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Stu Hart: Warum die Wrestling-Stars Bret Harts Vater fürchteten

Warum Bret Harts Vater gefürchtet war

Stu Hart quälte in seinem Dungeon nicht nur Sohn Bret © WWE

Stu Hart, Vater der WWE-Stars Bret und Owen, war legendär, sein "Dungeon" in Calgary berüchtigt. Seine letzten Lebensjahre verliefen traurig.

Es waren nicht nur Bret und Owen, die beiden Söhne von Stu Hart.

War es Hulk Hogan, John Cena, The Rock - oder ein anderer? SPORT1 blickt nach dem Tod des langjährigen Titelträgers Pedro Morales zurück auf die wichtigsten WWE-Champions in der Geschichte der Showkampf-Liga - und stellt ein Ranking der 25 Besten auf © Getty Images
Kriterium ist dabei nicht die Qualität als Wrestler, auch Länge und Häufigkeit der Regentschaften sind nicht die alleinigen Faktoren - es geht um den Wert und historische Bedeutung, den die WWE, World und Universal Champions auf dieser Position für die Promotion und das Gewerbe hatten © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Imago
PLATZ 25: KURT ANGLE - Ringer-Olympiasieger 1996, überzeugte dann bei WWE als Wrestler und Entertainer. Fünfmal WWE und World Champion, zu seinen besten Zeiten einer der Besten der Welt © Getty Images
PLATZ 24: "MANKIND" MICK FOLEY - Stieg in der erfolgreichsten WWE-Zeit, der "Attitude Era", zum unvermuteten Publikumsliebling auf, dreimal Champion - jeweils nur kurz, aber seine großen, knallharten Fehden mit The Rock und Triple H sind unvergessen und halfen seinen Gegnern, zu Topstars zu werden © WWE
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PLATZ 23: THE ULTIMATE WARRIOR - 1990 der Erste, der Hulk Hogan nach dessen jahrelanger Regentschaft als oberster Publikumsliebling fair besiegen durfte. Es blieb bei einer Regentschaft, weil es hinter den Kulissen immer wieder Krach gab. 2014 kurz nach seinem Einzug in die WWE Hall of Fame verstorben © WWE
PLATZ 22: RIC FLAIR - In einem ligaübergreifenden Ranking wäre der "Nature Boy" nahe an der 1, wichtiger als seine zwei Regentschaften als WWE-Champion 1992 waren jedoch seine 14 bei NWA und WCW © WWE Network
PLATZ 21: DANIEL BRYAN - Seine von den Fans angetriebene Underdog-Story, die ihn bei WrestleMania 30 zum vereinigten WWE und World Title trug, war eine der besten WWE-Geschichten der vergangenen Jahre. Greift nach jahrelanger Verletzungspause nun in fünfter Regentschaft als Bösewicht an © Imago
PLATZ 20: CHRIS JERICHO - Vereinigte 2001 WWE und WCW World Title, mit Siegen über The Rock und Steve Austin, insgesamt sechsmaliger Champion, über Jahre hinweg Main Eventer - aber immer etwas im Schatten der ganz großen Namen © Getty Images
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PLATZ 19: BOB BACKLUND - Der profilierte College-Ringer regierte von 1978 bis 1983 fünfeinhalb Jahre als Champion, war aber insgesamt nicht so erfolgreich und prägend wie andere Größen ihrer Zeit. Der letzte (W)WWF-Titelträger vor der Übernahme von Vince McMahon, dem Jüngeren, als neuem Chef - und der Ära Hulk Hogan © WWE
In den Neunzigern kehrte Backlund nochmal in die WWF zurück - und stieg in einer neuen Rolle als psychopathischer Bösewicht "Mr. Bob Backlund" mit einem Sieg über Bret Hart noch einmal kurz zum Titelträger auf © WWE
PLATZ 18: RANDY ORTON - Über viele Jahre hinweg ein verlässlicher Top-Player bei WWE, mit einer speziellen Aura als reptilienhaft-bedrohlicher "Apex Predator". Kein ganz so großer Star wie Generationsgenosse John Cena, dennoch nicht zu Unrecht insgesamt 13 Mal Champion © Getty Images
PLATZ 17: BATISTA - Das muskelbepackte "Animal" kristallisierte sich neben Cena als zweiter großer Fanliebling der Nullerjahre heraus. Insgesamt sechsmal WWE und World Champion, beendete seine Vollzeitkarriere 2010 und ging erfolgreich nach Hollywood © WWE
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PLATZ 16: EDGE - Der "Rated R Superstar" war John Cenas kongenialer Gegenspieler, als der sich als Topstar etablierte. Der Kanadier regierte insgesamt 11 Mal als WWE und World Champion, ehe seine Karriere 2011 von einer Nackenverletzung abrupt gestoppt wurde © Getty Images
PLATZ 15: SHAWN MICHAELS - Der "Heartbreak Kid" wurde in den Neunzigern als arroganter Schönling populär, als netter Schönling auf den Champion-Thron gehoben. Unmöglich zu vergessen seine selbst eingesungene Einzugsmusik: "I'm just a sexy boy (sexy bo-oy)…" © WWE
Michaels erfüllte als Champion nicht ganz die Erwartungen, während seiner Regentschaft machte die Konkurrenzliga WCW Druck auf die WWF - und erst Michaels' phänomenal erfolgreicher Nachfolger Steve Austin erwies sich als die richtige Antwort © dpa Picture Alliance
Michaels musste Ende der Neunziger derweil wegen einer Rückenverletzung seine Karriere beenden. Jahre später kehrte der zuvor skandalbehaftete "Mr. WrestleMania" als geläuterte und gefeierte Legende in den Ring zurück. Trat 2010 als vierfacher Champion ab, ein Mini-Comeback 2018 war eher was für Nostalgiker © Imago
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PLATZ 14: SUPERSTAR BILLY GRAHAM - Historische Regentschaft 1977/78, war als erster Heel (Bösewicht) über einen längeren Zeitraum Champion - fast immer vor ausverkauftem Haus. Sein schillerndes Auftreten war Blaupause für viele Stars nach ihm, auch Hulk Hogan war von ihm inspiriert © WWE
PLATZ 13: PEDRO MORALES - Der im Februar 2019 vestorbene Puertoricaner hielt den Titel zwischen 1971 und 1973 fast drei Jahre lang durchgehend, seine Auftritte im Madison Square Garden waren meistens ausverkauft. Hoch respektierter Publikumsliebling und Wegbereiter für zahlreiche lateinamerikanische Stars nach ihm © WWE
PLATZ 12: THE UNDERTAKER - Seit 1990 aktiv, der langlebigste Mythos der Liga, berühmt für seine Gänsehaut-Auftritte und seine einzigartige WrestleMania-Siegesserie © Imago
Im GOAT-Ranking der Champions dennoch nicht ganz weit vorn, weil seine sieben alles in allem recht kurzen Titelregentschaften nicht der wesentliche Faktor seiner Karriere waren. War als Champ nie der Bannerträger wie Hogan oder Cena. Musste er auch nicht sein, um auf seine Weise zur Legende zu werden © WWE 2016 All Rights Reserved
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PLATZ 11: CM PUNK - Von 2011 bis 2013 434 Tage lang WWE-Champion, eine für die schnelllebige moderne Ära außerordentlich lange Zeit. Bis heute kultisch verehrt bei Fans, trotz seines geräuschvollen Abgangs 2014 © Getty Images
Punk war insgesamt fünfmal Champion und für sich und seine Fans auch eindeutig "The Best in the World". WWE wies ihm dennoch die zweite Geige hinter Cena zu, auch als Champ bestritt er nicht immer die Hauptkämpfe. Zu Recht oder zu Unrecht? Ansichtssache © WWE
PLATZ 10: RANDY SAVAGE - Unvergessen: der schillende "Macho Man" und Ehefrau Miss Elizabeth, mittlerweile leider beide verstorben. Savage war in den Achtzigern zweitgrößter Liebling der WWF-Fans hinter Hulk Hogan, löste ihn auch zwischenzeitlich als Champion ab. Er regierte über ein Jahr lang © Imago
In den Neunzigern folgte eine weitere Regentschaft mit Ric Flair als Widerpart. Savage ist eine absolute Ikone, die zahllose spätere Stars inspirierte, aus der heutigen Generation ist zum Beispiel Bayley ein Superfan © WWE
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PLATZ 9: BRET "HITMAN" HART - Der hoch respektierte Edel-Techniker und Sonnenbrillen-Verschenker aus Kanada war Mitte der Neunziger das Gesicht der WWF und absoluter Liebling in Deutschland, wo das Wrestling Anfang der Neunziger ebenfalls boomte. In Amerika zündete er aber kommerziell nicht gleichermaßen wie Hogan © Imago
PLATZ 8: BROCK LESNAR - Nicht bei allen WWE-Fans populär, weil er seit seinem Comeback 2012 nur noch in Teilzeit auftritt. Dennoch ist Lesnars Beitrag zu WWE hoch einzuschätzen, das "Beast Incarnate" bringt einen X-Faktor mit, den kein anderer hat: Glaubwürdigkeit als echter Fighter © Getty Images
Lesnar regierte zwischenzeitlich auch als Schwergewichts-Champion der UFC, die explosive Athletik des Ex-Ringers verleiht seinen Kämpfen eine einzigartige Big-Fight-Aura. Nicht ohne Grund Abo-Champion bei WWE, seit Ende 2018 zum zweiten Mal Universal Champ, vorher viermal WWE-Champion © Getty Images
PLATZ 7: ROMAN REIGNS - Zum neuen Star erkoren, nachdem John Cena sich mehr und mehr Richtung Hollywood wandte, stand seit 2015 in jedem WrestleMania-Hauptkampf, ehe er 2018 an Leukämie erkrankte, hielt viermal den WWE und den Universal Title © WWE
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Reigns sorgte (wie vor ihm auch Cena) stets für gespaltene Reaktionen, war dennoch auf dem Weg zum kommerziell erfolgreichsten Star seiner Generation - und dürfte es auch werden, wenn die Gesundheit ein Comeback zulässt © Imago
PLATZ 6: TRIPLE H - Heute WWE-Vorstand, über viele Jahre hinweg der meistgehasste Wrestler bei WWE. Hat seinen Job als Gegenspieler von The Rock, Steve Austin und Co. also sehr gut gemacht © WWE
Der "Cerebral Assassin" besticht durch Charisma, Intensität und Ringhandwerk der alten Schule, war 14 Mal WWE und World Champion, die zweitmeisten Regentschaften hinter John Cena © WWE 2016 All Rights Reserved
PLATZ 5: THE ROCK - Zusammen mit "Stone Cold" Steve Austin der zweite Superstar der boomenden "Attitude Era". Rocky ergänzte Austins eher herben Charme durch Lässigkeit, Witz ... © WWE
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... und die unvergleichliche Augenbraue © Imago
Der zehnmalige Champion unterhielt die Massen so gut, dass ihn die WWE letztlich an Hollywood verlor, wo er ein hochbezahlter und populärer Filmstar wurde. Seine Ringkarriere war für ihn letztlich also nur Zwischenstation - eine enorm erfolgreiche. Feierte später ein Teilzeit-Comeback, um seinen Erben Cena zu veredeln © Imago
PLATZ 4: BRUNO SAMMARTINO - Sie nannten ihn "The Living Legend", lange vor seinem Tod 2018. Der Größte seiner Zeit und Halter eines wohl für immer unschlagbaren Rekords: Seine beiden Titelregentschaften zwischen 1963 und 1977 summieren sich auf eine Netto-Laufzeit von unglaublichen 4040 Tagen, somit mehr als 11 Jahren © WWE All Rights Reserved
Der Sohn italienischer Einwanderer war ein Idol mit Langzeitwirkung - für Sänger Bruno Mars war er Namenspate. Das einzige, was Sammartinos Vermächtnis leicht einschränkt: Zu seinen Zeiten war die damalige WWWF noch eine Regional-Promotion, kein globales Phänomen © instagram.com/brunomars/
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PLATZ 3: JOHN CENA - Lange suchte WWE nach dem Ende der "Attitude Era" nach einem Superstar, 2005 fand sie ihn. Als böser weißer Möchtegern-Rapper machte er auf sich aufmerksam ... © WWE
... als Publikumsliebling (wenngleich er als solcher lange polarisierte) wurde er zum legitimen Nachfolger vergangener Helden © Getty Images
Cena war 16 Mal WWE und World Champion (Rekordwert bei WWE, ligaübergreifend auf einer Stufe mit Ric Flair), die Liga soll pro Jahr teils über 100 Millionen Dollar allein an seinem Merchandise-Wert verdient haben © WWE
Cena ist wie The Rock mittlerweile im Hauptberuf Hollywood-Schauspieler, bei den Ringauftritten, die er noch absolviert, vermarktet ihn WWE mittlerweile als "Greatest Of All Time". SPORT1 meint jedoch: Zwei andere stechen ihn aus © Getty Images
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PLATZ 2: "STONE COLD" STEVE AUSTIN - Ein raues, Bier trinkendes und wild losprügelndes Original aus Texas, das Ende der Neunziger genau das lieferte, was das der bunten und braven Helden müde Publikum sehen wollte © Imago
Austin löste 1998 bei WrestleMania Shawn Michaels als Champion ab (Gastringrichter: Mike Tyson) - und war der Auslöser des damaligen Wrestling-Booms, der "Attitude Era". Er half WWE aus einer tiefen Krise, in die sie nach einer Abwanderungswelle zur Konkurrenzliga WCW gerutscht war © Getty Images
Als Gegenspieler für Austin setzte sich WWE-Chef Vince McMahon selbst in Szene. Er mimte den bösen Boss, der den ungeliebten Angestellten mit allen Mitteln loswerden wollte - und dafür sogar selbst mit ihm in den Ring stieg. Die Fehde machte die WWF letztlich wieder zur einzigen Macht im US-Wrestling. Sie kaufte die WCW 2001 auf © Getty Images
Austin beendete seine Karriere 2003 wegen Nackenproblemen, dennoch: Der Erfolg der fünfjährigen Austin-Ära (sechs Titelregentschaften) war beispiellos, rettete WWE aus existenzieller Not und machte sie wieder zum Marktführer © Getty Images
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PLATZ 1: HULK HOGAN - "Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?" Terry Bollea, ein aus Georgia stammender Amateur-Baseballer und Rock-Bassist, stellte einiges auf den Kopf, als er zu Hulk Hogan wurde - dem Wrestling-Star schlechthin © Imago
Die World Wrestling Federation, die Mitte der Achtziger von einer regionalen Liga zum landes- und weltweit operierenden Unternehmen expandierte, setzte auf Hogan als Zugpferd - und setzte richtig: Seine erste, über vier Jahre lange Titelregentschaft 1984 bis 1988 machte WWE zu dem, was sie heute ist © Imago
Hogan machte Wrestling zum Popkultur-Phänomen, stand nicht nur im Ring im Mittelpunkt, er spielte im A-Team und diversen mehr oder weniger gelungenen Filmen mit, wurde eine Showgröße - und blieb das auch nach seiner aktiven Karriere © Imago
Ein Rassismus-Skandal trübte 2015 sein Image, er flog deswegen für drei Jahre aus der WWE Hall of Fame. Als WWE-Champion und Aushängeschild war er dennoch der Größte aller Zeiten © Getty Images
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Es waren auch der "British Bulldog" Davey Boy Smith, Jim "The Anvil" Neidhart, Brian Pillman, die anderen Mitglieder der Hart Foundation. Außerdem "Superstar" Billy Graham, Rowdy Roddy Piper, Dynamite Kid, Jushin Thunder Liger. Dazu Chris Jericho, Chris Benoit, Edge und Christian, Tyson Kidd und Natalya. Und zig andere, die von ihm und seinen Schülern geformt worden sind.

Stewart Edwart Hart prägte das Wrestling des 20. Jahrhunderts. Als Kämpfer, als gefürchteter Trainer des mythischen "Hart Dungeon" in Calgary, als Promoter der Liga STAMPEDE und als Patriarch der legendären Hart-Familie. Und er wirkte dabei so weit in die moderne Ära hinein, wie es vielleicht keine andere Persönlichkeit seiner Generation tat.

Am 16. Oktober 2003 starb der Showkampf-Pate im Alter nach 88 bewegten Lebensjahren - wobei gerade seine letzten von furchtbaren Ereignissen überschattet waren.

Stu Hart 1915 in bitterer Armut geboren

Stu Hart wurde am 3. Mai 1915, während des 1. Weltkriegs, im kanadischen Saskatoon geboren. Er wuchs in bitterer Armut auf, im Vergleich zu der die historisch verheerende "Great Depression" keine Umstellung gewesen sein soll - und aus der ihm sein großes sportliches Talent einen Ausweg bot.

Hart war ein talentierter Foot-, Base- und Fastballspieler, vor allem aber ein erfolgreicher Amateurringer, der sich 1940 für die Olympischen Spiele in Helsinki qualifizierte – die dann wegen des 2. Weltkriegs abgesagt wurden.

Auch als er sich aus diesem Anlass bei der Royal Canadian Navy verpflichtete, hatte er durchaus ernsthafte Ambition, in den Seekrieg zu ziehen. Die Verantwortlichen der Marine sahen aber mehr Nutzen darin, ihn an der Heimatfront als Athletik-Direktor und für Schaukämpfe zur Unterhaltung anderer Rekruten einzusetzen.

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Wrestling aus einer anderen Zeit

In der Nachkriegszeit landete Stu Hart beim Wrestling, das damals noch weit weg war von der Art und Weise, wie WWE und Co. es seit Hulk Hogans Zeiten präsentieren.

Er war der Wrestling-Star schlechthin, prägte WWE ebenso wie den früheren Rivalen WCW und wurde auch eine bekannte Film- und Fernsehpersönlichkeit. SPORT1 blickt auf das bunte Leben von Hulk Hogan zurück - und auch auf seine Schattenseiten © WWE
Der junge Hulk Hogan in den frühen Achtzigern bei einem Match in Japan gegen Andre The Giant. Eigentlich heißt er Terry Bollea, wurde 1953 in Augusta, Georgia geboren, in jungen Jahren spielte er Baseball und Rockmusik - ehe er bei einem Auftritt in einer Bar in Florida fürs Wrestling entdeckt wurde © Imago
Noch bevor er in der früheren WWF groß rauskam, nahm er seine erste denkwürdige Filmrolle an. Als Wrestler "Thunderlips" spielte er in Rocky 3 quasi sich selbst - und vermöbelte Sylvester Stallone in einem Showkampf. Der Auftritt steigerte seinen Bekanntheitsgrad und beflügelte seine Karriere © Imago
Hogan wurde 1983 vom ambitionierten Promoter Vince McMahon für seine World Wrestling Federation (WWF) verpflichtet und zum Topstar aufgebaut. Er wurde Champion und Zugpferd seiner ersten Megashow im Jahr 1985 im New Yorker Madison Square Garden: WrestleMania. An seiner Seite: ein anderer großer Name aus Hollywood © Imago
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Muskelpaket Mister T, mit dem Hogan in Rocky 3 und später auch in Gastauftritten in der Serie "A-Team" spielte, wurde als Partner Hogans verpflichtet, um die Kampfshow auch zum Medienereignis zu machen. Gemeinsam besiegte das Duo die Bösewichte Roddy Piper (r.) und Paul Orndorff © Imago
Da staunt auch "The Greatest": Box-Ikone Muhammad Ali war ebenfalls bei WrestleMania dabei, als Gastringrichter des Hauptkampfs © Imago
Auch sie war hin und weg: Popstar Cyndi Lauper ("Girls just want to have fun") half auch bei der Cross-Promotion, trat mit Hogan in der WWF auf und nahm ihn im Gegenzug mit zur Grammy-Verleihung. Die "Rock 'n' Wrestling Connection" funktionierte © Imago
Mit diesem Bild wuchsen Wrestling-Fans der Achtziger und frühen Neunziger auf. Hogan war der Champion, der Star, das Aushängeschild der WWF - bestritt legendäre Fehden und Matches gegen Andre The Giant, "Macho Man" Randy Savage und viele andere © Imago
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Ohne Hogan hätte der globale Boom der WWF wohl nicht funktioniert: Seine einzigartige Erscheinung, sein Charisma, sein Unterhaltungstalent begeisterte die Fans und auch die Entertainment-Branche. Hogan war regelmäßiger Gaststar in diversen TV-Formaten, hier in der Talkshow von Joan Rivers © Imago
Ein fescher Bua: Auch in Deutschland trug Hogan seine Popularität zu Markte - und ließ sich bei einem Fotoshoot in Lederhose ablichten © Getty Images
Um Hogan noch bekannter zu machen, schob die WWF auch seine Schauspielkarriere an, produzierte 1989 den Film "No Holds Barred" ("Hulk Hogan - der Hammer") mit Hogan als Wrestler Rip - auch wieder mehr er oder weniger ein Selbstporträt © Imago
Im Ring schien Hogan derweil den Stab weiter zu reichen, verlor 1990 erstmals seit seinem Aufstieg zum Topstar ein Match klar und deutlich: Bei WrestleMania VI besiegte ihn der aufstrebende Publikumsliebling The Ultimate Warrior © Imago
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Hogan intensivierte derweil seine Ausflüge nach Hollywood: In "Der Ritter aus dem All" (mit dem jungen Undertaker in einer Nebenrolle) spielte er 1991 einen auf der Erde gestrandeten Außerirdischen ... © Imago
... in "Mr. Babysitter" einen Ex-Wrestler, der zwei verzogene Kinder bei Laune halten muss ... © Getty Images
... in "Thunder in Paradise" einen Söldner, der mit einem High-Teach-Boat vor der Küste Floridas für Ordnung sorgt (Co-Darsteller: Chris Lemmon, Sohn von Hollywood-Legende Jack Lemmon). Doch zur selben Zeit begann Hogans Ruf durch einen Skandal schweren Schaden zu nehmen © Imago
Im Jahr 1992 geriet Hogan - wie die ganze WWF - wegen Steroid-Vorwürfen ins Visier staatlicher Ermittler. Er stritt zunächst alles, gab dann vor Gericht aber zu, seit 1976 illegale Mittel zum Muskelaufbau genommen zu haben. Er entlastete McMahon zugleich vom Vorwurf, die Steroide vermittelt oder verlangt zu haben © Imago
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Im Jahr 1994 wechselte Hogan die Seiten, von der WWF zum aufstrebenden Rivalen WCW. Dort erfand er sich schließlich noch einmal völlig neu: als böser "Hollywood Hogan" und Anführer der Kult-Gruppierung nWo - in die er zwischenzeitlich auch NBA-Bad-Boy Dennis Rodman aufnahm © Getty Images
Wie einst die WWF schob Hogan den Erfolg von WCW in Kooperation mit Stargästen an, 1998 trat er gemeinsam mit Rodman gegen Diamond Dallas Page (l.) und einen weiteren NBA-Topstar an: den "Mailman" Karl Malone © Getty Images
Parallel dazu folgten weitere Filmausflüge mit zunehmendem Skurrilitäts-Faktor: Im Action-B-Movie "Shadow Warriors" spielte Hogan einen Söldner mit besserem Haarwuchs ... © Imago
... in "Santa Claus mit Muckis" einen Millionär, der sich nach einem Gedächtnisverlust plötzlich für den Weihnachtsmann hält © Imago
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Im Ring half Hogan dabei, dass WCW die WWF zwischenzeitlich als Marktführer ablöste. Kritiker werfen ihm aber vor, sie auch in den Untergang geführt zu haben, indem er zu viel Aufmerksamkeit für sich beanspruchte und das Rampenlicht nicht an die nachfolgende Generation abtreten mochte © Getty Images
2001 stellte WCW den Betrieb ein, Hogan kehrte zurück zur WWF (bald darauf: WWE) - und wurde begeistert empfangen: Bei WrestleMania 18 im Jahr 2002 bestritt er nochmal ein großes Match gegen einen neuen Superstar: Dwayne "The Rock" Johnson. Er verlor - wurde aber frenetisch gefeiert © Getty Images
Hogan bestritt sein letztes WWE-Match 2006, mit mittlerweile über 50 Jahren war es Zeit für neue Projekte. John Cena, den Topstar der kommenden Jahre, behielt er nur noch bei der Verleihung der "Kid's Choice Awards" im Griff © Getty Images
Hogan blieb auf den Bildschirmen präsent: Als Hauptfigur der Reality-Serie "Hogan knows best" stellte er der Welt seine Familie vor - und schob damit auch die Gesangskarriere seiner Tochter Brooke Hogan (l.) an, die schließlich auch ihre eigene Show bekam: "Brooke knows best" © Getty Images
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Im Jahr 2008 war Hogan außerdem noch Moderator einer Neuauflage der in den Neunzigern populären Athletik-Show "American Gladiators" © Getty Images
2010 war Hogan auch bei der Comedy-Gala "The Roast of David Hasselhoff" dabei - Achtziger- und Neunziger Legenden unter sich © Getty Images
Vom Wrestling konnte Hogan aber doch nicht lassen: Im Jahr 2009 tourte er mit seinem alten Rivalen Ric Flair durch Australien ... © Getty Images
... im Jahr darauf ließ er sich als neues Gesicht der kleineren WWE-Konkurrenzliga TNA (Impact) verpflichten, wo er Anfang 2012 mit 58 Jahren seinen endgültig letzten Kampf bestritt © Getty Images
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2012 geriet Hogan dann in eine unappetitliche Affäre. Das Portal "Gawker" veröffentlichte Ausschnitte aus einem Sextape, das von Hogan ohne dessen Wissen gedreht wurde. Der Hulkster wehrte sich und zog vor Gericht © Getty Images
2014 folgte die Rückkehr zu WWE, als Moderator der 30. WrestleMania und für diverse weitere Spezialauftritte - ehe Hogan im Jahr darauf ein weiterer Leak aus dem Sextape zum Verhängnis wurde © Getty Images
Im Zuge des Prozesses wurde eine rassistische Tirade Hogans aus dem Jahr 2008 veröffentlicht. Auf dem heimlich gefilmtem Tape beschimpfte Hogan den damaligen Freund von Tochter Brooke mehrfach als "F***ing Nigger" © Getty Images
Hogan entschuldigt sich ("Ich bin nicht so, wie es dieser Vorfall erscheinen lässt. Ich glaube fest daran, dass jede Person auf der Welt wichtig ist") - dennoch zieht WWE die Konsequenzen: Sie entlässt Hogan nicht nur, sie distanziert sich völlig von ihm, entfernt ihn sogar aus der Hall of Fame © Getty Images
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Hogans Sextape-Prozess gegen Gawker erlangt unter diesen Bedingungen noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit. 2016 gewinnt er ihn - und erhält 115 Millionen Dollar Schadenersatz © Getty Images
2018 folgt die Wiederannäherung an WWE. Nach vielfachen öffentlichen Entschuldigungen erklärt die Liga Hogans Bußezeit für beendet und erklärt die Entfernung aus der Hall of Fame rückwirkend zu einer dreijährigen Suspendierung - die damit vorbei war © Getty Images
Im November 2018 tritt Hogan bei der Saudi-Arabien-Show "Crown Jewel" wieder bei WWE auf, im Januar 2019 dann auch wieder bei WWE RAW, für einen Tribut an den verstorbenen Interviewer Gene Okerlund © Getty Images

Hart war - wie seine Zeitgenossen Lou Thesz und Verne Gagne - ein klassischer "Hooker". Er war intensiv geschult einen Showfight wie einen echten Ringkampf zu bestreiten, konnte seine Gegner niederringen, verknoten, ihnen weh tun.

Diese realen Fertigkeiten weiterzugeben, auch in Zeiten, als sich das Wrestling mehr und mehr zu einem bunten Athletik- und Entertainment-Spektakel wandelte, war Stu Hart wichtig. Er war überzeugt davon: Wer wirklich gute und glaubwürdige Showkämpfe zeigen wollte, musste "richtig" kämpfen, einen Gegner im Zweifel wirklich ringerisch übermannen können.

Diese Philosophie vermittelte er an die sieben Söhne, die ihm ins Wrestling folgten und an die anderen Schüler, die sich in seinen berühmten "Dungeon" wagten, seinen Trainingskeller im Familienanwesen in Calgary.

Der "Hart Dungeon" in Calgary war berüchtigt

Der Name "Kerker", den dieser Keller bekam, war allen bekannten Augen- und Ohrenzeugenberichten zufolge nur eine minimale Übertreibung.

Die Trainingseinheiten bei Stu Hart und seinen Trainerkollegen waren eine physische und psychische Tortur, von lauten Schmerzensschreien untermalt. Wer sich nicht mit ihm verstand, nannte seine Methoden sadistisch. Wer es tat, würdigte sie als bestmögliche Vorbereitung auf eine Branche, in der man auf Torturen jeder Art präpariert sein muss.

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Seine (finanziell immer kostenfreie) Arbeit als Trainer und Mentor war letztlich das Vermächtnis, das noch stärker in Erinnerung geblieben ist als die vier Jahrzehnte, in denen Stu Hart selbst sehr erfolgreich im Ring stand.

Bret und Owen Hart trugen das Erbe bei WWE weiter

Stu Hart beendete seine aktive Karriere endgültig in den achtziger Jahren, der Zeit, in der auch das territorial organisierte Wrestling, in dem er groß geworden war, im Niedergang begriffen war.

Die von ihm geführte Liga STAMPEDE verkaufte Stu Hart 1984 in ihrer Original-Version an Vince McMahons expandierende World Wrestling Federation (WWF) und mit ihr drei seiner Meisterschüler: Dynamite Kid, Davey Boy Smith und Sohn Bret - der sich dort mit dem Rüstzeug des Vaters langsam, aber sicher an die Spitze des späteren Marktführers kämpfte.

Der gigantische Erfolg von Bret Hart, später auch der von Bruder Owen und der von ihnen beeinflussten Weggefährten mehrte den Ruhm des Vaters, der auch selbst einige Male bei der späteren WWE auftauchte - und sich dabei in diverse große Fights von Bret und Co. gegen Rivalen wie Shawn Michaels und Stone Cold Steve Austin einschaltete.

Hart-Familie von Tragik umweht

Der Lebensabend von Stu Hart - der abseits des Rings für viele wohltätige Zwecke engagiert war - war ein trauriger: Vor allem der Todessturz seines Sohns Owen 1999 und zwei Jahre später das Ableben von Ehefrau Helen setzte ihm zu. Stu Hart war mit ihr 53 Jahre lang verheiratet, hatte mit ihr insgesamt 12 Kinder und über 30 Enkel.

Stu Hart (2.v.r.) mit den Söhnen Owen und Bret Hart sowie Schwiegersohn Davey Boy Smith (v.l.)

Daneben musste Stu noch weitere Dramen wie den frühen Tod seines Schwiegersohns Davey Boy Smith 2002 und viele hässliche Streitigkeiten und Zerrüttungen innerhalb der Familie erleben. Am Ende war das Leben Stu Harts von ähnlicher Tragik umwittert wie das seines Kollegen und guten Freunds Fritz von Erich, der vier seiner wrestlenden Söhne in jungen Jahren verlor.

Stu Hart starb an einem Schlaganfall, den er in Folge einer Lungenentzündung erlitt. WWE nahm ihn 2010 in ihre Hall of Fame auf, die Maßeinheit, in der Stu Harts Bedeutung für das Wrestling gemessen werden muss, ist jedoch eine weit größere.