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easyCredit BBL: ALBA Berlin die neue Nummer eins - SPORT1-Kommentar

ALBA ist ein würdiger Champion

Double perfekt! So ausgelassen feiert ALBA die Meisterschaft

ALBA Berlin bringt die Meisterschaft in der BBL unter Dach und Fach. Berlin ist ein würdiger Meister, muss jetzt aber mit einer neuen Rolle leben.

Herzlichen Glückwunsch an ALBA Berlin!

Die Albatrosse haben nach dem furiosen Hinspielsieg mit dem 75:74 in der zweiten Partie alles klar gemacht.

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Der Meistertitel ist hochverdient – und ALBA auch ein würdiger Champion. (Alle Ergebnisse und Platzierungen des BBL-Finaturniers)

Zwar war der Ausgang der Saison durch das Finalturnier etwas ungewöhnlich, Überraschungen waren leichter möglich, Teams bisweilen durchgewürfelt. Aber dafür kann Berlin wenig.

ALBA konnte seine Mannschaft zusammenhalten und kam am besten mit der ungewohnten Situation zurecht – weitaus besser als Top-Favorit Bayern. Auch das zeugt von Qualität.

ALBA-Titel gut für den Basketball

Für den deutschen Basketball ist es ein gutes Zeichen, dass sich Berlins kontinuierliche Arbeit ausgezahlt hat und Bayern nicht Titel in Serie einfährt.

Natürlich ist Berlin kein Underdog, natürlich hat auch Berlin Geld zur Verfügung.

Aber ALBA hat auch eine Philosophie, für die Trainerfuchs Aito Garcia Reneses der beste Protagonist ist, definiert sich nicht durch Titel und gibt dem Nachwuchs eine Chance.

Jonas Mattisseck (20 Jahre), der im Finalturnier durchschnittlich etwa 15 Minuten gespielt hat, und Tim Schneider (22) sind bereits feste Bestandteile des Kaders, mit Lorenz Brenneke (20) und Malte Delow (19) steht das nächste Duo bereit.

Am Samstag startet der große Showdown um die Deutsche Meisterschaft in der easycredit BBL. Mit dabei ist auch Rickey Paulding von den EWE Baskets Oldenburg, der als einziger noch aktiver BBL-Spieler zu den All-Time-Topscorern gehört. SPORT1 zeigt die Top 10 © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/GettyImages/imago/iStock
Rang 10 – CALVIN OLDHAM (5568 Punkte): Der US-Amerikaner spielte zwischen 1983 und 1995 in der BBL, die längste Zeit davon in Bayreuth. Auch als Trainer war er lange Zeit in Deutschland aktiv, unter anderem als Assistenzcoach bei ALBA Berlin. Seit 2016 trainiert er in Japan © Imago
Rang 9 – DERRICK TAYLOR (5906): Auch die Nummer neun der besten Topscorer aller Zeiten kommt aus den Staaten. Taylor spielte mit Unterbrechungen in Deutschland, unter anderem in Frankfurt, Bamberg und Bayreuth. Zuletzt trainierte er den BBC Coburg © Getty Images
Rang 8 – HENNING HARNISCH (6152): Der Vizepräsident von ALBA Berlin spielte die längste Zeit seiner aktiven Karriere bei Bayer Leverkusen. Mit dem Nationalteam gewann er die Europameisterschaft. Durch seine spektakuläre Spielweise wurde der Dunk in der BBL populär © Getty Images
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Rang 7 – DERRICK ALLEN (6173): In insgesamt 477 BBL-Spielen erzielte der US-Amerikaner die siebtmeisten Punkte eines Spielers aller Zeiten. Seit 2019 fungiert Allen als Assistenzcoach bei Überraschungsteam RASTA Vechta © Getty Images
Rang 6 – JULIUS JENKINS (6176): Der in Florida geborene Guard war bis zuletzt neben Rickey Paulding der einzige noch aktive Profi in der besten Zehn der Topscorer. Mit Bamberg gewann der Finals-MVP von 2008 zweimal die Meisterschaft. Von 2016 bis 2019 war er in Jena aktiv © Getty Images
Rang 5 – CARL BROWN (6317): Mit seiner Körpergröße von "nur" 1,77 m performte er in zehn seiner insgesamt 14 BBL-Jahre in Trier. Nach seiner aktiven Zeit in Deutschlands bester Basketball-Liga war er noch ein weiteres Jahr in der Regionalliga in Trier aktiv © Getty Images
Rang 4 – MICHAEL KOCH (6404): Seit 2018 ist der Europameister von 1993 in Limassol als Trainer aktiv. Als Spieler wirbelte er unter anderem für Gießen und Leverkusen. Während seiner Zeit in Bayreuth kandidierte er für den Stadtrat – und scheiterte © Imago
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Rang 3 – JARVIS WALKER (6582): In der Spielzeit 1992/93 durfte sich der US-Amerikaner bester Werfer der Saison nennen. Während seiner gesamten Karriere spielte er für nur ein Team – ratiopharm Ulm. Inzwischen lebt er wieder in den USA und arbeitet in einer Chemiefabrik © Imago
Rang 2 – RICKEY PAULDING (6874): Für ihn gibt es nur Oldenburg. Seit 2007 zaubert Paulding bei den Baskets und hat sich zum zweitbesten Scorer der BBL-Historie hochgearbeitet. Um auf Rang eins zu springen, müsste der inzwischen 37-Jährige wohl noch mindestens sechs Jahre spielen. Nächstes Ziel ist aber wohl erst einmal der Titel in der BBL © Getty Images
Rang 1 - MICHAEL JACKEL (10.789): Mit riesigem Abstand thront der Deutsch-Kanadier als bester Werfer der BBL-Geschichte auf Platz eins. Sieben Jahre lang trat er im Trikot der Bamberger auf das Parkett. Meister wurde er zuvor bereits je zweimal mit Göttingen und Köln. Jackel lebt heute in Kanada © Imago
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Nicht Bayern! ALBA ist jetzt die Nummer eins

Dass ALBA nach sechs verlorenen Finals mit dem Double 2020 gezeigt hat, dass es auch in Berlin etwas zu gewinnen gibt, ist doppelt wichtig.

Zum einen im Kampf gegen die vermeintliche Übermacht aus München, zum anderen als Argument für Vertragsgespräche und damit auch für europäische Ambitionen.

Dieser Dunk begeistert sogar NBA-Star Schröder

Allerdings muss der Hauptstadtklub jetzt auch mit einer neuen Rolle und veränderten Ansprüchen leben.

Denn als Pokalsieger und Meister ist ALBA nun Deutschlands Nummer eins – zumal die Berliner auch in der abgebrochenen EuroLeague-Saison vor München landeten.