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FC Bayern verpflichtet Mamin Sanyang von TSG Hoffenheim

Bayern holt nächstes TSG-Talent

Mamin Sanyang (l.) wechselt zum FC Bayern © Imago

Der FC Bayern bedient sich zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit in der Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim. Diesmal wird ein Spieler für die rechte Seite geholt.

Jetzt ist es offiziell.

Der FC Bayern verpflichtet ein weiteres Talent aus der Nachwuchs-Abteilung von Bundesliga-Konkurrent TSG Hoffenheim. 

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Mamin Sanyang wechselt an den Campus der Münchner. Das gab der Rekordmeister bekannt und bestätigt damit entsprechende SPORT1-Informationen. Zuerst hatte transfermarkt.de von dem Deal berichtet.

Hansi Flick bleibt beim FC Bayern Cheftrainer über die Saison hinaus und erhält einen Vertrag bis 2023. Damit könnte der ehemalige Co-Trainer von Niko Kovac sogar länger Bayern-Chef sein als ein gewisser Pep Guardiola © Getty Images
Der Spanier betreute Bayern von 2013 bis 2016, holte dreimal die Deutsche Meisterschaft, zweimal den Pokal und die Klub-WM 2013 © Getty Images
Flick hatte Kovac, der den Job im Juli 2018 von Jupp Heynckes übernommen hatte, im November als Interimstrainer beerbt. Ein 1:5 bei Ex-Klub Eintracht Frankfurt hatte letztlich das Aus des Kroaten besiegelt © SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago
Bayerns Weg in die Spitze Europas prägte eine Vielzahl anderer Übungsleiter mit. Manche Trainer wurden ziemlich schnell wieder vom Hof gejagt, andere standen für eine erfolgreiche Ära. SPORT1 blickt auf die Trainer und ihre Verweildauer beim Deutschen Rekordmeister zurück © SPORT1-Montage: Heinemann/Tirl/Imago/Getty Images/Imago
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TSCHIK CAJKOVSKI (1965 - 30.6. 1968) Tschik Cajkovski (mit Pokal) führte den FC Bayern 1965 in die Bundesliga, und nur zwei Jahre später zum ersten Europacup-Triumph der Vereinsgeschichte. 1967 holten sich die Bayern um Franz Beckenbauer und Sepp Maier den Europapokal der Pokalsieger © Imago
Cajkovski war auch der Mann, der dem besten deutschen Stürmer aller Zeiten zu seinem Durchbruch verhalf: Gerd Müller. Er verpasste ihm den Spitznamen "kleines, dickes Müller", aber auch eine Diät © Imago
Dabei war er selbst auch kein Kostverächter. Zur Zeit von Cajkovski war der Trainer noch für die Getränke zuständig. 1968 endete seine Zeit beim FC Bayern © Imago
BRANKO ZEBEC (1.7.1968 bis 13.3.1970): Es kam wieder ein Kroate. Branko Zebec gewann mit den Bayern das erste Double der Bundesliga-Geschichte. In einer kompletten Saison setzte er nur 13 Spieler ein © Imago
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Sein überhartes Training führte jedoch zu atmosphärischen Störungen mit den Bayern-Stars um Beckenbauer und Maier. Als die Bayern am 26. Spieltag der Saison 1969/70 nur auf Platz drei standen, folgte der Rauswurf © Imago
UDO LATTEK (14.3.1970 bis 2.1.1975): Lattek übernahm von Zebec, obwohl er dafür eigentlich erst zur folgenden Saison eingeplant war. Als er nach München kam, war er erst 35 Jahre alt. Zuvor war er Trainer der deutschen Jugendnationalmannschaft und brachte von dort die Auswahlspieler Uli Hoeneß, Paul Breitner und Rainer Zobel mit © Imago
Lattek prägte die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte. 1974 führte Lattek die Bayern zum ersten Triumph im Landesmeisterpokal, dem Vorgänger der Champions League. Die Münchner waren erstmals ganz oben angekommen © Imago
1974/75 spielten die Bayern jedoch die bis dahin schlechteste Bundesligasaison. Nach Differenzen mit Präsident Wilhelm Neudecker wurde Lattek entlassen. 1983 kehrte Lattek für eine zweite Amtszeit bis 1987 zurück © Imago
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DETTMAR CRAMER (16.1.1975 bis 30.11.1977): Cramer wurde mit den Bayern 1975 und 1976 Europapokalsieger der Landesmeister und 1976 Weltpokalsieger. Dass er allerdings die Meisterschaft verfehlte, wurde Cramer später zum Verhängnis © Imago
Im Dezember 1977 einigten sich die Bayern auf ein Tauschgeschäft mit Eintracht Frankfurt: Von dort kam Coach Gyula Lorant, Cramer wechselte im Gegenzug zu den Hessen © Imago
GYULA LORANT (2.12.1977 bis 28.2.1979): Der Ungar führte beim FC Bayern die Raumdeckung ein. 1977/78 beendete er mit den Münchnern die Saison als Zwölfter - die bis heute schlechteste Endplatzierung der Vereinsgeschichte © Imago
Im Winter 1979 folgte die Entlassung. 1981 war Lorant Trainer bei PAOK Saloniki, erlitt bei einem Spiel seines Teams einen Herzinfarkt und starb an dessen Folgen © Imago
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PAL CSERNAI (1.3.1979 bis 16.5.1983): Csernai war Lorants Co-Trainer gewesen. Eigentlich wollte Bayern-Boss Neudecker 1860-Coach Max Merkel verpflichten. Die Mannschaft und vor allem Torhüter Sepp Maier hatte jedoch keine Lust auf den Schleifer und stimmten gegen den Österreicher und für Csernai © Imago
Der Ungar wurde 1980 und 1981 Meister und 1982 Pokalsieger mit den Bayern. Noch vor Ende der Saison 1983 wurde der Trainer mit dem Seidenschal nach frühem Aus im Pokal und Europacup und wegen eines Absturzes in der Liga entlassen © Imago
JUPP HEYNCKES (1.7.1987 bis 8.10.1991): Heynckes (M..) beerbte den großen Udo Lattek nach dessen Rücktritt und war vier Jahre Bayern-Trainer. Mit jungen deutschen Spielern wie Hans Dorfner und Hansi Flick (r.) führte er die Bayern 1989 und 1990 zur Meisterschaft © Imago
Mit dem Europacup wollte es jedoch nicht klappen. 1991 wurde Heynckes schließlich von Uli Hoeneß entlassen. Später gab Hoeneß zu, dass diese Entscheidung der größte Fehler seiner Karriere als Bayern-Manager war © Getty Images
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SÖREN LERBY (9.10.1991 bis 11.03.1992): Der Däne (l., mit Hermann Gerland), der zwischen 1983 und 1986 89 Partien als Spieler für Bayern absolviert hatte, konnte keinen internationalen Erfolg bringen - im Gegenteil © Imago
In der 2. Runde des UEFA-Pokals setzte es eine 2:6-Klatsche gegen Kopenhagen. Auch in der Bundesliga lief es alles andere als gut, die Mannschaft dümpelte im Mittelfeld der Tabelle herum. Lerbys Engagement endete im März 1992 nach nur wenigen Monaten © Imago
ERICH RIBBECK (11.03.1992 bis 27.12.1993): Ribbeck übernahm die Mannschaft von Lerby und beendete die Saison auf Platz zehn. In der folgenden Spielzeit wurden die Münchner Vizemeister. Im Jahr darauf wurde Ribbeck in der Winterpause entlassen © Getty Images
FRANZ BECKENBAUER (1.1.1994 bis 30.6.1994) Für Ribbeck kam Franz Beckenbauer, der bis dahin Vizepräsident der Bayern gewesen war. Der "Kaiser" führte die Mannschaft noch zum Meistertitel © Getty Images
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GIOVANNI TRAPATTONI (1.7.1994 bis 30.6.1995 und 1.7.1996 bis 30.6.1998): Erstmals setzten die Bayern dann auf einen international erfahrenen Coach - der schließlich an seinen Sprachproblemen scheiterte. Zwar brachte Trapattoni den Münchnern 1997 den Meistertitel, sorgte aber 1998 mit seiner "Flasche leer"-Rede auch für Lacher © Getty Images
OTTO REHHAGEL (1.7.1995 bis 27.4.1996): Zwischendurch versuchte sich Otto Rehhagel erfolglos an der Isar. Der ehemalige Trainer von Werder Bremen sollte das neu verstärkte Münchner "Dreamteam" um die Neuzugänge Klinsmann, Herzog, Sforza und Strunz zu Titeln führen © Imago
Begrüßt wurde Rehhagel mit "Otto find' ich gut"-Kappen, bald gab es jedoch öffentliche Kritik einiger Spieler, allen voran von Mehmet Scholl. Nach einer Heimpleite gegen Hansa Rostock musste "König Otto" gehen, wieder übernahm der "Kaiser". Bayern wurde Vizemeister und gewann den UEFA Pokal © Getty Images
Anschließend kehrte "Trap" zurück, er wurde 1997 Meister und 1998 Pokalsieger. Die Bundesliga-Spielzeit endete mit Rang zwei hinter Aufsteiger Kaiserslautern - mit Rehhagel - aber enttäuschend. Im März 1998 brachte der Italiener seine legendäre Wutrede, nach der Saison verließ er die Bayern erneut © Mpx Images
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OTTMAR HITZFELD (1.7.1998 bis 30.6.2004 und 31.01.2007 bis 30.06.2008): Dann kam Ottmar Hitzfeld - und der FC Bayern startete wieder in eine erfolgreiche Ära. Nach dem Final-Drama von Barcelona 1999 klappte es 2001 auch endlich wieder mit dem Titel in der Champions League. Dazu gewannen die Münchner in dieser Zeit vier Mal die Meisterschaft. 2004 verließ Hitzfeld den Klub auf eigenen Wunsch © Getty Images
FELIX MAGATH (1.7.2004 bis 31.1.2007): Als erster Trainer schaffte Magath mit den Bayern zweimal in Folge das Double. Nach der WM 2006 blieb bei der Mannschaft um Michael Ballack der Erfolg aus. Magath wurde gefeuert, sein Vorgänger Ottmar Hitzfeld übernahm wieder. Bayern verpasste 2007 die Qualifikation zur Champions League, ein Jahr später gelang das nationale Double © Imago
JÜRGEN KLINSMANN (1.7.2008 bis 27.04.2009): Der Trainer des Sommermärchens 2006 wollte den FC Bayern modernisieren. Buddha-Figuren auf dem Dach des Klubzentrums an der Säbener Straße, zeugten von neuen Zeiten © Getty Images
Unter seiner Ägide war der FCB nie Tabellenführer, in der Champions League wurde sein Team vom FC Barcelona vorgeführt. Als die Qualifikation für die Champions League in Gefahr schien, folgte die Entlassung. Jupp Heynckes übernahm bis Saisonende © Imago
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LOUIS VAN GAAL (1.7.2009 bis 9.4.2011): Nach Anlaufschwierigkeiten verpasste van Gaal den Bayern eine neue Spielidee, gewann das Double und führte das Team ins Champions-League-Finale © Imago
In der folgenden Saison verpasste der Trainer die Titelverteidigung und flog im DFB-Pokal-Halbfinale raus. Nach einem Remis in Nürnberg am 29. Spieltag wurde der "Tulpen-General" rausgeworfen, sein Co-Trainer Andries Jonker übernahm bis Saisonende © Getty Images
JUPP HEYNCKES (1.7.2011 bis 30.6.2013): Heynckes durfte sich dann bei den Bayern nochmal versuchen - auch weil Uli Hoeneß ein schlechtes Gewissen hatte. Die Rückholaktion sollte Hoeneß nicht bereuen. Nach drei Vizetiteln im Jahr 2012 marschierte der FC Bayern 2013 erstmals in der Vereinsgeschichte zum Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal © Getty Images
PEP GUARDIOLA (1.7.2013 bis 30.6.2016): Dann kam mit dem langjährigen Barca-Coach Pep Guardiola ein absoluter Star-Trainer. Unter dem Spanier dominierte der FC Bayern in der Bundesliga wie nie zuvor, auch den DFB-Pokal gewann Guardiola zweimal. In der Champions League war aber immer im Halbfinale Schluss © Getty Images
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CARLO ANCELOTTI (1.7.2016 bis 28.9.2017): Der Italiener folgte auf Pep Guardiola und konnte in seinem ersten Jahr die Meisterschaft gewinnen. Er ist damit der erste Coach, der in Deutschland, Frankreich, England und Italien den Titel gewinnen konnte. Nach der 0:3-Pleite bei Paris Saint-Germain in der Gruppenphase der Champions League wurde Ancelotti entlassen © Getty Images
JUPP HEYNCKES (9.10.2017 bis 30.6.2018): Kurzzeitig übernahm Willy Sagnol, ehe im Alter von 72 Jahren Jupp Heynckes tatsächlich noch einen vierten Anlauf unternahm. Den Meistertitel tütete der FC Bayern souverän ein, doch in der Champions League schied man im Halbfinale gegen Real Madrid aus. Und im letzten Spiel unter Heynckes folgte eine 1:3-Pleite im Pokalfinale gegen Frankfurt © Getty Images
NIKO KOVAC (01.07.2018 bis 03.11.2019): Mit dem Pokalsieg über Bayern im Rücken wechselte der Kroate, der als Spieler 34 Mal für den Rekordmeister auflief, nach München. Er galt von Beginn an nur als B-Lösung. Doch Kovac kämpfte gegen die Widerstände und eine Herbstkrise an © DPA Picture Alliance
In der Bundesliga holten die Münchner einen Neun-Punkte-Rückstand auf Dortmund auf und wurden Meister, im Pokal gelang ein 3:0-Sieg im Finale gegen Leipzig. Nur die Champions League endete mit dem Achtelfinal-Aus gegen Liverpool enttäuschend © Getty Images
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Allerdings blieb die spielerische Entwicklung unter Kovac weitestgehend aus, neben überzeugenden gab es auch einige rätselhafte Auftritte. Bereits früh in der Saison 19/20 nahm der Druck auf Kovac zu. Nach einer 1:5-Pleite bei Eintracht Frankfurt kam es am 3. November in "gegenseitigem Einvernehmen" zur Trennung © Getty Images
HANSI FLICK (seit 4.11.2019): Der vorherige Co-Trainer von Kovac, selbst erst im Sommer zu Bayern gekommen, wird Interimstrainer und bringt Bayern zurück in die Spur. In der Corona-Pause macht Bayern Flick zum Chef auf Dauer, verkündet die Vertragsverlängerung bis 2023 © Getty Images

Campus-Leiter Sauer: "Ideale Verstärkung"

Der 17-Jährige unterschrieb bei den Bayern einen Dreijahresvertrag. "Mamin ist ein pfeilschneller und torgefährlicher Außenbahnspieler. Wir sehen ihn als ideale Verstärkung für unseren U19-Kader und freuen uns sehr, dass er zukünftig das Bayern-Trikot tragen wird", erklärte Campus-Leiter Jochen Sauer.

Der Außenspieler absolvierte in der abgebrochenen Junioren-Saison 19 Einsätze in der U17 und zwei in der U19 der Kraichgauer. Dabei erzielte er insgesamt neun Tore und vier Vorlagen.

Sanyang war mit 10 Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen - er wird der erste Gambier sein, der für den FC Bayern aufläuft. Zum Einsatz kommt er meist auf der rechten Seite. Ähnlich wie vor ihm Alphonso Davies soll er von einem Offensivspieler zu einem defensiveren Kicker umgelernt werden. 

Thiago vor Abschied beim FC Bayern? Das sind die Gründe

Zuletzt hatte sich Bayern bereits die Dienste von Sanyangs bisherigem Teamkollegen Armindo Sieb gesichert und damit für Irritationen bei der TSG gesorgt. Bayern habe den Spieler ohne Abstimmung mit Hoffenheim zur medizinischen Untersuchung nach München bestellt, wie Sportdirektor Alexander Rosen im SPORT1-Interview im Mai monierte. 

Hoffenheim musste zuletzt bereits die Talente Kerim Calhanoglu und Luca Campanile (beide FC Schalke 04) sowie Amadou Onana (Hamburger SV) ziehen lassen.