Anzeige

nWo: Warum Hulk Hogan böse wurde - und was Plan B war

Warum Hogan zum Bösewicht wurde

Wie Hogan, Nash und Hall die Wrestling-Welt schockten

Mit der New World Order (nWo) erfand WWE-Legende Hulk Hogan sich 1996 bei WCW völlig neu - nachdem sein Stern vorher schon bedenklich gesunken war.

Bobby Heenan, die 2017 verstorbene Kommentatoren-Legende, machte die große Überraschung ein wenig kaputt. Zumindest für die, die aufmerksam hinhörten.

"Whose side is he on?", schrie er ins Mikrofon, als Hulk Hogan beim Bash at the Beach am 7. Juli 1996, heute vor 24 Jahren, sein Überraschungs-Comeback für World Championship Wrestling (WCW) feierte - auf welcher Seite steht er?

Anzeige

Heenan hätte das nicht fragen sollen, denn eigentlich hätte ja klar sein müssen, auf welcher Seite Hogan stand. Auf der guten natürlich, als Helfer in der Not für die WCW-Lieblinge Sting, Lex Luger und "Macho Man" Randy Savage. Gegen die bösen, frisch von WWE zur Konkurrenz gewechselten Kevin Nash und Scott Hall.

Er war der Wrestling-Star schlechthin, prägte WWE ebenso wie den früheren Rivalen WCW und wurde auch eine bekannte Film- und Fernsehpersönlichkeit. SPORT1 blickt auf das bunte Leben von Hulk Hogan zurück - und auch auf seine Schattenseiten © WWE
Der junge Hulk Hogan in den frühen Achtzigern bei einem Match in Japan gegen Andre The Giant. Eigentlich heißt er Terry Bollea, wurde 1953 in Augusta, Georgia geboren, in jungen Jahren spielte er Baseball und Rockmusik - ehe er bei einem Auftritt in einer Bar in Florida fürs Wrestling entdeckt wurde © Imago
Noch bevor er in der früheren WWF groß rauskam, nahm er seine erste denkwürdige Filmrolle an. Als Wrestler "Thunderlips" spielte er in Rocky 3 quasi sich selbst - und vermöbelte Sylvester Stallone in einem Showkampf. Der Auftritt steigerte seinen Bekanntheitsgrad und beflügelte seine Karriere © Imago
Hogan wurde 1983 vom ambitionierten Promoter Vince McMahon für seine World Wrestling Federation (WWF) verpflichtet und zum Topstar aufgebaut. Er wurde Champion und Zugpferd seiner ersten Megashow im Jahr 1985 im New Yorker Madison Square Garden: WrestleMania. An seiner Seite: ein anderer großer Name aus Hollywood © Imago
Anzeige
Muskelpaket Mister T, mit dem Hogan in Rocky 3 und später auch in Gastauftritten in der Serie "A-Team" spielte, wurde als Partner Hogans verpflichtet, um die Kampfshow auch zum Medienereignis zu machen. Gemeinsam besiegte das Duo die Bösewichte Roddy Piper (r.) und Paul Orndorff © Imago
Da staunt auch "The Greatest": Box-Ikone Muhammad Ali war ebenfalls bei WrestleMania dabei, als Gastringrichter des Hauptkampfs © Imago
Auch sie war hin und weg: Popstar Cyndi Lauper ("Girls just want to have fun") half auch bei der Cross-Promotion, trat mit Hogan in der WWF auf und nahm ihn im Gegenzug mit zur Grammy-Verleihung. Die "Rock 'n' Wrestling Connection" funktionierte © Imago
Mit diesem Bild wuchsen Wrestling-Fans der Achtziger und frühen Neunziger auf. Hogan war der Champion, der Star, das Aushängeschild der WWF - bestritt legendäre Fehden und Matches gegen Andre The Giant, "Macho Man" Randy Savage und viele andere © Imago
Anzeige
Ohne Hogan hätte der globale Boom der WWF wohl nicht funktioniert: Seine einzigartige Erscheinung, sein Charisma, sein Unterhaltungstalent begeisterte die Fans und auch die Entertainment-Branche. Hogan war regelmäßiger Gaststar in diversen TV-Formaten, hier in der Talkshow von Joan Rivers © Imago
Ein fescher Bua: Auch in Deutschland trug Hogan seine Popularität zu Markte - und ließ sich bei einem Fotoshoot in Lederhose ablichten © Getty Images
Um Hogan noch bekannter zu machen, schob die WWF auch seine Schauspielkarriere an, produzierte 1989 den Film "No Holds Barred" ("Hulk Hogan - der Hammer") mit Hogan als Wrestler Rip - auch wieder mehr er oder weniger ein Selbstporträt © Imago
Im Ring schien Hogan derweil den Stab weiter zu reichen, verlor 1990 erstmals seit seinem Aufstieg zum Topstar ein Match klar und deutlich: Bei WrestleMania VI besiegte ihn der aufstrebende Publikumsliebling The Ultimate Warrior © Imago
Anzeige
Hogan intensivierte derweil seine Ausflüge nach Hollywood: In "Der Ritter aus dem All" (mit dem jungen Undertaker in einer Nebenrolle) spielte er 1991 einen auf der Erde gestrandeten Außerirdischen ... © Imago
... in "Mr. Babysitter" einen Ex-Wrestler, der zwei verzogene Kinder bei Laune halten muss ... © Getty Images
... in "Thunder in Paradise" einen Söldner, der mit einem High-Teach-Boat vor der Küste Floridas für Ordnung sorgt (Co-Darsteller: Chris Lemmon, Sohn von Hollywood-Legende Jack Lemmon). Doch zur selben Zeit begann Hogans Ruf durch einen Skandal schweren Schaden zu nehmen © Imago
Im Jahr 1992 geriet Hogan - wie die ganze WWF - wegen Steroid-Vorwürfen ins Visier staatlicher Ermittler. Er stritt zunächst alles, gab dann vor Gericht aber zu, seit 1976 illegale Mittel zum Muskelaufbau genommen zu haben. Er entlastete McMahon zugleich vom Vorwurf, die Steroide vermittelt oder verlangt zu haben © Imago
Anzeige
Im Jahr 1994 wechselte Hogan die Seiten, von der WWF zum aufstrebenden Rivalen WCW. Dort erfand er sich schließlich noch einmal völlig neu: als böser "Hollywood Hogan" und Anführer der Kult-Gruppierung nWo - in die er zwischenzeitlich auch NBA-Bad-Boy Dennis Rodman aufnahm © Getty Images
Wie einst die WWF schob Hogan den Erfolg von WCW in Kooperation mit Stargästen an, 1998 trat er gemeinsam mit Rodman gegen Diamond Dallas Page (l.) und einen weiteren NBA-Topstar an: den "Mailman" Karl Malone © Getty Images
Parallel dazu folgten weitere Filmausflüge mit zunehmendem Skurrilitäts-Faktor: Im Action-B-Movie "Shadow Warriors" spielte Hogan einen Söldner mit besserem Haarwuchs ... © Imago
... in "Santa Claus mit Muckis" einen Millionär, der sich nach einem Gedächtnisverlust plötzlich für den Weihnachtsmann hält © Imago
Anzeige
Im Ring half Hogan dabei, dass WCW die WWF zwischenzeitlich als Marktführer ablöste. Kritiker werfen ihm aber vor, sie auch in den Untergang geführt zu haben, indem er zu viel Aufmerksamkeit für sich beanspruchte und das Rampenlicht nicht an die nachfolgende Generation abtreten mochte © Getty Images
2001 stellte WCW den Betrieb ein, Hogan kehrte zurück zur WWF (bald darauf: WWE) - und wurde begeistert empfangen: Bei WrestleMania 18 im Jahr 2002 bestritt er nochmal ein großes Match gegen einen neuen Superstar: Dwayne "The Rock" Johnson. Er verlor - wurde aber frenetisch gefeiert © Getty Images
Hogan bestritt sein letztes WWE-Match 2006, mit mittlerweile über 50 Jahren war es Zeit für neue Projekte. John Cena, den Topstar der kommenden Jahre, behielt er nur noch bei der Verleihung der "Kid's Choice Awards" im Griff © Getty Images
Hogan blieb auf den Bildschirmen präsent: Als Hauptfigur der Reality-Serie "Hogan knows best" stellte er der Welt seine Familie vor - und schob damit auch die Gesangskarriere seiner Tochter Brooke Hogan (l.) an, die schließlich auch ihre eigene Show bekam: "Brooke knows best" © Getty Images
Anzeige
Im Jahr 2008 war Hogan außerdem noch Moderator einer Neuauflage der in den Neunzigern populären Athletik-Show "American Gladiators" © Getty Images
2010 war Hogan auch bei der Comedy-Gala "The Roast of David Hasselhoff" dabei - Achtziger- und Neunziger Legenden unter sich © Getty Images
Vom Wrestling konnte Hogan aber doch nicht lassen: Im Jahr 2009 tourte er mit seinem alten Rivalen Ric Flair durch Australien ... © Getty Images
... im Jahr darauf ließ er sich als neues Gesicht der kleineren WWE-Konkurrenzliga TNA (Impact) verpflichten, wo er Anfang 2012 mit 58 Jahren seinen endgültig letzten Kampf bestritt © Getty Images
Anzeige
2012 geriet Hogan dann in eine unappetitliche Affäre. Das Portal "Gawker" veröffentlichte Ausschnitte aus einem Sextape, das von Hogan ohne dessen Wissen gedreht wurde. Der Hulkster wehrte sich und zog vor Gericht © Getty Images
2014 folgte die Rückkehr zu WWE, als Moderator der 30. WrestleMania und für diverse weitere Spezialauftritte - ehe Hogan im Jahr darauf ein weiterer Leak aus dem Sextape zum Verhängnis wurde © Getty Images
Im Zuge des Prozesses wurde eine rassistische Tirade Hogans aus dem Jahr 2008 veröffentlicht. Auf dem heimlich gefilmtem Tape beschimpfte Hogan den damaligen Freund von Tochter Brooke mehrfach als "F***ing Nigger" © Getty Images
Hogan entschuldigt sich ("Ich bin nicht so, wie es dieser Vorfall erscheinen lässt. Ich glaube fest daran, dass jede Person auf der Welt wichtig ist") - dennoch zieht WWE die Konsequenzen: Sie entlässt Hogan nicht nur, sie distanziert sich völlig von ihm, entfernt ihn sogar aus der Hall of Fame © Getty Images
Anzeige
Hogans Sextape-Prozess gegen Gawker erlangt unter diesen Bedingungen noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit. 2016 gewinnt er ihn - und erhält 115 Millionen Dollar Schadenersatz © Getty Images
2018 folgt die Wiederannäherung an WWE. Nach vielfachen öffentlichen Entschuldigungen erklärt die Liga Hogans Bußezeit für beendet und erklärt die Entfernung aus der Hall of Fame rückwirkend zu einer dreijährigen Suspendierung - die damit vorbei war © Getty Images
Im November 2018 tritt Hogan bei der Saudi-Arabien-Show "Crown Jewel" wieder bei WWE auf, im Januar 2019 dann auch wieder bei WWE RAW, für einen Tribut an den verstorbenen Interviewer Gene Okerlund © Getty Images

Indem "The Brain" das in Frage stellte, gab er ein paar Sekunden zu früh den verräterischen Hinweis auf den historischen Moment, der stattdessen folgen sollte: Hogans Verrat an seinen Freunden, die Verwandlung zum bösen Schurken - und die Geburt einer legendären Gruppierung: die nWo (Abkürzung für New World Order).

Für "Hollywood Hogan", wie er sich fortan nannte, war es ein gravierender Einschnitt, zum ersten Mal seit seinem Aufstieg zur Showkampf-Überfigur Anfang 1984 spielte er wieder den "Heel", den Regelbrecher. Wie es dazu kam, welche Folgen das hatte und warum die nWo sowohl mit dem Aufstieg als auch dem Untergang von WCW 2001 verknüpft war: SPORT1 erzählt die Geschichte hinter einem Ereignis, das die Wrestling-Welt auf den Kopf stellte.

1994: WCW lockt Hulk Hogan

Die Geschichte begann im Jahr 1994, mit dem Wechsel Hogans zu WCW, der Liga des Milliardärs und Medienmoguls Ted Turner, der den Superstar mit viel Geld und fürstlichen Privilegien lockte - mit dem Ziel, Hogans langjährigen Arbeitgeber WWE (damals: WWF) als Showkampf-Marktführer abzulösen.

Kurz nach Bash at the Beach wäre Hogans Vertrag ausgelaufen und eine Verlängerung war keinesfalls zwingend: Hogan brachte zwar viele Fans zu WCW mit, ließ sich aber (wie heute Brock Lesnar bei WWE) nur bei großen Shows blicken und dafür auch teuer bezahlen, womit sein Wert letztlich doch begrenzt war.

Ganz so populär wie zu seinen besten Zeiten war Hogan auch nicht mehr, viele Fans empfanden seine WCW-Fehden als Aufguss der erfolgreichen WWF-Programme von einst. Der Hulkster musste sich zuweilen auch Buhrufe gefallen lassen und, was für ihn schmerzhafter war: Als er sich vor den Verhandlungen um einen neuen Vertrag eine taktische Auszeit nahm, stiegen die Einschaltquoten in seiner Abwesenheit statt zu sinken.

Mit fast 43 Jahren drohte Hogan an dem Punkt zu sein, an dem seine Dienste nicht mehr benötigt wurden - zumal WCW gerade auch noch eine sehr vielversprechende Story in Planung hatte.

Anzeige

1996: Kevin Nash und Scott Hall als "Invasoren"

Die japanische Liga NJPW hatte kurz vor der nWo-Gründung große Erfolge mit einer inszenierten Rivalität gegen die Konkurrenzliga UWF International gefeiert. WCW-Boss Eric Bischoff schaute sich die Idee ab und entwarf eine Invasions-Fehde, in der seine Liga von einer fremden Macht bedroht werden sollte - mit der Suggestion, dass diese fremde Macht der reale Rivale war, die WWF (was ihm einige juristische Scharmützel mit den Anwälten von Vince McMahon einbrockte).

Als Speerspitzen der Invasion wurden die frisch von dort verpflichteten Scott Hall (Razor Ramon) und Kevin Nash (Diesel) präsentiert: Die "Outsiders" - hinter den WWF-Kulissen Teil der berühmten Kliq mit Shawn Michaels, Triple H und Sean Waltman (The 1-2-3 Kid) - kündigten eine "feindliche Übernahme" von WCW an und forderten die Liga auf, ihre drei besten Männer für einen Kampf gegen sich und einen mysteriösen "dritten Mann" zu entsenden.

Wer dieser dritte Mann werden würde, stand zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht fest. Wären die Verhandlungen mit Hogan - die auf Messers Schneide standen und erst kurz vor dem Bash beendet wurden - geplatzt, hätte sich wohl Luger, Savage oder Sting gegen seine Partner gewandt (angeblich war Sting der letzte Plan B der Liga).

Hogan aber erkannte die Zeichen der Zeit und erahnte, dass eine Beteiligung an der nWo und eine Neuerfindung seines Charakters das Beste war, was ihm passieren konnte.

"The new world order of wrestling"

Die Ahnung bestätigte sich unmittelbar: Als Hogan beim Bash plötzlich seinen langjährigen Weggefährten Savage attackierte und sich mit Hall und Nash solidarisierte, kreierte er sofort spürbare Schockwellen.

Dwayne "The Rock" Johnson (l.) ist vom WWE- zum Hollywood-Megastar geworden, nicht nur John Cena ist ihm gefolgt. SPORT1 zeigt die Wrestler, die Filmstars wurden. © Getty Images
So kannten WWE-Fans The Rock: als charismatische Ausnahme-Erscheinung war er um die Jahrtausend-Wende herum zusammen mit "Stone Cold" Steve Austin der populärste WWE-Star. Seine Entertainment-Fähigkeiten waren dann bald auch außerhalb des Wrestling-Rings begehrt © WWE
2001 bekam Johnson seine erste Rolle als Nebenfigur in dem Abenteuerfilm "Die Mumie 2" - und kam so gut an, dass noch ein eigener Film um den "Scorpion King" gedreht wurde. Danach gab es kein Halten mehr © Getty Images
Johnson empfahl sich als legitimer Nachfolger von Arnold Schwarzenegger, als Action-Held der neuen Generation - und wurde so erfolgreich, dass er seine WWE-Karriere weitgehend auf Eis legte © Getty Images
Anzeige
Von "The Fast and the Furious" über "Baywatch" bis "Jumanji": Johnson schmückt mittlerweile einen Blockbuster nach dem anderen, wurde "Sexiest Man Alive" und zu einem der Bestverdiener in Hollywood. 2018 soll er 124 Millionen Dollar eingestrichen haben © Getty Images
2019 holt The Rock auch seinen Bluts-Cousin Roman Reigns zum Film: Er spielt an seiner Seite in dem Fast-and-Furious-Ableger "Hobbs & Shaw" - trotz dessen Leukämie-Erkrankung, wegen der Reigns seine WWE-Karriere auf Eis legen musste © instagram.com/therock/
Zwischendurch kam The Rock zurück zu WWE und reichte in zwei großen Matches die Fackel an den neuen Star John Cena weiter. Der ist mittlerweile auch zur Hollywood-Größe geworden © Getty Images
Cena feierte sein Filmdebüt 2006 in dem von WWE produzierten Actionfilm "The Marine" - und etablierte sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Hollywood © Getty Images
Anzeige
2018 bekam Cena schließlich seine erste Blockbuster-Hauptrolle als Army-Ranger Jack Burns im Transformers-Spinoff "Bumblebee" © Getty Images
Anders als The Rock hält sich Cena immer noch regelmäßig Zeit für WWE frei, aber auch für ihn ist die Schauspiel-Karriere mittlerweile die Hauptbeschäftigung geworden © Getty Images
Dasselbe gilt für den Mann, der Mitte der Nuller-Jahre der größte WWE-Star neben Cena war: Dave Bautista alias Batista © Imago
Nach einer Reihe kleinerer Rollen feierte er 2014 den Durchbruch, als er die Rolle des "Drax the Destroyer" in der Superhelden-Saga "Guardians of the Galaxy" erhielt © Getty Images
Anzeige
Die nächste Traumrolle spielte er dann im Jahr darauf als Bond-Bösewicht in "Spectre" an der Seite von Daniel Craig © Getty Images
Auch in der Fortsetzung von "Guardians of the Galaxy" und in "Avengers: Infinity War" war Batista dabei - eine lobende Erwähnung verdient auch Batistas sensationelle modische Stilsicherheit auf den roten Teppichen, die der von The Rock in nichts nachsteht © Getty Images
Höchste Style-Punktzahl zum Beispiel auch für diesen Auftritt bei der Premiere von "Bushwick" © Getty Images
Zurück zum Thema: So erfolgreich wie Rock, Cena und Batista sind in Hollywood natürlich nicht alle. Aber die Entertainment-Qualitäten und die auffällige Erscheinung der Wrestling-Stars hat auch schon vielen anderen zu kleinen, aber feinen Rollen verholfen © Getty Images
Anzeige
Der Ire Sheamus zum Beispiel war aus Sicht der Macher der "Turtles"-Verfilmung von 2016 wie geschaffen für die Rolle des mutierten Punk-Nashorns "Rocksteady" © Getty Images
Größeren Gefallen am Film fand Wade Barrett, der zu WWE-Zeiten unter anderem mit Colin Farrell in "Dead Man Down" spielte - und nach seinem WWE-Aus 2016 Hauptdarsteller der Action-Reihe "I Am Vengeance" wurde © Getty Images
Recht frisch auf der Liste: CM Punk, der 2019 seine erste Hauptrolle in dem Independent-Horrorthriller "Girl on the Third Floor" spielte © Getty Images
In den Neunzigern spielte auch WWE- und WCW-Legende Kevin Nash in einem Turtles-Film als "Super Shredder". Später trat der charismatische Riese auch in zehlreichen weiteren Filmen auf, unter anderem in "The Punisher", "John Wick" und als Stripper in "Magic Mike" © Getty Images
Anzeige
Auch WCW- und WWE-Legende Bill Goldberg hat mittlerweile eine recht lange Liste an Filmauftritten beisammen, unter anderem im Sequel zu "Universal Soldier", als Killer-Weihnachtsmann in "Santa's Slay" und im Bugs-Bunny-Film "Looney Tunes - Back in Action" © Getty Images
Auch Triple H bekam schon etwas Hollywood-Glanz ab, er spielte an der Seite von Wesley Snipes und Ryan Reynolds (2.v.l.) den Vampir Jarko Grimwood in "Blade: Trinity" © Getty Images
Den unheimlichen Kane setzte WWE 2006 in einer Eigenproduktion in Szene: Als Serienkiller im Horrorfilm "See no Evil" © Getty Images
Auch The Miz ist regelmäßig in von WWE produzierten Filmen im Einsatz, er übernahm von Cena die Hauptrolle in der "Marine"-Reihe © Getty Images
Anzeige
Weitere besondere Filmauftritte von Wrestlern - ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Der 2011 verstorbene "Macho Man" Randy Savage kämpfte als Wrestler "Bonesaw McGraw" gegen "Spiderman" Tobey Maguire © Getty Images
"I came here to kick ass and chew bubble gum. And I'm all out of bubble gum!" Roddy Piper, legendärer WWF-Rivale von Hulk Hogan in einem der kultigsten Wrestler-Filmauftritte aller Zeiten als Alien-Schreck in John Carpenters "Sie leben". Wirkte vor seinem Tod 2015 auch in zahlreichen weiteren B-Movies mit © Imago
Jesse "The Body" Ventura (M.) war in der früheren WWF ein schillernder Wrestler und Kommentator. Spielte unter anderem mit Arnold Schwarzenegger in "Predator" und "Running Man" - und hat noch eine weitere Gemeinsamkeit mit ihm: Er war zwischen 1999 und 2003 Gouverneur von Minnesota © Imago
Ein wunderbarer Film, ein wunderbarer Auftritt: Der riesenwüchsige Andre The Giant (r., mit Mandy Patinkin) mischte in dem Märchen-Klassiker "Die Braut des Prinzen" mit © Imago
Anzeige
Der Great Khali bereicherte mit seiner 2,16-Meter-Präsenz unter anderem die Filme "Spiel ohne Regeln", "Get Smart" und "Auf den Spuren des Marsupilami" © Getty Images
Der kanadische 2,10-Meter-Riese Robert Maillet war als Kurrgan bei WWE wenig erfolgreich, als Schauspieler hat er sich dagegen ein gutes Auskommen geschaffen. Wirkte mit in "300", "Pacific Rim", "Sherlock Holmes" und "Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen" © Getty Images
Ebenfalls als Schauspieler erfolgreicher denn als Wrestler: 2,04-Meter-Mann Tyler Mane, bei WCW kurz als "Big Sky" aktiv. In Hollywood war er der "Sabretooth" im ersten X-Men-Film und die Hauptfigur Michael Myers in den "Halloween"´-Neuverfilmungen © Getty Images
Der Wrestling-Film schlechthin: Das herausragende Drama "The Wrestler" mit Mickey Rourke als abgehalftertem Showkämpfer. Echte Wrestler wie Cesaro, Nigel McGuinness, Necro Butcher und Ernest "The Cat" Miller spielten an seiner Seite. Legenden wie Ric Flair (l.) waren begeistert und gerührt von Rourkes Performance © Getty Images
Anzeige
Auch eine besondere Geschichte: Muskelpaket Thomas "Tiny" Lister wurde 1989 als Gegenspieler "Zeus" in Hulk Hogans Filmdebüt "Der Hammer" ("No Holds Barred") inszeniert - und wurde dann auch von der damaligen WWF als Hogan-Gegner für ein Match in dieser Rolle engagiert © Getty Images
Hulk Hogan, ach ja: Der Wrestling-Superstar der Achtziger und Neunziger flog auch immer wieder in die Film- und Fernsehbranche aus © Imago
In "Rocky III" spielte er "Thunderlips", einen Wrestler, der Sylvester Stallone in einem Showkampf mehr traktiert als ihm lieb ist © Imago
im "A-Team" und auf dem "Love Boat" spielte Hogan sich selbst, in "Hulk Hogan - der Hammer" - bekommt ein Schauspielerkollege mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Jogi Löw seine Power zu spüren © Imago
Anzeige
In den Neunzigern war Hogan dabei in "Gremlins 2", bei "Agent 00 - Lizenz zum Totlachen" und den "Muppets aus dem All", Hauptrollen spielte er in "Der Ritter aus dem All" (im Bild, mit dem jungen Undertaker in einer Mini-Rolle als außerirdischer Kopfgeldjäger) ... © Imago
... in "Mr. Babysitter", wo er als Ex-Wrestler zwei verwöhnte Kinder bei Laune halten muss ... © Getty Images
... und in der Actionserie "Thunder in Paradise", wo er mit Co-Darsteller Chris Lemmon (Jack Lemmons Sohn) und einem High-Tech-Boot vor der Küste Floridas für Ordnung sorgt © Imago
Skurril: Im Fernsehfilm "Shadow Warriors" hat Hogan plötzlich uneingeschränkten Haarwuchs ... © Imago
Anzeige
... und in "Santa Claus mit Muckis" einen Gedächtnisverlust, nach dem er sich für den Weihnachtsmann hält © Imago
Im darauffolgenden Jahrzehnt stellte Hogan dann in der Reality-Serie "Hogan knows best" seine ganze Familie vor: Sohn Nick, Tochter Brooke und seine damalige Frau Linda. Eine Karriere wie die von The Rock war es nicht, aber die vielen kultigen Auftritte trugen dazu bei, dass ihn bis heute nicht nur jeder Wrestling-Fan kennt © Getty Images

Bei der anschließenden Ansprache am Mikrofon seines ewigen, Anfang 2019 verstorbenen Interviewers "Mean" Gene Okerlund, versank Hogan förmlich in einem Meer von Gegenständen, welche die Fans auf ihn warfen. Hogan konnte ihre Emotionen als Böser in der neuen Rolle genauso gut schüren wie in der alten.

Anzeige

Hogan präsentierte sich und seine Mitstreiter als "new world order of wrestling" ("neue Weltordnung des Wrestling"), es war eine Anspielung auf ein damals verbreitetes politisches Schlagwort, mit dem der frühere US-Präsident George H.W. Bush die globale Lage nach dem Ende des Kalten Kriegs skizzierte (und das auch in den Verschwörungsmythen, die gerade in aller Munde sind, eine zentrale Rolle spielt).

Auch Dennis Rodman mischte bei nWo mit

Für WCW war die nWo ein durchschlagender Erfolg: Die böse nWo um den nun in schwarz gekleideten Hogan wurde populärer als alle Publikumslieblinge, die Shirts mit dem charakteristischen, oft kopierten Logo entwickelten sich zum Merchandise-Renner und die immer neuen Wendungen der WCW-nWo-Fehde hielten die Fans über Jahre hinweg in Atem.

Im vorher ausgeglichenen "Monday Night War" gegen die WWF-Show Monday Night RAW gewann WCW Monday Nitro das Momentum und fuhr für fast zwei Jahre durchgehend die besseren Einschaltquoten ein.

Der Erfolg der nWo führte dazu, dass die Gruppierung immer weiter anwuchs: Mit der Zeit schlossen sich ihr viele weitere Stars wie Savage, der Giant (Big Show), Curt Hennig (Mr. Perfect), "Ravishing" Rick Rude, Dusty Rhodes und Scott Steiner an.

Auch Dennis Rodman war Teil der nWo

Auch WCW-Boss Bischoff selbst wurde Teil der nWo, ebenso wie NBA-Bad-Boy Dennis Rodman, der als Stargast an der Seite seines Kumpels Hogan mehrere große und öffentlichkeitswirksame Matches für WCW bestritt. Als Gegenpol der nWo entwickelten derweil manche Publikumslieblinge wie etwa Diamond Dallas Page ungeahnte Popularität.

Donald Trump, Lewis Hamilton, Mickey Rourke, Muhammed Ali: Wrestling ist nicht nur eine Bühne für Muskelmänner - es lockt auch immer wieder Prominente aus Sport- und Showgeschäft an. SPORT1 blickt auf die verrücktesten Auftritte zurück © SPORT1-Montage/Getty Images
Box-Legende Mike Tyson ist ein regelmäßiger Gaststar im Wrestling-Ring: Soeben legte er sich bei der Liga AEW mit Showkampf-Legende Chris Jericho an ... © AEW
... dem er auch schon beim Marktführer WWE begegnet war. Als Tyson Gastmoderator der Show Monday Night RAW war, steckte er sich selbst in ein Match an der Seite von Jericho - wandte sich jedoch gegen ihn und schlug ihn nieder ©
Der erste Auftritt bei WWE: Tyson war 1998 Gastringrichter im WrestleMania-Hauptkampf zwischen Steve Austin und Shawn Michaels. Er tat zunächst so, als würde er Bösewicht Michaels unterstützen © Getty Images
Anzeige
Am Ende aber schlug er sich dann doch auf die Seite des Publikumslieblings Austin und sorgte dafür, dass er den Schaukampf fair gewinnen konnte © Getty Images
Der andere Tyson passte beim Wrestling definitiv auch gut rein: Klitschko-Bezwinger Tyson Fury tauchte im Oktober 2019 bei SmackDown und RAW auf - und legte sich dort mit Wrestler Braun Strowman an © WWE
Die Konfrontation endete in einer Massenkeilerei - ein Showmatch der beiden gab es dann in Saudi-Arabien, Fury gewann es durch Auszählen © WWE
Ebenfallspudelwohl fühlte sich Rob Gronkowski (r.) beim Wrestling. Der NFL-Star sicherte sich bei WrestleMania 36 im Frühjahr 2020 gar einen Titel als 24/7 Champion - und hält ihn trotz seines NFL-Comebacks bis heute © SPORT1
Anzeige
NBA-Star Enes Kanter von den Boston Celtics absolvierte im September 2019 einen Gastauftritt bei der TV-Show Monday Night RAW, bei dem er kurzzeitig 24/7-Champion R-Truth entthronte und die Fans in New York mit der demonstrativen Enthüllung des Trikots seines aktuellen Klubs verärgerte © WWE
Der Auftritt von Kanter (der den Titel schnell wieder an R-Truth verlor) war keine ganz große Überraschung: Kanter ist erklärter Wrestling-Fan - und war privat auch mal liiert mit WWE-Kämpferin Dana Brooke © twitter.com/enes_kanter
Apropos NBA: Lonzo Ball, 2017 Draftpick Nummer 2 der L.A. Lakers (M.), schaute kurz danach auch bei Monday Night RAW rein - und brachte auch Großmaul-Papa LaVar (l.) mit. Der ging mit Bösewicht The Miz in den Clinch, wurde aber nicht handgreiflich © WWE 2017 All Rights Reserved
Der Auftritt wuchs im Nachhinein noch zu einem kleinen Skandal aus. Lonzos damals 15 Jahre alter Bruder LaMelo (r.) hatte den Papa für alle hörbar mit den Worten "Beat that n.... ass" angefeuert. WWE distanzierte sich vom Bruch des Sprach-Tabus © instagram.com/WWE
Anzeige
Richtig beherzt warf sich 2009 Dirk Nowitzkis langjähriger Boss Mark Cuban ins Getümmel. Der Besitzer der Dallas Mavericks geriet 2009 bei der Fehde zwischen Superstar John Cena (l.) und Sheamus zwischen die Fronten ... © WWE
... und wurde dabei sogar von Sheamus durch einen Tisch geschleudert © WWE
Englands Stürmerstar Wayne Rooney war 2015 bei einer Show der WWE in seinem Heimatland zu Gast - und mischte auch selbst körperlich mit © WWE
Bösewicht Wade Barrett bekam nach einem Wortgefecht eine Ohrfeige ab © WWE
Anzeige
Aus deutscher Sicht natürlich ganz vorn: Tim Wiese. Bei einer Deutschland-Show der WWE trat der frühere Nationalkeeper 2014 auf - offiziell als Gastzeitnehmer für einen Teamkampf © Getty Images
Die Bösen in dem Match: Stardust (l.) und Goldust (Cody und Dustin Rhodes) © Getty Images
Es kam, wie es kommen musste: Das Glitzer-Duo forderte Wiese heraus © Getty Images
Der ließ sich nicht lang bitten und enterte das Seilgeviert. Bevor er aber selbst handgreiflich werden musste... © Getty Images
Anzeige
... kamen die Publikumslieblinge Jimmy und Jey Uso zu Hilfe © Getty Images
Wiese kam bekanntlich auf den Geschmack: Zwei Jahre später feierte er selbst sein WWE-Kampfdebüt, "The Machine" besiegte in München zusammen mit Cesaro (l.) und Sheamus die Shining Stars und Bo Dallas. Ein sich anbahnender WWE-Deal platzte dann © Getty Images
Langjährige SPORT1-Zuschauer werden sich erinnern: Auch Komiker Tom Gerhardt hatte einst einen skurrilen Wrestling-Auftritt. Beim Event Starrcade der Liga WCW war er 1999 als Gastkommentator für das damalige DSF vor Ort und warf dabei auch einen Blick hinter die Kulissen © WWE / SPORT1
Dort verstrickte er sich in eine Auseinandersetzung mit dem deutschen Wrestler Berlyn (Alex Wright), auf deren Höhepunkt er ihm den Auspuff von dessen Auto klaute. Das führte zu einem Match der beiden um den Auspuff bei einer Deutschland-Tour in Oberhausen. Berlyn siegte - schenkte Gerhardt den Auspuff aber dann, als der ihm hinterher bei einer Attacke von The Wall und den Mamalukes zu Hilfe kam © WWE / SPORT1
Anzeige
Auch der in den USA hoch anerkannte Satiriker Jon Stewart ("The Today Show") hat ein Wrestling-Faible - und lebte es beim WWE SummerSlam 2015 aus, als er Bösewicht Seth Rollins in dessen Titelmatch gegen John Cena half. Dafür bekam er am Abend darauf das Attitude Adjustment, die Spezialaktion Cenas ab © Getty Images
Nochmal ein berühmter Comedian im wohl gelungensten Promi-Gastspiel im Wrestling überhaupt: Der früh verstorbene Andy Kaufmann forderte 1982 Jerry "The King" Lawler zu einem Match heraus und tat hinterher, als ob der ihm den Hals gebrochen hätte. Ein gemeinsamer Auftritt bei Late-Night-Talker David Letterman, bei dem Lawler Kaufman nochmal niederschlug, ist Legende. Der Zoff schien echt, aber alles war Show © Imago
Auch schon im Ring fremdgegangen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Zur Promotion des Grand Prix in Mexiko maß er sich mit dem lateinamerikanischen Superstar Mistico © Getty Images
Und das durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten © Getty Images
Anzeige
Im Film "The Wrestler" begeisterte Mickey Rourke Kinofans und Kritiker, bei seinem eigenen Ausflug in den Ring ging es zünftiger zu. Bei WrestleMania 25 unterstützte er ein Legendenteam um Ric Flair © Getty Images
... und ließ Chris Jericho seine Fäuste spüren. Ein bisschen lasch, wie Wrestlingfreunde bemängelten © Getty Images
Auch ein US-Präsident muss seine Konflikte gelegentlich im Ring lösen. Donald Trump trat 2007 zum "Battle of the Billionaires" gegen WWE-Boss Vince McMahon an. Die Klausel: Der Verlierer musste sich die Haare abrasieren lassen © Getty Images
Trump selbst musste seinen Anzug dazu nicht abstreifen, er schickte Bobby Lashley vor, der McMahons Schützling Umaga bezwang © Getty Images
Anzeige
Trumps berühmte Haarpracht blieb also verschont, er konnte stattdessen McMahon eine Glatze rasieren © Getty Images
Nichtsdestotrotz musste Trump noch etwas einstecken: Gastringrichter Stone Cold Steve Austin verpasste ihm seine Spezialaktion - den Stone Cold Stunner © Getty Images
Bunt und bunt gesellt sich gern: Klar, dass auch NBA-Skandalstar Dennis Rodman einst den Weg in das Revier von Hulk Hogan fand © Getty Images
1998 stieg er mit Hogan in dessen damaliger Liga WCW gegen Diamond Dallas Page und einen anderen NBA-Star in den Ring © Getty Images
Anzeige
Saubermann Karl Malone bezog Prügel vom sportlich-unterhalterischem Dream Team, das sich in dem Kampf dann auch durchsetzte © Getty Images
Auch Boxstars wechseln gern mal den Ring: Floyd Mayweather zum Beispiel © Getty Images
2008 bestritt der Jahrhundertkämpfer ein recht ungleiches Duell gegen den 190-Kilo-Hünen The Big Show © Imago
Tatsächlich behielt Mayweather die Oberhand - weil es in dem Kampf keine Regeln gab und er sich mit einem Schlagring behalf © Getty Images
Anzeige
Sogar im WrestleMania-Hauptkampf stand 1995 NFL-Legende Lawrence Taylor - neben dem Feld auch kein Kind von Traurigkeit. Taylor durfte bei der elften Ausgabe der WWE-Megashow Bösewicht Bam Bam Bigelow besiegen © WWE
Eine besondere Beziehung verbindet A-Team-Star Mister T mit dem Wrestling: Die WWE verpflichtete den B.A.-Darsteller für den Hauptkampf ihrer ersten WrestleMania 1985, an der Seite von Hulk Hogan bezwang er Roddy Piper und Paul Orndorff © Imago
Hogan und Mister T - schon am Set von Rocky III Kollegen - blieben über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden © Getty Images
Ein Anblick, der viele Wrestling-Fans bis heute verärgert: Schauspieler David Arquette (r.) wurde 2000 von der Liga WCW als PR-Gag kurz zum World Champion gemacht. Viele empfanden das als Schlag ins Gesicht und Beitrag zum Ende der Liga wenige Zeit später © WWE
Anzeige
Arquette tat die Idee schließlich selbst leid, als Wrestling-Fan merkte er, dass viele sie als Schlag ins Gesicht empfanden. Er spendete seine Gage auch für noble Zwecke, an den gelähmten Darren Drozdov und die Hinterbliebenen der verstorbenen Owen Hart und Brian Pillman. Seit einiger Zeit ist Arquette wieder regelmäßig für kleinere Ligen im Ring zu sehen © Getty Images
Auch der größte Boxer und vielleicht größte Sportler aller Zeiten adelte einst das Schaukampfgewerbe: Muhammed Ali trat mehrfach bei der WWF auf ... © Imago
... 1977 in Japan außerdem zu einem Boxer-gegen-Wrestler-Kampf mit Nippon-Legende Antonio Inoki an. Nach Inokis Angaben war der Kampf nicht abgesprochen, sondern real. Er endete unentschieden und war für die Zuschauer eher eine Enttäuschung. Ali und Inoki wurden danach gute Freunde © Imago
Anzeige

nWo Hollywood, nWo Wolfpac, nWo 2000 ...

Das Problem, das nach und nach allerdings offenbar wurde: Die WCW-nWo-Story fand zu keinem sinnvollen Ende, auch dann nicht, als es der Liga gelang, einen weiteren Star erfolgreich neu zu erfinden und als perfekten Gegenspieler für den bösen Hogan in Szene zu setzen.

Der im Stil des düsteren Comics "The Crow" neu verpackte Sting forderte Champion Hogan Ende 1997 zum Showdown heraus. Statt eines klaren Siegs für den Stinger aber gab es wegen Hogans Weigerung, einen klaren "Job" zu machen, ein halbgares Ende, das die nWo-Story weiter in die Länge zog - und damit auch zu weniger geglückten Kapiteln wie der legendär missratenen Fehde Hogans mit einem weiteren alten WWF-Rivalen, dem (Ultimate) Warrior.

Das Muster, dass Hogan den WCW World Championship Title immer mal wieder verlor (an Luger, Sting, Bill Goldberg), aber doch immer wieder recht bald zurückgewann, wiederholt sich und lief letztlich ins Leere. Statt von den WCW-Helden besiegt zu werden, spaltete sich die aufgeblähte nWo 1998 selbst, ein schwarz-rotes "nWo Wolfpac" mit Nash, Savage und den Zugängen Luger und Sting wandte sich von der "nWo Hollywood" ab und wurde zur neuen populären Fraktion.

Parallel dazu gewann aber die WWF mit der Attitude Era um die neuen Stars Stone Cold Steve Austin und The Rock wieder Oberwasser im Quotenduell und eroberte die Marktführerschaft zurück. Ende 1998 konnte die Wiedervereinigung der nWo als böses "Wolfpac" durch den berüchtigten "Fingerpoke of Doom" das Blatt nicht mehr werden. Der angebliche Langzeitplan, mit der neuen nWo den aufstrebenden Bill Goldberg zum neuen Superstar zu machen, verlief im Sande.

Eine weitere Reunion Ende 1999 als "nWo 2000" mit Nash, Hall und den inzwischen von der WWF verpflichteten Bret Hart und Jeff Jarrett zeugte nur noch davon, dass WCW die Ideen ausgegangen waren.

2002 bei WWE nur noch ein Aufguss

Nachdem die Liga 2001 infolge einer tiefen Krise an die WWF verkauft wurde, verleibte sich der Sieger des Ligenkriegs den nWo-Mythos ein - ohne dass der Glanz alter Tage wieder aufkam.

Die Wiedervereinigung des Original-Trios Hogan, Nash und Hall dauerte nur wenige Monate an: Die WWE-Bosse stellten fest, dass die Fans Hogan wieder als Publikumsliebling sehen wollten und vollzogen die Rückverwandlung nach dem großen Match gegen The Rock bei WrestleMania X-8.

Anzeige
War es Hulk Hogan, John Cena, The Rock - oder ein anderer? SPORT1 blickt nach dem Tod des langjährigen Titelträgers Pedro Morales zurück auf die wichtigsten WWE-Champions in der Geschichte der Showkampf-Liga - und stellt ein Ranking der 25 Besten auf © Getty Images
Kriterium ist dabei nicht die Qualität als Wrestler, auch Länge und Häufigkeit der Regentschaften sind nicht die alleinigen Faktoren - es geht um den Wert und historische Bedeutung, den die WWE, World und Universal Champions auf dieser Position für die Promotion und das Gewerbe hatten © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Imago
PLATZ 25: KURT ANGLE - Ringer-Olympiasieger 1996, überzeugte dann bei WWE als Wrestler und Entertainer. Fünfmal WWE und World Champion, zu seinen besten Zeiten einer der Besten der Welt © Getty Images
PLATZ 24: "MANKIND" MICK FOLEY - Stieg in der erfolgreichsten WWE-Zeit, der "Attitude Era", zum unvermuteten Publikumsliebling auf, dreimal Champion - jeweils nur kurz, aber seine großen, knallharten Fehden mit The Rock und Triple H sind unvergessen und halfen seinen Gegnern, zu Topstars zu werden © WWE
Anzeige
PLATZ 23: THE ULTIMATE WARRIOR - 1990 der Erste, der Hulk Hogan nach dessen jahrelanger Regentschaft als oberster Publikumsliebling fair besiegen durfte. Es blieb bei einer Regentschaft, weil es hinter den Kulissen immer wieder Krach gab. 2014 kurz nach seinem Einzug in die WWE Hall of Fame verstorben © WWE
PLATZ 22: RIC FLAIR - In einem ligaübergreifenden Ranking wäre der "Nature Boy" nahe an der 1, wichtiger als seine zwei Regentschaften als WWE-Champion 1992 waren jedoch seine 14 bei NWA und WCW © WWE Network
PLATZ 21: DANIEL BRYAN - Seine von den Fans angetriebene Underdog-Story, die ihn bei WrestleMania 30 zum vereinigten WWE und World Title trug, war eine der besten WWE-Geschichten der vergangenen Jahre. Greift nach jahrelanger Verletzungspause nun in fünfter Regentschaft als Bösewicht an © Imago
PLATZ 20: CHRIS JERICHO - Vereinigte 2001 WWE und WCW World Title, mit Siegen über The Rock und Steve Austin, insgesamt sechsmaliger Champion, über Jahre hinweg Main Eventer - aber immer etwas im Schatten der ganz großen Namen © Getty Images
Anzeige
PLATZ 19: BOB BACKLUND - Der profilierte College-Ringer regierte von 1978 bis 1983 fünfeinhalb Jahre als Champion, war aber insgesamt nicht so erfolgreich und prägend wie andere Größen ihrer Zeit. Der letzte (W)WWF-Titelträger vor der Übernahme von Vince McMahon, dem Jüngeren, als neuem Chef - und der Ära Hulk Hogan © WWE
In den Neunzigern kehrte Backlund nochmal in die WWF zurück - und stieg in einer neuen Rolle als psychopathischer Bösewicht "Mr. Bob Backlund" mit einem Sieg über Bret Hart noch einmal kurz zum Titelträger auf © WWE
PLATZ 18: RANDY ORTON - Über viele Jahre hinweg ein verlässlicher Top-Player bei WWE, mit einer speziellen Aura als reptilienhaft-bedrohlicher "Apex Predator". Kein ganz so großer Star wie Generationsgenosse John Cena, dennoch nicht zu Unrecht insgesamt 13 Mal Champion © Getty Images
PLATZ 17: BATISTA - Das muskelbepackte "Animal" kristallisierte sich neben Cena als zweiter großer Fanliebling der Nullerjahre heraus. Insgesamt sechsmal WWE und World Champion, beendete seine Vollzeitkarriere 2010 und ging erfolgreich nach Hollywood © WWE
Anzeige
PLATZ 16: EDGE - Der "Rated R Superstar" war John Cenas kongenialer Gegenspieler, als der sich als Topstar etablierte. Der Kanadier regierte insgesamt 11 Mal als WWE und World Champion, ehe seine Karriere 2011 von einer Nackenverletzung abrupt gestoppt wurde © Getty Images
PLATZ 15: SHAWN MICHAELS - Der "Heartbreak Kid" wurde in den Neunzigern als arroganter Schönling populär, als netter Schönling auf den Champion-Thron gehoben. Unmöglich zu vergessen seine selbst eingesungene Einzugsmusik: "I'm just a sexy boy (sexy bo-oy)…" © WWE
Michaels erfüllte als Champion nicht ganz die Erwartungen, während seiner Regentschaft machte die Konkurrenzliga WCW Druck auf die WWF - und erst Michaels' phänomenal erfolgreicher Nachfolger Steve Austin erwies sich als die richtige Antwort © dpa Picture Alliance
Michaels musste Ende der Neunziger derweil wegen einer Rückenverletzung seine Karriere beenden. Jahre später kehrte der zuvor skandalbehaftete "Mr. WrestleMania" als geläuterte und gefeierte Legende in den Ring zurück. Trat 2010 als vierfacher Champion ab, ein Mini-Comeback 2018 war eher was für Nostalgiker © Imago
Anzeige
PLATZ 14: SUPERSTAR BILLY GRAHAM - Historische Regentschaft 1977/78, war als erster Heel (Bösewicht) über einen längeren Zeitraum Champion - fast immer vor ausverkauftem Haus. Sein schillerndes Auftreten war Blaupause für viele Stars nach ihm, auch Hulk Hogan war von ihm inspiriert © WWE
PLATZ 13: PEDRO MORALES - Der im Februar 2019 vestorbene Puertoricaner hielt den Titel zwischen 1971 und 1973 fast drei Jahre lang durchgehend, seine Auftritte im Madison Square Garden waren meistens ausverkauft. Hoch respektierter Publikumsliebling und Wegbereiter für zahlreiche lateinamerikanische Stars nach ihm © WWE
PLATZ 12: THE UNDERTAKER - Seit 1990 aktiv, der langlebigste Mythos der Liga, berühmt für seine Gänsehaut-Auftritte und seine einzigartige WrestleMania-Siegesserie © Imago
Im GOAT-Ranking der Champions dennoch nicht ganz weit vorn, weil seine sieben alles in allem recht kurzen Titelregentschaften nicht der wesentliche Faktor seiner Karriere waren. War als Champ nie der Bannerträger wie Hogan oder Cena. Musste er auch nicht sein, um auf seine Weise zur Legende zu werden © WWE 2016 All Rights Reserved
Anzeige
PLATZ 11: CM PUNK - Von 2011 bis 2013 434 Tage lang WWE-Champion, eine für die schnelllebige moderne Ära außerordentlich lange Zeit. Bis heute kultisch verehrt bei Fans, trotz seines geräuschvollen Abgangs 2014 © Getty Images
Punk war insgesamt fünfmal Champion und für sich und seine Fans auch eindeutig "The Best in the World". WWE wies ihm dennoch die zweite Geige hinter Cena zu, auch als Champ bestritt er nicht immer die Hauptkämpfe. Zu Recht oder zu Unrecht? Ansichtssache © WWE
PLATZ 10: RANDY SAVAGE - Unvergessen: der schillende "Macho Man" und Ehefrau Miss Elizabeth, mittlerweile leider beide verstorben. Savage war in den Achtzigern zweitgrößter Liebling der WWF-Fans hinter Hulk Hogan, löste ihn auch zwischenzeitlich als Champion ab. Er regierte über ein Jahr lang © Imago
In den Neunzigern folgte eine weitere Regentschaft mit Ric Flair als Widerpart. Savage ist eine absolute Ikone, die zahllose spätere Stars inspirierte, aus der heutigen Generation ist zum Beispiel Bayley ein Superfan © WWE
Anzeige
PLATZ 9: BRET "HITMAN" HART - Der hoch respektierte Edel-Techniker und Sonnenbrillen-Verschenker aus Kanada war Mitte der Neunziger das Gesicht der WWF und absoluter Liebling in Deutschland, wo das Wrestling Anfang der Neunziger ebenfalls boomte. In Amerika zündete er aber kommerziell nicht gleichermaßen wie Hogan © Imago
PLATZ 8: BROCK LESNAR - Nicht bei allen WWE-Fans populär, weil er seit seinem Comeback 2012 nur noch in Teilzeit auftritt. Dennoch ist Lesnars Beitrag zu WWE hoch einzuschätzen, das "Beast Incarnate" bringt einen X-Faktor mit, den kein anderer hat: Glaubwürdigkeit als echter Fighter © Getty Images
Lesnar regierte zwischenzeitlich auch als Schwergewichts-Champion der UFC, die explosive Athletik des Ex-Ringers verleiht seinen Kämpfen eine einzigartige Big-Fight-Aura. Nicht ohne Grund Abo-Champion bei WWE, seit Ende 2018 zum zweiten Mal Universal Champ, vorher viermal WWE-Champion © Getty Images
PLATZ 7: ROMAN REIGNS - Zum neuen Star erkoren, nachdem John Cena sich mehr und mehr Richtung Hollywood wandte, stand seit 2015 in jedem WrestleMania-Hauptkampf, ehe er 2018 an Leukämie erkrankte, hielt viermal den WWE und den Universal Title © WWE
Anzeige
Reigns sorgte (wie vor ihm auch Cena) stets für gespaltene Reaktionen, war dennoch auf dem Weg zum kommerziell erfolgreichsten Star seiner Generation - und dürfte es auch werden, wenn die Gesundheit ein Comeback zulässt © Imago
PLATZ 6: TRIPLE H - Heute WWE-Vorstand, über viele Jahre hinweg der meistgehasste Wrestler bei WWE. Hat seinen Job als Gegenspieler von The Rock, Steve Austin und Co. also sehr gut gemacht © WWE
Der "Cerebral Assassin" besticht durch Charisma, Intensität und Ringhandwerk der alten Schule, war 14 Mal WWE und World Champion, die zweitmeisten Regentschaften hinter John Cena © WWE 2016 All Rights Reserved
PLATZ 5: THE ROCK - Zusammen mit "Stone Cold" Steve Austin der zweite Superstar der boomenden "Attitude Era". Rocky ergänzte Austins eher herben Charme durch Lässigkeit, Witz ... © WWE
Anzeige
... und die unvergleichliche Augenbraue © Imago
Der zehnmalige Champion unterhielt die Massen so gut, dass ihn die WWE letztlich an Hollywood verlor, wo er ein hochbezahlter und populärer Filmstar wurde. Seine Ringkarriere war für ihn letztlich also nur Zwischenstation - eine enorm erfolgreiche. Feierte später ein Teilzeit-Comeback, um seinen Erben Cena zu veredeln © Imago
PLATZ 4: BRUNO SAMMARTINO - Sie nannten ihn "The Living Legend", lange vor seinem Tod 2018. Der Größte seiner Zeit und Halter eines wohl für immer unschlagbaren Rekords: Seine beiden Titelregentschaften zwischen 1963 und 1977 summieren sich auf eine Netto-Laufzeit von unglaublichen 4040 Tagen, somit mehr als 11 Jahren © WWE All Rights Reserved
Der Sohn italienischer Einwanderer war ein Idol mit Langzeitwirkung - für Sänger Bruno Mars war er Namenspate. Das einzige, was Sammartinos Vermächtnis leicht einschränkt: Zu seinen Zeiten war die damalige WWWF noch eine Regional-Promotion, kein globales Phänomen © instagram.com/brunomars/
Anzeige
PLATZ 3: JOHN CENA - Lange suchte WWE nach dem Ende der "Attitude Era" nach einem Superstar, 2005 fand sie ihn. Als böser weißer Möchtegern-Rapper machte er auf sich aufmerksam ... © WWE
... als Publikumsliebling (wenngleich er als solcher lange polarisierte) wurde er zum legitimen Nachfolger vergangener Helden © Getty Images
Cena war 16 Mal WWE und World Champion (Rekordwert bei WWE, ligaübergreifend auf einer Stufe mit Ric Flair), die Liga soll pro Jahr teils über 100 Millionen Dollar allein an seinem Merchandise-Wert verdient haben © WWE
Cena ist wie The Rock mittlerweile im Hauptberuf Hollywood-Schauspieler, bei den Ringauftritten, die er noch absolviert, vermarktet ihn WWE mittlerweile als "Greatest Of All Time". SPORT1 meint jedoch: Zwei andere stechen ihn aus © Getty Images
Anzeige
PLATZ 2: "STONE COLD" STEVE AUSTIN - Ein raues, Bier trinkendes und wild losprügelndes Original aus Texas, das Ende der Neunziger genau das lieferte, was das der bunten und braven Helden müde Publikum sehen wollte © Imago
Austin löste 1998 bei WrestleMania Shawn Michaels als Champion ab (Gastringrichter: Mike Tyson) - und war der Auslöser des damaligen Wrestling-Booms, der "Attitude Era". Er half WWE aus einer tiefen Krise, in die sie nach einer Abwanderungswelle zur Konkurrenzliga WCW gerutscht war © Getty Images
Als Gegenspieler für Austin setzte sich WWE-Chef Vince McMahon selbst in Szene. Er mimte den bösen Boss, der den ungeliebten Angestellten mit allen Mitteln loswerden wollte - und dafür sogar selbst mit ihm in den Ring stieg. Die Fehde machte die WWF letztlich wieder zur einzigen Macht im US-Wrestling. Sie kaufte die WCW 2001 auf © Getty Images
Austin beendete seine Karriere 2003 wegen Nackenproblemen, dennoch: Der Erfolg der fünfjährigen Austin-Ära (sechs Titelregentschaften) war beispiellos, rettete WWE aus existenzieller Not und machte sie wieder zum Marktführer © Getty Images
Anzeige
PLATZ 1: HULK HOGAN - "Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?" Terry Bollea, ein aus Georgia stammender Amateur-Baseballer und Rock-Bassist, stellte einiges auf den Kopf, als er zu Hulk Hogan wurde - dem Wrestling-Star schlechthin © Imago
Die World Wrestling Federation, die Mitte der Achtziger von einer regionalen Liga zum landes- und weltweit operierenden Unternehmen expandierte, setzte auf Hogan als Zugpferd - und setzte richtig: Seine erste, über vier Jahre lange Titelregentschaft 1984 bis 1988 machte WWE zu dem, was sie heute ist © Imago
Hogan machte Wrestling zum Popkultur-Phänomen, stand nicht nur im Ring im Mittelpunkt, er spielte im A-Team und diversen mehr oder weniger gelungenen Filmen mit, wurde eine Showgröße - und blieb das auch nach seiner aktiven Karriere © Imago
Ein Rassismus-Skandal trübte 2015 sein Image, er flog deswegen für drei Jahre aus der WWE Hall of Fame. Als WWE-Champion und Aushängeschild war er dennoch der Größte aller Zeiten © Getty Images

In wechselnden Besetzungen mit X-Pac, Big Show, Booker T und Shawn Michaels hielt sich die WWE-Version der nWo noch bis zum Sommer 2002, ehe sie final aufgelöst wurde. Ende 2019 wurde die nWo in der Urbesetzung Hogan, Hall, Nash plus Waltman als Teil des Hall-of-Fame-Jahrgangs 2020 angekündigt.

Das "Stable" schlechthin

Wie erfolg- und einflussreich die nWo trotz des zerfaserten Endes war, lässt sich allein schon an den vielen offiziellen und inoffiziellen Nacheiferern ablesen: Die nWo Japan bei NJPW, die Latino World Order (lWo) mit Eddie Guerrero bei WCW und die Blue World Order (bWo) bei ECW sind da nur die Spitze des Eisbergs.

Die nWo inspiriert bis heute zahlreiche ähnlich angelegte Gruppierungen: Ihr Einfluss war und ist spürbar bei der D-Generation X, bei The Nexus, beim Bullet Club, bei der Undisputed Era. Neben den Four Horsemen um Ric Flair, dem Ur-Bündnis der Wrestling-Geschichte, darf die nWo als das Stable schlechthin gelten.

Die denkwürdigsten Begegnungen legendärer WWE-Bündnisse

Der Kult um die nWo wirkte auch über das Wrestling hinaus, die NFL-Klubs New York Jets und Jacksonville Jaguars verkauften in den Neunzigern eigene Fan-Shirts mit Variationen des nWo-Logos, auch im Manga Kinnikuman gab es ein von der nWo inspiriertes Schurkenbündnis.

In der Wrestling-Welt gibt es natürlich auch immer wiederkehrende Nostalgie-Reunions bei WWE und anderswo. Bis heute tragen vor allem Nash und Hall (mittlerweile ebenso wie Hogan über 60 Jahre alt) das nWo-Label zu Markte. Es bewahrheitete sich, was die Gruppierung schon in den Neunzigern propagierte: "When you're nWo you're nWo 4-life."