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Dirk Nowitzki: Außergewöhnliche Statistiken zu seiner einmaligen Karriere

Wie die Amis Nowitzki neu entdecken

21 Jahre NBA: Die gigantische Karriere des Dirk Nowitzki

In den Augen vieler gehört Dirk Nowitzki nicht zu den größten NBA-Spielern aller Zeiten. Doch es gibt gute Gründe, seine Leistungen nicht unterzubewerten.

Hätten Sie gewusst, wer der einzige Spieler der Basketball-Geschichte ist, der bei einer Europameisterschaft, einer Weltmeisterschaft, in der NBA und in den Finals der besten Liga der Welt zum wertvollsten Spieler gekürt wurde?

Die Antwort lautet Dirk Nowitzki. Kein anderer Basketballer des Planeten kann all diese vier Auszeichnungen sein Eigen nennen. Selbst wenn man die kontinentale Einschränkung weglässt, gelang es außer dem Deutschen nur Kevin Durant und Shaquille O’Neal, zum MVP bei einer WM, in der NBA und in den NBA-Finals gewählt zu werden.

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Dieser Fakt ist nur einer von vielen, warum Nowitzki in vielen GOAT-Rankings – kürzlich landete er in dem des renommierten Sportberichterstatters ESPN auf Rang 19 – möglicherweise eine höhere Position verdient hätte. SPORT1 nennt weitere.

Nowitzki in den Top-Rankings der NBA vorne dabei

In 21 Jahren seiner NBA-Karriere, die er allesamt für die Dallas Mavericks auf dem Feld verbrachte, hat "Dirkules" unfassbare Zahlen erreicht. 31.560 Punkte in 51.368 Minuten bzw. 1522 Spielen sprechen allein schon eine deutliche Sprache. Zumindest in den Top Ten der besten Scorer aller Zeiten wird er noch sehr lange bleiben.

Doch blickt man tiefer in die Details, so gibt es noch weitaus erstaunlichere Statistiken zum einstigen "German Wunderkind".

Nowitzki ist einer von nur acht Spielern in der Geschichte der NBA, der in den Kategorien Punkte, Rebounds, Steals und Blocks jeweils unter den Top 100 der Bestenliste rangieren – eine bemerkenswerte Leistung eines Big Mans.

14 Mal durfte der heute 42-Jährige am All-Star Game teilnehmen, zwölf Mal gehörte er einem All-NBA-Team an. Insgesamt gab es nur sieben (All-Stars) bzw. sechs (All-NBA-Team) Akteure, die mehr Nominierungen gesammelt haben.

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Keine All-Stars an seiner Seite

Apropos All-Stars: Rein statistisch gesehen hätte Nowitzki mit den Mavs 2011 gar nicht Meister werden dürfen. Denn wie die Zahlenarchive zeigen, sind mindestens zwei All-Stars nötig, um in der NBA einen tiefen Run hinzulegen.

Doch Nowitzki bewies insbesondere in zwei Saisons das Gegenteil. Ohne ganz große Namen an seiner Seite, die Statistiken auflegten, die All-Stars würdig sind, führte er Dallas 2005/06 ins Finale und fünf Jahre später sogar zum Titel.

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Im Vize-Jahr war der Power Forward mit 27,7 Punkten im Schnitt mit Abstand bester Mav der Postseason. Auf Platz zwei und drei folgten Jason Terry und Josh Howard, die in Person von Howard (allerdings erst fünf Jahre später, als er nicht mehr für die Texaner auflief) nur einmal für ein All-Star Game nominiert wurden.

Meilenstein für LeBron James! Mit 29 Punkten gegen die Philadelphia 76ers überholt er in der ewigen NBA-Scorerliste die verstorbene Lakers-Legende Kobe Bryant. Der 35-Jährige pirscht sich damit weiter an die Spitze des Rankings heran, die er aber wohl nicht erreichen wird © Getty Images
Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki hat LeBron bereits überholt. Dennoch thront Dirkules nach seinem Karriereende auf absehbare Zeit in den Top sechs. SPORT1 zeigt die Top 20 der besten Punktesammler in der NBA-Geschichte (Stand: 26.1. 2020) © Getty Images
PLATZ 20: ALEX ENGLISH - 1983 wird English für die Denver Nuggets Scoring-Champion, in der ewigen Bestenliste reicht es mit 25.613 Punkten derzeit noch zu Rang 20 © Getty Images
PLATZ 19: VINCE CARTER - Der einzige NBA-Spieler, der in vier Jahrzehnten auf dem Parkett der besten Liga der Welt stand, überholte kürzlich mit nun 25.618 Punkten (26.1. 2020) English und liegt vorerst auf Rang 19 © Getty Images
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PLATZ 18: CARMELO ANTHONY - Nachdem er lange auf ein neues Team warten musste, ist Melo zurück. In seinem vierten Einsatz für die Portland Trail Blazers schob er sich auf Platz 18 und liegt nun dort mit 26.053 Punkten (26.1.2020) © Getty Images
PLATZ 17: KEVIN GARNETT - Er liegt eine ganze Weile mit Dirk Nowitzki auf einer Höhe, muss ihn aber in den letzten Jahren seiner Karriere ziehen lassen. Vor der Saison 2016/2017 gab Garnett dann seinen Rücktritt bekannt. Am Ende stehen 26.071 Punkte auf dem Konto von "The Big Ticket" © Getty Images
PLATZ 16: JOHN HAVLICEK - Durch einen Steal wird der Celtics-Guard berühmt, doch 26.395 Punkte beweisen auch eindrucksvoll seine Scorer-Qualitäten. 1965 fängt er im entscheidenden siebten Finale der Eastern Conference gegen die Philadelphia 76ers den Einwurf ab und sichert so Bostons Sieg. Kommentator Johnny Most macht ihn dann unsterblich © Getty Images
PLATZ 15: PAUL PIERCE - Der Scoring-Schnitt von Pierce leidet nach großen Zeiten bei den Boston Celtics durch den Wechsel nach Brooklyn und fortschreitendes Alter. Nach einem Zwischenstopp in Washington beendet "The Truth" bei den L.A. Clippers schließlich nach der Saison 2016/17 seine Karriere. Insgesamt bringt er es auf 26.397 Punkte. 2008 sichert er sich mit den Celtics den begehrten Championship-Ring © Getty Images
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PLATZ 14: TIM DUNCAN - Duncan sorgt bei den San Antonio Spurs von 1997 bis 2016 für Punkte und erreicht bis zum Karriereende 26.496 Zähler. Fünf Meisterschaften sowie zwei MVP-Titel nennt Duncan zudem sein Eigen © Getty Images
PLATZ 13: DOMINIQUE WILKINS - Er wird nicht umsonst "The Human Highlight Film" gerufen. Viele seiner 26.668 Punkte erzielte der zweimalige Dunking-König spektakulär. Die beste Zeit seiner Karriere verbringt er bei den Atlanta Hawks und wird 1986 Scoring-Champion © Getty Images
PLATZ 12: OSCAR ROBERTSON - Zwischen 1960 und 1974 erzielt Robertson 26.710 Punkte. Der vielseitige Playmaker liegt damit an zwölfter Stelle. "The Big O" führt Milwaukee 1971 zum NBA-Titel. Er und Russell Westbrook sind bislang die einzigen Spieler der NBA-Geschichte, die eine Saison mit einem Triple-Double im Schnitt schaffen (1961/62: 30,8 Punkte; 12,5 Rebounds; 11,4 Assists) © Getty Images
PLATZ 11: HAKEEM OLAJUWON - Ein Techniker in der Mitte: Der gebürtige Nigerianer Olajuwon (26.946 Punkte) wird zwölfmal All-Star und zudem zweimal Defensivspieler des Jahres. "The Dream" führt die Rockets zu zwei Meisterschaften (1994, 1995) © Getty Images
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PLATZ 10: ELVIN HAYES - 18 Jahre, 27.313 Punkte in der NBA: Hayes ist "The Big E" und zwölfmaliger All-Star. 1978 führt er die Washington Bullets zum Titel. Er ist auch nach wie vor der beste Scorer in der Geschichte der heutigen Wizards © Getty Images
PLATZ 9: MOSES MALONE - Er spielt zwischen 1974 und 1995 für insgesamt neun verschiedene NBA-Teams. Seine Karriere beendet er bei den San Antonio Spurs mit 27.409 Punkten - Rang neun. Außerdem wird Malone dreimal zum MVP gewählt © Getty Images
PLATZ 8: SHAQUILLE O'NEAL - Mit 28.596 Punkten beendet O'Neal seine Karriere bei den Boston Celtics. Die meisten Punkte erzielt "Shaq Diesel" für die Los Angeles Lakers im Zusammenspiel mit Kobe Bryant. Trotz dreier NBA-Titel gibt es immer wieder Unstimmigkeiten zwischen dem Star-Duo. Trotzdem ist der Mann der 1000 Spitznamen einer der größten Spieler aller Zeiten © Getty Images
PLATZ 7: WILT CHAMBERLAIN - Nach seinem Wechsel von den Harlem Globetrotters in die NBA 1959 verbucht "The Big Dipper" 31.419 Punkte. Für die Warriors, die 76ers und die Lakers ist "Wilt the Stilt" aktiv. Das eigentlich Sagenhafte: Er erreicht mit nur 941 Spielen die 30.000 Punkte. Zum Vergleich: Kobe Bryant braucht 1179 Partien © Getty Images
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PLATZ 6: DIRK NOWITZKI (31.560) - Mit einem klassischen Nowitzki-Sprungwurf gegen die New Orleans Pelicans katapultiert sich der Würzburger auf Rang sechs im Ranking und lässt den legendären Wilt Chamberlain hinter sich. Nowitzki wird 2007 als erster Europäer MVP und holt 2011 den ersehnten NBA-Titel. Die Top 5 verpasst "Dirkules", doch von hinten lauert erst einmal keine Gefahr © Getty Images
PLATZ 5: MICHAEL JORDAN - "His Airness" liegt mit 32.292 Punkten "nur" noch auf dem fünften Platz. Zehnmal holt sich Jordan die Scorer-Krone. Ohne seinen Baseball-Ausflug hätte er noch weit mehr Zähler auf dem Konto. Der Schnitt des sechsmaligen Champions von 30,12 pro Spiel ist der höchste der NBA-Historie © Getty Images
PLATZ 4: KOBE BRYANT - 33.643 Punkte weist der Superstar der Los Angeles Lakers am Ende seiner Karriere auf. Mit einem Freiwurf zieht die "Black Mamba" am 14. Dezember 2014 für seine Verhältnisse ganz unspektakulär an Idol Jordan vorbei. Am 26. Januar 2020 stirbt Bryant nur wenige Stunden nachdem er von Platz drei der Liste verdrängt wird © Getty Images
PLATZ 3: LEBRON JAMES - King James schluckt die NBA-Legenden wie am Fließband. Nach 29 Punkten gegen die 76ers schnappte er sich Lakers-Legende Kobe Bryant und steht aktuell bei 33.655 Punkten (26.1.2020). Nur wenige Stunden später stirbt Bryant bei einem Hubschrauberabsturz © Getty Images
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PLATZ 2: KARL MALONE - Der "Mailman" stellt zu: Malone - 18 seiner 19 Spielzeiten für die Utah Jazz aktiv - liegt mit 36.928 Punkten auf dem zweiten Rang. Einen NBA-Titel kann das Kraftpaket allerdings nie gewinnen © Getty Images
PLATZ 1: KAREEM ABDUL-JABBAR - Mit 38.387 Punkten unangefochten an der Spitze: Abdul-Jabbar (r.). Der 2,18-m-Center wird sechsmal NBA-Champion, 19-mal All-Star und dreimal College-Meister. Die Brille und der "Sky Hook" werden zu den Markenzeichen des Hall-of-Famers © Getty Images

2010/11 verfügte Dallas ebenfalls nur über einen Superstar: Dirk Nowitzki. Daneben prägten alternde Stars über ihrem Zenit wie Jason Kidd, Shawn Marion und Peja Stojakovic sowie talentierte Rollenspieler wie Tyson Chandler, Terry oder DeShawn Stevenson das erfolgreiche Spiel des Meisters. Diese waren zwar teilweise mehrfach ins All-Star Team bzw. All-NBA-Team berufen worden, trugen jedoch auf dem Feld eher sekundär zu den Erfolgen bei. 

Bryant, Durant, Harden und James rausgeworfen

Auch über seine gesamte Karriere hinweg gesehen spielte Nowitzki auffällig selten mit Teamkollegen zusammen, die Nominierungen für Auswahlen erhielten. Er ist der einzige Spieler der NBA-Geschichte, der zum MVP und Finals-MVP gekürt wurde, ohne dass er mit einem Akteur gemeinsam auf dem Feld stand, der in seiner Mavs-Zeit für ein First oder Second All-NBA-Team nominiert wurde. Jason Kidd beispielsweise wurde erst nach seinem Wechsel zu den Phoenix Suns dreimal ins All-NBA-Team gewählt. Darüber hinaus spielte der beste Europäer der Liga-Historie nur mit sechs All-Stars zusammen.

Zum Vergleich: Kobe Bryant ging im Laufe seiner Ausnahmekarriere gemeinsam mit neun Spielern, die es in eins der besten zwei NBA-Teams einer Saison schafften, sowie mit 15 anderen All-Stars auf Körbejagd. Bei Dwayne Wade (8/16) und Tim Duncan (5/13) – zwei weitere Megastars in Nowitzkis aktiver Zeit - waren es ebenfalls wesentlich mehr Star-Teamkollegen. LeBron James hatte bisher 15 All-Star-Kollegen.

Besonders beeindruckend war der Weg zum Titel 2011. In den Playoffs eliminierte Nowitzki mit LaMarcus Aldridge (Portland Trail Blazers), Kobe Bryant und Pau Gasol (Los Angeles Lakers), Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden (OKC) sowie LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh (Miami Heat) zahlreiche Superstars – darunter befinden sich fünf MVPs.

Dass Nowitzki auch ohne herausragende Spieler an seiner Seite außergewöhnliche Erfolge erreichen konnte, hat auch seine Laufbahn im Nationalteam bewiesen. Ohne ihn wären WM-Bronze 2002 in den USA und EM-Silber 2005 für Deutschland utopisch gewesen.

Nach einer längeren Durststrecke will die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China wieder für Furore sorgen. Die einzige WM-Medaille holte das DBB-Team 2002 mit Bronze. Hat das aktuelle Team ähnliches Potenzial? SPORT1 macht den Vergleich © SPORT1-Montage Marc Tirl: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
POINT GUARD – MITHAT DEMIREL vs. DENNIS SCHRÖDER: Der Berliner Demirel hielt beim Turnier in den USA die Fäden des deutschen Spiels in seinen Händen. Mit 7,4 Punkten und 3,2 Assists im Turnierverlauf zeigte er seine Qualitäten. Highlight waren seine 17 Zähler im Halbfinale gegen Argentinien © Getty Images
Anders als Demirel ist Schröder der Leader im DBB-Team 2019 und muss die Offensive organisieren, selbst scoren und nebenbei auch als Führungsfigur vorangehen. Der Guard der Oklahoma City Thunder ist der Star des Teams und wird von den Gegnern besonderes Augenmerk erhalten. Trotzdem behält er im Vergleich die Oberhand, Punkt für Team 2019, Stand: 0:1 © Getty Images
SHOOTING GUARD – MARKO PESIC vs. ISMET AKPINAR: Der Sohn von Trainerlegende Svetislav Pesic bildete zusammen mit Demirel ein starkes Backcourt-Duo. Durchschnittlich 9,1 Punkte lieferte Pesic während des Turniers und beeindruckte vor allem mit einer 53-Prozent-Trefferquote aus dem Zweierbereich © Getty Images
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Akpinar, der in der kommenden Saison für Besiktas Istanbul auflaufen wird, ist ein ballsicherer Guard, der ab und an auch einen Dreier einstreut. Doch die Erfahrung bei Großereignissen geht Akpinar noch etwas ab, daher Punkt für Team 2002, Stand 1:1 © Imago
SMALL FORWARD – DIRK NOWITZKI vs. PAUL ZIPSER: Bereits mit 24 Jahren drückte Nowitzki dem Turnier seinen Stempel auf und wurde mit 24 Punkten pro Partie zum MVP sowie Topscorer der WM. Auch durch seine 29 Punkte gegen Neuseeland reichte es zur Bronzemedaille für Deutschland © Getty Images
Der Vergleich mit dem größten deutschen Basketballer aller Zeiten wäre für jeden Spieler der aktuellen Generation eine Bürde. Zipser kämpft sich aktuell nach einer Verletzung wieder zurück, zeigte sich zuletzt aber in guter Form und hat wohl Kapitän Robin Benzing auf die Bank verdrängt. Punkt für Team 2002, Stand: 2:1 © Imago
POWER FORWARD - ADEMOLA OKULAJA vs. MAXI KLEBER: "Warrior" Okulaja war hinter Nowitzki mit 14,2 Punkten im Schnitt der zweitbeste Scorer. Mit seiner Athletik wühlte Okulaja unter dem Korb, war aber auch mit 54 Prozent Quote von der Dreierlinie gefährlich. Zusätzlich schnappte er sich noch sechs Rebounds pro Partie © Getty Images
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Kleber beeindruckte zuletzt mit starker Defensive, aber auch offensiv konnte er bereits Akzente setzen, wie zum Beispiel mit 15 Punkten gegen Tunesien. Kleber wird unter dem Ring den Laden zusammenhalten und offensiv solide seinen Part spielen. Zu Okulajas Klasse fehlt ihm aber wohl noch ein kleines Stück, Punkt für Team 2002, Stand: 3:1 © Imago
CENTER – PATRICK FEMERLING vs. DANIEL THEIS: Neben Okulaja war Femerling vor 17 Jahren der zweite Spieler des FC Barcelona im DBB-Team. Der 2,15-Meter-Hüne bewegte sich zumeist unter dem Korb und legte bei der WM 6,9 Punkte und 4,8 Rebounds im Schnitt auf. Doch Femerling war der Kapitän des DBB-Teams und war ein wichtiger Defensivanker im deutschen Team © Getty Images
Etwas anders ist die Lage bei Theis, der bei den Boston Celtics in der NBA ein Rollenspieler ist, aber im DBB-Team wohl der athletischste Big Man ist. Offensiv wird Theis die Anspiele von Braunschweig-Kumpel Dennis Schröder verwandeln und defensiv für einige Blocks sorgen. Remis, Stand: 4:2 © Getty Images
SIXTH MAN – MISAN NIKAGBATSE vs. ROBIN BENZING: Als Backup für Demirel und Pesic agierte Nikagbatse von der Bank und spielte durchschnittlich 15 Minuten pro Partie. Gegen Russland gelangen ihm 17 Zähler. Der gebürtige Berliner war bekannt für seine Instant-Offense © Getty Images
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Ähnliches wird auch von Benzing erwartet. Der Kapitän wird in den meisten Partien von der Bank kommen, ist aber jederzeit in der Lage zu scoren. Defensiv zählt der 31-Jährige aber nicht zu den besten Spielern des deutschen Teams. Dennoch wird Benzing eine wichtige Rolle im DBB-Team einnehmen. Remis, Stand: 5:3 © Getty Images
ROLLENSPIELER – NINO GARRIS vs. MAODO LO: Der frühere ALBA-Spieler legte gleich zum Auftakt gegen China mit 16 Punkten seine Bestleistung aufs Parkett. Garris war bekannt für seine Qualitäten in der Defensive und aus der Distanz © Getty Images
Lo ist als nomineller Backup für Dennis Schröder eingeplant, kann aber auch die Position des Shooting Guards übernehmen. Der Bayern-Spieler kann mit seiner Schnelligkeit die gegnerische Defense durchlaufen, ist aber teilweise noch nicht konstant genug in seinen Leistungen. Punkt für Team 2002, Stand: 6:3 © Getty Images
HENRIK RÖDL vs. DANILO BARTHEL: Der heutige Bundestrainer war bei der WM 2002 ein wichtiger Bankspieler, der für Entlastung sorgte. Rund 15 Minuten spielte Rödl pro Partie und brachte 3,9 Punkte und zwei Rebounds pro Partie aufs Scoreboard © Getty Images
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In vielen anderen Nationalteams wäre Barthel gesetzt, doch aufgrund der starken deutschen Besetzung unter dem Korb mit Kleber und Theis wird Barthel nur von der Bank kommen. Doch Barthel liefert Punkte, Rebounds und Defense auf hohem Niveau, Punkt für Team 2019, Stand: 6:4 © Imago
STEPHEN ARIGBABU vs. JOHANNES VOIGTMANN: Der kräftige Big Man sorgte vor allem auf den Positionen vier und fünf für Entlastung, war dabei aber ein klassischer Big Man, der vor allem unter dem Korb agierte © Getty Images
Ähnlich wie Barthel würde Voigtmann auch bei vielen anderen Nationalteams Starter sein. Der künftige ZSKA-Spieler beeindruckt vor allem durch seine Beweglichkeit, Spielintelligenz und sein weiches Händchen. Punkt für Team 2019, Stand: 6:5 © Getty Images
JÖRG LÜTCKE vs. NIELS GIFFEY: Lütcke entstammte der Nachwuchsschmiede von ALBA Berlin, war bei der WM aber nur ein Rollenspieler. Nach seinem dritten Kreuzbandriss musste Lütcke 2005 seine Karriere verletzungsbedingt beenden © Getty Images
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Giffey ist die aktuelle Identifikationsfigur bei ALBA Berlin und beeindruckt durch seine Vielseitigkeit. Von Position zwei bis vier kann der 28-Jährige alle Positionen ausfüllen. Vor allem seine Dreierqualitäten sind nicht zu verachten. Punkt für Team 2019, Endstand 6:6 © Imago
FAZIT: Unentschieden! Das Team von 2002 war in Spitze – vor allem mit Nowitzki und Okulaja – wohl noch einen Tick stärker besetzt. Doch das aktuelle DBB-Team ist in der Breite das wohl beste aller Zeiten. Bundestrainer Henrik Rödl kann fast jeden seiner Spieler gleichwertig ersetzen. Das ist Deutschlands Trumpf im Vergleich zur Konkurrenz und könnte am Ende für das nächste WM-Märchen im Basketball sorgen © Getty Images
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Dallas Mavericks dank Nowitzki Meister

Weitere Zahlen verdeutlichen Nowitzkis Stellenwert. Der 2,13-Schlaks verwandelte die Dallas Mavericks von einem Loser-Team in eine Meister-Franchise.

In den 18 Jahren vor Nowitzki schafften es die Texaner nur sechs Mal in die Playoffs – mit ihm verpassten sie die K.o.-Runde zwischen 1998 und 2019 nur sechs Mal.

Wie Hoopshype herausgefunden hat, hat Nowitzki die Gewinnrate der Mavs von zuvor 41,1 auf 60,2 Prozent gesteigert. In der Nowitzki-Ära standen 919 Siegen 606 Niederlagen gegenüber – in dieser Zeit waren in der ganzen Liga nur die San Antonio Spurs mit rund 70 Prozent gewonnenen Spielen besser.

In einer Reihe mit Abdul-Jabbar, Jordan und Co.

Auch abseits von harten Fakten hätte Nowitzki eine höhere Position in Bestenlisten vermutlich verdient.

Sein Spiel hat das Ansehen von Europäern und Big Man für immer verändert. Zuvor galten sie als soft und Verkaufsware, durch ihn legten die Teams wieder mehr Wert auf große, eher unbeweglichere Spieler mit Wurf.

Als einer von ganz wenigen Akteuren seiner Sportart hat Nowitzki sogar eine Wurftechnik geprägt. Wie etwa Kareem Abdul-Jabbars Hookshot, der Fadeaway Jumper von Kobe Bryant und Michael Jordan oder Allen Iversons Crossover etablierte sich der einbeinige Fadeaway ("Flamingo")  – eine Wurfart, die technisch sehr anspruchsvoll, aber kaum zu verteidigen ist.

Als Dirk Nowitzki nach dem letzten Heimspiel der Dallas Mavericks sein Karriereende bekannt gibt, sind einige der größten Legenden des Basketball-Sports bereits anwesend. So gibt es für den Würzburger unter anderem eine Umarmung von Larry Bird © Getty Images
Nowitzki geht als NBA-Legende in die Geschichtsbücher ein und zählt zweifelsohne zu den besten 20 Basketballern aller Zeiten. Doch wie schneidet Nowitzki im Vergleich zu LeBron James, Michael Jordan oder Magic Johnson ab? SPORT1 zeigt die 20 besten Basketballer aller Zeiten © SPORT1-Grafik: Getty Images/Paul Hänel
PLATZ 20 - JOHN STOCKTON: Der frühere Point Guard der Utah Jazz ist bis heute unangefochtener Assist-Leader der NBA und wird diese Position womöglich bis in alle Ewigkeit behalten. Auch in der ewigen Steals-Liste liegt Stockton vorne © Getty Images
PLATZ 19 - JOHN HAVLICEK: "And Havlicek stole the ball". Mit dem legendären Guard der Boston Celtics verbindet man zunächst seinen Steal, der die Meisterschaft 1965 sicherte. Der achtmalige Meister ist zudem mit 26.395 bester Punktesammler der Kelten © Getty Images
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PLATZ 18 - MOSES MALONE: Der im September 2015 verstorbene Center spielte während seiner Karriere für neun Teams. Er hat die fünftmeisten Rebounds der NBA-Geschichte auf dem Konto, nimmt man die ABA hinzu, steht Malone sogar auf Rang drei © Getty Images
PLATZ 17 - JULIUS ERVING: Dr. J.ist der einzige Spieler, der in NBA und ABA zum MVP gewählt wurde. Bei den kombinierten Punkten ist Erving Sechster. Der Hall of Famer war eines der ersten Sprungwunder der Liga und ein Vorbild für Michael Jordan und Co. © Getty Images
PLATZ 16 - JERRY WEST: Wer das Logo der Liga ziert, muss auch den Sprung in das Ranking der größten Spieler aller Zeiten schaffen. West wurde 14 Mal All-Star und erzielte in einer Postseason über 40 Punkte im Schnitt. Das hat sonst nur Michael Jordan geschafft © Getty Images
PLATZ 15 - KARL MALONE: Der Mailman wurde als einziger Spieler der Geschichte elf Mal hintereinander ins All-NBA-First-Team gewählt. Malone war eine wandelnde Double-Double-Maschine und bildete mit Stockton in Utah ein legendäres Duo © Getty Images
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PLATZ 14 - KEVIN GARNETT: "Everything is possible" schrie Garnett nach seinem ersten Titelgewinn mit den Boston Celtics 2008 heraus. Der Power Forward war in Offensive und Defensive ein Monster und phasenweise wohl der beste Spieler der NBA © Getty Images
PLATZ 13 - DIRK NOWITZKI: Mit diesem Wurf gegen die New Orleans Pelicans verdrängt Nowitzki die große NBA-Legende Wilt Chamberlain von Platz 6 der erfolgreichsten Korbjäger aller Zeiten. Zudem knackt der Superstar der Dallas Mavericks kurz vor seinem Karriereende auch noch die magische 10.000-Rebound-Marke © Getty Images
Sein Vorteil gegenüber Spielern wie Malone: Er hat einen Ring gewonnen! 2011 war er am Ziel seiner Träume. Mit seiner Spielweise hat Nowitzki das Spiel revolutioniert, sein einbeiniger Fadeaway wird oft kopiert. Für die Top Ten reicht es mit einem Titel und einem MVP aber nicht. 21 Saisons für eine Franchise sind aber einzigartig © Getty Images
PLATZ 12 - OSCAR ROBERTSON: Bis zur Saison 2016/17 war Robertson der einzige Spieler, der über eine Saison hinweg ein Triple-Double im Schnitt erzielt hat. Dann zog Russell Westbrook gleich. Robertson hält dennoch mit 181 Triple-Doubles den unangefochtenen All-Time-Bestwert © Getty Images
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PLATZ 11 - LARRY BIRD: Direkt vor ihm steht ein weiterer Celtic und ein weiterer weißer Big Man, der werfen konnte. "Larry Legend" gewann drei Mal in Folge den MVP-Award. Alle sechs Playoff-Duelle mit Michael Jordan gewannen Birds Teams © Getty Images
PLATZ 10 - HAKEEM OLAJUWON: Was bei Nowitzki der einbeinige Fadeaway ist, war bei Olajuwon der "Dream Shake": Oft kopiert, nie erreicht. Der ewige Führende in der Kategorie Blocks wurde 1994 bester Defensivspieler und MVP und eröffnet die Top Ten © Getty Images
PLATZ 9 - SHAQUILLE O'NEAL: Er gab sich selbst nach drei Lakers-Titeln in Folge den Spitznamen "Most Dominant Ever". Auch wenn Kevin Durant etwas anderes behauptet, Shaq war mehr als nur groß und breit. Seine (individuellen) Trophäen sprechen für sich © Getty Images
PLATZ 8 - TIM DUNCAN: Der wohl zweitbeste Spieler des neuen Jahrtausends hört auf den Namen Tim Duncan. Ob als Offensivwaffe, Anker in der Defensive oder Führungskraft - Duncans Spurs waren immer ein Anwärter auf den Titel. In drei verschiedenen Jahrzehnten holte Duncan als Starter einen Ring © Getty Images
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PLATZ 7 - KOBE BRYANT: Shaqs langjähriger Teamkollege bestach nicht immer durch Effizienz. Doch der fünffache Meister ist bis heute der Spieler, der Jordan am nächsten kam. In der ewigen Scorerliste steht er sogar vor ihm - auch, weil "Black Mamba" einst 81 Punkte in einem Spiel gelangen © Getty Images
PLATZ 6 - WILT CHAMBERLAIN: 100 Punkte in einem Spiel - was nur in einem Videospiel mit einem Cheatcode möglich scheint, hat Chamberlain 1962 geschafft. Zu seiner Zeit dominierte Chamberlain nach Belieben. 118 Mal knackte der Center in einer Partie die 50-Punkte-Marke © Getty Images
PLATZ 5 - BILL RUSSELL: Apropos historische Statistiken. Russell wurde als Teil der legendären Boston Celtics elf Mal Meister. In Zahlen: 11! Nach Chamberlain hat sich Center Russell auch die zweitmeisten Rebounds geschnappt © Getty Images
PLATZ 4 - MAGIC JOHNSON: Magic ist bis heute der beste Point Guard der NBA-Geschichte. In Erinnerung wird für immer das sechste Spiel der NBA-Finals 1980 bleiben, als Johnson für den verletzten Kareem-Abdul Jabbar als Center startete, 42 Punkte, 15 Rebounds, sieben Assists und drei Steals auflegte und die Lakers zum Titel führte. Fünf Titel, dreimal MVP, neunmal First Team All-NBA © Getty Images
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Traurig: Für den Spielmacher endete die Karriere 1991, nachdem er seine HIV-Krankheit bekanntgab - auch wenn Johnson noch zwei Mal kurz zurückkehrte. Zwischenzeitlich fungierte er als Präsident der Lakers, trat am 10. April allerdings überraschend zurück © Getty Images
PLATZ 3 - LEBRON JAMES: Mit Nowitzkis Karriereende ist der King der einzige noch Aktive unter den Top 20. Spätestens durch seine unfassbare Performance in den NBA-Finals 2016 ist James eine aktive Legende - das müssen auch seine Kritiker anerkennen. Vier Mal MVP, drei Mal Meister, Siebter bei den Punktesammlern - Hut ab © Getty Images
In der ewigen Bestenliste ist James bei den Karrierepunkten bereits an Michael Jordan vorbeigezogen und die Marke vom drittplatzierten Kobe Bryant ist wohl auch nur eine Frage der Zeit. Allerdings hat James nach seinem Wechsel zu den Los Angeles Lakers eine enttäuschende Saison hinter sich und erstmals seit langer Zeit die Playoffs verpasst © Getty Images
PLATZ 2 - KAREEM ABDUL-JABBAR: 38.387 Punkte - ob diese wahnsinnige Zahl noch ein Spieler jemals toppen kann? Auch bei den MVP-Awards (6) und den All-Star-Teilnahmen (19) liegt Abdul-Jabbar mit zahlreichen Trophäen vorne, dazu kommen sechs Meistertitel © Getty Images
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Der Center wurde als Lew Alcindor geboren, konvertierte allerdings zum Islam und änderte deswegen seinen Namen. Neben seinen Statistiken bissen sich Gegner und Nachfolger auch an seinem "Skyhook" die Zähne aus © Getty Images
PLATZ 1 - MICHAEL JORDAN: Der Größte aller Zeiten ist und bleibt aber Michael Jordan. "His Airness" wurde sechs Mal Meister (in sechs Finals), fünf Mal MVP und 14 Mal All-Star. Sein beinahe kranker Ehrgeiz trieb Mit- und Gegenspieler in den Wahnsinn - und Jordan mit den Bulls zum Erfolg © Getty Images
Ob "The Shot" oder "The Flu Game" (im Bild) - Jordans legendäre Momente können alleine ein ganzes Buch füllen. Immer wieder schaffte es Jordan, seine "gottesgleichen" Leistungen zu toppen. 30,12 Punkte pro Partie erzielte Jordan während seiner Karriere - Rekord. Von seiner globalen Bedeutung für den Sport ganz zu schweigen - oder warum trägt James die 23? © Getty Images
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Schließlich machten auch die Tatsachen, dass Nowitzki ohne das Bestreben, eine Weltmarke aus sich zu machen, agierte sowie fehlende Dramen und Skandale abseits des Parketts - abgesehen von der unverschuldeten Cristal-Taylor-Affäre und Holger Geschwindners Steuer-Episode - zu einem einmaligen Basketballer.

Vielleicht ist genau das ein Grund dafür, weshalb Nowitzki in vielen GOAT-Rankings nicht ganz so weit vorne zu finden ist, wie die oben aufgeführten Statistiken vermuten lassen. Dass Nowitzki "nur" ein Meistertitel vergönnt war, dürfte ebenfalls eine Rolle spielen.

Nowitzki ist der vielleicht der meist-unterschätzte Superstar der NBA-Geschichte.