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Studie der UEFA: FC Bayern München gewinnt nicht die Champions League

UEFA-Studie: Kein CL-Titel für Bayern

David Alaba (l.) und Franck Ribery treffen mit den Bayern auf den FC Arsenal © Getty Images

Letzte Saison ermittelte die UEFA in einer Studie den korrekten Titelträger. Jetzt legt sich der Verband erneut fest. Mit schlechten Nachrichten für die deutschen Klubs.

Vergangenes Jahr legte sich die UEFA zu Beginn der K.o.-Phase in einer Studie auf den späteren Sieger der Königsklasse fest: Der europäische Kontinentalverband tippte nach der Anwendung verschiedener Kriterien auf Real Madrid - und sollte Recht behalten. Die Königlichen sicherten sich am Ende den Henkelpott durch einen Finalsieg über Lokalrivale Atletico.

Nun hat die UEFA die Studie ein Jahr später erneut durchgeführt. Mit schlechten Nachrichten für den FC Bayern. Denn mit Blick auf die Geschichte des Wettbewerbs werden die Münchner dieses Jahr nicht die Königsklasse gewinnen.

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Barcas Absturz und Bayerns Aufschwung: Selten zuvor ist die Favoritenliste in der Champions League so durcheinandergewirbelt worden wie dieses Mal. Das SPORT1-Powerranking © SPORT1-Grafik: Getty Images/ dpa picture alliance
PLATZ 16 - FC BARCELONA (-16): Einen historischen Absturz erlebt der FC Barcelona im Achtelfinal-Hinspiel. Als Favorit für den Champions-League-Titel gestartet, sind die Katalanen nach einer blamablen 0:4-Hinspielpleite bei PSG so gut wie ausgeschieden. Für ein Wunder im Rückspiel scheint Barca nicht mehr im geeigneten Zustand zu sein © Clive Rose/Getty Images
PLATZ 15 - FC ARSENAL (-3): Schon vor dem Duell gegen die Bayern wurden die Gunners nicht gerade mit Vorschusslorbeeren bedacht. Was sich dann in der Allianz Arena vor allem in der zweiten Hälfte abspielt, spottet jedoch jeder Beschreibung. Der FC Arsenal wird mal wieder das Viertelfinale verpassen, so viel dürfte jetzt schon klar sein © Getty Images
PLATZ 14 - BAYER LEVERKUSEN (+1): Mit Außenseiterchancen ins Duell gegen Atletico Madrid gegangen, verspielt die Werkself schon im Hinspiel (2:4) so gut wie alle Chancen aufs Viertelfinale. Dabei erweist sich vor allem die Bayer-Defensive als viel zu grün für die abgezockte Elf von Diego Simeone © Getty Images
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PLATZ 13 - FC PORTO (-3): Auch der Traditionsklub kann sich fast schon vom Viertelfinaltraum verabschieden. Nach der 0:2-Heimpleite gegen Juventus Turin muss Porto einmal mehr feststellen, dass die europäischen Trauben zu hoch hängen - zumal sich die Portugiesen mit dem Platzverweis für Alex Telles selbst dezimierten. Da bringt auch die Serie von 19 nicht verlorenen Spiele in der Liga nichts © Getty Images
PLATZ 12 - SSC NEAPEL (-3): Eine kleine Chance darf sich Napoli trotz der 1:3-Niederlage bei Real Madrid noch ausrechnen - zumal die "Königlichen" derzeit auswärts durchaus schlagbar erscheinen. Dennoch scheint die Elf von Trainer Maurizio Sarri international zu grün für eine solche Herkulesaufgabe © Getty Images
PLATZ 11 - BENFICA LISSABON (+3) : Nach dem 1:0-Sieg gegen Borussia Dortmund hat Benfica alle Chancen auf das Weiterkommen - zumindest auf dem Papier. Wenn man sich jedoch die Spielstatistiken aus dem Hinspiel anschaut, dann muss sich die Elf von Trainer Rui Vitoria enorm steigern, wenn sie sich nicht wieder auf Glücksgöttin Fortuna verlassen will © Getty Images
PLATZ 10 - LEICESTER CITY (+6): Sieh an, der englische Sensationsmeister kann es ja doch noch! Zwar geht Leicester beim 1:2 in Sevilla als Verlierer vom Platz und hat Glück, dass die Spanier weitere Chancen verballern, doch Jamie Vardys Anschlusstreffer hält dem Sorgenkind der Premier League alle Möglichkeiten offen © Getty Images
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PLATZ 9 - FC SEVILLA (-3) : Als klarer Favorit gegen Leicester gestartet, muss die Elf von Jorge Sampaoli um den Einzug ins Viertelfinale bangen. Sevilla verpasst es, die Heimstärke besser auszuspielen und aus der drückenden Überlegenheit ein günstigeres Ergebnis zu erzielen © Getty Images
PLATZ 8 - AS MONACO (-6): Die Torfabrik aus dem Fürstentum glänzt auch gegen Manchester City und nimmt die Elf von Pep Guardiola bis zur 60. Minute förmlich auseinander. Als dann jedoch Citys Sturmlauf beginnt, erweisen sich die Monaco-Youngster als zu unerfahren. Verloren ist aber noch nichts © Getty Images
PLATZ 7 - BORUSSIA DORTMUND (+6): Das 0:1 bei Benfica Lissabon dürfte als eines der ungerechtesten Ergebnisse der Hinspiele gelten. Andererseits: Wer solche Chancen verballert, hat es auch nicht besser verdient. Im Rückspiel dürfte der BVB brennen, das Ding noch umzubiegen © Getty Images
PLATZ 6 - REAL MADRID (-3): Der 3:1-Hinspielsieg gegen den SSC Neapel wird in Madrid als "business as usual" abgehakt. Allzu sicher sollten sich die "Königlichen" aber nicht sein: Wie zuletzt beim 1:2 in Valencia zu sehen, sind Ronaldo und Co. vor allem auswärts für die ein oder andere negative Überraschung gut © Getty Images
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PLATZ 5 - MANCHESTER CITY (+3): Die spektakuläre Aufholjagd beim 5:3-Sieg gegen den AS Monaco hat in der englischen Presse zu wahren Lobliedern auf die Citizens geführt. Beeindruckend ist es in der Tat, was Sane und Co. in der zweiten Hälfte auf den Rasen zauberten. Die erste Hälfte zeigt aber, dass längst nicht alles Gold ist, was glänzt © Getty Images
PLATZ 4 - JUVENTUS TURIN (+1): Mit beeindruckender Beständigkeit marschiert die "Alte Dame" in der laufenden Saison durch die Champions League. Nach dem souveränen Grupensieg legt Juve mit dem 2:0 im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Porto den Grundstein fürs Weiterkommen © Getty Images
PLATZ 3 - ATLETICO MADRID (+8): Bereits vor zwei Jahren hatte Atletico das Vergnügen im Achtelfinal-Duell gegen Leverkusen - damals siegte die Simeone-Elf erst nach Elfmeterschießen. Wie Atletico mitlerweile zu einem europäischen Spitzenspiel gereift ist, davon konnte sich die Werkself beim 4:2-Auswärtssieg der Madrilenen ein Bild machen © Getty Images
PLATZ 2 - FC BAYERN (+5): Im Vorfeld des Achtelfinal-Duells gegen den FC Arsenal war darüber spekuliert worden, ob der FC Bayern einen Gang zulegen kann, wenn es ernst wird. Der 5:1-Sieg in der Allianz Arena zeigt, dass Carlo Ancelotti offenbar tatsächlich der Trainer ist, der genau das beherrscht © Getty Images
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PLATZ 1 - PARIS SAINT-GERMAIN (+3): In der Liga bleibt PSG bislang hinter den Erwartungen - doch auf der großen Bühne haben die Franzosen einen wahren Urknall verursacht. Der spektakuläre 4:0-Sieg gegen den FC Barcelona hievt Julian Draxler und Co. mit einem Schlag zum Mitfavoriten auf den Henkelpott © Getty Images
Und wer schafft es ins Viertelfinale? iM Football wagt die Prognose ©

Auch für die beiden anderen deutschen Vertreter sieht es demnach schlecht aus: Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen werden laut der Studie ebenfalls nicht den Henkelpott holen.

Folgende Kriterien wendet die UEFA in ihrer Studie an:

1. Gruppensieg ist Trumpf

Zehn der letzten elf Sieger der Champions League schlossen ihre Gruppe in der Vorrunde als Erster ab. Nur Inter Mailand wurde im Jahr 2010 als Gruppenzweiter am Ende Champion. Damit haben die Gruppenzweiten nach UEFA-Logik in der Voraussage keine Chance mehr.

Als möglicher Titelträger sind damit raus: Bayern München, Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon, Manchester City, Bayer Leverkusen, Real Madrid, FC Porto, FC Sevilla

2. Gute Abwehr, schlechte Abwehr

Laut UEFA darf die Abwehr nicht zu gut sein - aber auch nicht zu schlecht. Der Verband erklärt: Seit Einführung des aktuellen Formats im Jahr 2003 konnte keine Mannschaft triumphieren, die in der Gruppenphase die wenigsten Gegentreffer kassieren. Aber auch zu viele Gegentore seien nicht gut: Teams, die mehr als acht Tore hinnehmen mussten, haben auch nie gewonnen.

Deshalb glaubt die UEFA auch nicht an folgende Teams: Juventus, Atletico Madrid, Borussia Dortmund

3. Erfahrung ist wichtig

Noch nie schaffte es ein Klub, der zum ersten Mal die Gruppenphase erreichte, im gleichen Jahr ins Finale.

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Schlechte Nachrichten für: Leicester City

4. Keine Premieren-Sieger

In den ersten 42 Jahren des Wettbewerbs (vormals Europapokal der Landesmeister) gab es 21 verschiedene Sieger-Vereine. In den letzten 19 Spielzeiten gab es dagegen nur einen einzigen Klub, der die Trophäe zum ersten Mal gewonnen hat: Der FC Chelsea im Jahr 2012.

Vereine, die die Champions League noch nie gewinnen konnten, zieht die UEFA in ihrer Studie deshalb nicht in Betracht. Von den übriggebliebenen Teams sind damit auch raus: FC Arsenal, AS Monaco, SSC Neapel

5. Der Sieger wird...

Damit bleibt für die UEFA nur noch ein möglicher Sieger übrig: Der FC Barcelona!

Allerdings: Nach dem 0:4 im Hinspiel bei PSG dürfte Barcas Traum vom Titel wohl schon vorzeitig geplatzt sein - Hoffnung für alle anderen Teams.