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John Cena von WWE vor Mega-Karriere fast gefeuert

Wie WWE John Cena fast feuerte

John Cenas skurrile Hulk-Hogan-Parodie bei WrestleMania

16 mal Champion, Idol von Millionen: John Cena wurde bei WWE zum größten Wrestling-Star der Welt. Doch um ein Haar wäre es dazu nie gekommen.

Er wurde der erfolgreichste Wrestler in der Zeit nach Hulk Hogan, Stone Cold Steve Austin und The Rock. WWE verdiente im Lauf der Jahre hunderte Millionen Dollar an ihm. Und dreht mittlerweile auch höchst erfolgreich Filme in Hollywood.

Kaum zu glauben, dass John Cena beinahe gefeuert worden wäre, bevor er es dazu kam.

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2002: John Cena nach Debüt fast entlassen

Die aus heutiger Sicht verblüffende Karriere-Episode hatte der Wrestling-Journalist Dave Meltzer 2017 in seinem Wrestling Observer Radio enthüllt. Drei Jahre später bestätigte Cena sie de facto, als sie in die Story seines bizarren WrestleMania-Matchs gegen "The Fiend" Bray Wyatt eingeflochten wurde.

Dwayne "The Rock" Johnson (l.) ist vom WWE- zum Hollywood-Megastar geworden, nicht nur John Cena ist ihm gefolgt. SPORT1 zeigt die Wrestler, die Filmstars wurden. © Getty Images
So kannten WWE-Fans The Rock: als charismatische Ausnahme-Erscheinung war er um die Jahrtausend-Wende herum zusammen mit "Stone Cold" Steve Austin der populärste WWE-Star. Seine Entertainment-Fähigkeiten waren dann bald auch außerhalb des Wrestling-Rings begehrt © WWE
2001 bekam Johnson seine erste Rolle als Nebenfigur in dem Abenteuerfilm "Die Mumie 2" - und kam so gut an, dass noch ein eigener Film um den "Scorpion King" gedreht wurde. Danach gab es kein Halten mehr © Getty Images
Johnson empfahl sich als legitimer Nachfolger von Arnold Schwarzenegger, als Action-Held der neuen Generation - und wurde so erfolgreich, dass er seine WWE-Karriere weitgehend auf Eis legte © Getty Images
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Von "The Fast and the Furious" über "Baywatch" bis "Jumanji": Johnson schmückt mittlerweile einen Blockbuster nach dem anderen, wurde "Sexiest Man Alive" und zu einem der Bestverdiener in Hollywood. 2018 soll er 124 Millionen Dollar eingestrichen haben © Getty Images
2019 holt The Rock auch seinen Bluts-Cousin Roman Reigns zum Film: Er spielt an seiner Seite in dem Fast-and-Furious-Ableger "Hobbs & Shaw" - trotz dessen Leukämie-Erkrankung, wegen der Reigns seine WWE-Karriere auf Eis legen musste © instagram.com/therock/
Zwischendurch kam The Rock zurück zu WWE und reichte in zwei großen Matches die Fackel an den neuen Star John Cena weiter. Der ist mittlerweile auch zur Hollywood-Größe geworden © Getty Images
Cena feierte sein Filmdebüt 2006 in dem von WWE produzierten Actionfilm "The Marine" - und etablierte sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Hollywood © Getty Images
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2018 bekam Cena schließlich seine erste Blockbuster-Hauptrolle als Army-Ranger Jack Burns im Transformers-Spinoff "Bumblebee" © Getty Images
Anders als The Rock hält sich Cena immer noch regelmäßig Zeit für WWE frei, aber auch für ihn ist die Schauspiel-Karriere mittlerweile die Hauptbeschäftigung geworden © Getty Images
Dasselbe gilt für den Mann, der Mitte der Nuller-Jahre der größte WWE-Star neben Cena war: Dave Bautista alias Batista © Imago
Nach einer Reihe kleinerer Rollen feierte er 2014 den Durchbruch, als er die Rolle des "Drax the Destroyer" in der Superhelden-Saga "Guardians of the Galaxy" erhielt © Getty Images
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Die nächste Traumrolle spielte er dann im Jahr darauf als Bond-Bösewicht in "Spectre" an der Seite von Daniel Craig © Getty Images
Auch in der Fortsetzung von "Guardians of the Galaxy" und in "Avengers: Infinity War" war Batista dabei - eine lobende Erwähnung verdient auch Batistas sensationelle modische Stilsicherheit auf den roten Teppichen, die der von The Rock in nichts nachsteht © Getty Images
Höchste Style-Punktzahl zum Beispiel auch für diesen Auftritt bei der Premiere von "Bushwick" © Getty Images
Zurück zum Thema: So erfolgreich wie Rock, Cena und Batista sind in Hollywood natürlich nicht alle. Aber die Entertainment-Qualitäten und die auffällige Erscheinung der Wrestling-Stars hat auch schon vielen anderen zu kleinen, aber feinen Rollen verholfen © Getty Images
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Der Ire Sheamus zum Beispiel war aus Sicht der Macher der "Turtles"-Verfilmung von 2016 wie geschaffen für die Rolle des mutierten Punk-Nashorns "Rocksteady" © Getty Images
Größeren Gefallen am Film fand Wade Barrett, der zu WWE-Zeiten unter anderem mit Colin Farrell in "Dead Man Down" spielte - und nach seinem WWE-Aus 2016 Hauptdarsteller der Action-Reihe "I Am Vengeance" wurde © Getty Images
Recht frisch auf der Liste: CM Punk, der 2019 seine erste Hauptrolle in dem Independent-Horrorthriller "Girl on the Third Floor" spielte © Getty Images
In den Neunzigern spielte auch WWE- und WCW-Legende Kevin Nash in einem Turtles-Film als "Super Shredder". Später trat der charismatische Riese auch in zehlreichen weiteren Filmen auf, unter anderem in "The Punisher", "John Wick" und als Stripper in "Magic Mike" © Getty Images
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Auch WCW- und WWE-Legende Bill Goldberg hat mittlerweile eine recht lange Liste an Filmauftritten beisammen, unter anderem im Sequel zu "Universal Soldier", als Killer-Weihnachtsmann in "Santa's Slay" und im Bugs-Bunny-Film "Looney Tunes - Back in Action" © Getty Images
Auch Triple H bekam schon etwas Hollywood-Glanz ab, er spielte an der Seite von Wesley Snipes und Ryan Reynolds (2.v.l.) den Vampir Jarko Grimwood in "Blade: Trinity" © Getty Images
Den unheimlichen Kane setzte WWE 2006 in einer Eigenproduktion in Szene: Als Serienkiller im Horrorfilm "See no Evil" © Getty Images
Auch The Miz ist regelmäßig in von WWE produzierten Filmen im Einsatz, er übernahm von Cena die Hauptrolle in der "Marine"-Reihe © Getty Images
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Weitere besondere Filmauftritte von Wrestlern - ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Der 2011 verstorbene "Macho Man" Randy Savage kämpfte als Wrestler "Bonesaw McGraw" gegen "Spiderman" Tobey Maguire © Getty Images
"I came here to kick ass and chew bubble gum. And I'm all out of bubble gum!" Roddy Piper, legendärer WWF-Rivale von Hulk Hogan in einem der kultigsten Wrestler-Filmauftritte aller Zeiten als Alien-Schreck in John Carpenters "Sie leben". Wirkte vor seinem Tod 2015 auch in zahlreichen weiteren B-Movies mit © Imago
Jesse "The Body" Ventura (M.) war in der früheren WWF ein schillernder Wrestler und Kommentator. Spielte unter anderem mit Arnold Schwarzenegger in "Predator" und "Running Man" - und hat noch eine weitere Gemeinsamkeit mit ihm: Er war zwischen 1999 und 2003 Gouverneur von Minnesota © Imago
Ein wunderbarer Film, ein wunderbarer Auftritt: Der riesenwüchsige Andre The Giant (r., mit Mandy Patinkin) mischte in dem Märchen-Klassiker "Die Braut des Prinzen" mit © Imago
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Der Great Khali bereicherte mit seiner 2,16-Meter-Präsenz unter anderem die Filme "Spiel ohne Regeln", "Get Smart" und "Auf den Spuren des Marsupilami" © Getty Images
Der kanadische 2,10-Meter-Riese Robert Maillet war als Kurrgan bei WWE wenig erfolgreich, als Schauspieler hat er sich dagegen ein gutes Auskommen geschaffen. Wirkte mit in "300", "Pacific Rim", "Sherlock Holmes" und "Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen" © Getty Images
Ebenfalls als Schauspieler erfolgreicher denn als Wrestler: 2,04-Meter-Mann Tyler Mane, bei WCW kurz als "Big Sky" aktiv. In Hollywood war er der "Sabretooth" im ersten X-Men-Film und die Hauptfigur Michael Myers in den "Halloween"´-Neuverfilmungen © Getty Images
Der Wrestling-Film schlechthin: Das herausragende Drama "The Wrestler" mit Mickey Rourke als abgehalftertem Showkämpfer. Echte Wrestler wie Cesaro, Nigel McGuinness, Necro Butcher und Ernest "The Cat" Miller spielten an seiner Seite. Legenden wie Ric Flair (l.) waren begeistert und gerührt von Rourkes Performance © Getty Images
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Auch eine besondere Geschichte: Muskelpaket Thomas "Tiny" Lister wurde 1989 als Gegenspieler "Zeus" in Hulk Hogans Filmdebüt "Der Hammer" ("No Holds Barred") inszeniert - und wurde dann auch von der damaligen WWF als Hogan-Gegner für ein Match in dieser Rolle engagiert © Getty Images
Hulk Hogan, ach ja: Der Wrestling-Superstar der Achtziger und Neunziger flog auch immer wieder in die Film- und Fernsehbranche aus © Imago
In "Rocky III" spielte er "Thunderlips", einen Wrestler, der Sylvester Stallone in einem Showkampf mehr traktiert als ihm lieb ist © Imago
im "A-Team" und auf dem "Love Boat" spielte Hogan sich selbst, in "Hulk Hogan - der Hammer" - bekommt ein Schauspielerkollege mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Jogi Löw seine Power zu spüren © Imago
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In den Neunzigern war Hogan dabei in "Gremlins 2", bei "Agent 00 - Lizenz zum Totlachen" und den "Muppets aus dem All", Hauptrollen spielte er in "Der Ritter aus dem All" (im Bild, mit dem jungen Undertaker in einer Mini-Rolle als außerirdischer Kopfgeldjäger) ... © Imago
... in "Mr. Babysitter", wo er als Ex-Wrestler zwei verwöhnte Kinder bei Laune halten muss ... © Getty Images
... und in der Actionserie "Thunder in Paradise", wo er mit Co-Darsteller Chris Lemmon (Jack Lemmons Sohn) und einem High-Tech-Boot vor der Küste Floridas für Ordnung sorgt © Imago
Skurril: Im Fernsehfilm "Shadow Warriors" hat Hogan plötzlich uneingeschränkten Haarwuchs ... © Imago
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... und in "Santa Claus mit Muckis" einen Gedächtnisverlust, nach dem er sich für den Weihnachtsmann hält © Imago
Im darauffolgenden Jahrzehnt stellte Hogan dann in der Reality-Serie "Hogan knows best" seine ganze Familie vor: Sohn Nick, Tochter Brooke und seine damalige Frau Linda. Eine Karriere wie die von The Rock war es nicht, aber die vielen kultigen Auftritte trugen dazu bei, dass ihn bis heute nicht nur jeder Wrestling-Fan kennt © Getty Images

Cena, so berichtete Meltzer, hätte einen Teil der WWE-Verantwortlichen nicht überzeugt, nachdem er sein am 27. Juni 2002 ausgestrahltes Debüt gegen Kurt Angle gefeiert und seine ersten Matches bestreiten durfte.

Er sei nach allgemeiner Auffassung zu früh aus der damaligen Ausbildungsliga OVW (Ohio Valley Wrestling) aufgestiegen und hätte kurz vor dem Rauswurf gestanden. Cena, geboren am 23. April 1977 in West Newbury, Massachusetts, hatte seine Wrestling-Karriere erst im Januar 2000 unter dem Namen "The Prototype" begonnen und 2001 einen Entwicklungsvertrag bei WWE unterschrieben.

Warum er doch nicht flog? Stephanie McMahon, Tochter von WWE-Chef Vince McMahon und ebenfalls in Führungsverantwortung, soll Potenzial in Cena gesehen und durchgesetzt haben, es weiter mit ihm zu versuchen. Sie hatte den richtigen Riecher: Schon bald darauf zweifelte innerhalb von WWE niemand mehr an Cenas Potenzial - wenngleich er bei den Fans noch länger einen schweren Stand hatte, als WWE begann, es komplett auszuschöpfen.

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2005: Aufstieg zum Champion

Cena erlebte im Jahr nach seinem Debüt seinen ersten großen Karriere-Schub, als er sein reales Faible für Hip Hop in seinen Charakter einbaute und nach einem "Heel Turn" zum niederträchtigen "Doctor of Thuganomics" mutierte, der seine Gegner und die Fans mit bitterbösen Battleraps provozierte (Cena veröffentlichte auch diverse Rap-Lieder und 2004 das Album "You can't see me", seinen Theme Song "The Time is now" und den Vorläufer "Word Life" nahm er selbst auf.).

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John Cena 2003 in seiner Rolle als Doctor of Thuganomics

Mit diesem Charakter bekam Cena seine ersten größeren Fehden mit Stars wie Brock Lesnar und dem Undertaker (in dessen damaliger Rolle als Biker) - und begeisterte die Fans rasch so sehr, dass er wieder Publikumsliebling wurde. 2004 feierte er eine erfolgreiche WrestleMania-Premiere gegen The Big Show, im Frühjahr 2005 wurde Cena bei WrestleMania 21 mit einem Sieg über John Bradshaw Layfield erstmals WWE-Champion - was dann aber vielen Anhängern so auch nicht recht war.

Die Negativ-Reaktionen in den Hallen mehrten sich wieder, als das Gefühl aufkam, dass WWE Cenas Aufbau zum Topstar erzwingen wollte und zahlreiche anerkannte Stars wie Chris Jericho, Christian und Angle an ihn verfütterte. Obwohl Cena gerade beim jungen Publikum so gut angenommen wurde wie erhofft, reagierten eingefleischte WWE-Anhänger allergisch und mit Buhrufen.

2006 - 2007: Große Fehden mit Edge und Shawn Michaels

Cenas Stand besserte sich, als der aufstrebende Edge ihm Anfang 2006 den Titel zwischenzeitlich abnahm und die erste wirklich gelungene Titelfehde mit Cena auf die Beine stellte. Im Jahr darauf verstummten weitere Kritiker, als Altmeister Shawn Michaels für Cena sein ganzes Können in die Wagschale warf und die bis dahin besten Matches seiner Karriere aus ihm herauskitzelte.

Nichtsdestotrotz blieb Cenas Ruf zwiespältig. Noch jahrelang war er Angriffsfläche für zahlreiche Kritikpunkte, die Fans nicht nur an ihm, sondern an WWE generell anbrachten: Cena wurde vorgehalten, dass er kein so vollendeter Ringhandwerker wie Michaels und Co. war - und dass er Verkörperung der "PG Era" war (oder, benannt nach dem Kernsatz vor seinem Debütkampf: "Ruthless Aggression Era"), der neu eingeführten, jugendfreien Ausrichtung von WWE.

Während seine frühen Raps noch an die kontroverse, erwachsene Grundausrichtung der populären, aber schon eine Weile vor Cena untergegangenen Attitude Era anknüpften, entschärfte Cena sich später stark und wurde zur kindgerechten Heldenfigur.

2012 - 2013: The Rock übergibt die Fackel

Als solche funktionierte Cena trotz aller Widerstände prächtig: Nach eigenen Angaben sorgte die Marke John Cena zu seinen besten Zeiten für um die 100 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr - und das ist plausibel: Allein die Verkäufe seiner Merchandise-Artikel brachten WWE jährlich zig Millionen ein.

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Vor diesem Hintergrund ist klar, warum Cena trotz aller Kritik immer unantastbar war. Und warum WWE auch die Rufe, Cenas Charakter mit einer erneuten Verwandlung zum Bösewicht aufzufrischen, ungehört verhallen ließ.

Rund ein Jahrzehnt lang war Cena das unumstrittene Aushängeschild von WWE, diverse weitere große Fehden gegen Triple H, Randy Orton, Batista, CM Punk und Rückkehrer Lesnar unterstrichen seinen Status. Cenas Vermächtnis wurde endgültig zementiert, als Megastar Dwayne "The Rock" Johnson für zwei große Matches gegen Cena bei WrestleMania 2012 und 2013 aus dem Ruhestand kam - und ihn den abschließenden Kampf auch gewinnen ließ.

Erfolg im Film - aber immer wieder Comebacks

Mittlerweile ist Cena The Rock nach Hollywood gefolgt, eine erste Hauptrolle übernahm er 2018 in "Bumblebee", einem Spinoff von "Transformers". Auch seine privaten Schlagzeilen - wie seine Beziehung zur früheren WWE-Kollegin Nikki Bella, von der er sich 2018 trennte - beschäftigen daher mittlerweile ein größeres Publikum.

John Cena bei einem Promo-Termin für den Film Bumblebee 2018 in China

Seine WWE-Karriere hat Cena im Lauf der Jahre immer mehr heruntergefahren, er kehrt aber immer noch regelmäßig für einzelne größere Programme in den Ring zurück.

Unter anderem schob er 2017 eine Fehde mit Roman Reigns ein, den WWE seit einigen Jahren zu seinem Nachfolger aufbauen will - gegen ähnliche Widerstände, wie Cena sie einst spürte.

Am Ende seiner Ring-Laufbahn scheint er noch nicht zu sein, er hat wiederholt versichert, sie so lange fortzuführen, wie er kann.

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2018: Würdigung mit Muhammad-Ali-Preis

Nicht auszuschließen also, dass Cena seinen Ruhm weiter mehren wird, dabei blickt er schon jetzt auf eine Rekordbilanz zurück: Er ist 13-maliger WWE Champion und dreimaliger World Heavyweight Champion, bei WWE hielt niemand so oft die wichtigsten Titel. Zudem steht er mit seinen 16 Regentschaften auf einer Stufe mit dem - nach offizieller WWE-Zählung - ebenso oft bei NWA, WCW und WWE regierendem "Nature Boy" Ric Flair.

Der Großteil der Fans weiß inzwischen auch, was er an Cena hat: Die ständig zelebrierte Aufteilung des Publikums in Cena-Fans und Cena-Hasser ("Let's go Cena!" - "Cena sucks!") wurde im Lauf der Jahre immer mehr zum spielerischeren Ritual.

Auch, dass der andere beliebte Kritiker-Ruf "You can't wrestle" nur bedingt stimmt, hat er auch oft genug bewiesen: Zwar hat Cena manche handwerkliche Schwäche nie abstellen können, er gleicht aber einem Fußballer, der mangelnde technische Fertigkeiten durch umso mehr Einsatz ausgleicht. Dass das Ergebnis mit dem passenden Gegner glänzend sein kann, bewiesen zuletzt seine herausragenden Fights gegen Seth Rollins und AJ Styles.

Undertaker vs. Michaels, Cena vs. Punk, Bret vs. Owen und ein Österreicher, der hoch einsteigt: SPORT1 zeigt die besten WWE-Matches aller Zeiten in Bildern. © WWE
Anlass für das Ranking: Das Wahnsinns-Match zwischen dem Österreicher WALTER und Tyler Bate beim England-Kader NXT UK, von "Kritiker-Papst" Dave Meltzer als zweitbestes WWE-Match überhaupt eingeordnet. Auch in der SPORT1-Bestenliste landet es sehr weit oben ... © WWE
PLATZ 15: JOHNNY GARGANO vs. TOMMASSO CIAMPA (NXT TakeOver: New Orleans, 2018) - Die Ex-Partner und in Wahrheit guten Freunde lieferten sich bei WWE die Hassfehde schlechthin - ihr "Unsanctioned Match" von WrestleMania 34 war ihr Meisterwerk © WWE
Das Duell verließ sich - ähnlich wie einst das legendäre Match gleicher Art zwischen Shawn Michaels und Chris Jericho - nicht auf besonders spektakulär aussehende oder blutige Show-Effekte. Stattdessen gab es echte Härte - und das Auserzählen der lang aufgebauten Geschichte der beiden, mit dem Triumph für Liebling Gargano © WWE
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PLATZ 14: UNDERTAKER vs. SHAWN MICHAELS (IN YOUR HOUSE: BADD BLOOD, 1997) - Der Taker und der Heartbreak Kid brachten ein Konzept namens "Hell in a Cell" zur Uraufführung - und obwohl viele spätere Matches im Höllenkäfig wildere Stunts hatten: Stimmiger und runder als das Original war keines ©
PLATZ 13: UNDERTAKER vs. SHAWN MICHAELS (WRESTLEMANIA XXVI, 2010) - Nochmal Taker und HBK, ihr letztes (relevantes) Kapitel: Bei der Megashow in Phoenix setzte Michaels seine Karriere gegen die WrestleMania-Siegesserie des Undertaker aufs Spiel - und gab trotz seiner fortgeschrittenen 44 Jahre noch mal alles © WWE
"Mr. WrestleMania" lieferte eine würdige, mitreißende Abschiedsvorstellung, bevor er diezu diesem Zeitpunkt logische Niederlage einsteckte und seine Karriere beendete © WWE
PLATZ 12: JOHNNY GARGANO vs. ADAM COLE (NXT TakeOver: New York, 2019) - "Johnny Wrestling" krönte sich in einem "Best Two Out Of Three Falls Match" nach langem Warten erstmals zum NXT-Champion. Meltzer ordnete das atemberaubende Duell als bestes WWE-Match aller Zeiten ein ... © WWE
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... Kritiker dagegen wenden ein: Die Matchstory des alle Widrigkeiten überstehenden Gargano sei am Ende zum Overkill überreizt worden. Kann man so sehen, ist aber Jammern auf hohem Niveau. Jeder Wrestling-Fan sollte dieses Match gesehen haben (wie alle Matches im Ranking) © WWE
PLATZ 11: HARDY BOYZ vs. DUDLEY BOYZ vs. EDGE & CHRISTIAN (WrestleMania X-7, 2001) - Oft kopiert, nie erreicht: Die zweite Auflage des damals noch recht frischen Konzepts TLC (Tables, Ladders & Chairs) © WWE
Der spektakuläre Dreikampf der legendären Teams der Attitude Era bot jede Menge Momente für die Ewigkeit, allen voran der unglaubliche Spear von Edge, mit dem Edge den an den Tag-Team-Gürteln baumelnden Jeff Hardy aus der Luft pflückte ©
Am Ende mischen sich auch noch Lita, der dritte Dudley Spike und der mit Edge und Christian verbündete Rhyno an: Andere Matches hätte das ruiniert, hier rundete es das Demolition-Derby ab, Edge und Christian triumphierten ©
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PLATZ 10: ADRIAN NEVILLE vs. SAMI ZAYN (NXT TakeOver: R Evolution, 2014) - Das frühe Highlight des damals noch jungen NXT-Kaders. Neville und Zayn, in der Independent-Szene als "Pac" und "El Generico" schon zu Ruhm gekommen, boten ein Duell, das ihren Top-Matches bei ROH und Co. in nichts nachstand © WWE
Zayn wurde damals in einem packenden Finish zum Champion gekrönt. Denkwürdig auch die Szenen danach, in denen sich sein alter Weggefährte Kevin Owens brutal gegen ihn wandte © WWE
PLATZ 9: BRET HART vs. OWEN HART (WrestleMania X, 1994) - Der "Hitman" war zu diesem Zeitpunkt schon zum Topstar der damaligen WWF aufgestiegen, mit dieser technischen Meisterdarbietung hob er Bruder Owen auf sein Level ©
Owen (l.) gewann das Match überraschend, indem er eine Victory Roll seines Bruders (die Aktion, mit der er im Jahr zuvor King of the Ring geworden war) auskonterte und ihn auf die Matte drückte. Bret wurde am selben Abend WWF-Champion, mit dem Sieg wurde die Saat für die Fortsetzung der Bruderfehde gelegt - die noch besser werden sollte ... © WWE
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PLATZ 8: CHRIS BENOIT vs. SHAWN MICHAELS vs. TRIPLE H (WrestleMania XX, 2004) - WWE schweigt dieses Match heute quasi tot, die Erinnerung an Benoit (l.) ist durch seine Schreckenstat 2007 (Mord an Frau und Kind, dann Suizid) überschattet. Vorher war er unbestritten einer der besten Wrestler der Welt, das Match, in dem er zum World Champ wurde sein bestes bei WWE © Getty Images
PLATZ 7: THE UNDERTAKER vs. SHAWN MICHAELS (WrestleMania 25, 2009) - Zum dritten Mal das Dream Team im Ring, ihr erstes WrestleMania-Duell 2009, das die Einleitung von Michaels' Abschiedsfehde war, war noch einen Tick besser als ihr Ende © WWE
PLATZ 6: SHAWN MICHAELS vs. RAZOR RAMON (WrestleMania X, 1994) - Ähnlich wie bei Hell in a Cell und TLC war es auch beim Leiter-Match: Eines der frühesten Werke war das beste. Der junge Michaels begründete mit damals so noch nicht gesehenen Flugeinlagen seinen Ruf als "Mr. WrestleMania" ... ©
... für Gegener Ramon (Scott Hall), die vielleicht charismatischste und coolste Sau der Neunziger, war es eine unübertroffene Sternstunde. Der "Bad Guy" erdet letztlich den hochfliegenden Michaels und sicherte sich den auf dem Spiel stehenden Intercontinental Title © WWE
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PLATZ 5: BRET HART vs. OWEN HART (SummerSlam 1994) - Die bei WrestleMania aufgebaute Bruderfehde um den Titel fand ihren Höhepunkt: In einem Steel Cage Match, das bis heute als das Steel Cage Match schlechthin bezeichnet werden darf - Einfallsreichtum, Emotion, perfekte Spannungskurve © WWE
Der ältere Bruder Bret blieb am Ende Sieger, als Krönung folgte dann noch einer Massenkeilerei unter Beteiligung der Brüder und Schwäger der beiden. Tragisch, dass Owen fünf Jahre später bei einem missglückten Einmarsch-Stunt ums Leben kam © WWE
PLATZ 4: JOHNNY GARGANO vs. ANDRADE ALMAS (NXT TakeOver: Philadelphia, 2018) - Im Zweifel haben in diesem Ranking oft die Klassiker die modernen Matches ausgestochen, hier nicht: Was Gargano und Almas in diesem Titelduell bei NXT boten, hat bei WWE eine neue Stufe gezündet © WWE
Gargano und Andrade boten Technik, Psychologie und erzählerische Finesse aus einem Guss - und das in einem Tempo, das es in der Liga so lange nicht zu sehen gab. Matches auf diesem Niveau gab es im Hauptkader lange nicht zu sehen © WWE
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PLATZ 3: WALTER vs. TYLER BATE (NXT UK TakeOver: Cardiff, 2019) - Noch einen drauf setzten soeben der aus Wien stammende WALTER und der junge Brite Tyler Bate, die sich ein ähnliches Niveau satte 40 Minuten lang hielten und sich das ultimative David-Goliath-Match lieferten - mit Goliath WALTER als Sieger © WWE
PLATZ 2: CM PUNK vs. JOHN CENA (Money in the Bank 2011) - Ein Kampf, der hatte, was kein Drehbuchautor der Welt künstlich erzeugen kann: reale Emotion, basierend auf einer echten Geschichte. Kultstar Punk drohte WWE damals tatsächlich frustriert mit seinem Abgang, wurde in letzter Minute zu einem Verbleib überredet ... © WWE
... und schockte in seiner Heimatstadt Chicago die Wrestling-Welt, als er Champion und Superstar John Cena in seinem nur vermeintlich letzten Match für die Liga den Titel abnahm. Die reale, bei den Fans noch unaufgeklärte Ungewissheit über Punks Zukunft verlieh dem Duell eine spannungsgeladene Atmosphäre, wie es sie so sonst nie gab © WWE
Und dann legten Punk und Cena auch noch beide das Match ihres Lebens hin - in das das Rätsel um Punk perfekt eingeflochten wurde (inklusive eines Auftritts von Boss Vince McMahon, der Punk scheinbar um den Sieg betrügen, aber von Cena abgehalten wurde). Punk triumphierte und brachte die Halle zum Explodieren © WWE
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PLATZ 1: STONE COLD STEVE AUSTIN vs. BRET HART (WrestleMania 13, 1997) - Es kann nur eine Nummer 1 geben und es ist dieser x-fach zitierte Showdown, der den Grundstein für die Attitude Era und die Mega-Karriere von Superstar Stone Cold legte © WWE
Austin ging als Bösewicht in das nur durch Aufgabe zu gewinnende Submission Match und kam als Publikumsliebling heraus: Hart und er (nicht zufällig in Wahrheit wie viele Gegner hier gute Freunde) zogen in eine Schlacht, die intensiv, so glaubwürdig und dabei doch so gut erzählt war, wie Wrestling nur sein kann © WWE
Legendäre Schlussszene: Der wegen eines Hiebs mit dem Ringgong blutüberströmte Austin gerät in Harts Aufgabegriff Sharpshooter, weigert sich aber aufzugeben und muss erst bewusstlos werden, dass das Match an Hart geht. Ein unübertroffenes Finale mit historischer Bedeutung © WWE

Cena hat sich im Ring nie so sehr auf seiner Popularität ausgeruht, wie es zum Beispiel Hulk Hogan oft getan hat - und anders als Hogan, für den es auch im Herbst seiner Karriere oft Vorrang hatte, den eigenen Nimbus zu schützen - setzt Cena ihn viel öfter zum Wohle anderer ein. Gerade auch in den vergangenen Jahren ließ Cena sich auch immer wieder von weit weniger großen Stars besiegen, um ihnen ein Schub zu geben. Bemerkenswert uneitel auch, wie sich Cena beim SummerSlam 2014 von Brock Lesnar und bei WrestleMania 33 2018 vom Undertaker völlig demontieren ließ, um sie für deren darauffolgenden Programme zu stärken.

Über jeden Zweifel erhaben ist zudem Cenas gigantischer Einsatz für gute Zwecke, in der Öffentlichkeit und dem Vernehmen nach auch außerhalb. Sports Illustrated zeichnete Cena 2018 dafür als Nachfolger von Colin Kaepernick mit ihrem Muhammad Ali Legacy Award aus - und würdigte ihn als "womöglich wohltätigste Person im Sport".