen WM-Vereinigungskampf (WBA, WBC und WBO) in Las Vegas. In dem als "Jahrhundertkampf" angepriesenen Duell setzt sich Mayweather nach Punkten durch. Der Fight soll 400 Millionen Dollar generiert haben © Getty Images
JOSHUA VS. KLITSCHKO: Erstmals seit der Pleite gegen Fury, dem inzwischen nach reichlich Skandalen alle gewonnenen Gürtel wieder entzogen wurden, steht Wladimir Klitschko wieder im Ring. Mit dem britischen Shooting-Star Anthony Joshua liefert er sich am 29. April 2017 ein packendes Duell, geht aber letztlich erneut K.o.. Es ist Klitschkos letzter Profi-Kampf © Getty Images
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MAYWEATHER VS: MCGREGOR: Das große Duell im August 2017 zwischen Mayweather und McGregor kann dem Hype dann nicht ganz gerecht werden. Der UFC-Star hält zu Beginn noch ganz gut mit, muss dann aber zunehmend mehr Schläge einstecken und verliert durch technischen K.o. © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/Getty Images/dpa Picture Alliance
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Der Kontrahent, obwohl mit 34 noch knapp vier Jahre älter, ist schneller, er ist beweglicher, setzt ihm ständig zu. Tyson schwitzt, blutet, klammert. Und dann wird es ungeheuerlich an diesem 28. Juni 1997.

"Iron Mike" verliert die Nerven, im Clinch beißt er Holyfield ein 1,5 Zentimeter langes Stück aus dem Ohr. Holyfield schreit vor Schmerz, er hüpft durch den Ring und zeigt immer wieder ungläubig auf seine blutende Wunde. "Er hat das mit voller Absicht getan, ich war sicher, dass mein Ohr ab ist", wird Holyfield später sagen.

16.331 Zuschauer im MGM Grand Hotel von Las Vegas sind entsetzt, es kommt zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten. Ringrichter Mills Lane versucht anfangs noch, die Gemüter zu beruhigen, lässt die Runde zu Ende boxen. Dann disqualifiziert er den Ohr-Beißer - dessen Karriere sich von dem Skandal nicht mehr erholen sollte. Zumal es nicht sein erster war.

Mike Tyson hatte ersten Absturz schon hinter sich

In den späten 1980er-Jahren war Tyson als brutaler K.o.-Spezialist gefürchtet, wurde 1986 mit 20 Jahren gegen Trevor Berbick jüngster Schwergewichts-Weltmeister aller Zeiten. Der Schützling des legendär zwielichtigen Promoters Don King schien das Potenzial zu haben, eine sportliche Karriere auf dem Level von Muhammad Ali hinzulegen.

Stattdessen folgte 1990 ein unerwarteter Rückschlag durch die Sensations-Niederlage gegen James "Buster" Douglas in Tokio - und zwei Jahre darauf der erste tiefe Fall: Tyson wurde wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung angeklagt und zu einer Haftstrafe verurteilt, ein schon damals angesetzter Fight gegen Douglas' Bezwinger Holyfield war hinfällig.

Tyson, Holyfield und Don King vor dem ersten Kampf 1996

Nach der Entlassung aus dem Gefängnis folgte 1995 das von gigantischem Hype begleitete Comeback und 1996 der erneute Titelgewinn gegen den Engländer Frank Bruno.

Evander Holyfield gewann erstes Duell 1996

Doch Tyson hatte damit nur scheinbar nahtlos angeknüpft an seine besten Zeiten, die Schnelligkeit und Schlagstärke war nicht mehr dieselbe wie früher. Holyfield entblößte das schon im ersten Kampf mit Tyson am 9. November 1996 - an dessen Ende er "Iron Mike" durch Technischen K.o. in der 11. Runde entthronte.

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Dem Interesse an Tyson tat es keinen Abbruch, der Rückkampf brach alle bis damals geltenden Geld-Rekorde, sorgte für 100 Millionen Dollar Umsatz, von denen Tyson 30 Millionen und Holyfield 35 Millionen als Kampfbörse einstrich.

Doch ausgerechnet auf dem Höhepunkt seines kommerziellen Erfolgs drohte eine zweite Niederlage gegen Holyfield Tysons sportlichen Nimbus nachhaltig zu beschädigen. Tysons Ohrbiss war womöglich eine verzweifelte Reaktion darauf - wobei er selbst behauptete, dass die Wut über einen ungeahndeten Kopfstoß Holyfields ihn aus der Fassung gebracht hatte.

Mills Lane begutachtet das kaputte Ohr von Evander Holyfield

Unglaublich: Anfangs hatte Tyson seinen irren Ausraster noch leugnen wollen und behauptet, dass ein Schlag die Wunde verursacht hätte. Die passende Antwort der Ringrichter-Legende Lane: "Bullshit."

Ein Jahr Sperre nach Biss ins Ohr 1997

Tyson wurde zu einer Drei-Millionen-Dollar-Strafer und einer letztlich einjährigen Box-Sperre verurteilt, die er mit einem gut bezahlten Gastauftritt für die Wrestling-Liga WWE überbrückte. Er kam vergleichsweise glimpflich davon, ganz offensichtlich wollte der Sport den noch immer zugkräftigen Superstar nicht in die Zwangsrente schicken, die manche Kritiker forderten.

Donald Trump, Lewis Hamilton, Mickey Rourke, Muhammed Ali: Wrestling ist nicht nur eine Bühne für Muskelmänner - es lockt auch immer wieder Prominente aus Sport- und Showgeschäft an. SPORT1 blickt auf die verrücktesten Auftritte zurück © SPORT1-Montage/Getty Images
Box-Legende Mike Tyson ist ein regelmäßiger Gaststar im Wrestling-Ring: Soeben legte er sich bei der Liga AEW mit Showkampf-Legende Chris Jericho an ... © AEW
... dem er auch schon beim Marktführer WWE begegnet war. Als Tyson Gastmoderator der Show Monday Night RAW war, steckte er sich selbst in ein Match an der Seite von Jericho - wandte sich jedoch gegen ihn und schlug ihn nieder ©
Der erste Auftritt bei WWE: Tyson war 1998 Gastringrichter im WrestleMania-Hauptkampf zwischen Steve Austin und Shawn Michaels. Er tat zunächst so, als würde er Bösewicht Michaels unterstützen © Getty Images
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Am Ende aber schlug er sich dann doch auf die Seite des Publikumslieblings Austin und sorgte dafür, dass er den Schaukampf fair gewinnen konnte © Getty Images
Der andere Tyson passte beim Wrestling definitiv auch gut rein: Klitschko-Bezwinger Tyson Fury tauchte im Oktober 2019 bei SmackDown und RAW auf - und legte sich dort mit Wrestler Braun Strowman an © WWE
Die Konfrontation endete in einer Massenkeilerei - ein Showmatch der beiden gab es dann in Saudi-Arabien, Fury gewann es durch Auszählen © WWE
Ebenfallspudelwohl fühlte sich Rob Gronkowski (r.) beim Wrestling. Der NFL-Star sicherte sich bei WrestleMania 36 im Frühjahr 2020 gar einen Titel als 24/7 Champion - und hält ihn trotz seines NFL-Comebacks bis heute © SPORT1
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NBA-Star Enes Kanter von den Boston Celtics absolvierte im September 2019 einen Gastauftritt bei der TV-Show Monday Night RAW, bei dem er kurzzeitig 24/7-Champion R-Truth entthronte und die Fans in New York mit der demonstrativen Enthüllung des Trikots seines aktuellen Klubs verärgerte © WWE
Der Auftritt von Kanter (der den Titel schnell wieder an R-Truth verlor) war keine ganz große Überraschung: Kanter ist erklärter Wrestling-Fan - und war privat auch mal liiert mit WWE-Kämpferin Dana Brooke © twitter.com/enes_kanter
Apropos NBA: Lonzo Ball, 2017 Draftpick Nummer 2 der L.A. Lakers (M.), schaute kurz danach auch bei Monday Night RAW rein - und brachte auch Großmaul-Papa LaVar (l.) mit. Der ging mit Bösewicht The Miz in den Clinch, wurde aber nicht handgreiflich © WWE 2017 All Rights Reserved
Der Auftritt wuchs im Nachhinein noch zu einem kleinen Skandal aus. Lonzos damals 15 Jahre alter Bruder LaMelo (r.) hatte den Papa für alle hörbar mit den Worten "Beat that n.... ass" angefeuert. WWE distanzierte sich vom Bruch des Sprach-Tabus © instagram.com/WWE
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Richtig beherzt warf sich 2009 Dirk Nowitzkis langjähriger Boss Mark Cuban ins Getümmel. Der Besitzer der Dallas Mavericks geriet 2009 bei der Fehde zwischen Superstar John Cena (l.) und Sheamus zwischen die Fronten ... © WWE
... und wurde dabei sogar von Sheamus durch einen Tisch geschleudert © WWE
Englands Stürmerstar Wayne Rooney war 2015 bei einer Show der WWE in seinem Heimatland zu Gast - und mischte auch selbst körperlich mit © WWE
Bösewicht Wade Barrett bekam nach einem Wortgefecht eine Ohrfeige ab © WWE
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Aus deutscher Sicht natürlich ganz vorn: Tim Wiese. Bei einer Deutschland-Show der WWE trat der frühere Nationalkeeper 2014 auf - offiziell als Gastzeitnehmer für einen Teamkampf © Getty Images
Die Bösen in dem Match: Stardust (l.) und Goldust (Cody und Dustin Rhodes) © Getty Images
Es kam, wie es kommen musste: Das Glitzer-Duo forderte Wiese heraus © Getty Images
Der ließ sich nicht lang bitten und enterte das Seilgeviert. Bevor er aber selbst handgreiflich werden musste... © Getty Images
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... kamen die Publikumslieblinge Jimmy und Jey Uso zu Hilfe © Getty Images
Wiese kam bekanntlich auf den Geschmack: Zwei Jahre später feierte er selbst sein WWE-Kampfdebüt, "The Machine" besiegte in München zusammen mit Cesaro (l.) und Sheamus die Shining Stars und Bo Dallas. Ein sich anbahnender WWE-Deal platzte dann © Getty Images
Langjährige SPORT1-Zuschauer werden sich erinnern: Auch Komiker Tom Gerhardt hatte einst einen skurrilen Wrestling-Auftritt. Beim Event Starrcade der Liga WCW war er 1999 als Gastkommentator für das damalige DSF vor Ort und warf dabei auch einen Blick hinter die Kulissen © WWE / SPORT1
Dort verstrickte er sich in eine Auseinandersetzung mit dem deutschen Wrestler Berlyn (Alex Wright), auf deren Höhepunkt er ihm den Auspuff von dessen Auto klaute. Das führte zu einem Match der beiden um den Auspuff bei einer Deutschland-Tour in Oberhausen. Berlyn siegte - schenkte Gerhardt den Auspuff aber dann, als der ihm hinterher bei einer Attacke von The Wall und den Mamalukes zu Hilfe kam © WWE / SPORT1
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Auch der in den USA hoch anerkannte Satiriker Jon Stewart ("The Today Show") hat ein Wrestling-Faible - und lebte es beim WWE SummerSlam 2015 aus, als er Bösewicht Seth Rollins in dessen Titelmatch gegen John Cena half. Dafür bekam er am Abend darauf das Attitude Adjustment, die Spezialaktion Cenas ab © Getty Images
Nochmal ein berühmter Comedian im wohl gelungensten Promi-Gastspiel im Wrestling überhaupt: Der früh verstorbene Andy Kaufmann forderte 1982 Jerry "The King" Lawler zu einem Match heraus und tat hinterher, als ob der ihm den Hals gebrochen hätte. Ein gemeinsamer Auftritt bei Late-Night-Talker David Letterman, bei dem Lawler Kaufman nochmal niederschlug, ist Legende. Der Zoff schien echt, aber alles war Show © Imago
Auch schon im Ring fremdgegangen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Zur Promotion des Grand Prix in Mexiko maß er sich mit dem lateinamerikanischen Superstar Mistico © Getty Images
Und das durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten © Getty Images
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Im Film "The Wrestler" begeisterte Mickey Rourke Kinofans und Kritiker, bei seinem eigenen Ausflug in den Ring ging es zünftiger zu. Bei WrestleMania 25 unterstützte er ein Legendenteam um Ric Flair © Getty Images
... und ließ Chris Jericho seine Fäuste spüren. Ein bisschen lasch, wie Wrestlingfreunde bemängelten © Getty Images
Auch ein US-Präsident muss seine Konflikte gelegentlich im Ring lösen. Donald Trump trat 2007 zum "Battle of the Billionaires" gegen WWE-Boss Vince McMahon an. Die Klausel: Der Verlierer musste sich die Haare abrasieren lassen © Getty Images
Trump selbst musste seinen Anzug dazu nicht abstreifen, er schickte Bobby Lashley vor, der McMahons Schützling Umaga bezwang © Getty Images
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Trumps berühmte Haarpracht blieb also verschont, er konnte stattdessen McMahon eine Glatze rasieren © Getty Images
Nichtsdestotrotz musste Trump noch etwas einstecken: Gastringrichter Stone Cold Steve Austin verpasste ihm seine Spezialaktion - den Stone Cold Stunner © Getty Images
Bunt und bunt gesellt sich gern: Klar, dass auch NBA-Skandalstar Dennis Rodman einst den Weg in das Revier von Hulk Hogan fand © Getty Images
1998 stieg er mit Hogan in dessen damaliger Liga WCW gegen Diamond Dallas Page und einen anderen NBA-Star in den Ring © Getty Images
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Saubermann Karl Malone bezog Prügel vom sportlich-unterhalterischem Dream Team, das sich in dem Kampf dann auch durchsetzte © Getty Images
Auch Boxstars wechseln gern mal den Ring: Floyd Mayweather zum Beispiel © Getty Images
2008 bestritt der Jahrhundertkämpfer ein recht ungleiches Duell gegen den 190-Kilo-Hünen The Big Show © Imago
Tatsächlich behielt Mayweather die Oberhand - weil es in dem Kampf keine Regeln gab und er sich mit einem Schlagring behalf © Getty Images
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Sogar im WrestleMania-Hauptkampf stand 1995 NFL-Legende Lawrence Taylor - neben dem Feld auch kein Kind von Traurigkeit. Taylor durfte bei der elften Ausgabe der WWE-Megashow Bösewicht Bam Bam Bigelow besiegen © WWE
Eine besondere Beziehung verbindet A-Team-Star Mister T mit dem Wrestling: Die WWE verpflichtete den B.A.-Darsteller für den Hauptkampf ihrer ersten WrestleMania 1985, an der Seite von Hulk Hogan bezwang er Roddy Piper und Paul Orndorff © Imago
Hogan und Mister T - schon am Set von Rocky III Kollegen - blieben über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden © Getty Images
Ein Anblick, der viele Wrestling-Fans bis heute verärgert: Schauspieler David Arquette (r.) wurde 2000 von der Liga WCW als PR-Gag kurz zum World Champion gemacht. Viele empfanden das als Schlag ins Gesicht und Beitrag zum Ende der Liga wenige Zeit später © WWE
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Arquette tat die Idee schließlich selbst leid, als Wrestling-Fan merkte er, dass viele sie als Schlag ins Gesicht empfanden. Er spendete seine Gage auch für noble Zwecke, an den gelähmten Darren Drozdov und die Hinterbliebenen der verstorbenen Owen Hart und Brian Pillman. Seit einiger Zeit ist Arquette wieder regelmäßig für kleinere Ligen im Ring zu sehen © Getty Images
Auch der größte Boxer und vielleicht größte Sportler aller Zeiten adelte einst das Schaukampfgewerbe: Muhammed Ali trat mehrfach bei der WWF auf ... © Imago
... 1977 in Japan außerdem zu einem Boxer-gegen-Wrestler-Kampf mit Nippon-Legende Antonio Inoki an. Nach Inokis Angaben war der Kampf nicht abgesprochen, sondern real. Er endete unentschieden und war für die Zuschauer eher eine Enttäuschung. Ali und Inoki wurden danach gute Freunde © Imago

Der sportliche Glanz von einst war nach seiner Wiederkehr aber endgültig verblasst. Nach seinem Comeback-Fight gegen Francois Botha 1999 riss er nicht mehr viel, 2002 bekam er seine letzte WM-Chance, ging gegen Lennox Lewis aber in der achten Runde K.o. 2005 folgte das Karriere-Ende nach Niederlagen gegen Danny Williams und Kevin McBride, die seinem Ruf den Rest gaben.

Tysons zweite Karriere, die im Wesentlichen aus der Vermarktung seiner selbst besteht, läuft wieder deutlich erfolgreicher, heute sind die einstigen Erzrivalen Tyson und Holyfield versöhnt und sogar gut befreundet, ein später dritter Kampf zu wohltätigen Zwecken ist im Gespräch.

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Evander Holyfield und Mike Tyson wurden nach dem Eklat Freunde

Bei einem gemeinsamen Auftritt in der "Oprah Winfrey Show" meinte Tyson einmal über Holyfield: "Ich will der Welt sagen, dass er ein wundervoller Junge ist. Es ist eine Freude, ihn zu kennen."